Klaus-Maria Brandauer

  

Schauspieler  Regisseur

   

   

Infokasten

      

Klaus Maria Brandauer bei www.filmportal.de und bei wikipedia

  

Ehrenpreis für den Schauspieler bei den Biberacher Filmfestspielen 2015

  

Filme mit diesem Künstler in den nächsten 4 Woche im TV

 

 

  

  

  

  

Klaus Maria Brandauer auf der Viennale 2012

 

©Wikipedia-User Tsui / Manfred Werner

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

     

Der österreichische Schauspieler und Regisseur wurde am 22. Juni 1943 (andere Quellen: 1944) als Klaus Maria Steng in Bad Aussee geboren. Er hat einen deutschen Vater und eine österreichische Mutter, wuchs in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Deutschland auf. Abitur 1962. Danach begann er ein Studium an der Stuttgarter Hochschule für Musik und darstellende Kunst, brach dieses jedoch nach kurzer Zeit wieder ab.

Am Landestheater Tübingen hatte er 1963 sein erste Hauptrolle als Claudio in Shakespeares Maß für Maß. Im selben Jahr heiratete er die Regisseurin Karin Brandauer, geb. Müller, die 1992 gestorben ist. Aus dieser Ehe ging ihr gemeinsamer Sohn Christian hervor.

  

Nach Engagements am Landestheater Salzburg, am Schauspielhaus Düsseldorf unter Karl Heinz Stroux, am Theater in der Josefstadt Wien und am Bayerischen Staatstheater München kam er 1972 an das Burgtheater Wien. In den 70er Jahren spielte Klaus Maria Brandauer er vornehmlich Rollen in Shakespeare- und Schiller-Stücken und begann daneben mit der Regiearbeit. Von 1983 bis 1989 war er beeindruckender Jedermann während der Salzburger Festspiele.

 

Als einer der wenigen Deutschen wurde er in Hollywood 1981 mit einem OSCAR für den (besten ausländischen) Film Mephisto in der Rolle des Hendrik Höfgen, Regie: István Szabó, und einer Nominierung 1985 für die (besten Neben-) Rolle des Barons Blixen in Jenseits von Afrika belohnt. Für seinen Oberst Redl, Regie wiederum Istvan Szabo, erhielt er 1985 das Filmband in Gold. 
  

Klaus Maria Brandauer in Biberach an der Riß beim Pressegespräch (Frühling 2003)

Foto: The weaver / wikipedia

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.


Klaus Maria Brandauer führte Regie bei Georg Elser, einer aus Deutschland, in welchem er auch mitspielte. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Klaus Maria Brandauer als Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien tätig. Große Erfolge erzielte er am Burgtheater mit Tartuffe (1981), Hamlet (1985) und auch mit dem Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? in der Regie von Hans Neuenfels. Er führte im neu eröffneten Berliner Admiralspalast mit Campino von den "Toten Hosen" und
Katrin Saß Regie in der Dreigroschenoper
  

Klaus Maria Brandauer in den 1980er-Jahren

 

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  


Für seine herausragenden Leistungen hat er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, beispielsweise die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt und die Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv.
Im März 2009 war Klaus-Maria Brandauer Preisträger des 'Eysoldt-Ringes'. Dieser Preis wird seit 1986 von der Stadt Bensheim und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben und wurde nach der Schauspielerin Gertrud Eysoldt (1870-1955) benannt. Klaus-Maria Brandauer erhielt diese Auszeichnung für seine Rolle des Dorfrichters Adam in Der zerbrochene Krug, Regie: Peter Stein. Weitere Künstler dieses mit zehntausend Euro dotierten Preises waren bisher u.a. Angela Winkler, Hans-Michael Rehberg, Rolf Boysen, Ulrich Mühe, Cornelia Froboess, Nina Hoss, Ernst Stötzner, Tobias Moretti und Ulrich Matthes.
  

Im Juli 2007 heiratete Brandauer seine Lebensgefährtin, die Theaterwissenschaftlerin Natalie Krenn.

  

Im Laufe seines Film- und Theaterlebens erhielt der Künstler viele ehrenvolle Preise, die bei Wikipedia aufgezählt sind.

  

Im Fernsehfilm Die Auslöschung, der 2013 von Regisseur Nikolaus Leytner in Szene gesetzt wurde, spielt er an der Seite von Martina Gedeck  einen Künstler, der an Morbus Alzheimer erkrankt, gerade nachdem er einer neuen Liebe begegnet ist. Weitere Informationen zu diesem sehr einfühlsamen Film siehe hier: diepresse.com und hier: kurier.at

  

Beim Biberacher Filmfestival, das sich von Jahr zu Jahr zu einem wichtigen Event gemausert hat, erhält Klaus-Maria Brandauer den Ehrenpreis des Festivals, welches 2015 vom 4. - 8. November stattfindet.

  

Privatinvestoren produzieren TV-Serie (aus Manager-Magazin):

Unter dem Titel Capelli-Code soll eine 13teilige TV-Serie starten, in dem Brandauer mit Iris Berben, die eine entführte Innenministerin mimt, vor die Kamera tritt. Er tritt als Retter auf, versucht es zumindest. Die Serie soll 13 Folgen je 45 Minuten haben. Es geht um eine Hochzeitsgesellschaft, die entführt wird, unter ihnen auch die deutsche Innenministerin (Iris Berben). Es wird von den Entführern verlangt, dass sich Capelli (Brandauer) in Verhandlungen einmischt. Auch Heike Makatsch ist mit dabei, sie spielt die Sicherheitschefin. Peter Lohmeyer ist als Chef der GSG9 zu sehen. Wann die Serie zu sehen sein wird, ist nicht bekannt.

 

   

  

  

Weitere Filme mit Klaus-Maria Brandauer

    

Titel

Jahr Regie
Das Konzert  (Rolle: Dr. Franu Jura) 1074 Dietrich Haugk
Sonderdezernat K1 (Der Stumme) (Rolle: Werner Feldmeister) 1976 Peter Schulze-Rohr
Ein Sonntag im Oktober (Rolle: Dr. Hoffmann) 1978 András Kovács
Jahreszeiten der Liebe (Rolle: EP2) 1978 George Moorse
Oberst Redl (Rolle: Oberst Alfred Redl)

Psychogramm. Ein Mann aus einfachen Verhältnissen macht Offizierskarriere; dem Druck der Anforderungen im Abwehrdienst ist er nicht gewachsen; Studie über das Scheitern eines Karrieristen in den maroden Strukturen der untergehenden k.u.k.-Monarchie.

Darsteller: Klaus Maria Brandauer, Hans Christian Blech, Armin Mueller-Stahl, Gudrun Landgrebe

Übrigens: Oberst Redel wurde schon einmal verfilmt, und zwar 1967 in der Fernsehreihe "Die großen Spione" unter der Regie von R. A. Stemmle. Darsteller damals u.a. Erich Auer als Oberst Redl.

1984 István Szábo
Das Spinnennetz (Rolle: Benjamin Lenz) 1986-89 Bernhard Wicki
Hanussen (Rolle: Erik Jan Hanussen / Klaus Schneider) 1087/88 István Szábo
Europa und der zweite Apfel (Rolle: Marionette) 1988 Hans Neuenfels
Mario, der Zauberer (Rolle: Zauberer Cipolls) 1993 Klaus Maria Brandauer
Jedermanns Fest (Rolle: Jan Jedermann) 1996-2002 Fritz Lehner (auch Drehbuch)

Judith und Ernst sind sehr glücklich, aber die Krankheit lässt sich nicht aufhalten

Text und Foto mit freundlicher Genehmigung von monafilm.tv

Die Auslöschung 

Judith (Martina Gedeck) lernt den Kunsthistoriker Ernst Lemden (K.M.Brandauer) kennen und lieben. Ernsts Tochter Katja die studierte Gynäkologin, ist seit dem Medizinstudium mit Christoph zusammen und seit drei Monaten glückliche Mutter. Christophs Eltern, ebenfalls Ärzte, zuliebe soll der Enkel getauft werden. Anwesend ist natürlich auch Katjas jüngerer Bruder Theo, das Sorgenkind. Er schwankt zwischen verzweifelter Suche nach Anerkennung durch und spätpubertärer Rebellion gegen den übermächtigen Vater. Daher ist es auch Theo, der nicht ohne Genugtuung wahrnimmt und spitz kommentiert, als Ernst ganz entgegen aller Erwartungen bei seiner Ansprache plötzlich die Worte fehlen, und verschämt lächelnd die Rede abbricht. Ernst hat sich verändert in letzter Zeit. Er ist ruhiger geworden, muss nicht jedes Gespräch dominieren, hat seinen fast zwanghaften Hang zum Widerspruch verloren. Die, die ihn gut kennen, bemerken vielleicht auch eine gewisse Zerstreutheit, und Katja macht sich Sorgen. Sie rät zu einer Untersuchung. Alzheimer. Noch wiegt dieses Wort schwerer als die Symptome, die Ernst hat. Noch lässt sich die Wahrheit vor den anderen verheimlichen, auch wenn in der Szene natürlich darüber spekuliert wird, warum Lemden sich so zurückgezogen hat und kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen ist. Während er selbst sich ganz bewusst mit der Krankheit auseinandersetzt, alles dazu recherchiert, als würde es sich um eine wissenschaftliche Arbeit handeln, will er nicht, dass sich die anderen mit ihm auseinandersetzen müssen. Selbst vor Judith versucht er, die Fehler zu verheimlichen, die ihm immer häufiger unterlaufen. Alzheimer. Das ist das Geheimnis, das Judith und Ernst noch mehr zusammenschweißt. Judith ist an seiner Seite und auch wenn ihre Beziehung großen Belastungen ausgesetzt ist so wächst diese Liebe umso mehr…

Darsteller: Klaus Maria Brandauer, Martina Gedeck, Birgit Minichmayr, Philipp Hochmair, Regina Fritsch, Andreas Kiendl u.v.a.

Ausstrahlung am 8. Mai 2013 um 20:15, am 9. Mai 2013 um 0:20 Uhr und am 11. Mai um 20:15 Uhr in EinsFestival.

2013 Nikolaus Leytner
Weitere Filme mit Klaus-Maria Brandauer sind auf der IMDb-Website gelistet.

   

  

 

  

 

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 29.01.2016

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen des Künstlers enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Sollten mir bei den o.g. Angaben inhaltliche Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.