Barbara Rudnik

  

 

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Barbara Rudnik gestorben

  

  

  

  

  

Barbara Rudnik

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

Sie wurde als jüngste von drei Töchtern einer Näherin und eines Drehers am 27. Juli 1958 geboren und wuchs in Kassel auf. Nach Abschluss der Realschule kam sie als Vertreterin eines Buchclubs nach München, wo sie von Studenten der Filmhochschule als Darstellerin entdeckt wurde. 1978 begann sie Schauspielunterricht zu nehmen und wirkte in einigen Kurzfilmen der Filmhochschule München mit; u. a. stand sie für den späteren Hollywood-Regisseur Roland Emmerich vor der Kamera.

  

Ihr Filmdebüt gab Barbara Rudnik 1981 in Beate Klöckners Kopfschuß, der bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt wurde. Im selben Jahr war sie zudem in Am Ufer der Dämmerung zu sehen. Neben der Filmarbeit spielte Rudnik auch in einigen Stücken der Münchner Off-Theaterszene (z. B. als Marie in Büchners Woyzeck). In den folgenden Jahren agierte sie in mehreren Filmen junger Regisseure: u. a. in Dominik Grafs Treffer (1983), Hans Christoph Blumenbergs Tausend Augen (1984) und in Niki Lists Müllers Büro (1985).

Barbara Rudnik: Szenenfoto aus Der fremde Gast
Foto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com

Mitte der achtziger Jahre wurden ihr auch Rollen in französischen Produktionen angeboten; beispielsweise spielte sie in dem Spielfilm Douce France (1986) und in dem TV-Film Chute libre (1992). In den letzten Jahren war sie in einer ganzen Reihe von Fernsehfilmen zu sehen, u. a. neben Götz George in Der Sandmann (1995) und in der TV-Neuverfilmung von Es geschah am hellichten Tag (1997).

 

Barbara Rudnik ist am 23. Mai 2009 an ihrer Krebserkrankung gestorben. Sie hatte 2005 die Diagnose erfahren und seitdem kämpfte sie unermüdlich, versteckte sich auch nicht vor der Öffentlichkeit, was - wie ich finde - sehr zu bewundern ist. Wie ich gelesen habe, gab sie ihr letztes längeres Interview vor laufender Kamera vor Beginn ihrer Lesereise zu "Die Schmetterlingsjägerin" in der Talkshow von Johannes B. Kerner am 16. Oktober 2008. Auf die Frage Kerners "Wie geht es Ihnen?" antwortete Rudnik, von der Krankheit und der Chemotherapie gezeichnet: "Danke, gut".

  

Auszeichnungen:

Goldene Kamera

Adolf Grimme-Preis

  

     

Eine Filmauswahl von Filmen mit Barbara Rudnik

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

   

   

Titel

Jahr Regie

Am Ufer der Dämmerung

1981

Jochen Richter

Treffer 1983 Dominik Graf
Kerbels Flucht 1983 Erwin Keusch
Tausend Augen 1984 Hans-C. Blumenberg

Kein Alibi für eine Leiche

Larry Cambell (Peter Fricke) ist ein Frauenheld und rücksichtsloser Geschäftsmann. Jetzt will der Sonnyboy in den Vereinigten Staaten die neue Erfindung seines Bruders Roy (Manfred Seipold) verkaufen. Unter dem Vorwand, das Amerika-Geschäft perfekt zu machen, bittet Larry Roy zur Unterschrift eines Vertrages. In Wahrheit will er die Einnahmen allein einstecken. Kurze Zeit später ist Larry tot...

1986 Wolf Dietrich
Der Unsichtbare 1986 Ulf Miehe
Es geschah am hellichten Tag 1996 Nico Hofmann
Rotwang muss weg! 1994 Hans-C. Blumenberg
Tatort - Eine todsichere Falle 1995 Hans-C. Blumenberg
Solo für Klarinette

Berlin: In einer trostlosen Mietskaserne wird die Leiche eines Mannes mit verstümmelten Genitialien gefunden. Seine Ermittlungen führen Kriminalhauptkommissar Bernie Kominka zu einer jungen Frau im roten Ledermantel und mitten hinein ins Labyrinth seiner eigenen Psyche. Während er die Kontrolle über sein Leben verliert, fühlt sich Kominka zur Hauptverdächtigen Anna hingezogen. Doch da bricht durch eine unerwartete Entdeckung auch der letzte Rest seiner Welt zusammen. (Quelle: Amazon)

Verstörender Erotik-Psycho-Thriller von Grimme-Preisträger und HFF-Absolvent Nico Hofmann (Der Sandmann), in dem Tim Bergmann als junger Polizist an der Seite von Hauptkommissar Kominka einen perfiden Mörder sucht. 

DarstellerGötz George, Corinna Harfouch, Barbara Rudnik

1998 Nico Hofmann
Der Campus

Auf dem Höhepunkt seiner akademischen Karriere beschließt der verheiratete Soziologie-Professor Hanno Hackmann, die brisante Affäre mit seiner Studentin Babsi zu beenden. Nachdem er ein letztes Mal mit ihr geschlafen hat, sieht Hackmann sich plötzlich mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung konfrontiert. Dieses Gerücht ruft seinen Konkurrenten Bernie Weskamp auf den Plan, der zusammen mit der verbiesterten Frauenbeauftragten Dr. Ursula Wagner alles daran setzt, um Hackmann öffentlich bloßzustellen... (Quelle: Amazon)

Darsteller: Heiner Lauterbach, Axel Milberg, Barbara Rudnik, Sandra Speichert

1997 Sönke Wortmann

Im Schatten der Macht ... R, DA, 2003

Der Film erzählt "in beeindruckender Weise ein Stück politische Geschichte" lobte das Premierenpublikum. Der Film von Regisseur und Autor Oliver Storz erzählt die Spionage-Affäre um den Kanzler-Referenten Günter Guillaume und deren Konsequenzen bis zum Rücktritt des Kanzlers am 6. Mai 1974. In zwei Folgen von je 90 Minuten zeigt der Film die Enttarnung Guillaumes als Agent der DDR und die letzten zwölf Tage Willy Brandts im Kanzleramt nach der Verhaftung Guillaumes. Die Affäre gilt als einer der größten politischen Skandale der Bundesrepublik. (Quelle: Hamburger Morgenpost, 21.06.2003)

Mai 1974: Einer der größten politischen Skandale in Nachkriegsdeutschland: Willy Brandt, dem für seine "Neue Ostpolitik" der Friedensnobelpreis verliehen wurde, stürzt 3 Jahre später über einen Stasi-Spion. Wie konnte der Spion Günter Guillaume zum persönlichen Berater des Bundeskanzlers werden? Wie reagierte Brandts Familie, aber auch sein politisches Umfeld auf den Skandal? Was passierte hinter den Kulissen der SPD und der sozialliberalen Koalition im Mai 1974? Welche Rolle spielten der damalige Innenminister Hans-Dietrich Genscher und Walter Scheel in der Rücktrittsentscheidung des Kanzlers? In dem zweitteiligen Fernsehfilm "Im Schatten der macht" entwirft der Regisseur Oliver Storz ein spannendes Szenario der letzten Regierungstage Willy Brandts. Storz gelingt es, die politischen Hintergründe zu beleuchten und gleichzeitig ein sensibles Portrait Brandts zu zeichnen. (Quelle: Amazon)

Darsteller: Michael Mendl (Willy Brandt), Matthias Brandt, Sohn von Willy Brandt (Guillaume), Barbara Rudnik (Ruth Brandt), Jürgen Hentsch (Herbert Wehner).

2003 Oliver Storz

Drei Schwestern - Made in Germany

2005 Oliver Storz

KeinOhrHasen

Ludo ist ein Klatschreporter wie er im Buche steht: arrogant, verantwortungslos und einfurchtbarer Schürzenjäger. Gemeinsam mit seinem Freund und Fotografen Moritz hat er es auf die Stars und Sternchen abgesehen, die ihm eine heiße Story und seiner Zeitung die auflagenstarken Schlagzeilen bringen sollen. Doch es kann nicht immer nur bergauf gehen, der Absturz ist – im wahrsten Sinne des Wortes – vorprogrammiert: Als er bei der Verlobungsfeier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld durchs Hoteldach einbricht, wird er zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Um nicht ins Gefängnis zu wandern, muss Ludo 300 Stunden Sozialarbeit ableisten. Und das ausgerechnet im Kinderhort von Anna, der er während der gemeinsamen Schulzeit ganz übel mitgespielt hat. Natürlich nimmt Anna genüsslich Rache an Ludo und lässt ihn seine Taten schwer büßen. Ein verbissenes Kräftemessen nimmt seinen Lauf, das – in allerbester Screwball-Manier - in einen regelrechten Geschlechterkrieg ausartet. Es kommt wie es kommen muss: Nach einem fehlgeschlagenen Date und etwas zuviel Alkohol landen Anna und Ludo zusammen im Bett. (Quelle: Amazon)

2007 Til Schweiger

Mörder auf Amrum (Arbeitstitel: Die Insel) - Bilderserie der ZDF-Mediathek -

Der junge Polizeimeister Helge Vogt (Hinnerk Schönemann) war auf Urlaub in Berlin und kommt zurück auf seine Heimatinsel Amrum. Alles ist wie immer, die Zeit scheint stillzustehen: Ruhiges Polizeirevier, Dorfkneipe, kleine Liebelei mit der Wirtstochter Lona (Pheline Roggan), nix los, beschauliche Provinz eben.

Da öffnet sich die Reviertür und vor Helge und seinem Vorgesetzten Heinz (Thomas Thieme) steht eine blutüberströmte BKA-Beamtin. Agnes Sonntag (Stephanie Eidt) ist aus der Abteilung Personenschutz und hat im Schlepptau ihren Schützling, die junge Russin Mathilda (Irina Potapenko). Frau Sonntag bittet die Polizisten, sie zu einem Arzt zu bringen, aber keine Meldung davon zu machen, schon gar nicht ans BKA. Mathilda steht unter Personenschutz, denn sie soll in wenigen Tagen als Zeugin in einem Mordprozess aussagen. Sonntag vermutet in ihrer eigenen Dienststelle einen "Maulwurf", der jenen Leuten aus Kreisen der russischen organisierten Kriminalität zuarbeitet, gegen die Mathilda aussagen soll. Sie sind in ihrem Versteck überfallen worden, schließlich gelang die Flucht, aber der zweite BKA-Beamte wurde erschossen. Helge und Heinz fühlen sich von der Situation überfordert, dies umso mehr, als Frau Sonntag in der Arztpraxis an ihrer Verletzung stirbt. Mathilda rastet aus, fühlt sich ohne die BKA-Beamten jetzt schutzlos. Helge bringt die junge Frau sicherheitshalber erstmal bei sich zu Hause unter. Heinz erhält einen Anruf eines BKA-Beamten; Simon Rost sucht Agnes Sonntag und will am nächsten Morgen nach Amrum kommen.

Auf der Fähre taucht der russische Kriminelle Vitja Kerensky (Roeland Wiesnekker) auf. Kerensky ermordet Rost, wirft die Leiche über Bord und gibt sich gegenüber Heinz als BKA-Beamter aus. Der alt gediente Polizeibeamte spürt, dass da etwas nicht stimmt: Rost sollte gehbehindert sein, aber dieser Mann hier läuft ohne Behinderung neben ihm her! Helge beobachtet die beiden Männer in Zivil und muss zu seinem Entsetzen mit ansehen, wie der angebliche BKA-Beamte Heinz am Leuchtturm erschießt und die Leiche im Kofferraum des Polizeifahrzeugs verstaut. Helge kriegt es mit der Angst zu tun: Wie soll er allein mit dieser Situation fertig werden? Panisch stürmt er aufs Revier und bittet die Kollegen auf dem Festland um Verstärkung. Er will mit Mathilda mit der nächsten Fähre auf das Festland nach Dagebüll. Doch zu seinem Entsetzen geht wegen einer Unwetterwarnung keine Fähre mehr raus – Helge und sein Schützling Mathilda sind auf der schönen Nordseeinsel mit gefährlichen Mördern eingesperrt! (Quelle: Presse ZDF)

Grimme-Preis für Autor Holger Carsten Schmidt und Regisseur Imboden.

 

2009 Markus Imboden
Der fremde Gast 2006 Marcus O. Rosenmüller

     

   

 

  

Fremde Links:

www.dieterwunderlich.de (Film Drei Schwestern - Made in Germany)

www.dieterwunderlich.de (Film Gegen Ende der Nacht)

www.zdf.de 

www.ziegler-film.com (Film Der fremde Gast)

 

 

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 01.04.2010

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit