Veronica Ferres

     

  

  

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Veronica Ferres - Foto: Edmond Frederik

Veronica Ferres

Copyright: Edmond Frederik  

   

Veronica Ferres heißt eigentlich Veronika Maria Cäcilia Ferres und wurde am 10. Juni 1965 in Solingen als Tochter eines Kartoffelhändlers geboren.

  

Sie wusste schon sehr früh, dass die Schauspielerin werden wollte und schloss sich im Gymnasium bereits einer Theatergruppe an. Es heißt, dass sie von von allen Schauspielschulen mangels Begabung abgelehnt wurde und so nahm sie privat Schauspielunterricht, unter anderem bei der renommierten Professorin Margret Langen vom Max Reinhardt-Seminar. Das Geld hierfür verdiente sie sich mit einer Vielzahl von Jobs, vom Babysitter bis zum Plakatmaler.

  

Sie bestand ihre Schauspielprüfung und August Everding gab ihr eine Chance. Er inszeniert an der Bayerischen Staatsoper Die Bernauerin. Dort bekam sie eine kleine Rolle und spielt eine Badhure. 

  

Jemand vermittelte ihr den ersten Auftritt in Walter Bockmayers Kölner Theater "Die Filmdose". Dort spielte sie in Bockmayers Die Geierwally und steht mit anderen Künstlern, wie Barbara Valentin, Ralph Morgenstern, Hella von Sinnen, Dirk Bach und vielen anderen auf der Bühne, denen die "Filmdose" ein Sprungbrett in die weite Theater- und Filmwelt war. Bei einer  Deutschland-Tournee steht sie 1986 über 300 mal mit dem Stück Geierwally auf der Bühne. Für Rolf Bührmann, Lebensgefährte von Bockmayer und Produzent, arbeitet sie als Produktionsassistentin. 1990 bekam sie dann doch diverse kleine Rollen an Klein- und Kellertheatern, am Residenztheater und am Landestheater in Coburg.

  

Ganz langsam werden auch Film und Fernsehen auf die große blonde Frau aufmerksam. Sie spielt in der Komödie von Ulf Miehe Der Unsichtbare eine Eisenbahn-Schaffnerin, und Edgar Reitz gab ihr 1992 eine kleine Rolle in seinem Epos Die zweite Heimat - Chronik einer Jugend. Dort spielte Ferres ein Mädchen namens Dorli. 

 

Schauspielerin VERONICA FERRES - Foto: Alexander Hauk (Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft.

Veronica Ferres

Alexander Hauk / wikipedia

Helmut Dietl, der wegen Kir Royal noch in aller Munde ist, wird auf Veronica Ferres aufmerksam, und sie bekommt von ihm 1991 die Rolle der Muse Martha in der Hitler-Tagebuch-Satire Schtonk! Für diese Rolle bekommt sie 1992 den Filmpreis Bamby. Dieser Film ist quasi ihr Durchbruch und auch ihr privates Glück. Bei den Dreharbeiten zu Schtonk! lernte sie den 20 Jahre älteren Regisseur Helmut Dietl kennen und lieben. Mit Helmut Dietl ist sie viele Jahre zusammen. Kein Wunder also, dass er sie auch in seinen Filmen einsetzt. In Rossini (der Film erhielt vier deutsche Filmpreise) spielt Veronica Ferres die Rolle einer selbstbewussten Frau, die nur das Ziel vor Augen hat, endlich eine Hauptrolle beim Film zu erringen. Dabei ist ihr jedes Mittel Recht. 

1993 wird sie in dem Tatort - Alles Palermo unter der Regie von Josef Rödl eingesetzt, 1996 in Sönke Wortmanns Das Superweib ist sie eine Frau, die durch ein Missverständnis von ihrem Mann, einem vielbeschäftigten Regisseur, geschieden wird, und die ihre Tagebuchaufzeichnungen bei einem Verlag wiederfindet. Obwohl die Kritik den Film mehr oder weniger verreißt, die 'Süddeutsche' den Film "flach" und 'epd film' die Figuren platt und bieder fand, bekam der Film von der Filmbewertungsstelle das Prädikat "Besonders wertvoll" verliehen. Als Vorlage diente der Roman von Hera Lind.

  

2002 besetzt sie Heinrich Breloer in seinem Drama Die Manns - Ein Jahrhundertroman mit der Rolle der Nelly Kröger, der zweiten Frau von Heinrich Mann. Diese Rolle meistert sie - wie ich finde - mit Bravour. Weitere Rollen, die Veronica Ferres blendend spielte, waren 2006 die Rolle der Sara Bender in Miguel Alexandres TV-Film Die Frau vom Checkpoint-Charly und 2008 die Hanna Kaiser in Roland Suso Richters Das Wunder von Berlin an der Seite von Heino Ferch. Als Filmvorlage für diesen Film dienten die Aufzeichnungen des ehemaligen DDR-Bürgers und NVA-Soldaten Tilo Koch. Der Film spielt in der Zeit Sommer 1988 bis zum Fall der Mauer.

  

1999 trennte sich das Paar Dietl/Ferres. 2001 Heirat des Werbemanagers Martin Krug, eine gemeinsame Tochter: Lily Katharina. Das Paar gibt im November 2008 bekannt, dass es getrennte Wege gehen, aber freundschaftlich verbunden bleiben will. Auch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter wollen beide übernehmen. Seit 2009 ist Veronica Ferres mit dem  Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer liiert.

 

ZDF-Presse-Info (11. März 2011):

Das ZDF verfilmt die wahre Geschichte zwei Überlebender des Tsunami 2004. Die Hauptrollen werden Veronica Ferres und Hans-Werner Meyer spielen. Billi Cramer und Michael Schäffer haben beide jeweils ihre Familien verloren. Billis Mann und die beiden Söhne sterben. Ihr psychiatrischer Beistand empfiehlt ihr dringend, sich mit anderen Hinterbliebenen in Verbindung zu setzen, um ihre Trauerarbeit besser bewältigen zu können. Dabei lernt sich Michael Schäffer kennen, der ebenfalls seine Familie verloren hat. Arbeitstitel des Films Tsunami - Das Leben danach. Die Dreharbeiten für den ZDF-Sonntagsfilm beginnen am 12. April 2011 in Thailand, es produziert Nico Hofmann (teamWorx, Potsdam) in Zusammenarbeit mit Natalie Scharf (Seven Dogs Filmproduktion GmbH, München), die auch das Drehbuch schrieb. Regie führt Christine Hartmann

 

   

  

          

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www.veronicaferres.de

www.filmportal.de (Biografie, Filmografie)

www.tatort-fundus.de (Tatort: Alles Palermo)

www.dieterwunderlich.de (Film: Das Superweib)

www.teamworx.de (Film Das Wunder von Berlin)

www.mdr.de (Film Die Frau vom Checkpoint-Charly)

www.above-the-line.de (über Christine Hartmenn)

 

  

  

  

 

  

 

  

 

 

 

 

 

 

  

  

  

 

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 21.03.2011

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit