Dominik Graf

Regisseur  Drehbuchautor  Komponist

   

S e i n e   F i l m e

 

  

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Dominik Graf bei filmportal

  

Neuer Kinofilm mit dem Titel "Die geliebten Schwestern"

(Kinostart: 31.07.2014) 

     

  

   

 

  

Dominik Graf - Vielen Dank an Frau Caroline Link für das Foto.

Regisseur Dominik Graf

  ©Caroline Link

   

 

Geboren am 6. September 1952 in München.  

  

Sohn der Drehbuchautorin Selma Urfer und des Charakterdarstellers Robert Graf (dem übrigens auch Dominik Grafs Film Das Wispern im Berg der Dinge  gewidmet ist). Dominik Graf ist mit der bekannten Autorin Caroline Link liiert und lebt in München.

  

Er studierte von 1974 bis 1980 an der Hochschule für Film und Fernsehen in München im Fachbereich Regie. Schon für seinen Abschlussfilm Der kostbare Gast erhielt er 1980 den Bayerischen Filmpreis in Gold für die "Beste Nachwuchsregie". Nebenbei arbeitete er auch als Schauspieler und Drehbuchautor. Fürs Fernsehen führte er anschließend beispielsweise bei 13 Folgen der Serie Der Fahnder (1983 - 1991) Regie, inszenierte für den Tatort (darunter die Krimis Schwarzes Wochenende, 1986, und Frau Bu lacht, 1995), für die Sperling-Krimireihe Sperling und das Loch in der Wand und Sperling und der brennende Arm und drehte Fernsehspiele wie Der Skorpion (1997) und Bittere Unschuld (1999), Die Freunde der Freunde (2001) und Hotte im Paradies. Graf machte sich jedoch auch als Kinofachmann einen Namen: Nach der Fertigstellung von Tiger, Löwe, Panther erhielt er 1988 für Die Katze den Deutschen Filmpreis als "Bester Regisseur". Die Sieger bescherte ihm 1995 eine Nominierung in derselben Kategorie, auch die Produktion sowie die Schauspieler Meret Becker und Herbert Knaup waren nominiert. Für Der Felsen erhielten in 2002 neben Graf ferner die Hauptdarsteller - Karoline Eichhorn und Antonio Wannek - eine Nominierung. 1998 wurde der Münchner, der schon diverse weitere Ehrungen bekam, für sein Gesamtwerk mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Seit 1990 Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln.  

  

2008 erfuhr der Filmemacher eine Ehrung, als sein Glaubensdrama Das Gelübde (2007) mit dem diesjährigen Filmkunstpreis bedacht wurde. Der Film schildert die Begegnung des Dichters Clemens von Brentano mit der angeblich stigmatisierten und von Visionen heimgesuchten Nonne Anna Katharina von Emmerich (Tanja Schleiff) zu Beginn des 19. Jahrhunderts

  

2008/2009 drehten 13 Filmregisseure, unter ihnen Angela Schanelec, Dani Levy, Fatih Akin, Nicolette Krebitz, Sylke Enders, Dominik Graf, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Hans Weingartner, Tom Tykwer, Romuald Karmakar, Wolfgang Becker, Christoph Hochhäusler einige Episodenfilme, die unter dem Einheitstitel "Deutschland 09 - 13 kurze Filme zur Lage der Nation" herausgekommen sind. Die Filme beschreiben 30 Jahre nach Deutschland im Herbst ein großes Panorama der gesellschaftlichen und politischen Situation in der jetzigen Bundesrepublik.

Hierzu weitere Informationen auf der offiziellen Homepage >>>

  

Udo Wachtveitl als Kommissar Franz Leitmayr, Regisseur Dominik Graf und Miroslav Nemec als Kommissar Ivo Batic bei einer Drehpause zum 2013 gedrehten "Tatort - Aus der Tiefe der Zeit"

©BR / Alexander Fischerkoesen

2009/2010 schuf Dominik Graf die bemerkenswerte 8teilige TV-Reihe Im Angesicht des Verbrechens

"Im Angesicht des Verbrechens beschreibt das russisch-jüdische Milieu, zeigt die Gefühlswelt und Mentalität anderer Ethnien und ihre religiöse Verwurzelung, ihr Familienleben, ihre Traditionen und Feste. Der Film zeigt ein Panorama unterschiedlicher Gesellschaften, reist in verschiedene Welten - von der dörflichen Umgebung in der Ukraine bis zum urbanen, großstädtischen Leben in Berlin. - Die Miniserie in acht Teilen erzählt von krimineller Energie, von den Verlockungen und Verführungen des Milieus, aber auch von Leuten, die etwas verändern wollen, Ideale haben, an die Gemeinschaft glauben und gemeinsam kämpfen." (Zitiert aus br-online.de)

Darsteller in der Serie: u.a. Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Mišel Matičević, Marie Bäumer, Marko Mandić, Alina Levshin u.v.a. - Umfangreiche Webpräsenz zu dieser ausgezeichneten Serie >>> -

www.arte.tv schreibt zur Serie: "Wenn eine Fernsehserie auf einem Filmfestival wie der Berlinale gezeigt wird, ist das eine Adelung. Dem Regisseur Dominik Graf wurde sie zuteil, seine Serie Im Angesicht des Verbrechens wird als derzeit beste Krimiserie Deutschlands gehandelt. Sie spielt im russischen Mafiamilieu in Berlin und bringt das Genre des Kriminalfilms auf ein Niveau, wie es das deutsche Fernsehen lange vermisst hat. Dominik Graf zeigt alles: die unerbittliche Härte der organisierten Kriminalität, die Korrumpierbarkeit der Polizei, die Träume ukrainischer Mädchen. Und mittendrin den russisch-jüdischen Polizisten Marek Gorsky, der sich plötzlich mit Ermittlungen gegen die eigene Familie betraut sieht."

Und ganz zu Recht wurde am 9. Oktober 2010 diese Serie bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises mit zwei Preisen bedacht.

(Quelle: Hier einige Informationen aus br-online.de, arte.tv und deutscherfilmpreis.de)

  

 

August 2011: 

   

Ein neuer Film von Dominik Graf aus der Polizeiruf 110-Reihe mit dem Titel Cassandras Warnung wird am 21. August 2011, um 20:15 Uhr, in der ARD ausgestrahlt. 

Matthias Brandt ist der neue Kommissar Hanns v. Meuffels, der in München ermittelt. Ihm zur Seite steht die Schauspielerin Anna Maria Sturm als Kommissarin Anna Burnhauser.

Der Fernsehbeobachter Rainer Tittelbach schreibt: "'Cassandras Warnung' eignet sich nicht zum sonntäglichen Mörderraten. Der Film ist Polizeifilm, Thriller, Beziehungsgeschichte - und dieser Polizeiruf ist ein Spiel mit dem Zuschauer. Die Anlage der Story ist ungewöhnlich, der Handlungsverlauf spannend, eine Finalität ist trotz verspielter Exkursen und Nebengeschichten stets gegeben. Der Film ist dicht, ruhelos, steckt voller Überraschungen. Konzentrierter Einstand von Matthias Brandt."

Weitere Informationen zu den Schauspielern Brandt und Sturm bei www.br-online.de.

  

   

  

Auszeichnungen

1980 Bayerischer Filmpreis (Nachwuchs Regie) für Der kostbare Gast (HFF-Abschlussfilm)

1982 Preis für Das zweite Gesicht beim Horrorfilmfestival in Madrid

1988 Bundesfilmpreis und Preis des >Festival International de Cognac du Film Policier< für die Regie von Die Katze

1998 Bayerischer Fernsehpreis

2003 Filmpreis der Stadt Hof

2004 Deutscher Fernsehpreis

2005 DIVA-Award - Beste Regieleistung des Jahres

2006 Grimme-Preis für den Polizeiruf 110- Der scharlachrote Engel

2007 Grimme-Preis für den Polizeiruf 110 - Er sollte tot

2007 Auf dem Madrid Móstoles International Film Festival den Preis als Bester Regisseur für Der rote Kakadu

2008 Grimme-Preis für den Film Eine Stadt wird erpresst

2008 Filmkunstpreis für Das Gelübde beim Festival des deutschen Films

2010 Adolf-Grimme-Preis für Kommissar Süden und der Luftgitarrist

2010 Schwabinger Kunstpreis

       

 

Literatur

- Peter Körte: Dominik Graf - Regisseur, in: CineGraph. München 1981, Lieferung Nr. 18.

- Dominik Graf: Verstörung im Kino. Der Regisseur von Die Sieger im Gespräch mit Stefan Stosch über die Arbeit am Film. Wehrhahn Verlag, Laatzen 1998, 47 S.

- Peer Moritz: Dominik Graf. Mit einem Essay von Peter Körte, in: CineGraph, Jg. 18. (1991), edition text+kritik.

- Dominik Graf: Schläft ein Lied in allen Dingen. Texte zum Film. Hrsg. und mit einem Vorwort von Michael Althen. Alexander Verlag, Berlin 2009.

  

Dokumentation 

Über den Regisseur Dominik Graf gibt es auch eine Fernseh-Dokumentation von Felix von Boehm, gedreht 2010, ca. 45 Minuten, Produktion ZDF und "arte".

"arte" schreibt zum Film u.a.: "Die Dokumentation begleitet Dominik Graf an die Orte seiner Kindheit und Jugend, in sein privates Umfeld und an die zahlreichen Schauplätze seines Schaffens - vom Filmset über das Tonstudio bis zum Schnittplatz. Dabei kommen nicht nur Grafs Lebensgefährtin, die Oscar-Preisträgerin Caroline Link, sowie sein langjähriger Freund Michael Althen zu Wort, sondern auch die Schauspieler Max Riemelt und Misel Maticevic. Entstanden ist ein spannendes und sehr persönliches Porträt eines Filmemachers, der sich bisher allen Versuchen, sein Leben abzubilden, verweigert hat."  

  

  

In der Broschüre "ARD-Fernsehspiel April - Juni 1984" ist über den Regisseur zu lesen:

"Ich finde, Fernsehen zu machen im Moment sehr spannend und denke, dass es immer wieder unterschätzt wird. Es liegt auch an der momentanen Kino-Situation, dass man zur Zeit beim Fernsehen phantasievoller, subversiver und persönlicher arbeiten kann." Der Regisseur Dominik Graf ist 31 Jahre alt. Er kommt aus einer Familie, in der von Film viel die Rede gewesen ist. Sein Vater ist der unvergessene Schauspieler Robert Graf, der 1966 starb. Früher fand er Film ziemlich uninteressant, studierte nach dem Abitur 4 Semester Germanistik, und dabei passierte es, er sah eine Reihe von französisch und italienischen Autorenfilmen und war gepackt, fasziniert. "Wenn das so schön sein kann, will ich das auch machen." Von dem Moment war ihm klar, dass er Regisseur sein werde. Er bewarb sich an der Hochschule für Film in München und arbeitete fortan fleißig, überlegt und zielstrebig daran, sich diesen Beruf zu erobern. Schon seinen ersten Übungsfilm besetzte er ausschließlich mit Profischauspielern und überzeugte durch handwerkliches know-how. Er co-produzierte seinen Abschlussfilm Der kostbare Gast mit dem BR, und dieser Film wurde 1980 mit dem ersten Bayerischen Filmpreis für Regie ausgezeichnet. Während der Ausbildung an der Filmhochschule spielte Dominik Graf Hauptrollen in Mädchenkrieg (Regie: Brustellin / Sinkel) und in 1 + 1 = 3 (Regie: Heidi Genée), schrieb bereits Drehbücher für die Serienabteilung der Bavaria (Auf Achse, Jörg Preda berichtet), Geschichten, die sich in fernen Ländern abspielen, wo er selbst gewesen ist.

Dominik Graf beurteilt seine Filmhochschulzeit ausgesprochen positiv. "In der Zeit kann man sich nur mit Film beschäftigen und sieht, wie Filmmaterial und Schauspieler reagieren. Es ging da schon ziemlich hart zu. Die Erfahrung mit einem Film, den du selbst gemacht hast und für den du die alleinige Verantwortung trägst, ist härter und schärfer, als wenn ich zehn Jahre als Regieassistent arbeite und dann erst den Sprung mache. Nur vielleicht 35 Minuten Film von dir, die vor Publikum laufen, und dir wird heiß und kalt; denn in dem Moment siehst du alle deine Fehler, und das ist mit das Tollste."

Eine chronologische Abfolge seiner weiteren Arbeiten im üblichen Sinn hat es nicht gegeben. Die einzelnen Projekte überschnitten sich, gingen ineinander über. Der Bayerische Filmpreis hat ihm sehr geholfen. Er bekam gleich danach die Möglichkeit, einen Kinofilm zu drehen: Das zweite Gesicht war 1981/82 fertig. Zwei Jahre lang hat er an dem Drehbuch geschrieben. Er schrieb und inszenierte in der Vorbereitungszeit auch einen Teil in Neonstadt, einem Episodenfilm, der fünf Nachwuchsregisseuren Gelegenheit gab, ihr Talent fürs Kino unter Beweis zu stellen. Neonstadt machte ansehnliche Kinokasse.

Das zweite Gesicht erhielt beim Horrorfilmfestival in Madrid gleich 4 Preise: Bestes Drehbuch, bester männlicher Hauptdarsteller, beste Filmmusik und einen Spezialpreis. Mit gleich großem Erfolg lief er bei den Horrorfilmfestivals von Catolica (Italien) und Brüssel. Das zweite Gesicht war kein kommerzieller Erfolg in den deutschen Kinos. "Es ist ein sehr spezielles, massives auch subtiles Werk, die Geschichte einer Reinkarnation." Als nächstes inszenierte er 6 Teile der Vorabendserie Köberle kommt (Drehbuch Felix Huby), danach 3 x 50 Minuten Der Fahnder eine Kriminalserie, die demnächst im Fernsehen zu sehen sein wird.

Gleich danach kam Treffer. Eine Geschichte von drei Jungen und ihren Motorrädern. Drei Leute, die nicht aufhören wollen zu leben, wie sie mit 16 gelebt haben. Sie wollen keine Familie, keine Kinder, keinen festen Beruf, sondern sie wollen einfach so weitermachen. "Das allein ist ja noch nicht viel, aber so typisch und atmosphärische das erzählt wird, ergibt es ein dichtes Gefühl von Authentizität. Ein Drehbuch, das einen sofort unmittelbar und stark berührt. Eine Story wie eine Perlenschnur, wie eine Linie zum Horizont, und das hat mir daran so gut gefallen."

Um die richtigen Schauspieler für den Stoff zu finden, hat die Produktion zwei Monate in deutschen Schauspielschulen Videoaufnahmen von jungen Darstellern gemacht. "Ich habe so an die 80 gesehen, und das wurde reduziert auf eine Vorauswahl von 10, mit denen wir dann noch mal richtig Probeaufnahmen gemacht  haben, und am Ende waren es die drei: Tayfun Bademsoy und Max Wigger aus Berlin und Dietmar Bär aus Bochum.

"Es ist eine Herausforderung, in Fernsehen Filme zu machen, wenn man die Dinge so erzählt wie sie sind. Und nicht so, wie eine Senderideologie, eine Moral, eine feuilletonistische oder literarische Betrachtungsweise sie sich vorstellen. An dem Drehbuch von Christoph Fromm gibt es noch etwas, das in Deutschland noch so selten ist: das Gefühl von Authentizität. Das stimmt, was da abläuft. Das kennt man. Ich glaube, dass sind die besten Dialoge, die ich je in einem deutschen Drehbuch gelesen habe, und eine Geschichte, die unheimliches Vergnügen macht. Meinen Spielfilm haben relativ wenig Leute gesehen, aber dieser Film wird, sagen wir - ich weiß nicht genau - von mehreren Millionen gesehen. Das ist die Herausforderung."

(Gisela Weilemann)

   

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 19. Juni 2016

  

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