Volker Canaris

Dramaturg

     

  

         

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Volker Canaris wurde am 22. Mai 1942 in Königsberg / Polen geboren.

Er ist am 6. Mai 2012 im Meerbusch gestorben.

 

Seine Kindheit verbrachte er in Bayern. Von 1951 bis 1962 lebte er in Düsseldorf, begann ein Studium der Germanistik und Geschichte und studierte weiter in München, Berlin und Bonn  Vergleichende Literaturwissenschaft. Er promovierte mit einer Arbeit über den jungen Bertolt Brecht.

 

Von 1969 bis 1970 hatte Volker Canaris eine Anstellung als Theaterlektor bei Suhrkamp in Frankfurt a.M.

Von 1970 bis 1979 war er als Dramaturg beim Westdeutschen Rundfunk beschäftigt. Hier arbeitete er u.a. mit Peter Zadek und Rainer Werner Fassbinder zusammen.

In den Jahren 1979 bis 1985 arbeitete Canaris als Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant beim Schauspielhaus Köln, wo seinerzeit Jürgen Flimm die Intendanz hatte. Arbeit auch als Dramaturg am Hamburger Thalia-Theater; die Intendanz hatte dort Peter Zadek. 

Seit 1985 war er Generalintendant des Schauspielhauses Düsseldorf. Außerdem hatte er die Leitung der Schauspielschule Stuttgart inne.

 

Eine ganze Reihe von erstklassigen Produktionen wurden von Canaris organisiert, wie z.B. Shirins Hochzeit von Helma Sanders-Brahms, Aus einem deutschen Leben von Theodor Kotulla, Die Stadt im Tal von Bernd Schroeder und Wolfgang Petersen. Er war beteiligt an Inszenierungen von Peter Stein, Niels-Peter Rudolph, Jürgen Flimm oder Hansgünther Heyme. Seine Filme waren alle vom WDR produziert worden.

 

Volker Canaris starb in Meerbusch im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt.

  

  

Filme, bei denen Volker Canaris dramaturgisch bzw. redaktionell beteiligt war:

 

Titel  Jahr Regie
Sand (DA: Tankred Dorst) 1971 Peter Palitzsch
Der scharlachrote Buchstabe (DA: Bernardo Fernandez) 1972 Wim Wenders
Van der Valk und die Reichen 1973 Wolfgang Petersen
Shirins Hochzeit 1975 Helma Sanders-Brahms
Eiszeit (DA: Tankred Dorst) 1975 Peter Zadek
Die Stadt im Tal 1975 Wolfgang Petersen
Die Ilse ist weg (DA: Martin Gies und Hajo Gies) 1976 Ilse Hofmann
Aus einem deutschen Leben 1977 Theodor Kotulla
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 1978 Ilse Hofmann
Uns reicht das nicht 1979 Jürgen Flimm
Die Ehe der Maria Braun (DA: Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich) 1979 R.W. Fassbinder
Die große Flatter 1979 Marianne Lüdcke
Die Welt in jenem Sommer 1980 Ilse Hofmann
Aus dem Leben eines Taugenichts 1980 Bernhard Sinkel
Kleiner Mann, was nun (Theaterinszenierung d. Bochumer Schauspielhauses) 1973 Peter Zadek

Die Geisel (Theaterinszenierung d. Bochumer Schauspielhauses)

Im Dublin der 1950er-Jahre führen Meg (Hannelore Hoger), früher Hure und Pat (Helmuth Erfurth) ein Bordell. Es wohnen fünf Mädchen, zwei schwule Männer, der IRA-General Musjö (O. E. Hasse) und ein gewisser Mr. Muleady in ihrem Etablissement. Eines Tages wird eine gefangen genommene Geisel von zwei IRA-Kämpfern ins Haus gebracht. Der junge britische Soldat ist Leslie Williams, den man in Nordirland gefangen nahm und der nun gegen ein IRA-Mitglied  ausgetauscht werden soll.

Nach dem Roman des irischen Autors Brandan Behan. Theatermann Peter Zadek machte am Bochumer Schauspielhaus daraus eine Tragikomödie von 120 Minuten.

1977 Peter Zadek

 

 

  

 

  

  

  

  

   

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 6. Juli 2016

  

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