Corinna Harfouch

     

 

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Corinna Harfouch

 

©Andrea Pollak/www.isarbote.de

Corinna Harfouch wird 1954 in Suhl geboren.

  

Der Vater, Wolfgang Meffert, ist Lehrer, Mutter Marianne ist Erzieherin. Zunächst beginnt Corinna Harfouch eine Ausbildung als Krankenschwester, danach belegt sie an der Technischen Universität in Dresden ein Studium als Textil-Ingenieurin. Sie lernt einen Informatiker mit Namen Nabil Harfouch aus Syrien kennen und heiratet ihn. Aus dieser Ehe geht eine Tochter hervor.

 

Im Alter von 23 Jahren beschließt sie, Schauspielerin zu werden. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung (1978-81) an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin folgten unter anderem Engagements am Schauspielhaus in Chemnitz, an der Volksbühne Berlin, am Deutschen Theater und beim Berliner Ensemble. Sie ist in der Meisterklasse bei Vera Oelschlegel und spielt Rollen in "Romeo und Julia" oder "Stella", sie ist Gretchen in "Urfaust", die Cressida in "Troilus und Cressida" oder die Polly in der "Dreigroschenoper".  Ab 1990 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Theaters. Wechselt zur Volksbühne und wird eine der wichtigsten Schauspielerinnen für Frank Castorf. Bald gehörte sie zur Elite der Schauspieler der ehemaligen DDR. 

  

Zunächst spielt Corinna Harfouch kleine Episodenrollen im Fernsehen, z.B. als Jenny Weinhold in Rainer Simons Wengler und Söhne. Sie spielt zusammen mit Michael Gwisdek in Hark Bohms Der kleine Staatsanwalt mit. Hark Bohm wollte ihr auch die Rolle als Marianne Bachmeier in dem Film Der Fall Bachmeier übertragen, aber da sie zu diesem Zeitpunkt schwanger war, konnte die Rolle nicht mit ihr besetzt werden. Parallel zu ihrer Bühnenkarriere übernahm sie auch immer wieder Parts in Kino- und TV-Produktionen, insbesondere in den Filmen von Roland Gräf und ihres Ex-Ehemannes Michael Gwisdek. Sie spielt in Roland Gräfs Film Das Haus am Fluss sehr einfühlsam eine lebensfrohe Frau, die die Kriegs- und Nazizeit nicht verwinden kann. 

  

Mittlerweile ist Corinna Harfouch eine der besten deutschen Schauspielerinnen. Neben Kinorollen, unter anderem in Charlie & Louise, Joseph Vilsmaiers Remake des Erich-Kästner-Klassikers Das doppelte Lottchen oder Margarethe von Trottas Das Versprechen, dem Eröffnungsfilm der Berlinale 1995, übernimmt Harfouch auch immer wieder TV-Parts, etwa in Nina Grosses Thea und Nat (1992) oder Bodo Fürneisens Tatort (Verbranntes Spiel)

    

1988 wurde sie für ihre Leistung in Die Schauspielerin beim Filmfest von Karlovy Vary als beste Darstellerin geehrt. 1991 folgte der Bundesfilmpreis in Silber für Der Tangospieler, und zwei Jahre später erhielt sie für Treffen in Travers die Berlinale Kamera, den Sonderpreis der Internationalen Berliner Filmfestspiele. Außerdem spielt sie seit November 2004 sehr erfolgreich zusammen mit Ulrich Matthes am Deutschen Theater (DT) Berlin die Rolle der Martha in Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? unter der Regie von Jürgen Gosch. Dem deutschen Fernsehpublikum wurde sie durch ihre einfühlsame Verkörperung der in den 1960ern wegen Mordes verurteilten Titelfigur des dokumentarischen Spielfilms Vera Brühne (2001) bekannt. In Bernd Eichingers Kinofilm Der Untergang (2004) übernahm sie die Rolle der Magda Goebbels, die ihre eigenen Kinder vergiftete.

   

Der erfolgreichste Schweizer Film 2009 war Giulias Verschwinden mit Stefan Kurt und Bruno Ganz, Regie: Christoph Schaub

Letzte Kinoarbeit mit der Schauspielerin ist der von Frauke Finsterwalder inszenierte Spielfilm Finsterworld (>>> Offizielle Filmseite - Kinostart 17. Oktober 2013). 

  

Seit 2004 lebt Corinna Harfouch mit dem Schauspieler, Regisseur und Autor Wolfgang Krause-Zwieback zusammen.

 

Die Schauspielerin erhält beim 11. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst. Michael Kötz, Festivaldirektor, hat mit seinen Worten die "unglaubliche Authentizität" einer großartigen Schauspielerin gewürdigt. Das Festival findet vom 17. Juni bis 5. Juli statt. Corinna Harfouch ist hier in dem Film Der Fall Bruckner von Urs Egger zu sehen. Der Preis ist undotiert und wird ihr am 1. Juli 2015 übergeben. Mario Adorf, inzwischen 84 Jahre alt, ist ein weiterer Star, der den Preis am in diesem Jahr entgegennimmt, und zwar am 3. Juli 2015.

 

2017 folgen die Fernsehfilme Viel zu nah von Petra Katharina Wagner und So was von da von Jakob Lass. Außerdem steht sie im 3. Film von Fack Ju Göhte ebenfalls vor der Kamera. 

 

(Quelle: Einige Informationen bzw. Textpassagen aus Wikipedia)

 

   

  

    

Eine kleine Auswahl von Filmen mit Corinna Harfouch

 

  

Titel

Jahr

Regie

Yasemin (Rolle: Frau Rathjens)

1988

Hark Bohm

Fallada - letztes Kapitel (Rolle: Else-Marie Bukonje)

1988 Roland Gräf

Treffen in Travers (Rolle: Therese Forster)

Prädikat: Besonders wertvoll. Internationale Filmfestspiele Cannes 1989: Un certain regard. DDR-Kritikerpreis "Große Klappe“ 1990. Nationales Spielfilmfestival der DDR 1990: Beste Hauptdarstellerin (Corinna Harfouch), Bester Hauptdarsteller (Hermann Beyer) und Bester Film.

1988 Michael Gwisdek, auch Drehbuch

Der Tangospieler (Rolle: Elke)

Als der Historiker Dahlow nach 21 Monaten Haft wegen Klavierbegleitung eines Tangos mit »staatsverleumderischen« Texten aus dem Gefängnis entlassen wird, will er sein Leben nicht wieder dort aufnehmen, wo man es ihm aus der Hand genommen hatte. Zurück in der DDR des Jahres 1968, verweigert er die berufliche wie gesellschaftliche Reintegration und rennt vergebens gegen die Erkenntnis an, dass sein Verlangen nach Gerechtigkeit niemals befriedigt werden kann. Als im August sowjetische Truppen in Prag einmarschieren, arbeitet Dahlow als Kellner auf Hiddensee. Da taucht eine Mitarbeiterin seines ehemaligen Instituts auf und bietet ihm den Posten eines Kollegen an, der sich soeben durch die Fehleinschätzung der politischen Ereignisse diskreditiert hat. - Schauspielerisch hervorragend besetzt, bemerkenswert fotografiert, nicht ohne Humor, aber von der bitteren Ironie der Vorlage durchdrungen, lohnt es, diesen zwischen die Zeiten gerutschten Film neu zu entdecken. (Quelle: Filmfest Braunschweig)

1990 Roland Gräf

Abschied von Agnes (Rolle: Agnes)

1994 Michael Gwisdek, auch Drehbuch

Irren ist männlich (Rolle: Bettina Neumann)

Anwalt Thomas Neumann (Herbert Knaup) ist beruflich überaus erfolgreich und zudem glücklich mit seiner Frau Bettina (Corinna Harfouch) verheiratet. Trotzdem hat er nebenbei eine Geliebte, die ihm eines Tages offenbart, dass sie ein Kind von ihm möchte. Thomas lässt sich darauf ein, muss aber bei einem Spermatest feststellen, dass er unfruchtbar ist. Da stellt sich natürlich die Frage, wer dann der wirkliche Vater seiner beiden Kinder ist. Thomas sucht Rat bei seinem Bruder Johannes (Richy Müller), der Pastor ist... (Quelle: Amazon)

1996

Sherry Horman

Der Ausbruch (Rolle: Rechtsanwältin Lena Berg)

Anwältin Lena Berg übernimmt die Verteidigung des Restaurant-Besitzers Bonhoff (Peter Lohmeyer), der hat aus  Notwehr einen Zuhälter erschossen. Verzwickter Fall.

1996

Mark Schlichter

Fandango (Rolle: Duke)

2000

Matthias Glasner

Vera Brühne (Rolle: Titelrolle)

'Das ist ungeheuerlich': ein letzter verzweifelter Aufschrei, dann sackt sie in sich zusammen. Zweimal lebenslänglich Zuchthaus: Vera Brühne hat verloren. Gegen eine Presse, für die sie längst als Mörderin feststand; gegen einen Rechtsstaat, der gar nicht erst nach anderen Tätern suchte; gegen übermächtige Gegner, auf deren Lohnliste selbst Brühnes eigene Verteidiger standen.
Vera Brühne: Ein Jahrzehnt lang hat dieser Name eine ganze Nation elektrisiert. Die attraktive Brühne war ihrer Zeit weit voraus; deshalb hatte sie von vornherein keine Chance. Eine zweimal geschiedene Frau, die sich nahm, was sie wollte, die Männer zu becircen wusste und sie doch bloß benutzte: Das war zuviel für die junge Bundesrepublik. Doch 'Vera Brühne' ist in erster Linie ein Justiz- und Polit-Thriller; Kinoregisseur Hark Bohm, promovierter Jurist, gelang ein Werk, das bereits jetzt als eines der Fernsehereignisse dieses Jahres gelten kann. Drei Jahre lang hat sich Bohm durch Berge von Vernehmungs- und Prozess-Protokolllen gearbeitet. Trotz verschachtelter Rückblendenkonstruktion ist ihm ein Film wie aus einem Guss gelungen. Souverän unterbricht er den Ablauf der Handlung immer wieder durch teils erklärende, teils widersprüchliche Rückblenden. Er bietet so die unterschiedlichen Versionen jener Mordnacht im Jahr 1960, als kurz vor Ostern ein Arzt und seine Haushälterin am Starnberger See erschossen wurden. Erzählt wird die komplexe Geschichte aus Sicht eines zunächst neutralen Beobachters: Der Tübinger Rechtswissenschaftler Haddenhorst (Hans-Werner Meyer) will den Fall zehn Jahre nach der Verurteilung Brühnes wieder aufrollen. Er bezweifelt die These des verbissenen Staatsanwalts (Ulrich Noethen), nach dessen Ansicht Brühne ihren Freund Ferbach (Uwe Ochsenknecht) zu dem Mord angestiftet hat, weil sie auf diese Weise die spanischen Besitztümer des Toten erben würde. Beweise oder gar Tatzeugen gibt es jedoch nicht. Erst viele Jahre später stößt Haddenhorst dank seines Mentors (Bohm selbst) auf Spuren, die zum Nachrichtendienst und damit in höchste Regierungskreise führen: Der Ermordete verdankte sein Vermögen dem Waffenhandel. Doch plötzlich fallen alle, die Licht ins Dunkel bringen könnten, mysteriösen Todesfällen zum Opfer.
Der Film besticht vor allem durch die Darstellerin der Titelfigur. Brillant lebt Corinna Harfouch den ganzen Facettenreichtum dieser Rolle aus. Naturgemäß unauffälliger, aber ungemein prägnant ist Uwe Ochsenknecht als Brühnes loyaler Freund Ferbach.
(Quelle: Beschreibung Amazon)

2001

Hark Bohm

Der Untergang (Rolle: Magda Goebbels)

2004

Oliver Hirschbiegel

Wut (Rolle: Christa Laub)

Beschreibt schonungslos, wie der 14-jährige Felix Laub, Sohn einer Berliner Akademiker-Familie aus gut situiertem mittelständischem Haus, von Can, dem Anführer einer türkischen Straßengang, 'abgezogen' und drangsaliert wird. Simon Laub (August Zirner), Felix' Vater versucht, den Konflikt zunächst gewaltlos zu lösen, um seinen Sohn zu schützen. Vergeblich. Die Situation eskaliert und mündet in eine Katastrophe... 

2006

Züli Aladag

Rose (Rolle: Titelrolle)          MEIN FILM-TIPP!

2005 Alain Gsponser
Finsterworld (Rolle: Inga Sandberg) 2013 Frauke Finsterwalder

     

  

 

 

 

 

 

 

    

  

 

  

  

  

  

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 7. Oktober 2017

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen der Künstlerin enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

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