Edgar Selge

    

    

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Sendungen mit diesem Künstler in den nächsten 4 Wochen

   

Edgar Selge beim letzten Polizeiruf

  

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Vielseitig: Edgar Selge
Foto: Udo Grimberg / Wikipedia / Creative Commons

Edgar Selge, 1949 in Brilon geboren, wuchs im ostwestfälischen Herford als Sohn eines Gefängnisdirektors auf.

    

Er absolvierte die renommierte Otto Falckenberg-Schule in München, die er 1975 mit Prüfung abschloss. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien.

1974 debütierte er als Ariel in Shakespeares "Der Sturm" mit Bernhard Minetti am Deutschen Theater in Göttingen. Von 1975 bis 1979 gehörte Selge zum Ensemble des Schillertheaters Berlin, von 1979 bis 1996 war er bei den Kammerspielen München. Regisseure wie Dieter Dorn, Thomas Langhoff, Bob Wilson, Hans Lietzau, Franz Xaver Kroetz, George Tabori, Jens-Daniel Herzog und Jan Bosse spielten sehr gerne mit ihm. Edgar Selge gastierte u.a. am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Theater Berlin. Er spielte den Edmund in O'Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht" mit Marianne Hoppe (Regie: Willi Schmitt), den Roten Reiter in der Uraufführung von Medoffs "Wann kommst du wieder, roter Reiter?", den Allen in Strindbergs "Totentanz", in Botho Strauß' "Groß und klein", Regie: Dieter Dorn, den Andreas Kragler in Brechts "Trommeln in der Nacht", den Arkas in Goethes "Iphigenie auf Tauris", Regie: Dieter Dorn, den Sekretär in Hebbels "Maria Magdalena", Regie: Hans Lietzau. 1999 spielte er am Residenztheater München in "Don Juan und Faust" und an den Münchner Kammerspielen in Goethes "Torquato Tasso". 2001 war er am Residenztheather in Schillers "Wallenstein" zu sehen. Am Deutschen Schauspielhaus Hamburg feierte Edgar Selge 2002 mit Molières "Der Menschenfeind" und 2004 in der Rolle als Faust große Erfolge. Seit 2007 ist er am Zürcher Schauspielhaus als König Claudius in Shakespeares "Hamlet" zu sehen. Der "Focus" schreibt, dass zu seinem größten Theatererfolgen seine Rollen in "Die Nacht kurz vor den Wäldern" von Bernard-Marie Koltès (1994)  an den Kammerspielen in München und in Goethes "Faust" (2004) am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg zählen.

  

Als Film- und Fernsehschauspieler ist Edgar Selge überaus beschäftigt und glänzte u.a. in den Kinofilmen Hamsun (Regie: Dan Troelle) und Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief (Regie: Helmut Dietl) und in Herschel und die Musik der Sterne (Regie: Percy Adlon). Für seine Rolle des neugierigen Nachbarn Rüdiger in der Kinokomödie Drei Chinesen mit dem Kontrabass erhielt Edgar Selge den Deutschen Filmpreis 2000. Im gleichen Jahr stand er unter der Regie von Oliver Hirschbiegel für den Kinofilm Das Experiment vor der Kamera und spielte in Oskar Roehlers Film Suck My Dick die Hauptrolle. Zu seinen großen Fernsehauftritten gehören Kir Royal (Regie: Helmut Dietl), Der König von St. Pauli (Regie: Dieter Wedel) und der für den Adolf Grimme Preis nominierte Vierteiler Jahrestage (Regie: Margarethe von Trotta).
  

Seit 1985 ist Edgar Selge mit der Schauspielerin Franziska Walser verheiratet. 2001 spielten beide die Hauptrollen in Diethard Klantes beeindruckendem Ehedrama Im Chaos der Gefühle
Zu den letzten Dreharbeiten zählen unter anderem die internationale Kinoproduktion The Dept (Regie: Assaf Berenstein) sowie die Titelrolle in der Kinokomödie Angsthasen mit Nina Kunzendorf und Claudia Messner als Partnerinnen, Regie führt hier Franziska Buch.
  

Seit 1998 ist Edgar Selge als einarmiger Ermittler Jürgen Tauber zusammen mit seiner Kollegin Michaela May als Jo Obermaier in der TV-Serie Polizeiruf 110 zu sehen. Für diese Rolle wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Goldene Kamera 2007 für den besten deutschen Schauspieler. Meine Polizeiruf-Favoriten mit Tauber/Obermaier sind Der scharlachrote Engel (2005, Regie: Dominik Graf) und Taubers Angst (2007, Buch und Regie: Klaus Krämer).

      

  

Auszeichnungen für Edgar Selge:

  

1977 - Berliner Kunstpreis 

3 x Schauspieler des Jahres der Zeitschrift "Theater Heute"

1984 - Schauspieler des Jahres der "Münchner Theaterzeitung"

2000 - Deutscher Filmpreis als Bester Nebendarsteller in Drei Chinesen mit dem Kontrabass

2003 - Deutscher Fernsehpreis als Bester Schauspieler für die Polizeirufe 110-Folgen Tiefe Wunden und Pech und Schwefel

2004 - Ernennung zusammen mit seiner Schauspielkollegin Michaela May zu Ehrenkommissaren der bayerischen Polizei

2006 - Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel

2007 - Adolf-Grimme-Preis für Polizeiruf 110 - Er sollte tot...

2007 - Goldene Kamera als Bester deutscher Schauspieler

2008 - Bayerischer Fernsehpreis in der Kategorie Bester Schauspieler Fernsehfilm für Angsthasen

2009 - Bambi in der Kategorie Schauspieler National für Jenseits der Mauer

2016 - Deutscher Theaterpreis für seine Darstellung als François in "Unterwerfung"

 

       

Weitere Filme mit Edgar Selge

   

Titel

Jahr

Regie

Krieg und Frieden (Rolle: Oskar)

Nach Deutschland im Herbst und Der Kandidat der dritte Gemeinschaftsfilm deutscher Regisseure über politische Ereignisse in der Bundesrepublik. Ost und West bedrohen sich mit ständig wachsender Atomrüstung. Gehorsame Militärs, machtgierige Technokraten und unfähige Politiker ziehen an den Fäden. Der aus einer Mischung von Fiktion und Nichtfiktion bestehende, bestürzend realistische und witzig fantasievolle Kollektivfilm renommierter deutscher Filmemacher zeigt einen gruseligen Blick hinter die Kulissen des Weltunterganggeschäftes.

Darsteller: Heinz Bennent, Angela Winkler, Jürgen Prochnow, Hans-Michael Rehberg, Edgar Selge

1981-83

Volker Schlöndorff, Stefan Aust, Axel Engstfeld

Kir Royal (Folge 1 - Wer reinkommt, ist drin) (Rolle: Oberkellner in der Villa Medici)

1984-86

Helmut Dietl

Der Havarist (Rolle: ?)

1983

Wolf Eckart Bühler

Emilia Galotti (Rolle: ?)

1984

Thomas Langhoff

Im Kreise der Lieben (Rolle: Werner Hennes)

1991

Hermine Huntgeburth

Abgetrieben (Rolle: Rechtsanwalt Block)

Spieldokumentation nach dem Prozess gegen den Memminger Frauenarzt Dr. Theissen (1988/89), der engagiert Partei ergreift für Frauen, die vor einem Männergericht gedemütigt werden.

Am Abtreibungsprozess von Memmingen kann sich der deutsche Film nicht vorbeidrücken. Norbert Kückelmann hat diesen exemplarischen Fall von provinzieller Gesinnungsjustiz in der seriösen Tradition des Juristenfilms aufgerollt. Mit veränderten Namen, doch bekannten Fakten - kühl, korrekt und nüchtern. Keine Überzeichnung, glänzende Besetzung. Aus Amts-Umgangston und Horrorsprache entsteht eine bayerische Klimabeschreibung. (schreibt Ponkie in der AZ, 2.7.1992)

Darsteller: Hanns Zischler, Jörg Hube, Edgar Selge, Dominik Raacke, Christine Neubauer, Doris Schade, Günter Gräwert, Axel Milberg, Franziska Walser

1992

Norbert Kückelmann

Rennschwein Rudi Rüssel (Rolle: Walter)

1995

Peter Timm

Requiem für eine romantische Frau (Rolle: Friedrich Karl von Savigny)

Eine Liebe, wie sie die deutschen Romantiker forderten: die 16jährige Auguste und der 30jährige Clemens, eine radikale Romantikerin und ein halbherziger Dichter: die heiße Liebe ist ein skandalöses Abenteuer mit allen Zutaten: Flucht vor den Verwandten und dem Skandal, rasche Heirat, heftige und intensive Eheszenen zwischen Kampf und Konfrontation, Faszination und Frust, Willfährigkeit und Widerstand. Für Auguste sollen Liebe und Leben zur reinen Poesie werden. Mit diesem Anspruch ist sie den Arnims und Savignys, den Grimms und Brentanos weit voraus - in diesen Kreisen die einzig radikale Romantikerin ...

1998

Dagmar Knöpfel

Mit fünfzig küssen Männer anders (Rolle: Chef von Dietrich [Ulrich Pleitgen])

Nachdem die erwachsenen Kinder aus dem Haus sind und der Mann sich ganz seiner Unternehmensberatungsfirma widmet, greift eine ehemalige Kunststudentin wieder zur Staffelei. Doch der rechte Schwung fehlt. Daran ändert auch ein Seitensprung mit einem Arzt nichts. Erst ein Kunstkritiker und ein guter Freund zeigen der Frau den rechten Weg. Mit Elan macht sie sich an die Arbeit und kann bald ihre erste Ausstellung eröffnen. Hintersinnige Komödie über Alltagstrott, Eheroutine und kleine und große Fluchten. 

Darsteller: Senta Berger, Konstantin Wecker und Ulrich Pleitgen

1999

Margarethe von Trotta

Jahrestage - Aus dem Leben der Gesine Cresspahl (Rolle: Rohlfs)

2000

Margarethe von Trotta

Das Experiment (Rolle: Prof. Dr. Klaus Thon)

2000

Oliver Hirschbiegel

Väter, denn sie wissen nicht, was sich tut (Rolle: eine der Hauptrollen)

2006

Hermine Huntgeburth

Jenseits der Mauer (Rolle: Ulrich Molitor)

Das DDR-Regime weicht, die Mauer fällt und am Berliner Grenzübergang Bösebrückeverweben sich in der Nacht zum 10. November 1989 die Schicksale der Menschen aus Ost und West: Mit dem Ende der DDR kann Familie Molitor in West-Berlin endlich hoffen, die vor 15 Jahren bei einem Fluchtversuch aus der DDR von ihnen getrennte Tochter Miriam wiederzusehen. Doch Miriam, die mittlerweile als Rebecca beim einem Stasi-Offizier und dessen Frau in Leipzig lebt, ahnt nichts von ihrer wahren Herkunft. Nach ihrer gescheiterten Flucht 1974 wird das Ehepaar Ulrich und Heike Molitor (Edgar Selge und Katja Flint) aus der DDR ausgewiesen. (Quelle: Amazon)

2009

Friedemann Fromm

Im nächsten Leben (Rolle: Sportreporter Wolfgang Kerber)

2010

Marco Mittelstaedt

Poll (Rolle: Ebbo von Siering)

2011

Chris Kraus

Weitere Filme mit Edgar Selge sind auf der IMDb-Website gelistet.

   

  

   

 

   

  

   

  

  

  

  

    

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 8. November 2016

 

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