Karlheinz Böhm

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Karlheinz Böhm bei filmportal

  

    

    

  

    

Karlheinz Böhm, 1981

  

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Geboren am 16. März 1928 in Darmstadt. Seine Eltern waren der Dirigent Karl Böhm (ein geborener Grazer) und die Sopranistin Thea Linhard (eine Münchnerin). Er wuchs in Hamburg und Dresden auf.

Karlheinz Böhm lebt heute in Äthiopien, wo er 2003 aufgrund des Engagements seiner Organisation "Menschen für Menschen" - gegründet 1981 - die Ehrenbürgerschaft erhalten hat. Gelegentlich lebt er auch in  München.

 

In Hamburg Besuch der Volksschule und des Gymnasiums. 1946 zog er mit seinen Eltern nach Graz, dort machte er sein Abitur (Matura). Eigentlich wollte er Pianist werden, aber sein Talent schien nicht ganz gereicht zu haben. Auf Wunsch seines Vaters studierte er Anglistik und Germanistik. Aber er brach das Studium ab, um sich der Schauspielerei zu widmen. In den Jahren bis 1976 war er als Schauspieler beim Film und Theater tätig. Er erreichte durch die Sissi-Filme an der Seite von Romy Schneider eine immense Popularität, konnte aber leider das Image des "Kaiser Franz" nur sehr schwer ablegen, weil die Zuschauer ihn so "lieb" sehen wollten. Also wurde es Zeit, diesem Genre zu entfliehen und Karlheinz Böhm nahm 1960 die Rolle eines Serienmörders in Michael Powells Peeping Tom (deutscher Titel: Augen der Angst) an. Durch diese Rolle wurde seine Karriere jäh unterbrochen, weil weder Publikum noch die Kritiker diesen Film sehen wollten. Heute hat Peeping Tom Kultstatus erreicht und ist einer der besten Filme Powells.

  

Karlheinz Böhm bei den Save the Worls Awards 2009 bei den "Save the World Awards" 2009 

Manfred Werner (Wikipedia User: tsui)

Karlheinz Böhm hatte einen Vertrag mit der Hollywood-Firma MGM abgeschlossen, aber für seine Filmkarriere war dieser Vertrag nicht förderlich. Nach fünf Filmen, die keine Erfolge waren, kam er wieder nach Europa zurück. 

In den 1970er-Jahren begann die Zusammenarbeit mit Ausnahmeregisseur Rainer Werner Fassbinder. Die Rolle, die Böhm in dem Psychothriller Martha spielte, war auch nicht gerade dazu angetan, Sympathie bei den Zuschauern auszulösen, aber er beherrschte die Rolle des psychopathischen Sadisten meisterhaft.

 

Seine erste Ehe mit Elisabeth Zonewa hielt von 1954 - 1957, aus dieser Beziehung stammt eine Tochter. Danach war er mit Gundula Blau verheiratet; aus dieser Beziehung stammen drei Kinder, u.a. die Schauspielerin Kristina Böhm. Aus der dritten Ehe mit Barbara Lass ging eine Tochter, die Schauspielerin Katharina Böhm, hervor. Seit 1991 ist Karlheinz Böhm mit der aus Äthiopien stammenden Almaz Böhm verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

   

Der Schauspieler und wurde für sein Wirken im deutschen Film und für sein humanitäres Engagement bei der Berlinale 2008 ausgezeichnet. Im März 2008 wurde in Salzburg bekannt gegeben, dass das Europagymnasium Salzburg Nonntal anlässlich des 80. Geburtstages von Böhm den Namenszusatz "Karlheinz Böhm-Gymnasium" erhält.

 

Karlheinz Böhm - Foto: Michael Lucan

Karlheinz Böhm in München bei der Verleihung des internationalen Hundertwasser-Preises 2008.
Foto: Michael Lucan (fotobox.lucan.org)

"1976 wurde Böhm zum ersten Mal mit der Armut in Afrika konfrontiert. Um einen Bronchialkatarrh auszukurieren, empfahlen ihm die Ärzte einen Aufenthalt in Kenia. Dort ließ er sich von einem einheimischen Hotel-Angestellten die Kehrseite der Luxusfassade zeigen. Karlheinz Böhm sah die Hütte des Hotel-Angestellten, erfuhr, dass die Einheimischen sich nur den Kopf eines Fisches leisten konnten, und war erschüttert. Er konnte sich mit der Armut nicht abfinden und beschloss, in Afrika zu helfen. Als er wieder nach Deutschland zurückkehrte, wurde er in die Sendung „Wetten, dass..?“ eingeladen. Dort wettete er am 16. Mai 1981, nicht einmal jeder dritte Zuschauer würde eine Mark bzw. sieben Schilling oder einen Franken für notleidende Menschen in der Sahelzone spenden. Er versprach, dass er selbst nach Afrika gehen würde, um zu helfen, wenn er die Wette verliere. Er gewann, doch es kamen rund 1,7 Millionen DM zusammen. Nach der Sendung flog er dennoch im Oktober 1981 mit dem Geld erstmals nach Äthiopien und gründete am 13. November 1981 die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.

Eine der Ursachen für die Armut in Äthiopien sieht Karlheinz Böhm in der sozialen Benachteiligung der Frauen. Er sagt, dass wir endlich begreifen müssen, dass Frauen dieselben Rechte haben wie Männer. Viele Jahre verbrachte Karlheinz Böhm mehrere Monate im Jahr in Äthiopien und besuchte die einzelnen Projekte."

(Quelle: Einige Informationen aus wikipedia)

      

  

Auszeichnungen (eine Auswahl)

1983 - Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film

1984 - Bambi (hat er an seine Organisation weitergespendet)

1985 - Theodor-Heuss-Preis

1986 - Humanitärer Preis der deutschen Freimaurer

1990 - Bambi

2002 - Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

2002 - World Award

2003 - Platz 19 bei den Besten Deutschen (ZDF)

2003 - Goldener Wuschel von Brisant für sein Soziales Engagement

2005 - Martin-Buber-Plakette

2008 - Goldene Kamera bei der Berlinale für sein Wirken im deutschen Film und sein humanitäres Engagement

  

     

 

Eine kleine Auswahl von Filmen mit Karlheinz Böhm

    

Titel

Jahr Regie
Die Sissi-Trilogie (Rolle: Kaiser Franz-Josef) 1955-57 Ernst Marischka
Peeping Tom - Augen der Angst (Rolle: Mark Lewis) 1960 Michael Powell
Immobilien (Rolle: Rainer) 1972 Otto Jägersberg
Fontane - Effi Briest (Rolle: Geheimrat Wüllersdorf) 1972-74 Rainer Werner Fassbinder
Schloss Hubertus (Rolle: Tassilo) 1973 Harald Reinl
Martha (Rolle: Helmut Salomon) 1973 Rainer Werner Fassbinder
Im Hause des Kommerzienrates (Rolle: Dr. Bruck)

Nach dem Tode ihres Großvaters, des reichen Schloßmüllers, sollte Katharina Mangold in das Haus des Kommerzienrates Römer, ihres Vormundes, kommen, wo sich auch ihre beiden um vieles älteren Stiefschwestern befanden. Seit sechs Jahren lebte die Erbin fern von der Heimat in Dresden. Ihr sterbender Vater hatte sie der Gouvernante, einem Fräulein Lukas, übergeben, welche die Erziehung des Kindes seit dessen erstem Lebensjahr in den Händen gehabt und in der Tat Mutterstelle an ihm vertreten hatte. Das junge Mädchen hatte in ihrem Briefen an den Vormund nie den Wunsch ausgesprochen, die Heimat wiederzusehen, ebenso wenig war es ihrem Großvater, dem Schloßmüller, eingefallen, sie je zurückzufordern. Erst nach dessen Tode hatte der Vormund ihre Rückkehr auf einige Zeit verlangt.
Die schlicht und einfach erzogene Käthe sah ihrem Besuch im Hause ihres Vormundes mit einiger Besorgnis entgegen, besonders, wenn sie an ihre Begegnung mit Flora, ihrer hochgebildeten, stolzen Schwester dachte. Ihre Besorgnis war nicht ganz unbegründet, denn Flora war ein zwar sehr schönes, doch hochmütiges, egozentrisches Geschöpf, dessen Gedanken nur um Glanz und Reichtum kreisten und das auf Käthe nur voll Verachtung herabblickte. Ganz anders war Henriette, die zweite Schwester, ein empfindsames, kränkliches Mädchen mit wundervollen Augen, die manchmal fast vergessen ließen, dass ihr Körper missgestaltet war. Rasch fanden Henriette und Käthe zueinander, die beide hilflos zusehen mussten, wie herzlos sich Flora ihrem Verlobten, Doktor Bruck, einem jungen, vielversprechenden Arzt gegenüber verhielt. Sie hatte Bruck gewählt, da sie hoffte, er würde durch sein Können bald zu Ruhm und Ansehen gelangen.
Doch nun schien mit einem Mal sein Erfolg in Frage gestellt, und so sagte sich Flora in einer hässlichen Szene von ihm los. Seine edle Gesinnung ließt ihn jedoch ihr vergeben, als sein Blatt sich wendete und er Hof- und Leibarzt des Fürsten werden sollte und sie daher wiederum zu ihm zurückkehrte. Doch er hatte längst erkannt, dass er in Wahrheit Käthe liebte. Nur um nicht ehrlos zu handeln, wollte er seinem Glück entsagen, und die Angst, seine Gefühle zu verraten, ließ ihn Käthe gegenüber hart und wortkarg werden und ihre Gegenwart scheuen. Ein schreckliches Geschehen am Abend von Floras Hochzeit mit Doktor Bruck brachte jedoch für alle eine ungeahnte Wendung.
(Quelle: Amazon)

1974 Herbert Ballmann

 

 

 

 

   

 

Faustrecht der Freiheit (Rolle: Max) 1974 Rainer Werner Fassbinder
Die Tannerhütte (Rolle: Becker) 1976 Marianne Lüdcke, Ingo Kratisch
Kur in Travemünde (Rolle: Manfred Angenend) 1979 Peter Beauvais

Ringstraßenpalais (Rolle: Bernie Artenberg)

Der Wiener Textilfabrikant Eduard Baumann (Heinrich Schweiger) bringt es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu beachtlichem Reichtum. Zum Baron ernannt, baut er ein Palais an der Ringstraße. Seine Tochter Johanna (Marianne Nentwich) heiratet in die Bankiersfamilie Artenberg ein, sein Sohn knüpft familiäre Bande zum Bankhaus Stein & Mendel. Durch den Wiener Börsenkrach 1873 und den Ersten Weltkrieg verlieren die Artenbergs einen Großteil ihres Vermögens. Die politischen Umwälzungen setzen den Familien schwer zu. Als Österreich 1938 dem Deutschen Reich angeschlossen wird, wird das Ringstraßenplais kurzzeitig von den Nationalsozialisten besetzt. Nach dem Krieg steht die Ringstraße unter französischer Kontrolle. Das Bankhaus Stein & Mendel überlebt auch diese Krise und die schwierigen Nachkriegsjahre. 1974 lässt Franz Artenberg die Familiengeschichte aufschreiben. (Quelle: Amazon)

1981 Rudolf Nussbgruber
Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (Rolle: Thälmann) 1975 Rainer Werner Fassbinder

    

   

 

 

  

  

  

   

Fremde Links:

www.prisma-online.de (Weitere Filme)

www.filmportal.de (über den Künstler)

www.menschenfuermenschen.de

www.romy.de (Fanpage über Romy Schneider)

www.filmzentrale.com (Film: Peeping Tom - Augen der Angst)

www.sissi.de (über den Film Sissi)

wikipedia (über Karlheinz Böhm)

wikipedia (über "Menschen für Menschen")

  

  

  

 

 

 

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet im März 2011

  

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit