Hanns Lothar

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Hanns Lothar bei filmportal

  

  

 

  

  

  

Geboren am 10. April 1929 in Hannover.

Gestorben am 11. März 1967 in Hamburg.

 

Sohn eines Justizbeamten. Seine Brüder Horst-Michael Neutze und Günther Neutze werden ebenfalls Schauspieler. Steht erstmals mit zwölf Jahren als "standhafter Zinnsoldat" auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Mit sechzehn ist er bereits Ensemblemitglied der hannoverschen Städtischen Bühne, gemeinsam mit seinen Brüdern spielt er in der Komödie der Irrungen.

   

Lothar profiliert sich als Theaterschauspieler mit einer faszinierenden Vielseitigkeit. Von Shakespeare bis Tennessee Williams und O' Neill scheint er sich bei allen Autoren gleichermaßen zu Hause zu fühlen. Die Leichtigkeit seines Spiels behält er auch vor der Kamera bei.

 

1955 erhält er seine erste Rolle in Das heiße Herz, einem Fernsehfilm von Rudolf Steinböck. Seinen größten Kinoerfolg, für den er als bester Nebendarsteller mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde, hat er in Alfred Weidenmanns Buddenbrooks (1959, Bundesfilmpreis 1960): "Die Glanzleistung aber liefert Hanns Lothar, der den Christian nicht darstellt, sondern, so scheint es, beinahe lebt, in einem eigenartigen kalten Identifizierungsrausch." (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

  

Neben zahlreichen anderen Filmen ist Lothar 1961 in Billy Wilders One, Two, Three als Assistent von James Cagney zu sehen. Hinreißend komödiantisch und mit unglaublichem Tempo stellt er einen "zackigen" Deutschen dar, der für so viele seiner Landsleute stehen könnte: auch Hitler, "Adolf wer?", sei ihm kein Begriff.

 

1959 heiratet er die Schauspielerin Ingrid Andree. Aus dieser Verbindung geht die Schauspielerin Susanne Lothar hervor. Die Ehe hielt bis 1965. Danach heiratet er Gabriele Wiemer.

   

Während der Proben zum Bühnenstück "Meuterei auf der Caine", er spielt die Rolle des Verteidigers und führt zugleich das erste Mal Regie, stirbt Hanns Lothar im März 1967.

  

Hanns Lothar schien seine Rollenfiguren nicht darzustellen, sondern sie zu leben, wie ein Medium verwandelte er sich in sie, ohne jedoch als Schauspieler ganz zu verschwinden - ein faszinierender Balanceakt. (Quelle: teilweise aus www.geschichte.uni-hannover.de)

  

  

Auszeichnungen

1960 Deutscher Filmpreis in Silber für Buddenbrooks

1960 Deutscher Kritikerpreis

1961 Deutscher Filmpreis in Gold für Der letzte Zeuge

1964 Prix Italia für Seelenwanderung

  

Literatur

Henning Rischbieter: Lässig und nervös. In: Theater heute, 4/1967

 

 

     

  

Eine Auswahl von Filmen mit Hanns Lothar

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

   

   

Titel

Jahr Regie

Buddenbrooks

Zweiteilige Verfilmung des Romans von Thomas Mann über den Verfall einer Lübecker Patrizierfamilie im 19. Jahrhundert. Geschildert wird die Begegnung von Tony Buddenbrook (gespielt von Liselotte Pulver) und ihre Verheiratung mit einem Hamburger Kaufmann bis zur Übernahme der Firma durch Thomas Buddenbrook (Hansjörg Felmy). Nachdem er eine reiche Frau geheiratet und mit Sohn Hanno auch für einen Stammhalter des Firmenimperiums gesorgt hat, beginnt der allmähliche Niedergang der Familie. - Bundesfilmpreis 1960

1959

Alfred Weidenmann

Sturm im Wasserglas

Eine Hundegeschichte, in der Tierliebe und Menschlichkeit das unsoziale Verhalten eines Politikers besiegen. Das Remake von 1960 hat das Volksstück Bruno Franks in die Gegenwart versetzt und kabarettistisch gewürzt.

1960 Josef von Baky

Seelenwanderung

Nach einer Parabel von Karl Wittlinger. Ein junger Mann gibt seine Seele in einem Leihhaus ab, um eine große Karriere zu machen. Im Jenseits indes findet er so lange keine Ruhe, bis ihm sein Freund wieder zur verlorenen Seele verhilft. (Quelle: Heyne Filmlexikon von Lothar R. Just, Heyne-Verlag München, 1996) 
"Die Seele ist schuld" erklärt Axel dem Bum, wenn man im Wirtschaftswunderland BRD nicht die erhoffte Karriere macht. Daher "denkt" Bum seine Seele in einen Schuhkarton und versetzt diesen für fünf Mark bei einem Pfandleiher. So leicht, mit einem Startkapital von nur fünf Mark, aber dafür künftig ohne jeglichen Skrupel, beginnt sein Aufstieg. Die Seelenwanderung lief neun Wochen im legendären Münchner Studio für Filmkunst und anschließend - über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren - in weiteren deutschen Programmkinos. 

1962 Rainer Erler

Polizeirevier Davidswache

Krimi. Reeperbahn-Realismus in einem deutschen Actionskrimi mit Starbesetzung; filmisch an TV-Tatorten orientiert, mit viel Sinn für authentisches Milieu und genaue Recherche über die Hamburger Sexmeile. 24 Stunden Alltag im Polizeirevier Davidswache auf St. Pauli. Hauptwachtmeister Glanz versieht seinen Dienst wie jeden Tag. Heute freut er sich auf den Besuch seiner Tochter Lilo, die er lange nicht gesehen hat. Er will sie um 4 Uhr 20 vom Bahnhof abholen. Ihre Ankunft aber wird Glanz nicht mehr erleben...
Jürgen Roland und Wolfgang Menge gelang mit der bewusst realistisch gehaltenen Reportage ein stilbildender Klassiker des deutschen Polizeifilms.

1964 Jürgen Roland

Flug in Gefahr

In letzter Minute erreicht George Spencer die Maschine zum Flug über den halben Kontinent. Spencer ahnt nicht, dass der bevorstehende Nachtflug für ihn zur Bewährungsprobe seines Lebens wird. Eine Fischvergiftung setzt bei einem Nachtflug die beiden Piloten einer Passagiermaschine außer Gefecht. George Spencer, der früher einmal kleine, einmotorige Maschinen flog, versucht mit Hilfe von Flugkapitän Treleaven, der ihm vom Tower in Vancouver aus Kommandos geben will, das eigentlich Unmögliche...

Theo Mezger
Der letzte Zeuge 1960 Wolfgang Staudte
Die Katze im Sack (2teil. TV-Film) 1965 Jürgen Roland

Der Fall Harry Domela

Ein Dokumentarspiel von Maria Matray und Answald Krüger.
Der 22jährige Harry Domela hatte Mitte der 20er Jahre als Adalbert von der Recke, als Graf von Lieven, als Baron Korff und zuletzt als Prinz Wilhelm von Preußen die feine Gesellschaft der Weimarer Republik zum Narren gehalten. Militärs und hohe Kommunalbeamte fielen auf ihn genau so herein wie Heidelberger Korpsstudenten und Vertreter des thüringischen Hochadels. Ganz Deutschland hatte 1927 den Prozess gegen den falschen Prinzen mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit verfolgt – und belacht ...

  
Darsteller: Hanns Lothar (Harry Domela), Reinhold Nietschmann (Gerichtsvorsitzender), Harry Hardt (Hoteldirektor), Hans Irle (Empfangschef), Albert Venohr (Portier), Tilo von Berlepsch (Graf Marwitz alias Mielke), Hans Daniel (Erstchargierter), Erik von Loewis (Baron Trettenberg), Josef Albrecht (Baron v.d. Osten), Heinz Piper (Major Rheinfelden), Lola Chlud (Baronin), Andrea Grosske (Baronesse), Viktor Warsitz (Oberst), Herbert Tiede (Oberbürgermeister), Gerda-Maria Jürgens (als Bürokraft), Anneliese Roßmann (Pensionsinhaberin), Karl-Heinz Kreienbaum (Graupel), Frank Straass (Kriminalbeamter), Günter Langer (Redakteur), Friedrich Schütter (Verteidiger) u.a.

1964 Wolfgang Schleif
Schloss Gripsholm 1963 Kurt Hoffmann

     

   

   

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www.filmportal.de (Film Der letzte Zeuge)

www.filmportal.de (über Hanns Lothar)

www.steffi-line.de (über Horst-Michael Neutze)

www.steffi-line.de (über Ingrid Andree)

www.susannelothar.de (HP der Künstlerin)

http://krimiserien.heim.at (TV-Krimi Die Katze im Sack)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12.01.2010