Hans Prescher

Dramaturg

     

  

 

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Hans Prescher wurde 1930 in Pommern geboren.

Er starb am 29. September 1996.

 

Studium der Germanistik, Theater- und Zeitungswissenschaft, Kunstgeschichte in München.

Promotion mit einer Arbeit über Kurt Tucholsky.

Arbeitete seit 1956 beim Hessischen Rundfunk, seit 1967 war Hans Prescher Leiter der "Hauptabteilung Fernsehspiel und Spielfilm. Prescher hatte 38 Jahre für den HR gearbeitet und lange Zeit die Abteilung Fernsehspiel und Spielfilm geleitet. 1994 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

 

In dieser Funktion ermöglichte er u.a. Filme von Max von der Grün: SCHICHTWECHSEL (Regie: Hans Dieter Schwarze, 1968); von Eberhard Fechner: UNTER DENKMALSCHUTZ - ERINNERUNGEN AUA EINEM FRANKFURTER BÜRGERHAUS (1975, Adolf Grimme-Preis mit Gold) und zwei weitere Filme, von Helmut Käutner CHRISTOPH KOLUMBUS oder DIE ENTDECKUNG AMERIKAS (nach Hasenclever / Tucholsky, 1969), von Jean-Marie Straub DIE CHRONIK DER ANNA MAGDALENA BACH (1969, eine erste Kino-Fernseh-Koproduktion) und vier weitere Filme, darunter KLASSENVERHÄLTNISSE (1986). Für Regisseur Volker Schlöndorff  wurden von Hans Prescher etliche Filme koproduziert: DER PLÖTZLICHE REICHTUM DER ARMEN LEUTE VON KOMBACH (1971), BAAL (1971), Die Blechtrommel (1979). Weitere wichtige Koproduktionen waren: AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (Werner Herzog, 1973), DIE MARQUISE VON O. (Eric Rohmer, 1976), DIE WEISSE ROSE (Michael Verhoeven, 1982).

 

Hinzu kommt, dass Hans Prescher fast alle TATORTE des Hessischen Rundfunks betreut, darunter auch Fritz Umgelters FLIEDER FÜR JACZEK (Jürgen Scheschkewitz n.e. Roman von Stefan Murr, 1977, einen der wirkungsvollsten Filme der Reihe. In seiner Verantwortlichkeit fielen des Weiteren auch Großprojekte wie die elf-teilige TV-Verfilmung des Thomas-Mann-Romans „Buddenbrooks“ (1979, Regie: Franz Peter Wirth). Daneben betreute er Kinoproduktionen, unter anderem mit den Regisseuren Werner Herzog und István Szabó. Die unter HR-Beteiligung realisierten Spielfilme Die Blechtrommel von Schlöndorff und Mephisto von Szabó wurden mit einem Oscar ausgezeichnet.

 





   

  

  

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 5. Juli 2026

 

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Die o.g. Informationen sind teilweise aus dem TB "TV-FILMLEXIKON - REGISSEURE, AUTOREN, DRAMATURGEN" von Egon Netenjakob,

der mir erlaubt hat, Texte aus diesem Buch zu übernehmen.