Gudrun Landgrebe

  

  

  

Infokasten

 

Gudrun Landgrebe bei Filmportal

  

4-Wochen TV-Planer für diese Künstlerin

 

 

 

 

 

 

Gudrun Landgrebe und Ullrich Pleitgen,

hier eine Szene aus "Sünde der Engel"

Foto: Ziegler-Film

   

 

Geboren am 20. Juni 1950 in Göttingen.

 

Von 1968 bis 1971 Besuch der Schauspielschule in Köln, danach einige Jahres festes Ensemblemitglied in Dortmund, wo sie u.a. die Helen in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen", die Nina in Wedekinds "Frühlings Erwachen", die Leni in Horváths "Italienische Nacht", die Marie in Molnárs "Liliom", die Tochter Hassenreuter in Hauptmanns "Die Ratten" und die Lilli in Vitracs "Viktor oder Die Kinder an die Macht" spielte.

 

Ihr Filmdebüt hatte Gudrun Landgrebe in Dorothea Neunkirchens Film Dabbel Trabbel, eine Komödie über die Beziehungskrise eines jungen Paares. 

  

Ihre Karriere ging geradlinig voran. Nach der Schauspielschule in Köln nahm sie zwischen 1971 und 1982 Engagements an verschiedenen deutschen Theatern an. Sie spielte Hauptrollen in einem breiten Repertoire, das von Klassik  bis zur Moderne reichte. Ihr Debüt in Sachen Fernsehfilm feierte sie mit 27 in Aufforderung zum Tanz (1977, Regie Peter F. Bringmann). 

  

Aber die Rolle, die ihr wohl bis als Lebensende folgt, ist die Edel-Hure Eva im Kult-Film Die flambierte Frau. Von da an galt sie als die Erotik-Königin der Achtziger. Die Beziehung zwischen dem Model Carmen und des Dressmans Chris (Mathieu Carrière), beide sind zu Anfang "ach so cool" und meinen, dass man "Geschäft" und "Privates" trennen kann - auch in diesem Gewerbe. Aber so einfach scheint es doch nicht zu sein, es klappte nämlich nur so lange, bis sich die Eifersucht breit machte... 1982 hatte Robert van Ackeren sie in der Titelrolle seines sinnlichen Melodrams international berühmt gemacht und die französische Presse sah in ihr gar eine neue Romy Schneider. Aber noch im gleichen Jahr folgte bereits die Ernüchterung, denn die Presse, die sie so in den Himmel gehoben hatte, verriss ihre Darstellung in Burkhard Driests Annas Mutter. Driest setzte sich mit dem Thema 'Marianne Bachmeier' etwa zur gleichen Zeit auseinander wie Hark Bohm mit seinem Film Der Fall Bachmeier - Keine Zeit für Tränen. Marianne Bachmeier erschoss im Gerichtssaal den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter. Leider wurden beide Filme ein kommerzielles Desaster, auch wenn der Film von Hark Bohm die besseren Kritiken erhielt. 

 

Seit Helmut Dietls Kino-Hit Rossini (1997) ist jedoch gewiss, dass Gudrun Landgrebe auch sehr komisch sein kann. Im Privatleben sei Lachen ihre "liebste Beschäftigung und die komische Seite meine Stärke", räumt die Schauspielerin ein. Über die ganzen Jahre gab es nie Schlagzeilen über ihre langjährige Partnerschaft mit dem Arzt Ulrich von Nathusius, den sie 2001 heiratete. 
  

Die Schauspielerin arbeitete nicht nur mit deutschen, sondern auch mit internationalen Regisseuren zusammen und hatte eine Reihe bemerkenswerter Filmauftritte wie etwa in Istvan Szabos Oberst Redl (1985), in Dominik Grafs Die Katze (1988) spielte sie neben Götz George und Edgar Reitz setzte sie als Klärchen Sisse in seiner Heimat-Trilogie ein.

  

Letzte Arbeiten von Gudrun Landgrebe waren die Spielfilme Wunderkinder von Marcus O. Rosenmüller (2011), Die Unsichtbare von Christian Schwochow (2011). Außerdem war sie in Bernd Fischerauers 3stündigem Dokumentar-TV-Film zu sehen mit dem Titel  Reichsgründung - Die nervöse Großmacht als Sophie von Hatzfeld.

  

Weitere Filme mit Gudrun Landgrebe sind auf der IMDb-Website gelistet.

(Quelle: Vielen Dank an Siegfried Tesche für Textauszüge aus "Die neuen Stars des deutschen Films", Heyne TB Nr. 78, 1985)
  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

  

  

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 8. März 2016

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen der Künstlerin enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Sollten mir bei den o.g. Angaben inhaltliche Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.