Michael (Max) Degen

Schauspieler

 

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Michael Degen bei filmportal

    

   

      

Michael Degen - Foto: VIRGINIA

Michael Degen

  

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de  

Geboren am 31. Januar 1932 in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern.

 

Sein Vater kommt ins KZ Sachsenhausen, wird dort schwer misshandelt, kommt wieder nach Hause, stirbt aber kurz darauf an den Folgen der Folter. Er und seine Mutter überleben die Nazi-Zeit. Sie verstecken sich bei Freunden. 

  

1946 steht Michael Degen zum ersten Mal auf der Bühne. Er bekommt ein Stipendium für die Schauspielschule des Deutschen Theaters in Ost-Berlin. Im Alter von 17 Jahren geht er für zwei Jahre in den neu gegründeten Staat Israel. Bekommt, nachdem er die hebräische Sprache erlernt hat, ein Engagement an den Kammerspielen von Tel Aviv.

 

1954 spielt er am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin. 1955/56 Engagement an den Städtischen Bühnen Köln. 1956 bis 1963 Nationaltheater Mannheim. 1963/64 Städtische Bühnen Frankfurt/Main. Von 1967 bis 1973 Engagement an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Dort 1972 erstmalig Regie in Goethes Urfaust. Ab 1973 erstes Engagement am Bayerischen Staatsschauspiel München. Hier 1977 Inszenierung von Goethes "Faust I" und Thomas Bernhards "Der Präsident". Unter der Regie von Ingmar Bergman spielt er in dieser Zeit den Jean in August Strindbergs "Fräulein Julie" und in Heinar Kipphardts "In der Sache Robert Oppenheimer" den Edward Teller, Regie: Dieter Giesing.

 

1983 Salzburger Festspiele (siehe Foto rechts unten), Titelrolle in Molières "Dom Juan", Regie: Rudolf Noelte. 1984 spielt er die Hauptrolle in Joshua Sobols "Ghetto", Regie: Peter Zadek, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, wo er von 1985 - 1993 festes Ensemblemitglied ist. 1997 spielt er erstmals in Wien am Theater in der Josefstadt die Titelrolle in Arthur Schnitzlers "Professor Bernhardi", Regie: Otto Schenk. Es folgen Gastengagements am Bayerischen Staatsschauspiel München.

Michael Degen spielt u.a. 1995/96 in "Die Kannibalen" von George Tabori (Inszenierung: Klaus Emmerich). 1996/97 den Adam in "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (Inszenierung: Amélie Niermeyer) und Goldberg in "Die Goldberg-Variationen" von George Tabori (Inszenierung: Klaus Emmerich). 1997/98: Max Gallenz in "Wegen Reichtum geschlossen". Uraufführung von Tankred Dorst (Inszenierung: Alexander Lang). 1998 ist er der Tod in "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen.

 

Michael Degen

Salzburger Festspiele, 1983

DOM JUAN, nach Molière, Inszenierung: Ingmar Bergmann

Mit Hilmar Thate (Sganarelle), Michael Degen (Dom Juan),

Birgit Doll, Erich Hallhuber, Hans Quest, Heinrich Schweiger

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Er spielt 1999 den Walter in der Kinoproduktion Manila unter der Regie von Romuland Kamarkar, die im Januar 2000 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Einem größeren Fernsehpublikum wird er bekannt durch seine Rolle in der Familienserie Diese Drombuschs oder in Die Geschwister Oppermann. Das Jahr 2000 erweist sich für Michael Degen als ein sehr arbeitsreiches, weil er hier in etlichen Rollen zu sehen ist, z.B. in Nachts im Park (Regie: Uwe Janson), in Vilsmaiers Biografie eines jüdischen Kaufmanns Leo und Claire, und er spielt den Genadij Lerner in Babij Jar [Info], ein Kinofilm, der die Ermordung tausender Juden während der Nazizeit in der Ukraine thematisiert. Es folgen das Sozialdrama Rote Glut, Regie: Mark Schlichter, die Tatort-Episode Viktualienmarkt, Hark Bohms Vera Brühne und der Kurzspielfilm Montgomery Cakes Great Adventure.

  

Angelehnt an die von Michael Degen herausgegebene Lebensgeschichte Nicht alle waren Mörder hat der renommierte Regisseur Jo Baier 2006 diese Geschichte für das Fernsehen mit Nadja Uhl verfilmt. Zu diesem Film hat der SWR auf seiner Webseite ein Special eingerichtet: swr.de. Ebenfalls auf der SWR-Website hat Michael Degen zu diesem Filmprojekt ein Interview gegeben: "Wenn's einer kann, dann Jo Baier".

  

Michael Degen - Foto: Wikipedia-User Dundak

Michael Degen

Fotografiert im Mai 2006

©Wikipedia-User Dundak

Michael Degen wirkte außerdem während der letzten Jahre in vielen Fernsehproduktionen mit. So spielte er in der Serie Klinik unter Palmen den  Dr. Gregorius und den Commisario Patta in der Verfilmung der Donna Leon Kriminalromane über den Commisario Brunneti. Im Jahr 2002 drehte Michael Degen den Dreiteiler In der Mitte eines Lebens mit Heiner Lauterbach und Katja Flint und er wirkte zweimal in einer Rosamunde-Pilcher Verfilmung mit: Gewissheit des Herzens (2003) und Entscheidung des Herzens (2009). Bezaubernd gespielt hat Michael Degen die Rolle des Chemikers Fritz Hofmann in dem dreiteiligen Fernsehfilm Der Wunschbaum nach dem Roman von Sandra Paretti. (rk)

  

Neben seiner unfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen blieb Degen stets der Bühne treu, zu seinen aktuellen Arbeiten für das Theater zählt das von Ottokar Runze in Szene gesetzte Zwei-Personen-Stück "Es wird Zeit" (About Time), Tom Coles satirischer Blick auf ein alt gewordenes Ehepaar, mit Brigitte Grothum als Partnerin. Die Premiere fand am 23. September 2009 im neu eröffneten, von Dieter Hallervorden geleiteten Berliner Schlosspark-Theater statt, weitere Aufführungen sind bis Ende Mai 2010 geplant. "Tom Cole zeichnet mit einer satirischen Schärfe eine Generation, die in unserer Gesellschaft eine immer größere soziale Rolle einzunehmen beginnt. Ein Zwei-Personen-Stück, dass Schauspielern mit Freude an Cartoons eine reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Ein brisantes Thema, das in seiner inhaltlichen Tiefe humorvoll zur Diskussion gestellt wird." kann man auf der Website des Schlosspark-Theaters lesen. (Quelle: www.steffi-line.de)

  

  

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Eine Auswahl von Filmen mit Michael Degen

  

Titel

Jahr Regie

Supermarkt (Rolle: Frank)

1973 Roland Klick
Der Herr der Schöpfung  1976 Korbinian Köberle
Babij Jar (Rolle: Genadi Lerner) 1977 Jeff Kaneff

Mittags auf dem Roten Platz 

Der Titel erinnert an den Versuch einer Handvoll russischer Intellektueller und Arbeiter, ihre Landsleute auf die Okkupation der Tschechoslowakai durch die Armeen der Warschauer Pakt-Staaten im Sommer 1968 aufmerksam zu machen. Dieser Versuch einer Demonstration wurde von den sowjetischen Staatsorganen vereitelt. Die wichtigsten Stationen des Prozesses, der den Teilnehmern am Sitzstreik auf dem Roten Platz in Moskau gemacht wurde, rekonstruiert der Film anhand authentischen Materials, das auf abenteuerlichen Wegen in den Westen gelangte. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine junge Frau, deren Eigensinn, mit dem sie für die Wahrheit und Recht in ihrem Heimatland eintritt, auch durch Sonderbehandlung im Gefängnis und in der psychiatrischen Anstalt nicht zu brechen ist. (Quelle: Broschüre "ARD Fernsehspiel", I. Quartal 1978, Pressestelle)

1977 Dieter Wedel
Buddenbrooks (Rolle: Grünlich) 1978 Franz Peter Wirth
Phantasten (Rolle: Sollier) 1979 Peter Beauvais

Derrick (Kein Garten Eden) (Rolle: Ullrich Reber)

1980 Günther Gräwert
Die Geschwister Oppermann (Rolle: Dr. Gustav Oppermann) 1982 Egon Monk
Die ewigen Gefühle  1982 Peter Beauvais
Hautnah (Rolle: Fischer) 1985 Peter Schulze-Rohr
Traumschiff (bei diversen Folgen) 1985 Diverse

Wie Du mir (Rolle: Rolf Richardson)

Darsteller: Peter Sattmann, Otto Sander, Ernst Jacobi, Michael Degen, Gertraud Jesserer, Andrea Schober, Lola Müthel,  Corinna Kirchhoff, Matthias Fuchs, Barbara Feltus

1989 Dagmar Damek

Der Alte (So gut wie tot)  (Rolle: Walter Kamp)

1990 Alfred Weidenmann
Tatort (Die Sache Baryschna) (Rolle: Herr Buetow) 1993 Matti Geschonneck

Das Sahara-Projekt (Rolle: Graf Leo Waldegg)

Forscher Thomas Altenburg, der seit Jahren an seinem sogenannten 'Sahara-Projekt' arbeitet, will Europa mit Solarstrom aus der Wüste versorgen, um zu retten, was noch zu retten ist. Die befürchteten Klimakatastrophen sind bereits eingetroffen:  Sylt versinkt im Meer, Polkappen schmelzen. Altenburg hofft auf die Hilfe seines Erzrivalen Graf Leo Waldegg, gespielt von Michael Degen. (rk)

1993 Hans Noever
Eine ungehorsame Frau (Rolle: Georg) 1997 Vivian Naefe
Der Fall Vera Brühne (Rolle: Ernst Virnow) 2000 Hark Bohm
Nachts im Park (Rolle: Krahn) 2001 Uwe Janson

Der Wunschbaum (Rolle: Dr. Fritz Hoffmann)

Berlin, Anfang des 20. Jahrhunderts.

Camilla Hofmann, wohlbehütete Tochter des Seifen- und Waschmittelfabrikaten Dr. Hofmann wird durch die Spielsucht ihres Vaters mittellos, das Haus muss verkauft werden und hätte sie ihre Tankte Lenka nicht, die ein Haus an der Ostsee besitzt, wüsste sie nicht wohin. Sie lässt sich aber nicht unterkriegen und bringt die Firma ihrer Familie wieder auf Vordermann, dabei hilft ihr ein ehemaliger Vertreter ihres Vaters, in den sie sich verliebt und den sie heiratet. Sie bekommen zwei Söhne. Die Firma erholt sich gut über die Jahre - aber alles hat seinen Preis. Camilla ist quasi Tag und Nacht für die Firma da und Carl ständig auf Geschäftsreisen. 1914 bricht der Erste Weltkrieg aus und Carl meldet sich unter Protest von Camilla freiwillig. Camilla ist wieder mit der ganzen Arbeit allein... 

Darsteller: Alexandra Maria Lara, Gedeon Burkhard, Rita Russek, Meret Becker, Peter Lohmeyer u.a.

2004 Dietmar Klein

Die Sturmflut (Rolle: Karl Abt)

2005 Jorgo Papavassiliou

   

 

 

 

 

Fremde Links:

www.derrick-fanclub.de (Derrick - Kein Garten Eden)

www.dhm.de/lemo (Biografie Heinar Kipphardt)

www.dieterwunderlich.de (Film Babij Jar)

www.talmud.de (Film Babij Jar)

www.dieterwunderlich.de (Film Vera Brühne)

www.drombuschs.de (TV-Serie: Fanseite)

www.filmportal.de (über Michael Degen)

www.laurent-daniels.de (Film Wie Du mir)

www.luise-berlin.de (Buchbeschreibung Nicht alle waren Mörder)

www.nrw-film.de (Film Nachts im Park)

www.prisma-online.de (weitere Filme)

www.swr.de (Special zum Film Nicht alle waren Mörder)

www.swr.de (Interview mit Michael Degen)

www.tatort-fundus.de (Episode Viktualienmarkt)

www.tatort-fundus.de (Episode Die Sache Baryschna)

www.teamworx.de (TV 2-Teiler Die Sturmflut)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 3. April 2011

  

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.