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Klaus Schwarzkopf Darsteller
Geboren am 18. Dezember 1922 in Neuruppin Gestorben am 21. Juni 1991 in Bochum (während der Dreharbeiten zu Der große Bellheim)
Klaus Schwarzkopf war ein eher unauffälliger Schauspieler, der aber seinen Rollen gerade durch seine Unauffälligkeit Charakter gab, sei es als Vertreter, Vagabund, Verlieren, Ladenbesitzer. Auch mit den damaligen Tatort-Kommissaren konnte er nicht mithalten: Götz George als Schimanski war zu wild, Sieghardt Rupp als Kressin war der Frauenheld. All das war er nicht. Aber als Kommissar Finke konnte der kleine Mann Größe beweisen (außerdem ist er mein Lieblingskommissar in der Tatort-Serie). Leider wurden ihm nach den sieben Filmen, in denen er den Kommissar Finke spielte, seiner Meinung keine guten Drehbücher mehr angeboten. Er lehnte es ab, weiterhin den Kommissar zu spielen. Aber er spielte mehrere Male den Gastkommissar in anderen Tatort-Filmen.
Klaus Schwarzkopf wusste schon früh, dass er Schauspieler werden wollte. Obwohl er vaterlos aufgewachsen war, ermöglichte
ihm seine Mutter, den Schauspielberuf zu erlernen. Er nahm Unterricht in einer Berliner Schauspielschule und stand kurz nach dem 2. Weltkrieg für Boleslav Barlog in Berlin auf der Theaterbühne. Weitere Engagements führten ihn nach Wiesbaden, Hannover, dann nach München, wo er bayerischer Staatsschauspieler wurde. Beeindruckend gespielt war der stotternde Handlungsreisende Willy Lomann (nach Arthur Miller) und die Figur des schwulen Friseurs Harry in Unter der Treppe (neben Will Quadflieg) gehören zu seinen Glanzleistungen auf der Bühne.
Weitere
Theaterrollen: Er spielte den Sekretär "Wurm" in Schillers
"Kabale und Liebe", den Hauptmann von Köpenick in Zuckmayers
gleichnamigem Stück, den "Tartuffe" in Molières
gleichnamiger Komödie. 1987 spielte er in den Münchner
Kammerspielen die Rolle des "Pandarus" in Dieter Dorns
Shakespeare- Inszenierung "Troilus und Cressida", ebenso wie
einen Politiker in Solls "Frauen vor Flusslandschaft" oder 1989
den Hilfsschreiber Foldal in Ibsens "John Gabriel Borkman".
(Quelle hier:
www.steffi-line.de) Bis zum Ende der 80er Jahre stand Klaus Schwarzkopf in über 250 TV-Filmen vor der Kamera. Er war also einer der meistbeschäftigsten Schauspieler in Deutschland. Außerdem lieh er einem weiteren Publikumsliebling seine Stimme: Peter Falk alias Inspektor Colombo wurde in fast 40 Filmen von ihm synchronisiert.
Eine weitere Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben war, war der Chlochard in der Fernsehserie Praxis Bülowbogen. Hier spielte er den Obdachlosen "Gleisdreieck". Im Kino sieht man Klaus Schwarzkopf eher selten, außer in einigen Simmel-Verfilmungen in den 70er Jahren wie in Und Jimmy ging zum Regenbogen, Der Stoff, aus dem die Träume sind und Alle Menschen werden Brüder. Für seine Rolle im letztgenannten Film bekam er ein Filmband in Gold. Mir gefiel Klaus Schwarzkopf ausgesprochen gut in der Rolle des Professors Kolczik zusammen mit Jürgen Prochnow in Wolfgang Petersens Thriller Einer von uns beiden.
1991 besetzt in Dieter Wedel in seinem Vierteiler Der große Bellheim. Während der Dreharbeiten bekam Klaus Schwarzkopf eine Infektion, wollte den Dreh nicht gefährden, arbeitete weiter. Leider wurde er aber so krank, dass er noch während der Dreharbeiten in einem Bochumer Krankenhaus starb. Sein Part wurde kurzfristig von Heinz Schubert übernommen.
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Eine Filmauswahl von Filmen mit Klaus Schwarzkopf
Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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Titel |
Jahr | Regie |
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In der Serie Der Kommissar Klaus Schwarzkopf 4 mal mit |
1969-74 | diverse |
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Becket oder Die Ehre Gottes ... R, TV, SDR, 1962 Die Freundschaft zwischen dem normannischen König Heinrich II und dem Sachsen Thomas Becket, den er zum Erzbischof von Canterbury macht. Er schuf sich damit in ihm den ärgsten Feind im Lande – die Freundschaft endet tragisch, weil die entgegengesetzten Interessen zweier hoher Ämter es verlangen ... Darsteller: Heinrich Schweiger (Der König), Heinz Baumann (Thomas Becket), Robert Bürkner (Der Erzbischof), Heinrich Cornway (Gilbert Folliot, Bischof von London), Hans Epskamp (Der Bischof von Oxford), Max Wittmann (Der Bischof von York), Volker Lechtenbrink (Der kleine Mönch), Hanns Otto Ball (Erster Englischer Baron), Wolfried Lier (Zweiter Englischer Baron), Robert Rathke (Dritter Englischer Baron), Heinz Ulrich (Vierter Englischer Baron), Klaus Schwarzkopf (König Ludwig von Frankreich), Kurt Ehrhardt (Der Papst), Paul Hoffmann (Der Kardinal), Rosemarie Fendel (Die junge Königin), Olga von Togni (Die Königin-Mutter), Margit Saad (Gwendoline), Jörg Pleva u.v.a. |
1962 | Rainer Wolffhardt |
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Sie werden sterben, Sire!
Das Schicksal des vom Tode gezeichneten, lebenshungrigen Königs Ludwig XI. von Frankreich nimmt Leopold Ahlsen zum Anlass, über das Sterben an sich nachzudenken. Vergebens sucht der König in seiner Todesnot Beistand bei seiner Umwelt. Seine letzten Gespräche sind überschattet von der bohrenden Frage nach dem unbekannten Jenseits ... Darsteller: Paul Dahlke (Ludwig XI., König von Frankreich), Klaus Schwarzkopf (Charles Dauphin), Herbert Fleischmann (Cottier), Alexander Kerst (Olivier Necker), Berta Drews (Perette), Robert Meyn (Franz von Paula), Sigfrit Steiner (Balue), Horst Niendorf (Baron), Werner Hessenland (Vicomte), Alexander May (Bischof), Dietrich Thoms (Connetable) u.a. |
1964 | Imo Moszkowicz |
| Flug in Gefahr mit Hanns Lothar in der Hauptrolle | 1964 | Theo Mezger |
| Kriminalmuseum - Das Feuerzeug | 1965 | Joachim Hess |
| Die Artisten in der Zirkuskuppel - ratlos | 1968 | Alexander Kluge |
| Die Dämonen (4teil. TV-Serie nach dem Roman von Dostojewski) | 1977 | Claus Peter Witt |
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8maliger Einsatz als Kommissar Finke in der TV-Serie Tatort 1. Blechschaden (im Deutschen Filmhaus) 2. Strandgut (im Deutschen Filmhaus) 3. Jagdrevier 4. Nachtfrost (im Deutschen Filmhaus) 5. Kurzschluss 6. Reifezeugnis (im Deutschen Filmhaus) 7. Himmelfahrt |
1971-78
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Meinungsverschiedenheiten Ein Baumanager gerät in den Verdacht, Geheiminformationen an die Konkurrenz zu geben; konventioneller Wirtschaftskrimi, der seine Spannung aus präzisen Psychogrammen bezieht. |
1968 | Rolf von Sydow |
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Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas Fernsehspiel nach dem Theaterstück "Columbus" von Kurt Tucholsky und Walter Hasenclever. Eine Satire auf die Vorgänge um die Entdeckung der Neuen Welt und den Beginn des Kolonialzeitalters. |
1969 | Helmut Käutner |
| Mord nach der Oper | 1969 | Michael Braun |
| Bitte recht freundlich, es wird geschossen | 1969 | Rolf von Sydow |
| Und Jimmy ging zum Regenbogen | 1970 | Alfred Vohrer |
| Alle Menschen werden Brüder | 1973 | Alfred Vohrer |
| Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache | 1971 | Wolfgang Staudte |
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Tatort - Cherchez la femme oder Die Geister vom Mümmelsee Zwei Freundinnen aus Kiel unternehmen mit einer Reisegesellschaft eine Drei-Länder-Tour. Obwohl sie sich sonst bestens verstehen, kommt es vor den Mitreisenden zu unschönen Streitigkeiten, weil sie eifersüchtig sind. Als eine von ihnen ermordet wird, muss Kommissar Gerber ermitteln. Hauptverdächtige ist zwar die Freundin, aber auch einer der anderen Mitreisenden könnte der Täter sein. Um die Zahl der Verdächtigen einzugrenzen, besorgt sich Gerber Informationen von seinem Kieler Kollegen Finke. |
1973 | Wilm ten Haaf |
| Der Stoff, aus dem die Träume sind | 1972 | Alfred Vohrer |
| Tatort - Acht Jahre später | 1974 | Wolfgang Becker |
| Stellenweise Glatteis | 1974 | Wolfgang Petersen |
| Einer von uns beiden | 1973 | Wolfgang Petersen |
| Die Grünstein-Variante | 1984 | Bernhard Wicki |
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Das Rentenspiel
Ambitioniertes Fernsehspiel, das am Beispiel des "Rentenskandals" von 1976 - die wiedergewählte Bundesregierung hatte seinerzeit erst nach den Wahlen notwendige Einschnitte bei der Rentenversicherung publik gemacht - Einblicke in die Komplexität politischer Entscheidungsprozesse gewährt. Der Film schildert Motive für Handeln oder Nichthandeln beteiligter Politiker, Beamter und Sachverständiger und setzt sie in Kontrast zur Position betroffener Bürger und Wähler. Darsteller: Klaus Schwarzkopf, Klaus Löwitsch, Karl Heinz Martell, Karl Walter Diess, Günter Strack, Fritz Lichtenhahn, Peter Eschberg |
1977 | Dieter Wedel |
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Reiseabrechnung Die Kontrolle der Verwendung einer Spende für Afrika gerät zur Realsatire über Beamtenmentalität; entlarvend, aber ohne den letzten Biss. |
1980 | Joachim Roering |
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Wer den Schaden hat Turbulente Geschichte eines alltäglichen kleinen Versicherungsschummels. |
1981 | Dieter Wedel |
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Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull |
1981 | Bernhard Sinkel |
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Das blaue Bidet Satirischer Film um einen Industriellen-Spießer, der seine Fabrik verkauf und die Freuden des Lebens nachholen will. Witziges Psychogramm einer Kapitalistenseele. Darsteller: Klaus Schwarzkopf, Evelyn Hamann, Barbara Valentin |
19082 | Claus Peter Witt |
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Die Geschichte vom guten alten Herrn und dem schönen Mädchen Der alternde Mann versucht sich durch die Liebe zu einem Mädchen zu verjüngen. In dieser feinsinnigen Geschichte nach einer Novelle von Italo Svevo scheitert der Herr an dem Zwiespalt zwischen seiner Begierde und dem Gewissen. Darsteller: Peter Pasetti, Leslie Malton, Dunja Lock, Klaus Schwarzkopf |
1985 | Margit Saad |
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La Paloma fliegt nicht mehr Schildert
nach der Erzählung
von Siegfried Lenz den Zweikampfs zweier alter Männer um die
Vorherrschaft in einem Hamburger Altersheim. |
1992 | Tom Toelle |
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www.steffi-line.de (über Klaus Schwarzkopf)
www.steffi-line.de (über Karl Walter Diess)
www.http://krimiserien.heim.at (Kriminalmuseum - Das Feuerzeug)
www.filmportal.de (Film Und Jimmy ging zum Regenbogen)
www.filmportal.de (Film Der Stoff, aus dem die Träume sind)
www.tatort-fundus.de (Ein Kieler Kommissar namens Finke...)
www.tatort-fundus.de (7x Einsatz als Kommissar Finke)
www.tatort-fundus.de (Episode Acht Jahre später)
http://tvlizenz.swr-media.de (Film Becket oder die Ehre Gottes)
http://tvlizenz.swr-media.de (Film Flug in Gefahr)
Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 06.02.2010