Günter Mack

Darsteller

  

 

  

  

  

Günter Mack als Tevje in "Anatevka" bei den Luisenburg-Festspielen 2004/2005. Foto: Hannes Bessermann, mit freundlicher Genehmigung

Günter Mack als Tevje in "Anatevka", 2005

    

Foto mit freundlicher Genehmigung

Luisenburg Festspiele Wunsiedel

(Foto: Hannes Bessermann)

 

Günter Mack wurde am 12. Dezember 1930 in Augsburg geboren.

Gestorben am 27. März 2007 (Siehe NEWS-Seite)

    

Seine Schauspielausbildung absolvierte er an einer privaten Schauspielschule in München, nachdem er unfreiwillig bei der Otto Falckenberg-Schule entlassen worden war. Sein erstes Engagement hatte er an den Städtischen Bühnen Augsburg bei Dr. Willy Becker. Danach spielte er unter anderem am Landestheater Coburg (1952-55), an den Städtischen Bühnen Münster (1955-57), am Pfalztheater Kaiserslautern (1957-59), an den Städtischen Bühnen Heidelberg (1959-63), am Staatstheater Wiesbaden (1963-67), an der Freien Volksbühne Berlin (1968), am Schauspielhaus Bochum (1968/69), an der Komödie am Kurfürstendamm (1970/71), am Contra-Kreis-Theater Bonn und auch bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, beides 1975.

  

1955 war Mack in der Titelrolle in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" zur Eröffnung des neuen Hauses der Städtischen Bühnen in Münster zu sehen. An den Städt. Bühnen in Heidelberg spielte er unter Hansgünther Heyme den Becket in Anouilhs "Becket oder die Ehre Gottes" und den Götz in Sartres "Der Teufel und der liebe Gott". "Becket... wurde auch 1962 von Rainer Wolffhardt für das Fernsehen inszeniert mit Heinz Baumann in der Titelrolle. In der freien Volksbühne Berlin gibt er eine Rolle in Aristophanes' "Die Reiter" zum besten. In der Uraufführung des Hochhuth-Stückes "Guerillas" spielt er unter Hans Schalla im Schauspielhaus Bochum (Intendanz Schalla von 1949-1972), 1970. 1971 hat er mit O.E. Hasse auf der Komödie am Kurfürstendamm in Shaffers "Revanche" in der Erstaufführung auf der Bühne gestanden. 1975 spielte er mit den den Ruhrfestspielen in Recklinghausen. Bei den Luisenburg-Festspielen 1977 hat Mack unter dem jungen, begabten Regisseur Paul Vasil die Titelrolle in Cyrano de Bergerac. Es könnten hier noch etliche Rollen mehr ausgeführt werden.
  
Kay Weniger schreibt in "Das große Personenlexikon des Films" über den Schauspieler: "Deutscher Charakterschauspieler mit beachtlichen Leistungen auf der Bühne und in Fernsehproduktionen. 1963 begann Günter Mack seine Arbeit für das Fernsehen. Dort brillierte er vor allem als vom Leben schwer geprüfter Mendel Singer in der Verfilmung von Joseph Roths Roman Hiob. Weitere Fernsehrollen erhielt der schlanke, eher schmächtige Mack in zahlreichen Spitzenproduktionen wie Elsa Brandström, Wie eine Träne im Ozean, Unter Kuratel, Was ist Wahrheit, Mike Blaubart, Der ewige Gatte... Eine weitere darstellerische Meisterleistung zeigte Günter Mack 1971 in dem Tatort-Krimi AE612 ohne Landeerlaubnis, in dem er den verzweifelten und zu allem entschlossenen Bergusson verkörperte... Macks Kino-Filmauftritte sind äußerst sporadisch und von untergeordneter Bedeutung, einzig die Darstellung des Ministerialrates Pichota in Alexander Kluges gesellschaftskritischem Zeitbild Abschied von gestern forderte den Künstler wirklich. Für diese Leistung erhielt Günter Mack 1967 das Filmband in Gold."

 

Mack wirkte in über 140 Film- und Fernsehproduktionen mit, so z.B. in Sieben Wochen auf dem Eis (als Umberto Nobile), Der Fall Liebknecht-Luxemburg und Simplicissimus unter der Regie von Fritz Umgelter. In Michael Kehlmanns Fernseh-Dreiteiler Hiob spielte er den Mendel Singer und erhielt hierfür 1979 die Goldene Kamera. Außerdem wurde er mit dem Bundesfilmpreis in Gold und dem Sprecherpreis des deutschen Blindenverbandes ausgezeichnet.

  

Große Popularität brachte ihm die Hauptrolle des Familienvaters Berthold Sanwaldt in der erfolgreichen ZDF-Serie Alle meine Töchter

 

Günter Mack liegt begraben auf dem Gemeindefriedhof in Gröbenzell.

(Quelle: Einige Informationen und Textpassagen  aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, mit Erlaubnis des Autors)

  

     

      

Weitere Filme mit Günter Mack

   

   

Titel

Jahr Regie

Abschied von gestern (Rolle: Ministerialrat Pichota)

1966

Alexander Kluge

Alle meine Töchter (Rolle: Richter Berthold Sanwaldt)

Richter Sanwaldt (Günter Mack) muss nach dem Tod seiner Frau seine Töchter alleine großziehen. Obwohl die drei Mädchen fast erwachsen sind, gibt es etliche Turbulenzen in der Familie, dazu trägt auch die neue Haushälterin Margot (Jutta Speidel) bei. Natürlich werden beide zu guter letzt ein Paar...

1995 Claus-Peter Witt

Bel Ami (Rolle: Laroche-Mathieu)

1968 Helmut Käutner

Kaddisch nach einem Lebenden (Rolle: Peri)

1968 Karl Fruchtmann

Menschen (Rolle: Titow)

Aristid Kuwalda, ein in Unehren entlassener Rittmeister, führt unter seinen Herbergsgästen ein strenges Regiment. Es sind auch keine ganz alltäglichen Menschen, die er in der alten Remise unterbringt, sondern Außenseiter der Gesellschaft, sozial Deklassierte, die den Anschluss an das bürgerliche Leben verloren haben. Zu Kuwaldas erklärten Lieblingen zählt Titow, ein verkommener Intellektueller, der sich mit journalistischen Gelegenheitsarbeiten über Wasser hält. Mit ihm pflegt er tiefsinnige Gespräche zu führen, die nicht selten im alkoholischen Exzess enden. Maxim Gorki (1868-1936) kannte das Milieu, das er in seiner Erzählung schildert, aus eigener Anschauung. Bevor sich Gorki der revolutionären Bewegung in Russland anschloss, hat er unter Zigeunern, Hafenarbeitern und Landstreichern gelebt und als Mitarbeiter kleiner Provinzzeitungen die Ausbeutung der Armen ans Licht zu ziehen versucht. (theaterkanal)

1970 Fritz Umgelter

Die Antwort kennt nur der Wind (Rolle: Lothar Kessler)

1974 Alfred Vohrer

Sonderdezernat K1 - Der Stummee (Rolle: Herr Gerstenberg)

1976 Peter Schulze-Rohr

Auf den Tag genau (Rolle: ?)

Ein westdeutscher Abgeordneter wird im Wahlkampf angeschossen. Bei den polizeilichen Ermittlungen kommt ein Ermittler darauf, dass in der Vergangenheit des Politikers nicht immer alles ganz sauber war. Politkrimi. Drehbuch: Michael Lähn

Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Günter Maria Halmer, Werner Kreindl, Ivan Desny u.a.

1985 Michael Lähn

Erfolg (Rolle: Förtsch) (Mein Film-Tipp!)

Die packende Geschichte einer großen Liebe, eines selbstlosen Kampfes und einer mächtigen Freundschaft die nicht einmal der Tod beenden kann, in der Zeit des Hitler-Faschismus.

1990 Franz Seitz

Peter Strohm (The Kids)

1995 Marianne Lüdcke

Die Frauen der Parkallee (Rolle: Dr. Peter Mertens)

2007 Michael Steinke

Tatort - Bienzle und der Taximord (Rolle: Martin Gollhofer)

2003 Hans-C. Blumenberg
  

Weitere Filme mit Günter Mack sind auf der IMDB-Website gelistet.

     

   

     

  

     

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 24. März 2016

 

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