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Dominik Graf Regisseur Drehbuchautor Komponist
Geboren
am 6. September 1952 in München.
Sohn der Drehbuchautorin Selma Urfer und des Charakterdarstellers Robert Graf (dem übrigens auch Dominik Grafs Film Das Wispern im Berg der Dinge gewidmet ist). Dominik Graf ist mit der bekannten Autorin Caroline Link liiert und lebt in München.
Er studierte von 1974 bis 1980 an der Hochschule für
Film und Fernsehen in München im Fachbereich Regie. Schon für seinen
Abschlussfilm Der kostbare Gast erhielt er 1980 den Bayerischen
Filmpreis in Gold für die "Beste Nachwuchsregie". Nebenbei arbeitete
er auch als Schauspieler und Drehbuchautor. Fürs Fernsehen führte er anschließend
beispielsweise bei 13 Folgen der Serie Der Fahnder (1983 - 1991)
Regie, inszenierte für den Tatort (darunter die Krimis Schwarzes
Wochenende, 1986, und
Frau Bu lacht, 1995), für
die Sperling-Sendereihe Sperling und das Loch in der Wand und Sperling
und der brennende Arm und drehte Fernsehspiele wie Der Skorpion (1997) und
Bittere Unschuld
(1999), Die Freunde der Freunde
(2001) und Hotte im Paradies. Graf machte sich jedoch auch als
Kinofachmann einen Namen: Nach der Fertigstellung von Tiger, Löwe,
Panther erhielt er 1988 für Die Katze den Deutschen Filmpreis
als "Bester Regisseur". Die Sieger bescherte ihm 1995 eine
Nominierung in derselben Kategorie, auch die Produktion sowie die Schauspieler
Meret Becker und Herbert Knaup waren nominiert. Für
Der Felsen
erhielten in 2002 neben Graf ferner die
Hauptdarsteller - Karoline Eichhorn und
Antonio Wannek - eine Nominierung. 1998
wurde der Münchner, der schon diverse weitere Ehrungen bekam, für sein
Gesamtwerk mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Seit
1990 Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
2008 erfuhr der Filmemacher eine Ehrung, als sein Glaubensdrama Das Gelübde (2007) mit dem diesjährigen Filmkunstpreis bedacht wurde. Der Film schildert die Begegnung des Dichters Clemens von Brentano mit der angeblich stigmatisierten und von Visionen heimgesuchten Nonne Anna Katharina von Emmerich (Tanja Schleiff) zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
2008/2009 drehten 13 Filmregisseure, unter ihnen Angela Schanelec, Dani Levy, Fatih Akin, Nicolette Krebitz, Sylke Enders, Dominik Graf, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Hans Weingartner, Tom Tykwer, Romuald Karmakar, Wolfgang Becker, Christoph Hochhäusler einige Episodenfilme, die unter dem Einheitstitel "Deutschland 09 - 13 kurze Filme zur Lage der Nation" herausgekommen sind. Die Filme beschreiben 30 Jahre nach Deutschland im Herbst ein großes Panorama der gesellschaftlichen und politischen Situation in der jetzigen Bundesrepublik. Hierzu weitere Informationen auf der offiziellen Homepage >>>
2009/2010 schuf Dominik Graf die bemerkenswerte 8teilige TV-Reihe Im Angesicht des Verbrechens "Im Angesicht des Verbrechens beschreibt das russisch-jüdische Milieu, zeigt die Gefühlswelt und Mentalität anderer Ethnien und ihre religiöse Verwurzelung, ihr Familienleben, ihre Traditionen und Feste. Der Film zeigt ein Panorama unterschiedlicher Gesellschaften, reist in verschiedene Welten - von der dörflichen Umgebung in der Ukraine bis zum urbanen, großstädtischen Leben in Berlin. - Die Miniserie in acht Teilen erzählt von krimineller Energie, von den Verlockungen und Verführungen des Milieus, aber auch von Leuten, die etwas verändern wollen, Ideale haben, an die Gemeinschaft glauben und gemeinsam kämpfen." (Zitiert aus www.br-online.de) Darsteller in der Serie: u.a. Wolfgang Becker, Christoph Hochhäusler. www.arte.tv schreibt zur Serie: "Wenn eine Fernsehserie auf einem Filmfestival wie der Berlinale gezeigt wird, ist das eine Adelung. Dem Regisseur Dominik Graf wurde sie zuteil, seine Serie Im Angesicht des Verbrechens wird als derzeit beste Krimiserie Deutschlands gehandelt. Sie spielt im russischen Mafiamilieu in Berlin und bringt das Genre des Kriminalfilms auf ein Niveau, wie es das deutsche Fernsehen lange vermisst hat. Dominik Graf zeigt alles: die unerbittliche Härte der organisierten Kriminalität, die Korrumpierbarkeit der Polizei, die Träume ukrainischer Mädchen. Und mittendrin den russisch-jüdischen Polizisten Marek Gorsky, der sich plötzlich mit Ermittlungen gegen die eigene Familie betraut sieht." Die Serie beginnt im Ersten - gleich mit den ersten beiden Teilen - am 22.10.2010 ab 21:45 Uhr. Und ganz zu Recht wurde am 9. Oktober 2010 diese Serie bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises mit zwei Preisen bedacht. (Quelle: u.a. aus www.br-online.de, arte.tv und www.deutscherfilmpreis.de)
Auszeichnungen 1980 Bayerischer Filmpreis (Nachwuchs Regie) für Der kostbare Gast (HFF-Abschlussfilm) 1982
Preis für Das
zweite Gesicht beim Horrorfilmfestival in Madrid 1988 Bundesfilmpreis und Preis des >Festival International de Cognac du Film Policier< für die Regie von Die Katze 1998 Bayerischer Fernsehpreis 2003 Filmpreis der Stadt Hof 2004 Deutscher Fernsehpreis 2005 DIVA-Award - Beste Regieleistung des Jahres 2006 Grimme-Preis für den Polizeiruf 110- Der scharlachrote Engel 2007 Grimme-Preis für den Polizeiruf 110 - Er sollte tot 2007 Auf dem Madrid Móstoles International Film Festival den Preis als Bester Regisseur für Der rote Kakadu 2008 Grimme-Preis für den Film Eine Stadt wird erpresst 2008 Filmkunstpreis für Das Gelübde beim Festival des deutschen Films 2010 Adolf-Grimme-Preis für Kommissar Süden und der Luftgitarrist 2010 Schwabinger Kunstpreis
Literatur Peter Körte: Dominik Graf - Regisseur, in: CineGraph. München 1981, Lieferung Nr. 18. Dominik Graf: Verstörung im Kino. Der Regisseur von Die Sieger im Gespräch mit Stefan Stosch über die Arbeit am Film. Wehrhahn Verlag, Laatzen 1998, 47 Seiten. Peer Moritz: Dominik Graf. Mit einem Essay von Peter Körte, in: CineGraph, Jg. 18. (1991), edition text+kritik. Dominik Graf: Schläft ein Lied in allen Dingen. Texte zum Film. Hrsg. und mit einem Vorwort von Michael Althen. Alexander Verlag, Berlin 2009.
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 01/2011 |