Viele Leute fragen mich...

  

  

...was mich veranlasst hat, so eine Filmseite zu erstellen.

 

Ich will versuchen, das zu erklären.

Ich 1957

Anfang der 60er Jahre machte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Fernsehen. Die erste Sendung, die ich bewusst wahrnahm, war "Die Höhlenkinder" (es müssen mehrere Folgen gewesen sein). Ich weiß nicht mehr so richtig, worum es ging, ich weiß nur noch, dass es sich um zwei Kinder gehandelt hat, die allein - ach, so alleine... meine arme Kinderseele litt mit ihnen - durch die Welt kommen mussten, und sie fanden in einer Höhle Unterschlupf (Jahre später habe ich auch das Buch von Sonnleitner gelesen).

 

Ich schaute natürlich auch Fury, Lassie und all die anderen "kindgerechten" Filme, trotzdem liebte ich eher das Dramatische - Außergewöhnliche - Besondere eben, damals schon. 

 

Das ist eigentlich bis heute so geblieben. Seichte Kost mochte und mag ich nicht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die meisten meiner hier beschriebenen Filme mit den Filmleuten beschäftigen, die mehr oder weniger außergewöhnlich - manche leider auch schon in Vergessenheit geraten - sind. Für mich musste es auch nicht unbedingt ein Kinofilm sein, weil ich denke, dass es wunderbare TV-Produktionen gab. Ich betone das Wort "gab" besonders, weil ich die von mir so geliebten Fernsehspiele vermisse. Heute geht es leider nur noch um Quote (zum größten Teil auf Kosten der Qualität) und um nichts anderes mehr.

 

Ich kann mich irren, aber ich meine, dass es auch nicht mehr diese Schauspieler gibt, die mich damals so fasziniert haben. Ich denke zum Beispiel an Hanns Lothar in Seelenwanderung, an René Deltgen in Schau heimwärts Engel oder an Martin Lüttge in Die Weber; selbst ein Gerhart Lippert in dem 3-Teiler Sachrang hat mich damals stark beeindruckt. Aber ich will nicht ungerecht sein,  natürlich gibt es heute Ausnahmen, wobei mir so wunderbare Schauspieler/innen wie Suzanne von Borsody, Jürgen Vogel, Stefanie Stappenbeck und Armin Rohde einfallen.

 

Die 60er waren irgendwann vorbei und es kamen die sozialkritischen 70er, das war die Zeit der TV-Regisseure wie Daniel Christoff, Rainer Erler oder Franz Peter Wirth (der seine große Zeit auch in den 60ern hatte), die genau die Fernsehspiele nach meinem Geschmack gedreht haben. Den "Neuen Deutschen Film" habe ich damals noch gar nicht richtig wahrgenommen, der war mir zu abstrakt, zu abgedreht.

 

Erst im Laufe der Zeit begann ich, mich auch dafür zu interessieren. Es kamen die Kluges, Reitzs, Herzogs, Schlöndorffs - und Fassbinder. Natürlich kam man um den drehwütigen Rainer Werner Fassbinder nicht herum - und das war's dann! Seine Filme waren es, die ich sehen wollte. Obwohl ich zugeben muss, dass seine ersten Filme ziemlich "schräg" oder zumindest sehr  gewöhnungsbedürftig waren, aber da war etwas, das mich fasziniert hat. Vielleicht konnte ich in Fassbinders Filmen "zwischen den Zeilen lesen" - ich weiß es nicht.

 

Ich hoffe jedenfalls, dass ich noch viele viele Informationen finde, um das Filmhaus weiter auszubauen. Jedenfalls wünsche ich Ihnen einige Aha-Erlebnisse.

 

 

Ihre

Rosemarie Kuheim

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Oktober 2004