Kleiner Mann, was nun? 1973
Inhalt Emma Mörschel, genannt Lämmchen, bekommt ein Kind. Und also heiratet sie ihr "Junge", Johannes Pinneberg. Die junge Ehe beginnt mit Problemen: Lämmchens Eltern, klassenbewusste Arbeiter, sind gegen die Ehe ihrer Tochter mit dem kleinen Angestellten; Lämmchen weiß nicht, wie man Erbsensuppe kocht; Lämmchen frisst ein Viertel Lachs allein auf, das eigentlich für beide gedacht war; Pinneberg, der bei einer Saatgutfirma arbeitet, kommt nun als Freier für die hässliche Tochter des Inhabers nicht mehr in Frage und wird abgebaut - der Chef wirft ihn hinaus, nachdem er ihn mit Lämmchen beim Sonntagsausflug "erwischt" hat. Rettung naht in Form eines Telegramms: Pinnebergs Mutter hat ihrem Sohn in Berlin eine Stellung besorgt, als Verkäufer im Bekleidungshaus Mandel. Pinneberg und Lämmchen ziehen nach Berlin. Doch auch dort haben die beiden Probleme. Die Stellung bekommt Pinneberg erst aufgrund der Beziehungen des derzeitigen Liebhabers seiner Mutter, eines gewissen Jachmann. Und Mama selbst betreibt in ihrer Wohnung, in der Pinneberg und Lämmchen zunächst zur Untermiete wohnen, ein eindeutig zweideutiges Etablissement - das trägt nicht gerade zum Familienfrieden bei. Pinneberg und Lämmchen ziehen also um, in die Mansarde des Schreinermeisters Puttbreese. Hier sind sie ganz mit sich und ihrem Glück allein. Und dann wird ihr Murkel geboren, ein kräftiger, gesunder Junge. Aber Pinneberg hat neue Sorgen: Bei Mandel ist ein monatliches Verkaufssoll eingeführt worden; als er es nicht erfüllen kann, wird er entlassen. Und nun steht er Tag für Tag in der Schlange der Arbeitslosen vor dem Arbeitsamt und wartet vergeblich darauf, arbeiten zu dürfen. Sie ziehen aus der Mansarde in eine kleine Laube vor der Stadt, und Lämmchen ernährt die Familie durch Näh- und Flickarbeit. Als Pinneberg eines Tages, unrasiert und ohne Kragen, von einem Schupo vom Bürgersteig gestoßen wird, bricht für ihn die Welt seiner kleinbürgerlichen Wohlanständigkeit zusammen. Doch Lämmchen tröstet ihn: "Du hast doch mich. Wir sind ja beisammen." Und am Himmel zischen die Silvesterraketen und begrüßen ein neues Jahr: 1933. (Quelle: Fernsehspiele Westdeutscher Rundfunk, Ausgabe Juli bis Dezember 1973. Herausgeber: WDR-Pressestelle)
Fremde Links: www.comedian-harmonists.de/bootz.htm (über Erwin Bootz) www.hr-online.de (über Klaus Höhne) www.flammenmehr.de (über Heinrich Giskes)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Mai 2010 |