Michael Mendl

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Michael Mendl - Foto: Edmond Frederik

Michael Mendl

  

Copyright: Edmond Frederik

  

Geboren am 20. April 1944 in Lünen.

Sohn eines katholischen Priesters.

  

Bereits mit 14 Jahren arbeitete er als Statist am Mannheimer Staatstheater. Schauspielausbildung an der Folkwang-Schule in Essen. Arbeit im Theater Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München. Verschiedene weitere Engagements an deutschen Schauspielhäusern. Mitte Der 70er Jahre erste Ausflüge ins Fernsehen in Produktionen wie Derrick, Der Kommissar oder Der Alte. Seine erste größere Rolle hatte er als Triebtäter im SWF-Tatort Die Neue, wo Ulrike Folkerts ihr Debüt als Kommissarin Lena Odenthal gab.

  

Sein Kinofilmdebüt gab er allerdings erst nach 25 Jahren Bühnenerfahrung, und zwar in Sherry Hormans Film Leise Schatten, der 1992 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Seit dieser Zeit ist Michael Mendl als Charakterschauspieler tätig. Seine Rollen kann er besonders in Dramen gut verkörpern, in denen er Kriminelle, Psychopathen und andere Randfiguren spielt. Aber genau so nimmt man ihm Offiziere, Ärzte oder andere höherstehende Persönlichkeiten ab.

  

Er spielte z.B. im Kinofilm Der Untergang den General der Artillerie Helmuth Weidling oder den Kapitän Johannsen in Joseph Vilsmaiers Fernsehfilm Die Gustloff. Auch seine Rollen als Kardinal Monsignore Hudal in Costa Gavras Amen oder in Gero von Boehms Karol Wojtyla - Geheimnisse eines Papstes als Papst Johannes Paul II. waren äußerst beeindruckend. Hervorheben lässt sich auch das Doku-Drama Deutschlandspiel über den Mauerfall von Hans-Christoph Blumenberg, in dem Mendl an der Seite von Sir Peter Ustinov spielte, oder auch Kelly Bastian - Die Geschichte einer Hoffnung mit Dagmar Manzel als Petra Kelly und Michael Mendl als Gert Bastian. Bemerkenswert war auch seine Rolle in dem 2003 gedrehten TV 2-Teiler Im Schatten der Macht von Oliver Storz als Bundeskanzler Willy Brandt.

  

Zwischendurch gibt er immer wieder Gastspiele in verschiedenen Häusern (z.B. Württembergisches Staatstheater Stuttgart, Münchner Residenztheater, Münchner Kammerspiele).

    

Auszeichnungen:

1997 Deutscher Filmpreis

1998 Bayerischer Filmpreis

2004 Goldene Kamera (bester deutscher Schauspieler des Jahres 2004)

     

  

***

    

Eine Auswahl von Filmen mit Michael Mendl

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

   

   

Titel

Jahr Regie

Derrick - Klavierkonzert

  

1978

Helmuth Ashley

Tatort - Miese Tricks

  

1985 Theo Mezger

Kleine Haie

Sind die denn hier alle total beknackt? Ingo will doch nur einen Stuhl zurückbringen. Er weiß nicht, dass er irrtümlich vor der Prüfungskommission der Schauspielschule steht, die seine Schimpfkanonade für eine gelungene Improvisation hält. Er lernt Johannes kennen, der unbedingt Schauspieler werden will, aber bisher jede Aufnahmeprüfung vermasselt hat. Und Ali, einen vor Talent strotzenden Alleskönner und Möchtegern-Schauspieler. In München schlagen sich die drei kleinen Haie als Aktmodelle, Blutspender und Fisch-Pfleger durchs Leben und schließen Freundschaft mit Herta und ihrer singenden Säge. Dann tritt die verschworene Gemeinschaft zur entscheidenden Aufnahmeprüfung an.

  

1992 Sönke Wortmann

Das Schwein - Eine deutsche Karriere - Mein Film-Tipp -

  

Der halbwüchsige Berliner Junge Stefan Stolze (Götz George) erlebt die typische Nachkriegszeit von Not und Entbehrung. Seine Mutter (Rosemarie Fendel) sorgt sich um seinen Lebensweg. Den nimmt Stolze in den 70er Jahren in Richtung Rotlichtmilieu, wo er sich als Zuhälter und Hehler etabliert. Bald wird er verhaftet und muss ins Gefängnis. Auch da verrät Stolze seine Komplizen und kommt so auf freien Fuß. Durch das Vertrauen seines Knastkumpels Korda (Michael Mendl) gaunert er diesem seine Firma ab. Als Stolze die wohlhabende Alice van Lück (Andrea Sawatzki) kennenlernt, verschafft er sich eine Eintrittskarte in die "feinen Kreise"...
Götz George porträtiert in diesem dreiteiligen TV-Film eindrucksvoll den Aufstieg eines Deutschen, der zunächst nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Jugendlicher eine bittere Zeit der Not und Entbehrungen erlebt und schließlich skrupellos zu einem wichtigen Wirtschafts-Magnaten heranreift.

1994 Ilse Hofmann

Der letzte Kosmonaut

  

1994 Nico Hofmann

14 Tage lebenslänglich 

  

1997 Roland Suso Richter

Tödliche Wende

Einmal im Jahr stechen vier gutsituierte Mittvierziger im holländischen Ijsselmeer in See ohne Ehefrauen, aber mit viel Alkohol und einer willigen Dame. Die geht in diesem Jahr über Bord. Ihr Vater (Tilo Prückner), ein Reporter, recherchiert hartnäckig... Der Regisseur Nico Hofmann liefert eine böse Abrechnung mit dem bigotten Bürgertum.

1995 Nico Hofmann

Es geschah am helllichten Tag

  

1996 Nico Hofmann

Bittere Unschuld

Der Leiter der Forschungsabteilung eines Pharmaunternehmers befürchtet Opfer einer Rationalisierungsmaßnahme zu werden. In die Enge getrieben, erpresst er seinen Vorgesetzten - verschweigt dies aber seiner Familie. Seine Frau deutet die Zeichen falsch und unterstellt ihrem Mann eine Affäre, woraufhin sie sich mit dem Widersacher ihres Mannes einläßt. Die fünfzehnjährige Tochter wird zunehmend zur Leidtragenden und reißt die Initiative an sich, findet die vermeintliche Geliebte ihres Vaters und entdeckt mir ihr eine neue Welt. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Intrigen ein radikales Ende zu bereiten und die Tür in eine neue, ganz eigene Zukunft zu öffnen.

Darsteller: Elmar Wepper (Andreas), Andrea L'Arronge (Monika), Laura Tonke (Vanessa), Michael Mendl (Larssen), Mareike Lindenmayr (Eva), Peter Weiß (Behrens), Peter Rühring (Stimmer).

  

1999 Dominik Graf

Deutschlandspiel

  

2000 Hans-Christoph Blumenberg

Soweit die Füße tragen

Dem ehemaligen Wehrmachtssoldaten Clemens Forell (Bernhard Bettermann) gelingt im zweiten Anlauf die Flucht aus einem ostsibirischen Arbeitslager. Dabei hat er die Unterstützung des krebskranken deutschen Lagerarztes Dr. Stauffer (Michael Mendl). Drei Jahre dauert Forells abenteuerliche und gefährliche Odyssee durch die Mongolei, Persien und den Kaukasus, bis er kurz vor Weihnachten wieder bei seiner Familie ist. 

 

(Anmerkung: Wurde bereits 1958 in der Regie von Fritz Umgelter mit Heinz Weiss als 6teilige TV-Serie verfilmt. [Link: prisma-online.de] R.K.)

  

2001 Hardy Martins

Der Untergang 

  

  

2004 Oliver Hirschbiegel
Matthias Brandt als Guillaume und Michael Mendl als Willy Brandt in Oliver Storz' Zweiteiler "Im Schatten der Macht" - Quelle: Ziegler Film

Im Schatten der Macht

Mai 1974: Zwei Wochen nachdem sein Referent Günter Guillaume (gespielt von Matthias Brandt) als Agent der DDR enttarnt wird, tritt Willy Brandt vom Amt des Bundeskanzlers zurück. In nur 14 Tagen entspinnt sich ein historisches Drama um Macht und Verrat, Verführbarkeit und Anstand. Mit einem herausragenden Schauspielerensemble um Michael Mendl erweckt Oliver Storz den Geist dieser Zeit wieder zum leben. Dabei verlässt sich „Im Schatten der Macht“ ganz auf die Aura seiner Darsteller und zeigt in kammerspielartiger Dichte die Zeitenwende im Spiegel einer persönlichen Tragödie. So gelingt Storz über den Stoff einer Geschichtsstunde hinaus eine bewegende politische und menschliche Parabel.

(Text und Foto: Ziegler-Film)

  

2003 Oliver Storz

Der Stellvertreter (Amen)

Der gläubige Familienvater Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist als Leiter der Desinfektionsabteilung beim Hygiene-Institut der Waffen SS für die Versorgung der Konzentrationslager mit dem Gas Zyklon B verantwortlich. Als er auf einer seiner Dienstreisen nach Polen in einem Lager Augenzeuge des Genozids wird, wird ihm klar, dass es nicht wie der Großteil der deutschen Bevölkerung wegsehen kann. In der Überzeugung, ein "Aufstand der Aufrechten" könnte die Judenvernichtung stoppen - schon längst rattern Viehwaggons mit ihrer menschlichen Fracht unerbittlich gen Osten - kontaktiert er hochrangige Personen der evangelischen Kirche und Vertreter anderer Staaten, um die Welt aufmerksam zu machen. Doch seine couragierten Versuche, die Gräuel der Nazis publik zu machen, stoßen auf eine Mauer der Ignoranz, auf Grund seiner SS-Mitgliedschaft werden seine Berichte nicht ernst genommen. Gerstein beschließt, den Papst als höchste moralische Instanz über die Judenvernichtung durch die Deutschen zu informieren... (Quelle: Amazon)

2002 Constantin Costa-Gavras

     

   

  

    

   

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www.agentur-reuter.com (Seine Künstleragentur)

www.follow-me-now.de (TV-Film Im Schatten der Macht)

www.derrick-fanclub.de (Episode Klavierkonzert)

www.highlightzone.de (Film Deutschlandspiel)

www.filmportal.de (über Sherry Horman)

www.filmportal.de (über den Künstler)

www.filmportal.de (über Matthias Brandt)

www.filmszene.de (Film: Der Untergang)

www.presseportal.de (über den TV-Film Die Gustloff)

www.prisma-online.de (Film Soweit die Füße tragen von Fritz Umgelter)

www.schnitt.de (Film 14 Tage lebenslänglich)

www.tatort-fundus.de (Episode Die Neue)

www.tatort-fundus.de (Episode Miese Tricks)

www.kinofenster.de (Film Amen - Der Stellvertreter)

  

  

 

 

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 27.04.2011