Rolf Zacher

Darsteller

  

 

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Rolf Zacher bei www.filmportal.de

   

www.rolfzacher.com 

(Coming soon)

  

  

  

   

Rolf Zacher wurde 1941 geboren, wuchs ohne Vater auf, sollte ursprünglich Bäcker werden, lernte statt dessen aber Pantomime. Er absolvierte die Schauspielschule "Der Kreis" von  Fritz-Kirchhoff und die UFA-Schauspielschule unter Else Bongers in Berlin. In Hamburg an der "Kleinen Komödie" erhielt er sein erstes Engagement.

  

Mitte der 1980er Jahre traf er Eberhard Schoener bei dessen Rock-Klassik-Festival und trat dort mit Hazel O'Connor, einem britischer New-Wave-Sänger zusammen auf. Er sang als Gastsänger bei der Rock-Gruppe "Amon Düül II", wobei er diese Tätigkeit ein Jahr fortsetzte.

  

Rolf Zacher bei der Premiere zum Wim Wenders-Film

"Don't Come Knocking" am 22.08.2005

  

Copyright: Bodo Petermann, Berlin www.bpphoto.de

  

Über die  musikalische Laufbahn des Künstlers schreibt Wikipedia: "Später brachte Zacher unter eigenem Namen eine Maxisingle heraus, "Langsam (wird alles besser)", die von Abi Ofarim produziert wurde. Im Jahr 2005 absolvierte er eine erfolgreiche Tournee des Kulturimpresarios Michael Schmelich mit dem von Andy Ludyk und den Jazzkantine-Brüdern Jan-Heie und Dirk Erchinger produzierten Hörbuchprojekt Rolf trifft Zacher vs. D-Phunk (fünf Sterne im Rolling Stone-Magazin). Anschließend spielte er in dem Musical "Gabba Gabba Hey" um die US-amerikanische Punkrock-Gruppe Ramones eine der Hauptrollen. 2007 absolvierte Zacher Gastauftritte für das Rap-Album "Mach et einfach" des Rap-Duos Icke & Er. Ende 2008 erschien seine eigene CD "Latest Hits". Gelegentlich trat er während seiner Lesungen mit der deutschen Rock-Band "big bad shakin’" auf und sang dabei unter anderem Titel von Gene Vincent, Jerry Lee Lewis und Elvis Presley."

 

Er arbeitete als Kellner, Baggerführer und Barmixer, wirkte in "römischen Historienschinken" mit und musste dann für zwei Jahre wegen "Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz" ins Gefängnis: "Ich war zehnmal im Knast. Ich kam gar nicht dazu, etwas aufzubauen und mich von dem Zeug zu befreien. Den Suchtgrad habe ich erkannt und meinte dann: Das machst du schon. Ich war zu leichtfertig, das war eigentlich alles." 

  

In Berlin-Kreuzberg, wo Zacher zusammen mit Peter Przygodda eine Studiobühne (das "Ein Groschen-Theater") gründete, sah ihn Helmut Käutner und verhalf dem Amateur-Mimen 1961 zu seinem Filmdebüt in Zu jung für die Liebe?.  Weiterhin spielte Rolf Zacher in dem Kriminalfilm von Franz Josef Gottlieb mit dem Titel Das siebente Opfer aus dem Jahr 1964. Zacher spielt hier nur eine Statistenrolle als Kellner. 1966 war er in Ulrich Schamonis Film Es der Redner beim Polterabend. Bekannt wurde Zacher durch den 1972 von Robert van Ackeren inszenierten Film Harlis, in dem er den Geliebten einer der beiden Tänzerinnen spielt. 

  

Mit Endstation Freiheit (1980) wurde er einem größeren Publikum bekannt. Als Henry, der Mithäftling des gerade entlassenen Nik Dellmann (Burkhard Driest), der mit ihm einen neuen Coup drehen will. Doch Nik steigt aus, da ein Verlag sein erstes Buch annimmt. Als Henry die Sache auf eigene Faust versucht, scheitert er und wird von der Polizei erschossen. Burkhard Driest, der das Drehbuch schrieb und die Rolle des Nik Dellmann übernahm, wirkt, obwohl dieser Film autobiographische Züge von ihm trägt, hinter Zacher merkwürdig blass, für den dieser Film zum großen Durchbruch wurde. Neben sehr guten Kritiken erhielt er den Bundesfilmpreis und den Deutschen Darstellerpreis für seine schauspielerische Leistung.

 

Rolf Zacher - Foto: Siebbi (Wikipedia)

Rolf Zacher auf der

ARD DEGETO "Blue Hour Party" anlässlich der Berlinale 2010
Urheber: Thore Siebrands (Siebbi)
Quelle: www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons
Lizenz CC-BY-SA 3.0.

 

Nach einer Zwangspause mit mehreren Haftstrafen, eingelegt wegen eines Autounfalls Ende der 1960er-Jahre und der daraus folgenden Schmerzmedikation mit Morphinen und anschließender Abhängigkeit (auch von Heroin), bekam Zacher dann endlich wieder Filmangebote: Er spielte wunderbar in Geißendörfers Zauberberg den Pianisten Wehsal, wofür er eigens Klavierunterricht nahm; in Peter F. Bringmanns Klamotte Die Heartbreakers mimte er einen versoffenen und ständig zockenden Vater; in der 1983 entstandenen Gangsterkomödie Schwarzfahrer schließlich einen der drei Schwarzfahrer, der zusammen mit seinen Freunden einen Geldtransport überfallen will. 

 

Mit den Jahren relativierte sich das Image des einstiges Bösewichts so langsam zu einem vielfältig einsetzbaren Mimen, oder wie der "tip" schrieb: "... der unfreiwillige Bösewicht, der lieber den Dienst schwänzen als auf Raubzug gehen würde. Und wenn er trotzdem zur Knarre greift - wie in Hauffs Endstation Freiheit -, dann fühlt sich eher der Zuschauer im Kino schuldig, als dass er dem Protagonisten Übles nachreden würde."

  

2009 wirkte Rolf Zacher in einigen Episoden der ARD-Telenovela Rote Rosen mit.

 

1981 bekam der Künstler den Chaplin-Schuh (Deutscher Darstellerpreis) des Bundesverbandes der Fernseh- und Filmregisseure in Deutschland verliehen. 1982 konnte er den Bundesfilmpreis für Endstation Freiheit entgegennehmen. Seine Biografie, die der Künstler 2002 herausgab, hat ebenfalls diesen Titel.

 

Die neueste Arbeit ist ein Film, der 2013 in den Kinos anlaufen soll, die von Oskar Roehler inszenierte Familienchronik, die drei Generationen in Deutschland, von der Nachkriegszeit bis in die späten 80er Jahre, begleitet. Der Film hat den Titel Die Quellen des Lebens, in der Jürgen Vogel, Moritz Bleibtreu und Meret Becker die Hauptrollen spielen. Produziert wird der Streifen von "X Filme Creative Pool GmbH".

  

2016 war Rolf Zacher einer der Kandidaten im RTL-"Dschungelcamp - Ich bin ein Star, holt mich hier raus", schied aber bereits am 8. Tag aus.

  

  

(Quelle: Einige Textauszüge mit freundlicher Genehmigung: Siegfried Tesche: "Die neuen Stars des deutschen Films", Heyne TB Nr. 78, 1985)

 

   

      

Weitere Filme mit Rolf Zacher.

   

Titel

Jahr

Regie

Es (Rolle: Redner beim Polterabend)

1966

Ulrich Schamoni

Der Beginn (Rolle: Rolf)

Dokumentarischer Spielfilm über die Jugend der sechziger Jahre, ihren Widerspruchsgeist und ihre Manipulierbarkeit.

1966

Peter Lilienthal

Kuckucksjahre (Rolle: Hans)

1967

George Moorse

Tamara (Rolle: Kuno Bricks)

Ein Werbefachmann entdeckt auf einer Zugfahrt nach Hamburg eine tote Frau und wie sich herausstellt, ist sie ermordet worden. Der Mann beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Aber die Familie des Verlobten der toten Frau ist gegen seine Ermittlungen und will sie auf alle Fälle verhindern. (rk)

Jürgen Pohland schuf einen Kriminalfilm mit dokumentarisch eingearbeiteten Szenen mit Zeit- und Soziakritik. Atmosphärisch dicht. 

1967

Hansjürgen Pohland

Mädchen mit Gewalt (Rolle: ?)

1969

Roger Fritz

Lenz (Rolle: Kaufmann)

Beschreibung des Aufenthaltes des schizophrenen Dichters Lenz im Hause des Pfarrers Oberlin. Nach der Novelle von Georg Büchner.  

1971

George Moorse

Ermittlungen gegen Unbekannt (Rolle: ?)

1974

Roland Gall

Paule Pauländer (Rolle: ?)

1976

Reinhard Hauff

Lieb Vaterland magst ruhig sein (Rolle: Knarge)

Drei Jahre nach dem Bau der Mauer blüht im Westteil der Stadt das große Geschäft mit der organisierten Fluchthilfe. Beide Seiten bekämpfen sich und auch die Alliierten mischen kräftig mit. Ein solider Genrefilm mit einem beeindruckenden Heinz Domez in der Hauptrolle. "Klick hat in das wuchernde Gestrüpp der Simmel-Figuren Schneisen hineingeschnitten, so dass jetzt endlich einzelne Menschen mit einer gewissen Würde sichtbar werden." Literaturverfilmung nach Simmel. Berlin 1964, die Mauer wurde drei Jahre zuvor gebaut; in einem halbwegs spannenden Thriller geht es um Menschenhandel und Kidnapping. (Quelle: www.rolandklick.de)

1976

Roland Klick

Endstation Freiheit (Rolle: Henry)

1980

Reinhard Hauff

Der Zauberberg (Rolle: Herr Wehsal)

1982

Hans W. Geißendörfer

Der Gast (Rolle: ?)

Zwei vorurteilsfreie junge Leute (Peter Sattmann und Monika Baumgartner) nehmen einen Verwahrlosten (Rolf Zacher), einen Ex-Häftling bei sich auf, der sich als nervendes Etwa entpuppt. Hervorragend gespielte Tragikkomödie.

Darsteller: Rolf Zacher, Monika Baumgartner, Peter Sattmann, Claus Theo Gärtner, Jörg Hube

1982

Wolfgang Mühlbauer

Gambit (Rolle: ein Abenteurer)

In einem Bordell in Marrakesch stirbt ein deutscher Atomforscher, in Bochum führt eine junge Journalistin ein Interview mit einem Rechtsterroristen und in Bonn geht ein gefährlicher Erpresserbrief ein: wenn die Bundesregierung nicht eine Milliarde D-Mark in Gold zahlt, fliegt ein deutsches Atomkraftwerk in die Luft! Scheinbar haben diese drei Ereignisse nichts miteinander zu tun, bei näherer Betrachtung wird jedoch klar, dass sie ein gemeinsamer Hintergrund verbindet. Nachdem die Bochumer Journalistin Sybille Seeger (Despina Pajanou) ein Interview mit dem Terroristen Konrad Stromberg (Max Tidof) geführt hat, kommt es zu einer seltsamen Kette von unheimlichen Ereignissen: Stromberg wird wenig später ermordet, Sybilles Recherchen im Neonazi-Untergrund führen sie zu einer weiteren Leiche und ein Abenteurer (Rolf Zacher), der mit den Papieren eines toten Wissenschafters reist, bietet ihr geheime Unterlagen über ein Atomkraftwerk an. Langsam fügen sich alle Puzzleteile zusammen und Sybille sieht klar: sie wittert die Story ihres Lebens, weiß aber auch, dass Sie es mit hochgefährlichen Gegnern zu tun hat, die bereit sind, Tausende von Menschenleben für das Erreichen ihres Ziels zu opfern. Die verbrecherische, rechtsradikale Organisation O. D. I. N. setzt auch bald ein Killerkommando auf sie an ...

Dieser atemberaubende Politthriller rund um eine atomare Erpressung greift ein realistisches, unheimliches Szenario auf und lässt mit Angst an die Frage „Was wäre, wenn...?“ denken. Eine Terrororganisation, die droht, ein Atomkraftwerk in die Luft zu sprengen und eine mutige Journalistin bieten den optimalen Ausgangspunkt für einen spannenden und aufregend inszenierten Film um ein hochbrisantes Thema. So brisant, dass die Ausstrahlung des Zweiteilers rund um die Verletzbarkeit des Machtzentrums der Bundesregierung mehrfach verschoben wurde. Regisseur Peter F. Bringmann (Aufforderung zum Tanz) hat in dieser packenden an Originalschauplätzen gedrehten Produktion ein wunderbares Ensemble versammelt: Despina Pajanou (Doppelter Einsatz) brilliert als besessene Journalistin, Rolf Zacher spielt mit Bravour einen gerissenen Ganoven und Max Tidof ist als Rechtsterrorist zu sehen. Dominic Raacke, Heinz Bennent, Werner Kreindl und Dieter Pfaff machen die perfekte Besetzungsliste komplett. Der Begriff "Hochspannung" wird meist überstrapaziert, im Falle von Gambit trifft er aber hundertprozentig zu.

(Quelle: PIDAX-Film)

1986

Peter F. Bringmann

Schweinegeld (Rolle: Harry)

1989

Norbert Kückelmann

Der Brocken (Rolle: Albert Zwirner)

Deutschland kurz nach der Wiedervereinigung: Ein Häuschen auf Rügen ist der ganze Stolz der Ada Fanske. Schon haben gierige West-Makler die Finger danach ausgestreckt. Doch Ada ist nicht auf den Kopf gefallen, handelt nach eigenen Regeln...

Darsteller: Elsa Grube-Deister, Rolf Zacher, Muriel Baumeister

1993

Vadim Glowna

Männer wie wir (Rolle: Karl)

2004

Sherry Horman

  

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 6. Febr. 2016

 

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