Bruno Ganz

Darsteller

 

   

Infokasten

 

Management baumbaueractors.com

  

TV-Filmvorschau für die nächsten 4 Wochen

 

Bruno Ganz bei Filmportal

           

Bruno Ganz wird 75 Jahre alt

Herzlichen Glückwunsch!

  

 

  

  

  

  

Bruno Ganz

am 10. Januar 2011 anlässlich der Filmpremiere
von "Satte Farben vor Schwarz" in der Essener "Lichtburg"
Urheber: Wikimedia-User Loui der Colli;

Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons

  

Geboren wurde der Schauspieler am 22. März 1941 in Zürich/Schweiz als Sohn eines Schweizers und einer Italienerin. Er verließ das Gymnasium kurz vor Abschluss des Abiturs. Nach einem Aufenthalt in Paris besuchte er die Hochschule für Musik und Theater in Zürich und war gelegentlich am Zürcher Bühnenstudio beschäftigt. Nebenbei jobbte er als Buchverkäufer und absolvierte die schweizerische Rekrutenschule als Sanitäter.

Sein Filmdebüt hatte er 1961 in Chikita an der Seite von Gustav Knuth, Regie führte Karl Suter.
  

Nach der Schauspielausbildung in Zürich spielt der Absolvent zunächst in einigen Schweizer Kinoproduktionen mit (Der Herr mit der schwarzen Melone, Regie: Karl Suter; Es Dach überem Chopf, Regie: Kurt Früh). 1962 ging er in die Bundesrepublik und spielt zwei Spielzeiten am Jungen Theater, Göttingen, gefolgt von einem Engagement am Theater am Goetheplatz in Bremen (1964 - 1969). Es folgen Projekte mit Peter Zadek, Kurt Hübner. Von 1970 - 1975 war Bruno Ganz Mitglied der Schaubühne am Halleschen Ufer und arbeitet dort mit Kollegen wie Edith Clever, Jutta Lampe, Michael König und Werner Rehm zusammen. Er spielte u.a. an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, hier vor allem mit Regisseur Peter Stein. 1972 hatte er unter Claus Peymann bei den Salzburger Festspielen die Rolle des Arztes in der Uraufführung von "Der Ignorant und der Wahnsinnige" von Thomas Bernhard übernommen. Für diese Darstellung wurde er als "Schauspieler des Jahres" ausgezeichnet. Obwohl Bruno Ganz am Theater Riesenerfolge an der Berliner Schaubühne verzeichnen konnte, verließ der das Theater, um mit Peter Steins Sommergäste (1975) eine regelmäßige Filmarbeit zu beginnen.

1982 drehte er zusammen mit Otto Sander den Film Gedächtnis ein sehr persönliches, dokumentarisches Schauspieler-Doppelporträt über Curt Bois und Bernhard Minetti.

 

Bruno Ganz als Johann von Staupitz und Joseph Fiennes als Martin Luther in dem 2003 gedrehten Kinofilm "Luther", Regie: Eric Till

 ©Einhorn-Film

  

Bruno Ganz wird Stammschauspieler in Wim Wenders-Filmen (Der amerikanische Freund, Der Himmel über Berlin, In weiter Ferne, so nah!) und spielt sich durch die breite Palette bei den Regisseuren des Neuen Deutschen Films, man sieht ihn in Der sanfte Lauf, Regie: Haro Senft (1967), Die Wildente, Regie: Hans-W. Geißendörfer (1976), Die linkshändige Frau, Regie: Peter Handke (1977), Schwarz und weiß wie Tage und Nächte, Regie: Wolfgang Petersen (1978), Nosferatu - Phantom der Nacht, Regie: Werner Herzog (1978). In den 80er-Jahren sieht man ihn in Etwas wird sichtbar, Regie: Harun Farocki (1980-82). Der Schweizer Regisseur Kurt Gloor setzt ihn als Jakob Nüssli in seinem Film Der Erfinder ein. Er spielt in Alexander Kluges Episodenfilm Krieg und Frieden mit, in Schlöndorffs Die Fälschung und in System ohne Schatten von Rudolf Thome. 1990 sah man ihn in der 6teiligen TV-Serie Tassilo - Ein Fall für sich als Privatdetektiv Tassilo S. Grübel; Regie führte Hajo Gies.

Ganz besonderes schön und sehenswerte war für mich der italienische Film Brot und Tulpen, in dem Bruno Ganz den schüchternen Kellner und Schöngeist Fernando Girasole spielt, der sich mit einer "im Urlaub vergessenen Ehe- und Hausfrau" anfreundet. 2003 sah man Bruno Ganz als Pater Johann von Staupitz in Eric Tills Historiendrama Luther.

  

Bruno Ganz - 1980er-Jahre

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Ein Highlight seines filmischen Schaffens dürfte wohl die Darstellung des Adolf Hitler in dem Film Der Untergang sein, der die letzten Tage im sogenannten "Führerbunker" beschreibt. Das Drehbuch stammt von Bernd Eichinger und Regie führte Oliver Hirschbiegel. Der Film hatte in Deutschland 4,6 Mio Besucher, wurde 2005 für den OSCAR nominiert und von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Bruno Ganz - 1980er-Jahre

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Ebenfalls zu erwähnen wäre noch der Film Der Baader Meinhof-Komplex, der von Uli Edel in Szene gesetzt wurde, das Drehbuch stammt wiederum von Bernd Eichinger. Hier spielt Bruno Ganz den Präsidenten des Bundeskriminalamtes Horst Herold. Der Film wurde als deutscher Beitrag als bester nicht englischsprachiger Film für den Wettbewerb um den OSCAR eingereicht. Er erhielt eine Nominierung.

       

Im Laufe seines Schauspielerlebens hat Bruno Ganz etliche Preise entgegennehmen dürfen, aber 1996 wurde er mit der  höchsten Auszeichnung für einen Bühnenschauspieler, dem renommierten Iffland-Ring, geehrt. Außerdem wurde er zusammen mit Iris Berben 2010 zum Präsidenten der Deutschen Filmakademie gewählt. 

(Hinweis zum Iffland-Ring: "Der Iffland Ring, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für deutschsprachige Schauspieler, geht nach dem Tod des Schauspielers Josef Meinrad (1913-1996) an den Schweizer Bruno Ganz. Der Fingerring mit dem Portrait des Schauspielers August Wilhelm Iffland (1759-1814) wird entsprechend der Tradition auf Lebenszeit verliehen und postum weitergegeben." [Quelle: LeMo/Lebendiges Museum online Jahreschronik])

  

Bruno Ganz während des Deutschen Filmfestivals Tokio, am 11. Juni 2005

Quelle: Wikipedia-User: Yasu -

der Creative Commons -

Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

Bruno Ganz lebt von seiner Frau Sabine getrennt, mit der er seit 1965 verheiratet ist, er hat einen Sohn und lebt mit der Theaterfotografin Ruth Walz zusammen.

  

Letzte Kinofilme mit Bruno Ganz:

- Giulias Verschwinden mit Corinna Harfouch und Stefan Kurt, Regie: Christoph Schaub. Der erfolgreichste Schweizer Film 2009

- Der große Kater, Regie: Wolfgang Panzer (2010)

- Das Ende ist mein Anfang, Regie: Jo Baier (2010)

- Mit Senta Berger in Satte Farben vor Schwarz, Regie: Sophie Heldmann (2011)

- Unknown Identity mit Liam Neeson und Diane Kruger in den Hauptrollen

  

   

Es gibt kaum eine Auszeichnung, die Bruno Ganz nicht bekommen hat, hier ist eine kleine Auswahl:

- Schauspieler des Jahres 1973 - vergebenen vom Theatermagazin Theater heute

- Deutscher Darstellerpreis (Chaplin-Schuh)

- Bundesfilmpreis 1976

- Hans Reinhart-Ring 1991 der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur

- Adolf Grimme-Preis 1999

- Schweizer Filmpreis 2001

- Europäischer Filmpreis 2000

- Berliner Filmpreis 2001

- Bambi 2004 (für Der Untergang)

- Kunstpreis der Stadt Zürich 2006 

- Bundesverdienstkreuz 2006 (siehe oben)

- Bruno Ganz ist Träger des Iffland-Ringes

- Goldene Kamera 2014 für sein Lebenswerk

- Carl Zuckmayer-Medaille 2015 für seine Verdienste um die deutsche Sprache

  

Weitere Filme mit Bruno Ganz sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 23. März 2016

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben und Wirken des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.