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Helen
Vita
(Helene
Vita Elisabeth Reichel)
Geboren
am 7. August 1928 in (Hohenschwangau / Oberbayern)
Gestorben
am 16. Februar 2001 (Berlin)
Sie
war die Tochter des Kinokonzertmeisters Anton Reichel und der Cellistin
Jelena Pacis. Sie wurde am Musik-Konservatorium in Genf bei Francoise
Rosay ausgebildet. Durch die Flucht vor den Nazis gehen ihre Eltern mit
ihr in die Schweiz, wo französisch ihre zweite Muttersprache wird.
Zu Beginn ihrer Karriere spielte
Vita 1948 am Züricher Schauspielhaus die Eva in der von Bertolt Brecht inszenierten
Uraufführung seines Stückes Herr
Puntila und sein Knecht Matti. Brecht war von ihr sehr angetan und wollte
sie für sein Ost-Berliner Ensemble gewinnen. Doch sie lehnte ab, weil
Brecht ihr zu "sehr vom Sozialismus schwärmte".*)
1945 debütiert
Helen Vita in Thornton Wilders "Unsere kleine Stadt". Vita
hatte in mehr als 60 Filmen, auch unter der Regie von Rainer
Werner Fassbinder,
mitgewirkt. Fassbinder
drehte mit ihr Filme wie Lili
Marleen, Berlin
Alexanderplatz und Satansbraten.
Sie soll einmal gesagt haben: "Nie habe ich mich so zu Hause
gefühlt wie bei Fassbinder, ich war einfach von ihm angefressen." *)
Aus Kölner Stadtanzeiger vom
6.8.93
In
den 60er-Jahren sorgte Helen Vita Für
Schlagzeilen, indem sie französische "frivole" Chancons in deutsch
zum besten gab.
Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialministerium ließ 1966 die Platte
"Die allerfrechsten Chansons aus dem alten Frankreich" verbieten und
von der Kriminalpolizei aus den Schallplattenläden entfernen. Noch
Ende des Jahrzehnts waren die Platten nur unter dem Ladentisch zu erhalten, was
sie natürlich um so begehrlicher machte. Zweimal wurde Vita mit dem Preis der deutschen
Schallplattenkritik ausgezeichnet. 1985 erhielt sie den Deutschen
Kleinkunstpreis.
Im
Fernsehen war sie zu sehen in Serien wie Pyjama
für drei oder Polizeiinspektion 1.
Auch für Salto Postale, Bistro
Bistro und Matchball
stand sie vor der Kamera.
Das Etikett
des Frivolen haftete ihr bis zuletzt an. So waren freche Lieder auch in letzten
Programm "Die Alte singt ja immer noch" zu hören. Große Erfolge
feierte sie bis zuletzt auch zusammen mit ihren Freundinnen Evelyn Künneke und
Brigitte Mira mit dem Tourneeprogramm "Drei alte Schachteln". Und mit
der Berliner Diseuse Gisela May hieß ihr Programm "Wenn die beste
Freundin...".
Helen Vita war seit 1956 mit dem 1997 verstorbenen Schweizer Komponisten Walter
Baumgartner verheiratet.
Nach Angaben ihres Managers
und Pianisten Frank Golischewski ist Helen Vita am 16. Februar 2001 im Alter von 72 Jahren
in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben.
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Eine
kleine Auswahl von Filmen mit Helen Vita
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Titel |
Jahr |
Regie |
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Palace-Hotel
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1952 |
Leonard
Steckel |
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08/15
Null-acht-fünfzehn
war für die deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges ein geflügeltes
Wort, bei dessen Verwendung jeder wusste, was damit gemeint war: ständig
wiederkehrende Routinehandlungen, Typen, Ereignisse, Schikanen und Quälereien,
die man nicht hinterfragte, weil sie zum Alltag gehörten. Und genau darum
geht es in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Hellmut Kirst
unter der Regie von Paul May. Kirst, während des gesamten Dritten Reiches
Berufssoldat, verarbeitete in seiner Romantrilogie seine Erlebnisse beim
"Barras" und landete damit zu Beginn der 1950er-Jahre einen
sensationellen Erfolg. Es entwickelte sich jedoch auch eine kontroverse
Diskussion, weil viele ehemalige Landser den Stoff als 1:1-Dokumentation
ihrer Erfahrungen ansahen, eine konservative Opposition aus den Kreisen
ehemaliger Wehrmachtsoffiziere ihn hingegen als Angriff auf ihren
"Stand" empfand. Eine Diskussion, in die sich sogar der damalige
Bundesminister Franz Josef Strauß einschaltete. Entsprechend groß war
das Interesse der deutschen Filmwirtschaft an einem Drehbuch zu 08/15,
dessen Umsetzung dann in den Jahren 1954-1956 als Trilogie mit großem
Erfolg in deutschen Lichtspielhäusern aufgeführt wurde. (Quelle:
Amazon)
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1954/55 |
Paul
May |
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Kirschen in Nachbars Garten
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1956 |
Erich
Engels |
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Das Mädchen Rosemarie
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1958 |
Rolf
Thiele |
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Es war mir ein Vergnügen
Ballettschülerin
teilt drei Wochen lang Leben und Bett von vier Männern, um schließlich
im Schlafzimmer ihres Onkels zu landen. Tabukitzelnde Unterhaltung im
traurigsten Klischee neudeutscher Volksbelustigung. (Quelle:
Filme 1962 - 1964, Kritische Notizen aus drei Kino- und Fernsehjahren,
Handbuch VII der Katholischen Filmkritik)
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1963 |
Imo
Moszkowicz |
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Die Feuerzangenbowle
Heinrich
Spoerls Roman der Geschichte vom Privatdozenten Pfeiffer, der die Streiche
der Pennälerzeit nachholt, wurde mehrfach verfilmt; Käutner hatte damit
keine glückliche Hand und Walter Giller kann
nie über den Schatten des großen Vorbilds Heinz
Rühmann springen.
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1970 |
Helmut
Käutner |
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Jürgen Rolands St.
Pauli-Report
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1971 |
Jürgen
Roland |
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Satansbraten
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1975 |
Rainer
Werner Fassbinder |
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Der Alte (Blütenträume)
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1977 |
Alfred
Vohrer |
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Berlin
Alexanderplatz
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1979 |
Rainer
Werner Fassbinder |
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Am
grünen Strand der Spree
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1960 |
Fritz
Umgelter |
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Happy
Birthday, Türke!
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1991 |
Doris
Dörrie |
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Tapetenwechsel
Über
Nacht bricht das Unglück über die 26jährige Studentin Mona herein. Die
Wohnung wird ihr wegen Eigenbedarfs gekündigt, worauf ihr Freund keine
Zeit verliert und zu einer Kollegin mit Eigentumswohnung zieht. Doch Mona
lässt sich nicht unterkriegen, noch nicht! Es kann doch nicht so schwer
sein, in drei Monaten eine neue Bleibe zu finden! Denkt sie. Denn bald
macht sie die Bekanntschaft mit den nächtlichen Schlachten um die Zeitung
vom nächsten Tag, lernt die Technik, Inserate mit Bestrechungsgeldern
aufzugeben, trifft auf Makler, die alles außer Wohnungen im Kopf haben
und und und... Erst als sie in den sprichwörtlichen Hundehaufen tritt,
wendet sich Monas Schicksal wieder... (Quelle:
Odeonfilm)
Darsteller:
Rolf Zacher, August
Zirner, Claudia Dermamels, Iris
Berben, Helen Vita
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1984 |
Gabriela
Zerhau |
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Traumstadt
Der
Film Traumstadt entstand nach dem Roman Die andere Seite von Alfred
Kubin.
Ein
Münchner Künstlerehepaar folgt einer geheimnisvollen Einladung und
erlebt in einer utopischen, von der modernen Zivilisation verschonten
Stadt seinen ersehnten Traum von der totalen Freiheit. Jede und jeder darf
nach seinen Wünschen und Fähigkeiten leben, was jedoch zum totalen
Sittenverfall und schliesslich zum Zusammenbruch des utopischen Reichs führt
und in eine mörderische Serie von Libertinage, Perversionen und Gewalt mündet.
Der Mann besteht dieses Abenteuer, seiner Frau bekommt es schlecht … (Quelle:
www.xenix.ch)
Darsteller:
Per Oscarsson, Rosemarie
Fendel, Eva Maria Meineke, Alexander May, Helen Vita, Heinrich
Schweiger, Herbert Bötticher, Ronnie Lee Williams, Louis Waldon, Martin
Stepanek.
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1973 |
Johannes
Schaaf |
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www.filmportal.de
(Film Das Mädchen Rosemarie)
www.filmportal.de
(über Paul May)
www.filmportal.de
(Film St. Pauli-Report)
www.filmportal.de
(über Rolf Thiele)
Layout:
Rosemarie Kuheim
Bearbeitet:
22.12.2010
Die
o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
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