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Sabine Sinjen
Geboren am 18. August 1942 in Itzehoe. Gestorben am 18. Mai 1995 in Berlin.
Sie tritt schon im Kinderfunk des WDR auf. Schauspielunterricht bei Else Bongers. Wird bereits mit ihrem ersten Film Die Frühreifen (1957, Regie: Josef von Baky), in dem sie als Teenager von einem jungen Mann verführt, verlassen und in den Freitod getrieben wird, als Naturtalent gefeiert. Auch in ihrem nächsten Film Mädchen in Uniform an der Seite von Romy Schneider und Lilli Palmer fällt sie durch ihre dramatische Begabung auf und erhält von der Artur Brauner-Produktion einen 7-Jahres-Vertrag, der jedoch vorzeitig aufgelöst wird. Sabine Sinjen hat das komplette Spektrum der Frauenrollen in den 40 Jahren Schauspielerdasein durchgespielt, begonnen bei naiven Teenagerrollen bis hin zu Rollen von einsamen oder desillusionierten Frauen. Man sah sie an den Staatl. Schauspielbühnen Berlins, am Theater in der Josefstadt, am Hamburger Thaliatheater unter der Leitung von Boy Gobert und auch bei den Bregrenzer Festspielen. Sie überzeugte in konventionellen Stücken genau so wie bei Stücken von Peter Zadek, der ja für seine Ausnahmeaufführungen bekannt war.
In den 60er-Jahren spielt der Jungstar an Berliner Bühnen und wird im Kino eine der Protagonistinnen des 'Neuen Deutschen Films' in den Ulrich Schamonis Es (1967) und Wir zwei (1970) und startet eine Fernsehkarriere nach der Heirat (1963) mit dem Regisseur Peter Beauvais (1916-1986), mit dem sie bis 1984 verheiratet war. 1971 gab sie in der TV-Serie Der Kommissar an der Seite von Lilli Palmer eine glänzende Rolle der heroinabhängigen Sybille Larasser ab in der Episode Grau-Roter Morgen. Ihre große Zeit ist das Fernsehspiel, wo sie gerne die zermürbte Frau auf der Suche nach Liebe und Erfüllung spielt wie in Am Wege (1975) oder Dorothea Merz (1976). In Gesche Gottfried spielt sie 1978 eine Giftmörderin. Im Kino ist sie noch einmal 1986 als Caroline Friederich in dem Maler-Historienfilm Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit von Peter Schamoni zu sehen. Auch nach ihrer Krebs-Operation steht Sabine Sinjen in Berlin weiter auf der Bühne. Ins Fernsehen kommen 1991 noch der Liebesfilm Das Haus im Ginster und Von Frau zu Frau: Die Sammlerin (1994).
1984 verliert sie nach einer Operation die Sehkraft am rechten Auge, aber 1987 gelang ihr das Comeback mit Jean Cocteaus "Geliebte Stimme". 1994 muss sie einige Monate vor ihrem Tod die Proben zu Heiner Müllers Quartett! am Theater in Aachen abbrechen.
1995 wird die TV-Dokumentation "Ich hab' gelernt, unheimlich gern zu leben" im Fernsehen gezeigt. 1998 wurde ihr Buch veröffentlicht (Titel: "Wenn der Vorhang fällt"). Sabine Sinjens Schwester ist die Schauspielerin Frauke Sinjen (*1940). (Teilweise Auszüge aus: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars von Adolf Heinzmeier und Berndt Schulz, prisma online und Das große Personenlexikons des Films)
Auszeichnungen
- Bambi 1958, 1959 - Deutsches Filmband in Gold für Es (1966) - Ernst-Lubitsch-Preis der Berliner Filmjournalisten für Wir zwei (1971) - Verdienstorden des Landes Berlin (1992)
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Eine kleine Auswahl von Filmen mit Sabine Sinjen
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 08.04.2010
Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit |