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Barbara Valentin (eigentlich: Ursula Ledersteger)
Geboren am 15. Dezember 1940 in Wien Gestorben: 22. Februar 2002
Tochter
des Filmarchitekten Hans Ledersteger und der
Schauspielerin Irmgard Alberti. Besuch der
Schauspielschule, ab 1959 erste Nebenrollen, zumeist in Unterhaltungsfilmen. Ihre
erste Rolle spielte Barbara Valentin bereits als neunjähriges Mädchen: in
einem Kinovorfilm à la Der sechste Sinn über das richtige Verhalten im Straßenverkehr.
Für die Kinoleinwand der großen Mädchen wurde sie Jahre später vom
Filmproduzenten Wolf C. Hartwig entdeckt und gab ihr
Debüt 1959 in dem
erotischen Horrorfilm Ein
Toter hing im Netz (Regie: Fritz Böttger).
Zur gefragten
Charakterdarstellerin entwickelte sich Barbara Valentin durch die Begegnung mit
dem genialen Regisseur Rainer
Werner Fassbinder Anfang der 70er Jahre. Er engagierte sie erstmals 1972
für seine Literaturverfilmung Fontane
Effie Briest und setzte
die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Barbara Valentin in Werken wie der preisgekrönten
düsteren Zukunftsvision Welt am Draht (1973) fort. Es folgten der
sozialkritische Film Angst
essen Seele auf (1973), die Schauspielverfilmung Nora Helmer
(1973) nach Ibsen, dem Beziehungsdrama Martha (1973) und
Lili
Marleen (1980).
Barbara Valentin war dreimal verheiratet. Ihr erster Mann war ein erfolgreicher Berliner Kaufmann; der zweite war der Anwalt, der sie bei ihrer ersten Scheidung vertrat. Zum dritten Mal war sie mit dem Regisseur Helmut Dietl verheiratet. Barbara Valentin hat zwei Kinder. 1983
lernte Barbara Valentin in einer Londoner Bar Freddie
Mercury, den Bandleader
von The Queen, kennen und lebte bis zu seinem Tod 1991 mit ihm zusammen. Mercury
widmete ihr eine seiner Platten mit den schönen Worten: "Thank you for big tits
and missconduct".
Dass
sich hinter Barbara Valentins manchmal rauer Schale ein weicher Kern verbirgt,
wissen nicht nur die unzähligen Hunde und Katzen, die die passionierte Tierschützerin
in den letzten Jahren aufgenommen und gepflegt hat. Für
Die Hunde sind schuld steht Barbara Valentin erstmals nach
jahrelanger Pause wieder vor der Kamera. Zu ihren Filmpartnern gehören neben
Tilo Prückner (Adelheid und ihre Mörder,
Die Siebtelbauern),
mit dem sie 1976 auch die Gaunerkomödie Bomber
und Paganini unter
der Regie von
Nikos Perakis drehte, Anna Loos (Anatomie) als
Barbara Valentins Tochter Daniela, Alexander Beyer (Sonnenallee)
als ihr Schwiegersohn und Dieter Landuris (Alles außer Mord,
Falsche
Liebe 23) als Frauenheld im Neuköllner Kiez.
Eine Filmauswahl von Filmen mit Barbara Valentin
Diese Seite enthält Links fremder Seiten: www.welt.de (Tod von Barbara Valentin) www.monstrula.de (Film: Ein Toter hing im Netz) www.vampire-world.com (Film: Beiß mich, Liebling!) www.besonderswertlos.de (Film: Insel der blutigen Plantage) www.br-online.de (Film Die Hunde sind schuld) www.einsfestival.de (Serie Der ganz normale Wahnsinn)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 30.03.2010
Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
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