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Burkhard Driest
Regisseur Drehbuchautor Schriftsteller Schauspieler
Filme mit diesem Künstler in den nächsten 4 Wochen im TV
Geboren am 28. April 1939 in Stettin.
Sein Vater ist Diplom-Volkswirt und seine Mutter Klavierlehrerin. Die Mutter flieht 1945 mit ihren drei Kindern nach Prenzlau. Die Ehe seiner Eltern wird 1950 geschieden, dann Umzug nach Göttingen, dort bis 1957 Besuch des Gymnasiums. Er zieht zu seinem Vater nach Peine und besucht dort wiederum ein Gymnasium. Wegen Unangepasstheit wird er von der Schule verwiesen. Danach macht er 1960 in Braunschweig sein Abitur. Dem Wunsch des Vaters entsprechend Beginn eines Jurastudiums und studierte in Kiel, Berlin und Göttingen.
Einige Wochen vor seinem mündlichen Examen im Mai 1965 begeht Burkhard Driest aus scheinbar unerfindlichen Gründen einen bewaffneten Banküberfall in Hannover. Seite Beute beträgt ca. 5000 Mark, dann Festnahme, Untersuchungshaft bis Juni 1966. Da das Gericht von seiner Schuld überzeugt ist, wird er zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt und in die Strafvollzugsanstalt Celle eingewiesen. 1968 wird er wegen guter Führung entlassen, aber die juristische Laufbahn kann jetzt natürlich nicht mehr eingeschlagen werden. Daraufhin arbeitete er in diversen Jobs als Keller, Taxifahrer o.ä.
1972 hat Driest einen Autounfall, kommt ins Krankenhaus. In der Genesungszeit schreibt er ein Buch: Die Verrohung des Franz Blum (hierzu ein Interview >>>). Es ist "seine" Geschichte, die er im Gefängnis zumindest ähnlich erlebt hat. Vor der Buchveröffentlichung wird der Stoff von dem Regisseur Reinhard Hauff aufgegriffen und verfilmt. Jürgen Prochnow ist für die Hauptrolle und Burkhard Driest für die Rolle des Schlägers Kuul vorgesehen.
Ende 1974 hatte Dietmar Schönherr in seine Talkshow "Je später der Abend..." Romy Schneider und Burkhard Driest eingeladen. Während der Sendung macht Romy Schneider Burkhard Driest Komplimente, flirtet auffällig mit ihm und sagt, dass er ihr sehr gefalle. Bis heute ist wohl nicht bekannt, ob und wann es bei den beiden zu Knistern anfing oder ob nicht... [Info]
Durch den Film von Reinhard Hauff, der sehr erfolgreich war, war Driest nun so bekannt, dass er sich Zeit nahm, an weiteren Drehbüchern zu schreiben. So schrieb er mit am Drehbuch von Fassbinders Film Querelle und spielte einen Polizisten.
Ende der 70er-Jahre wurde Burkhard Driest wieder medienauffällig, weil er von Schauspielerkollegin Monika Lundi der Vergewaltigung angezeigt wurde. Sie befanden sich beide in dieser Zeit auf einer Schauspielschule in Santa Monica in Kalifornien. Die Anklage wurde aber wegen zu vieler Widersprüche abgemildert und Burkhard Driest kam mit einer Anklage wegen Körperverletzung davon.
1982 zog es Driest nach Hollywood, wo das Drehbuch zum Film Annas Mutter (die Geschichte der Marianne Bachmeier) entstand; hier führt er auch Regie. Zur gleichen Zeit verfilmte auch Hark Bohm diesen Stoff mit dem Titel Keine Zeit für Tränen. 1987 schreibt Driest ein Musical mit dem Titel Andi welches von Peter Zadek inszeniert und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt wurde. Während seiner Haftzeit hatte Driest Kontakt zu einem Zellengenossen, der wegen Kindesmissbrauchs einsaß. Er schrieb dessen Erfahrungen auf und machte daraus ein Fernsehspiel mit dem Titel Schande (1999, Regie: Claudia Prietzel). Dieser Film wurde - obwohl teilweise sehr umstritten - mit dem "Prix Italia" ausgezeichnet.
Als Schauspieler trat Burkhard Driest in Erscheinung und spielte in diversen Film- und Fernsehproduktionen, z.B. in Steiner - Das Eiserne Kreuz (1976), Stroszek (1976, Regie Werner Herzog), Taxi nach Kairo (1987, Regie Frank Ripploh).
Driest
unterrichtet auch in der Deutschen Film- und Fernsehakademie in
Berlin. Seit 1997 lebt Burkhard Driest in Dublin/Irland. Er war dreimal verheiratet. Seine Kinder Julian und Johanna leben bei der Mutter in Hamburg und verleben jeweils einige Monate im Jahr mit ihrem Vater.
(Quelle: Einige Infos aus europa-host.de und prisma-online)
Fremde Links: www.filmportal.de (Film Annas Mutter) www.filmportal.de (Film Steiner - Das Eiserne Kreuz) www.filmportal.de (Film Taxi nach Kairo) www.dieterwunderlich.de (Film Schande) www.europa-host.de (über B.Driest) www.literaturatlas.de (über B.Driest) www.romy.de (über Romy Schneider) http://wissen.spiegel.de (über Je später der Abend...) www.prisma-online.de (Weitere Filme)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 04.04.2011
Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit |