Rainer Werner Fassbinder

Regie   Regie-Assistenz   Darsteller   Drehbuchautor   Drehbuch-Mitarbeit   Mitwirkung

Sprecher   Kamera   Ausstattung   Kostüme   Schnitt   Musik

Liedtexte   Produzent   Co-Produzent   Herstellungsleitung   Produktionsleitung

  

 

Seine Biografie

 

 

Infokasten

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei Peer Raben bedanken, der mir mit vielen Informationen für diese Seite geholfen hat. Mein Dank gilt auch Suzanne Doucet und Ulli Lommel, die mir ebenfalls geholfen haben, diese Seite weiter auszubauen.

 

  

Ausführliches Porträt über R. W. Fassbinder bei br-online.de

  

   

  

 

 

1 BERLIN HARLEM

REGIE: Lothar Lambert

DARSTELLER: RWF spielt sich selbst

KINOFILM: 1974, 97 Minuten

  

 

ACHT STUNDEN SIND KEIN TAG

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

INHALT: Es ist die erste Zusammenarbeit zwischen Rainer Werner Fassbinder und dem WDR. In Acht Stunden sind kein Tag geht Fassbinder zunächst von den Klischees einer Familienserie aus, stellt aber zugleich seine Figuren in eine Reihe von Dramen und Entscheidungssituationen, die sich direkt auf erkennbare alltägliche Familien- und Arbeitssituationen beziehen. Ohne auf unmittelbare Unterhaltung zu verzichten, gelingt es Fassbinder, Vorurteile und Denkgewohnheiten auf den Kopf zu stellen und einfache, überraschende, leicht verständliche Lösungen für politische Probleme anzubieten, die im Kielwasser der Studentenbewegung seinerzeit eher von Schlagworten und theoretisierender Phrasendrescherei behandelt werden. Fassbinder macht sich nicht klüger oder besser als sein Publikum. Er zeigt, dass man mit Hilfe kleinbürgerlicher Lebensklugheit und einfachem Nachdenken revolutionärer handeln kann als diejenigen, die all die revolutionären Phrasen gelernt haben, sie aber eher zur Selbstbestätigung als in Handlung umsetzen. Und er zeigt, dass es trotz allem möglich ist, sinnvolle Unterhaltung zu machen und auf unterhaltsame Weise Sinnvolles zu sagen. (Quelle: WDR)

TV-SERIE: 1972, 5 Teile

  

 

ADOLF UND MARLENE

REGIE: Ulli Lommel

DARSTELLER: RWF (Hermann)

KINOFILM: 1976/77

  

 

AHNFRAU, DIE (nach Franz Grillparzer)

REGIE, BEARBEITUNG und MUSIK: Peer Raben

DARSTELLER: RWF (Jaromir), Rudolf Lenz, Margit Carstensen

INFO: Fernsehinszenierung, Wiederholung auf 1Plus am 4.8.1987, 85 Minuten

INHALT: Der Räuber Jaromir rettet und liebt unerkannt seine gräfliche Schwester Bertha. Mit demselben Dolch, mit dem der Ahnherr einst die (Bertha zum Verwechseln ähnliche) Ahnfrau erstach, deren gespenstische Erscheinung durch das Schloss geistert, ersticht er seinen Vater. Erst wenn ihr Geschlecht durch Verbrechen ausstirbt, ist die Ahnfrau von dem Fluch erlöst, der auf dem Haus lastet. - Mit diesem Schicksalsdrama hatte Grillparzer seinerzeit großen Publikumserfolg.

THEATER: 1971, produziert für den WDR

  

  

AJAX (nach Sophokles)

REGIE und DREHBUCH: RWF zusammen mit Peer Raben

DARSTELLER: Rita Buser, Dagmar Kreiner, Charly Brocksieper, Reinhold Gruber, Kurt Raab, Rudolf Waldemar Brem, Günther Krää, Hartmut Solinger

URAUFFÜHRUNG: 9.12.1968 antiteater, München

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: Süddeutsche Zeitung, 11.12.1968 (Joachim von Mengershausen); Abendzeitung München; 11.12.1968 (Verena Reichel); Frankfurter Rundschau, 13.12.1968 (Annemarie Czaschke).

INFO: Typoscript im Nachlass. Erstdruck in: R. W. Fassbinder "Antiteater. Fünf Stücke nach Stücken." Frankfurt/M. 1986. 

INHALT: Während des Trojanischen Krieges. Ajax, in seinem Ehrgefühl gekränkt und eifersüchtig auf Odysseus und Menelaos, will diese ermorden. Doch die Göttin Athene versetzt ihn in einen Wahn, und statt der beiden Fürsten erschlägt er Beutevieh, das auf einer Weide grast. Aus Scham darüber nimmt er sich das Leben. In Fassbinders Ajax-Version, in der er den alten Text mit Sprichworten, Liedern und Zitaten versetzt, ist der Held keine lächerliche, sondern eine tragische Figur. Wie der Untertitel »Eine archaische Operette« nahelegt, gibt es Arien und Lieder in diesem Ajax, die man nach Belieben vertonen kann.

THEATER: 1968

  

  

AL CAPONE IM DEUTSCHEN WALD

REGIE: Franz Peter Wirth

DARSTELLER: RWF (Heini)

TV FILM: 1969

  

  

ALARM

REGIE: Dieter Lemmel

DARSTELLER: RWF (Mann in Uniform)

KINOFILM: 1969

  

  

AMERIKANISCHE SOLDAT, DER

KINOFILM, REGIE, DREHBUCH, SZENENBILD, DARSTELLER: RWF (Franz Walsch)

THEATER REGIE: Peer Raben mit RWF

DARSTELLER IM THEATER: Peer Raben (Rollo), RWF, Hanna Schygulla (Myrva) und Kurt Raab

THEATER: 1968

KINOFILM: 1970

  

  

ANARCHIE IN BAYERN

REGIE, DREHBUCH: RWF zusammen mit Peer Raben

DARSTELLER: Monika Klein, Kurt Raab, Doris Mattes, Hans Hirschmüller, Irm Hermann, Peer Raben, Carla Aulaulu, Ursula Strätz, Reinhold Gruber, RWF, Ingrid Caven, Rita Buser, Jochen Pinkert

URAUFFÜHRUNG: 14.6.1969 als Produktion des antiteaters im Münchner Werkraum-Theater der Kammerspiele.

INFO: Typoskript im Nachlass, unvollständig. Es fehlt der Schluss: die von Fassbinder gehaltene "Okkupationsrede" und die Szene "Ankunft der Amerikaner in München". Das Stück endete damit, dass amerikanische Truppen einmarschieren, die Sozialistische Anarchie in Bayern wird im Sturm genommen und die Ordnung wieder hergestellt. Die Musik zitiert "You can't always get what you want" von den Rolling Stones.

INHALT: Das Stück ist von der Story her ein naives Science fiction. Junge Leute machen in Bayern Revolution und erklären Bayern zur SAB, zur Sozialistischen Anarchie Bayern. Nachdem das Land eine Weile Anarchie war, wird das militärische, nicht geschützte Gebiet okkupiert.

Anarchie in Bayern  richtet sich gegen eine Revolution "auf die Schnelle", plädiert für einen "langen Marsch", ein Revolution im Bewusstsein der Revolutionäre zuerst und der Bürger. --- Anhand verschiedener revueartig montierter Szenen soll gezeigt werden, dass äußerliche Veränderungen nicht ausreichen, um im abendländischen, auf Unterdrückung und Autorität fixierten Bewusstsein etwas Wesentliches zu bewirken. (Quelle: Theaterzettel des antiteaters)

THEATER: 1969 (antitheater)

  

  

ANGST VOR DER ANGST

REGIE und DREHBUCH: RWF

URAUFFÜHRUNG: Kinostart München, Lenbach-Kino am 5.3.1974

TV-FILM: 1975

  

  

ANGST ESSEN SEELE AUF

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER: RWF (Eugen)

URAUFFÜHRUNG: ARD am 8.7.1975

KINOFILM: 1974

  

  

ANTIGONE

REGIE: Peer Raben

DARSTELLER: RWF (Bote Theresias)

Leider weiß ich nicht die genaue Rollenverteilung. Mitgespielt haben auf jeden Fall Kurt Raab, Hanna Schygulla (die für die erkrankte Marite Greiselis eingesprungen ist), Ursula Strätz, Heiner Schoof, Lilith Ungerer und Rainer Werner Fassbinder (der für den erkrankten Anatol von Gardner einsprang).

URAUFFÜHRUNG: 20. August 1967 Action Theater, München

INHALT: Antigone und ihre Schwester Ismene entstammen der fluchbeladenen Verbindung von Iokaste und Ödipus. Nach deren tragischem Ende regieren die Söhne Polyneikes und Eteokles Theben zunächst gemeinsam, bis Polyneikes in Folge von Streitigkeiten aus der Stadt vertrieben wird. Nach seiner Heirat zieht dieser mit großer Gefolgschaft gegen Theben und versucht es im Sturme einzunehmen. Im kriegerischen Kampfe um die Stadt töten sich die Brüder gegenseitig.

Hier erst setzt die Handlung des Dramas ein. Polyneikes bleibt unbestattet, den Tieren zum Fraße, am Ort des Zweikampfes liegen. Der neue Herrscher Kreon, Onkel von Antigone, Ismene und den Gefallenen, droht demjenigen mit der Todesstrafe, der den Staatsfeind Polyneikes begräbt. Ohne die zunächst erbetene Hilfe ihrer Schwester schreckt Antigone jedoch nicht vor dieser Tat zurück. Auf Befehl Kreons legt man den Leichnam aber wieder frei, und beim wiederholten Versuch, ihren Bruder zu bestatten, wird die Täterin gestellt. Ihr Todesurteil ist gefällt. König Kreons Sohn Haimon, der Verlobte Antigones, versucht indessen, den Vater zur Zurücknahme seines Richterspruchs zu bewegen. Vergeblich: Man führt Antigone in ihr Felsengrab. Darauf versucht der blinde Seher Teiresias, Kreon zur Einsicht zu bringen. Doch erst die Prophezeiung unausweichlichen Unglücks bringt den König ins Schwanken. Er will Antigone eigenhändig befreien. Seine Entscheidung kommt allerdings zu spät, um die Katastrophe zu verhindern. Die Verurteilte hat sich bereits erhängt, und Haimon ersticht sich neben der Leiche seiner Braut. Auch Eurydike, Kreons Gemahlin, nimmt sich auf die Nachricht vom Tode ihres Sohnes hin das Leben. Gebrochen und einsam bleibt Kreon zurück.

THEATER: Action-Theater, 1967

  

  

AUSWEGLOS - AUSSAGEN ÜBER EINEN LEBENSLAUF

REGIE: Reinhard Hauff

MITWIRKUNG: RWF

DARSTELLER: Weiß ich leider nicht. Für Informationen wäre ich dankbar.

INHALT: Dokumentarfilm über eine Frau, die die Ehefrau ihres Geliebten erschoss. Der vom Schriftsteller Martin Walser recherchierte und von Reinhard Hauff gefilmte Bericht versucht, über Aussagen von Bekannten und Freunden den Lebensweg der 24jährigen nachzuzeichnen und im individuellen Schicksal ein Stück bundesdeutscher Wirklichkeit zu fassen.

INFO / FRAGE: Die Information, dass Rainer Werner Fassbinder hier mitbeteiligt war, ist sehr vage und ich weiß es nicht genau. Für andere Informationen bin ich sehr dankbar. (Auch die u.g. Information vom SWR brachte leider keine anderen Erkenntnisse.)

Information vom SWR vom 30. Mai 2005: 72 Minuten, Autor: Martin Walser, Gottfried Just, Reinhard Hauff. Kamera: Wolfgang Peter Hassenstein, Kurt Brückner, Paul Ellmerer. Inhalt: Statements von ehemaligen Arbeitskollegen, dem ehemaligen Verlobten, Psychiater, Geliebten, Rechtsanwalt der Mörderin Gisela K. - über ihre Persönlichkeit, ihre jeweiligen Jobs (Holzwerkzeugherstellerin, Fließbandarbeit in Zwirnerei sowie Gaststättenwirtin und Barfrau), ihre Selbstmordversuche und die Umstände ihres Mordes an der Ehefrau ihres Geliebten.

DOKUMENTATION: 1970

  

  

AXEL CAESAR HAARMANN

REGIE: Action-Theater, München (Kollektivarbeit der Theatergruppe)

DARSTELLER: RWF, Peer Raben, Irm Hermann, Horst Tießler, Gisela Otto, Gunther Krää, Ursula Strätz, Rudolf Waldemar Brem

URAUFFÜHRUNG: April 1968

INHALT: "Das Stück hieß Axel Caesar Haarmann vom dem Gedanken ausgehend, dass der Springer auf der einen Seite Schuld war daran, dass der Benno Ohnesorg erschossen worden ist, also unserer Ansicht nach Schuld daran war... und dass die jungen Leute halt verprügelt wurde und auch schon klar abzusehen war, dass einige kaputtgehen werden dran, und er halt wieder die Auflage gehoben hat mit diesen Nachrichten, die er an sich selber provoziert hat..." (Auszug aus dem Interview, welches Corinna Brocher 1973 mit Rainer Werner Fassbinder geführt hat; gelesen in "Fassbinder über Fassbinder", Verlag der Autoren, Frankfurt/Main) - (Siehe auch Beschreibung Die Verbrecher)

THEATER: 1968

  

  

BAAL

REGIE: Volker Schlöndorff

DARSTELLER: RWF (Baal)

TV-FILM: 1969

  

  

BAUER VON BABYLON, DER

REGIE: Dieter Schidor

DARSTELLER: RWF (spielt sich selbst)

INFO: Film über die Dreharbeiten zu Querelle

DOKUMENTATION: 1982

   

  

BERLIN ALEXANDERPLATZ

REGIE, DREHBUCH: RWF

INFO: 13teil. TV-Serie + Epilog. Die Serie wurde remastert - weitere Infos bei BAVARIA FILM (PDF-Datei)

TV-FILM: 1979/80

  

  

BERLIN ALEXANDERPLATZ - Beobachtung bei den Dreharbeiten -

REGIE: Hans Dieter Hartl

DARSTELLER: RWF (spielt sich selbst)

TV-DOKUMENTATION: 1980, 44 Minuten

  

  

BETTLEROPER, DIE (Nach John Gays »The Beggar’s Opera«)

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER: RWF (Mecki Messer)

Weitere DARSTELLER: Kurt Raab, Peer Raben (Klau), Hanna Schygulla (Polle) Ingrid Caven (Peachie), Ursula Strätz (Vava), Irm Hermann (Dicki) Rudolf Waldemar Brem

URAUFFÜHRUNG: 1.2.1969, antiteater, München

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: Süddeutsche Zeitung, 3.2.69 (Joachim von Mengershausen), Abendzeitung München, 3.2.69 (Karin Thimm), Münchner Merkur 4.2.69 (Ernst Günther Bleisch), Frankfurter Rundschau, 6.2.69 (Annemarie Czaschke).

INHALT: John Gay (1685-1732) schuf mit seiner "Beggar‘s Opera" eine der berühmtesten Parodien und politischen Satiren der Theatergeschichte. In seinem Sittenbilderbogen drehte er die sonst auf der Bühne dargestellte Welt der High Society um: auch die Armen haben Laster, werden jedoch im Unterschied zu den Reichen dafür bestraft. Das Spiel, das Brecht in seiner "Dreigroschenoper" übernahm, dreht sich um den Bettlerkönig Peachum, den Straßenräuber Macheath und den Gefängnisdirektor Lockit. Die junge Polly Peachum ist ebenso wie Lockit‘s Tochter Lucy hinter Macheath her. Ein Eifersuchtsdrama und das Gerangel um Geld und Macht nehmen ihren Lauf. --- Rainer Werner Fassbinder übertrug die Handlung auf das Ende der 60er Jahre. In seiner "Bettleroper (nach John Gay)" geht es um die Ausbeutbarkeit von Gefühlen und die Liebe als Instrument der Unterdrückung. Interessant ist die Mischung von Fassbinders Anleihen am Artaudschen "Theater der Grausamkeit" mit der völlig entgegengesetzten Brechtschen Idee vom distanzierenden Theater. Musikalisch fließt der Gaysche Spaß an der italienischen Operparodie mit ein. Ein theatralisches Experiment: "Hat alles zwei Seiten: Die Liebe, die Lust und der Kummer sogar."

THEATER: 1969

  

  

BIBI (nach Heinrich Mann)

(Seine Jugend in drei Akten von Heinrich Mann)

REGIE: RWF, unter Mitarbeit von Fritz Müller-Scherz

Regieassistenz: Corinna Brocher, Günter Kopsch

MUSIK: Peer Raben

URAUFFÜHRUNG: Kammerspiele Schauspielhaus Bochum, 21. Jan. 1973

DARSTELLER: Bibi (Ulli Lommel), Dolf/Präsident (Karl-Heinz Vosgerau), Tino/Mädi (Margit Carstensen), Bell/Frau Präsidentin (Hanna Schygulla), Mischa (Peter Kern), Großmutter (Brigitte Mira), Arbeitsloser (Rudolf Waldemar Brem), Prominente (Peter Chatel), Lani (Ingrid Caven).

In weiteren Rollen: Tamara Kafka, Tana Schanzara, El Hedi ben Salem, Renate Jacobsen, Yvonne Marcus, Amanda Napper, Margareta Nilsson, Kerstin Nordberg, Lenette Perra, Annette Vladar, Vera Whistler, Gun Wreden, Hans-Ulrich Schirdewaan, Frank Reno

INHALT / Frage: Leider konnte ich trotz intensiver Suche in den Websites diverser Schauspielhäuser bzw. Buch-Antiquariaten nicht in Erfahrung bringen, worum es in dieser Novelle von Heinrich Mann geht.  Ich weiß nur, dass der jüngste Sohn von Thomas Mann, Michael, liebevoll Bibi genannte wurde. Vielleicht hat es damit etwas zu tun. Wer einen Hinweis hat, bitte melden. R.K.

THEATER: 1973

  

  

BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT, DIE

KINO: REGIE, DREHBUCH, Szenenbild, DARSTELLER: RWF (Franz Walsch)

THEATER: REGIE: RWF zusammen mit Peer Raben

DARSTELLER im Theater: Margit Carstensen spielte die Titelrolle, alle anderen Rollen waren durch Schauspieler des Darmstädter Theaters besetzt.

THEATER: 1972, Action-Theater, Landestheater Darmstadt

KINOFILM: 1972

  

  

BLUT AM HALS DER KATZE

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER: RWF, Regie zusammen mit Peer Raben

URAUFFÜHRUNG: antiteater an den Städt. Bühnen Nürnberg

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: Süddeutsche Zeitung, 11.12.1968 (Joachim von Mengershausen); Abendzeitung München; 11.12.1968 (Verena Reichel); Frankfurter Rundschau, 13.12.1968 (Annemarie Czaschke).

DARSTELLER: Margit Carstensen (Phoebe Zeitgeist), Hanna Schygulla (das Mädchen), Rainer Werner Fassbinder (Polizist), Katrin Schaake (das Modell), Kurt Raab (Metzger), Thomas Schieder (Yuppie), Heide Simon (Frau des Soldaten), Peer Raben (Pianist des Riesenbabys), Hannes Gromball (Liebhaber)

INHALT: Eine Collage realistischer Momentaufnahmen aus dem Kleinbürgerleben – sie laufen ab vor Phoebe Zeitgeist, dem Mädchen vom fremden Stern, und Phoebe versucht, sie zu verstehen. Im Programmheft zur Uraufführung schrieb Fassbinder: »Das Stück soll darauf hinweisen, dass in diesem System, wie ich es sehe, alles zu einer Unterdrückung führt. Dieser Mechanismus setzt schon von Anfang an ein, wo die Leute überhaupt beginnen, eine Verständigungsmöglichkeit zu suchen.«

THEATER: 1968, antiteater

  

  

BOLWIESER

REGIE, DREHBUCH: RWF

INFO:  Die Fernsehfassung besteht aus 2 Teilen und ist 201 Minuten lang, die Kinofassung ist einteilig und wesentlich kürzer (112 Minuten).

KINOFILM / TV-FILM: 1976/77

 

  

BOURBON STREET BLUES

REGIE: Douglas Sirk

DARSTELLER: RWF (Schriftsteller)

TV-DOKUMENTATION: 1977

  

  

BRÄUTIGAM, DIE KOMÖDIANTIN UND DER ZUHÄLTER, DER

REGIE: Jean-Marie Straub

DARSTELLER: RWF (Zuhälter Freder)

INFO: Auf Einladung von Fassbinder hatte Straub am Münchner Action-Theater eine stark kondensierte Fassung von Ferdinand Bruckners Theaterstück «Krankheit der Jugend» inszeniert. Davon ausgehend entstand ein Kurzfilm mit einigen Szenen, die Straub in und um München drehte und die die Figuren sozusagen ins Freie weiterführten. Es ist ein «Film-Film» mit dokumentarischer Eingangsfahrt, richtiger Verfolgungsjagd und dem einzigen Mord in den Filmen Straub/Huillets. Und der ist ein ungeheurer und zärtlicher Befreiungsakt.
Es beginnt wie ein Roman von Pavese. Nur noch lyrischer und noch hoffnungsloser (wenn das überhaupt möglich ist). Dann kommt die kleine Inszenierung, und deshalb wollte ich diesen Film wiedersehen, wegen dieser kleinen Inszenierung, die der Inszenierung in meinem Film Le Révélateur gleicht.
Jean-Marie Straub war 1968 in München, um diesen Film zu drehen. Ich war in München wegen Le Révélateur, den ich 1968 drehte. Wir filmten dieselbe Szene, eine Darstellung dessen, was es bedeutet, auf einer Bühne zu leben, am anderen Ende eines Zuschauerraums, auf einem kleinen Podium, in Deutschland.
Auf dieser Bühne filmt Straub zuerst zwei junge Frauen. Dann tritt Fassbinder auf. Und an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass das Wiedersehen mit dem Phantom Fassbinders auf der schwarzweißen Leinwand mir einen Schlag in die Magengrube versetzte. Fassbinder, den ich Anfang der siebziger Jahre in Rotterdam gesehen hatte, der ein Held des Kinos ist, dem es gelang, innerhalb weniger Jahre ein Werk, bestehend aus einer beträchtlichen Anzahl von Filmen, zu schaffen, Fassbinder, der sich während dieser Jahre in eine wahre Filmproduktionsmaschine verwandelte, bis der Tod ihn am Ende seiner Jugend hinwegraffte. Ich kam einfach nicht hinter das Geheimnis von Fassbinders Arbeitstempo. Voilà.
Fassbinder ist auf der Leinwand und spielt den Zuhälter der beiden Frauen, danach verlassen wir das kleine Theater. In München, bei Nacht, in Schwarzweiß wird ein Mann von Fassbinder verfolgt, ein Schwarzer, es gelingt ihm zu entkommen.
(Viennale-Katalog 2004)

KINO-KURZFILM: 1968

  

  

BREMER FREIHEIT

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER (Rumpf): RWF

URAUFFÜHRUNG: antiteater, Theater Bremen, Concordia, Dezember 1971

INFO: Produziert vom Saarländischen Rundfunk

THEATER: 1971

TV: 1972

  

  

BRENNENDE DORF, DAS (nach Lope de Vega)

REGIE: Peer Raben

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: Margit Carstensen, Hans Hirschmüller, Willi Rees, Volker Geissler, Irmgard Paulis, Karl Scheydt, Rudolf Waldemar Brem, Werner Schlecher, Irm Hermann, Ute Kellner

URAUFFÜHRUNG: Theater der Freien Hansestadt Bremen, November 1970

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: Süddeutsche Zeitung, 11.12.1968 (Joachim von Mengershausen); Abendzeitung München; 11.12.1968 (Verena Reichel); Frankfurter Rundschau, 13.12.1968 (Annemarie Czaschke).

INFO: Das Drama FUENTEOVEJUNA von Lope de Vega verarbeitet einen spanischen Volksaufstand aus dem Jahre 1486. Die Aufständischen wehren sich gegen Macht, Korruption und Tyrannei: Durch überhöhte Abgabeforderungen treibt ein Komtur die Bauern in den Ruin. Er erniedrigt die Männer, indem er sich nach Lust und Laune ihre Frauen nimmt. Diese Frauen beschließen, dass die Gewaltherrschaft ein Ende haben muss. Sie entzünden die Bauern mit ihrem Mut und ihrer aggressiven Leidenschaft. Die historische Begebenheit dieses Volksaufstandes ist jedem Spanier ein Begriff. In Anlehnung an das Drama wurde der Fall auf die einfache Formel gebracht: »Fuenteovejuna - todos a una« (alle für einen), obwohl diese Parole in de Vegas Drama nicht ein einziges Mal fällt. FUENTEOVEJUNA wurde zum Synonym für Menschen, die zusammenstehen und gegen ihre Unterdrückung kämpfen. Meist wurde das Stück von Volksgruppen aufgeführt, um den Kampf für die Freiheit darzustellen und zu motivieren. FUENTEOVEJUNA gilt als das erste und auch blutigste Volksdrama der spanischen Sprache.  (theaterformen.de)

INHALT: Ein Dorf solidarisiert sich gegen die Tyrannei des örtlichen Herrschers. Fassbinder verwandelt das im spanischen Mittelalter angesiedelte Drama in ein schrilles und komisches, lebendiges und aktuelles Stück.

THEATER: 1970

  

  

CHAMBRE 666

REGIE: Wim Wenders

DARSTELLER: RWF selbst als Gesprächspartner

INHALT: Chambre 666 entstand während der Filmfestspiele in Cannes. Wim Wenders lud Jean-Luc Godard, Werner Herzog, Rainer Werner Fassbinder, Steven Spielberg, Michelangelo Antonioni und andere in sein Hotelzimmer und bat sie um Stellungnahme zur Frage, wie Fernsehen und Video Sehgewohnheiten verändern und ob das Kino noch eine Zukunft hat?

DOKUMENTATION: 1982

  

  

CHINESISCHES ROULETTE

REGIE, DREHBUCH, PRODUKTION: RWF

KINOFILM: 1976

  

  

CHUNG

REGIE: RWF

DARSTELLER: Kurt Raab, Ingrid Caven, Margita Haberland (gleichfalls Co-Autorin, Co-Regisseurin und Co-Produzentin)

INFO: Aufgeführt vom Action-Theater, Aufführung als Straßentheater, München, Mai 1968, Drehbuch: Henning Rühle.

THEATER: Action-Theater, 1968

  

  

DESPAIR

REGIE und DREHBUCH: RWF

KINOfilm: 1977

  

  

DEUTSCHLAND IM HERBST

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER (er selbst): u.a. RWF neben anderen Regisseuren

KINOFILM: 1977

  

  

DOUGLAS SIRK: ÜBER STARS

REGIE und DREHBUCH: Eckhart Schmidt

MITWIRKENDE: RWF, Detlef Sierck, Dorothy Malone, Robert Stack, Rock Hudson, Albert Zugsmith, Klaus Lemke

URAUFFÜHRUNG: 29.4.1980, ZDF

TV-DOKUMENTATION: 45 Minuten

  

  

DRITTE GENERATION, DIE

REGIE, DREHBUCH, Produktion, Kamera: RWF

KINOFILM: 1978/79

 

 

EHE DER MARIA BRAUN, DIE

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT, DARSTELLER (Schwarzmarkthändler): RWF

KINOFILM (TV-Koproduktion): 1978

  

  

EIN PLATZ FÜR G. (= Günther)

REGIE: Max Willutzki

Regieassistent: RWF

INFO: Lehrfilm. Das Filmmuseum Berlin schreibt mir: Der Film thematisiert das Problem der Eingliederung von Behinderten am Beispiel von Günter, der nach einer Kinderlähmung gehbehindert ist. In seine neue Schulklasse wird er nach anfänglicher Isolierung voll integriert.

TV-DOKUMENTATION: 1966/67, 22 Minuten

 

     

ENDE EINER KOMMUNE

REGIE: Joachim von Mengershausen

INFO: Dokumentation über das antiteater

TV-DOKUMENTATION: 1970

 

     

ERBTÖCHTER, DIE (Les Filles Hereditaires)

REGIE: M.-Christine Questerbert

INFO: RWF spielt sich selbst in der Episode "Flüchtige Umarmungen"

TV-FILM: 1971

  

 

ES IST NICHT GUT, IN EINEM MENSCHENLEIB ZU LEBEN

Das filmische Weltgericht des Rainer Werner Fassbinder. Peter Buchka analysiert in seinem Portrait die wichtigsten Themen innerhalb des filmischen Gesamtwerks von R. W. Fassbinder: Die Komplexe „Ausbeutung der Liebe“, „gegenseitige Unterdrückung der Menschen“, die daraus resultierende „Einsamkeit“ und der „Ausbruch von Gewalt aus Ohnmacht“. Keiner dieser Komplexe ist für sich genommen originell. Die Genialität Fassbinders besteht vielmehr darin, sie logisch und konsequent zu einer Einheit zu verbinden und gleichzeitig ein sehr persönliches Portrait von sich zu zeichnen. Alle Filme Fassbinders sind versteckte Selbstportraits, und seine Größe bestand nicht zuletzt darin, die negativen, dunklen Seiten herauszuheben. Der rigorose Subjektivismus schlägt erst durch diese Radikalität in Objektivität um. (Quelle: kickfilm)

REGIE: Peter Buchka

DARSTELLER: RWF selbst

TV-DOKUMENTATION: 1995, 55 Minuten

  

 

FASSBINDER IN HOLLYWOOD

REGIE: Ulli Lommel (siehe seine Filmliste)

INHALT: Robert Fischer geht in Los Angeles zusammen mit dem Schauspieler Ulli Lommel, ebenfalls Mitglied der legendären Fassbinder-Kommune, auf die Suche nach Verbindungen zwischen Fassbinders Werk und dem Hollywood-Kino. Dabei untersucht er auch die Beziehung Fassbinders zu seinem großen Vorbild Douglas Sirk, dem Meister des Kino-Melodrams.

DOKUMENTATION: 2002

  

   

FASSBINDER PRODUZIERT FILM NO. 8

REGIE: Michael Ballhaus u. Dietmar Buchmann

INHALT: Film über die Dreharbeiten zu Der amerikanische Soldat.

DOKUMENTATION: 1970/71

  

  

FAUSTRECHT DER FREIHEIT

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (Franz Bieberkopf)

KINOFILM: 1974

  

  

FERNES JAMAICA

REGIE: Peter Moland

DREHBUCH: RWF

INHALT: Peer Raben gab mir diese Auskunft über den Film: "Der Film fasste Wünsche der Studentengeneration zusammen: In einem fernen schönen Lande sind alle frei: ihr ganzer Lebensinhalt ist Tanz, Liebe, Freude an der Schönheit der Natur. Der Film war ein schüchterner Versuch, Utopie zu bebildern. Ist allerdings nicht wirklich gelungen."

KURZFILM: 1969

 

  

FILMARBEIT MIT DOUGLAS SIRK

REGIE: Gustavo Graef Marino

INHALT: Film über die Dreharbeiten zu Bourbon Street Blues.

Der in Chile geborene Gustavo Graef-Marino, Jahrgang 1955, arbeitete schon während seines Studiums an der Münchner Filmhochschule mit bekannten Regisseuren und Darstellern zusammen. (Quelle: ttool.de)

DOKUMENTATION: 1978

  

  

FONTANE EFFI BRIEST

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER, Erzähler, Produktion: RWF

KINOFILM: 1972-74

 

  

FRAUEN IN NEW YORK - (von Clare Booth)

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1976/77

 

  

FRÄULEIN JULIE  (nach August Strindberg)

REGIE: Das Ensemble Theater am Turm, Frankfurt/M.

DARSTELLER: RWF (Jean), Margit Carstensen (Julie)

URAUFFÜHRUNG: Okt. 1974

  

    

FREI BIS ZUM NÄCHSTEN MAL

REGIE: Korbinian Köberle

TV-FILM: 1969

 

        

FÜR MICH GAB'S NUR NOCH FASSBINDER - Die glücklichen Opfer des Rainer Werner Fassbinder -

REGIE: Rosa von Praunhein

INFO: Weggefährten und Freunde kommen zu Wort: u.a. Ursula Strätz, Peer Raben Hanna Schygulla, Harry Baer, Irm Hermann, Ingrid Caven (telefonisch), Michael Ballhaus, Doris Mattes, Eva Mattes, Barbara Valentin, Brigitte Mira u.a.

TV-DOKUMENTATION: 2000, arte

  

  

GANZ IN WEISS

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

MITWIRKENDE: SPRECHER: Mutter: Ruth Drexel, Pfarrer: Peer Raben, Erzieher: Kurt Raab, Fürsorgezöglinge: Harry Baer, Thomas Brandner, Fabian Brinkmann, Günther Kaufmann, zwei Mädchen: Hanna Schygulla, Regina Hackethal, u.a.

INFO: Rainer Werner Fassbinder begann seine künstlerische Karriere als Schauspieler, freier Schriftsteller und Theatermacher, bevor er sich Ende der 60er Jahre dem Filmemachen zuwandte. Dass Fassbinder auch Hörspiele realisierte, wissen die wenigsten. Zu Beginn der 70er Jahre entstanden insgesamt vier Hörspiele. Ganz in Weiß stellt mit seinen assoziationsreichen Text- und Toncollagen über einen Fürsorgezögling ein außerordentliches Beispiel für Fassbinders Ideen- und Facettenreichtum dar. 

Erstsendung: am 16.10.1970 (auch HR und SDR), 46 Minuten

INHALT: In streng strukturierter, fast mathematischer Form soll der Geschichte eines Fürsorgezöglings nachgehört werden. Von Schlagern, Befehlen, Realgeräuschen über Interviews mit Sozialhelfern, Zöglingen, Eltern bis zu fiktiven Dialogen unter den Zöglingen soll die Frage untersucht werden. wie sehr Sprache. Musik und Geräusche als Mittel zur Unterdrückung, zur Fehlentwicklung und zur Asozialisierung eines Menschen in einem nur leicht extremen Lebensbereich benutzt werden können. Der Mensch als Ergebnis ist Ausgangspunkt der Fragestellung.

HÖRSPIEL: 1970

 

  

GERMINAL (nach Emile Zola, Bearbeitung des Romans von Yaak Karsunke)

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: Volker Spengler, Ursula Strätz, Irm Hermann, Gottfried John, Peter Chatel und Karin Romig

INFO: Zolas berühmter Roman handelt von einem Bergarbeiteraufstand im Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts. Die Theaterfassung folgt den wichtigsten Stationen des Romans und konzentriert die weitverzweigte Handlung geschickt auf die entscheidenden Ereignisse und Personen. (Filmverlag der Autoren)

URAUFFÜHRUNG: Theater am Turm, September 1974

INHALT des Romans: Nordfrankreich im ausgehenden 19. Jahrhundert: Die Industrialisierung hat dramatische Umwälzungen mit sich gebracht. Überall rauchen die Schlote der Kohlehütten, in den Schächten arbeiten unter unvorstellbaren Bedingungen Männer, Frauen und Kinder. Die Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten wird zum Nährboden wachsender Unruhe. Der Held des Romans, der junge Étienne Lantier, ruft zum Widerstand gegen die unerträgliche Ausbeutung. Er gewinnt Anhänger unter seinen Leidensgenossen, es kommt zum Streik. Zola hatte monatelang mit Bergleuten zusammen gelebt und gearbeitet, bis er, wohl unter dem Eindruck des gewaltsam niedergeschlagenen Bergarbeiterstreiks in Anzin, seinen Roman niederschrieb. Eindringlich führt er die verzweifelte Lage der Bergleute vor Augen und vermeidet dabei konsequent jede Schwarzweißmalerei. Weder idealisiert er die Arbeiter, noch dämonisiert er die Besitzenden. Vielmehr schildert der Roman mit unbestechlicher Genauigkeit den moralischen Verfall auf beiden Seiten und deutet ihn als Folge der gesellschaftlichen Misere. Die meisterhafte Verkettung individueller Schicksale mit der wirtschaftlichen und sozialen Situation macht "Germinal" zu einem der eindrucksvollsten epischen Zeugnisse der frühen Industrialisierung. Einst das Fanal einer neuen literarischen Epoche, inspirierte das revolutionäre Werk Autoren nachfolgender Generationen bis in unsere Zeit.

THEATER: 1974

  

  

GEWIDMET ROSA VON PRAUNHEIM

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

INFO: RWF: "...hatten wir noch so 'ne kleine Zehn-Minuten-Produktion dazu gemacht, die hieß 'Gewidmet Rosa von Praunheim'. Da haben der Peter Moland und die Lilith Ungerer gespielt. Das war so ein Stück, das eigentlich eine ähnliche Geschichte erzählt, wie sie Rosa von Praunheim in Rosa Arbeiter auf Goldener Straße erzählt, wo eine Frau vom Osten in den Westen geht und im Westen kaputt geht am Konsum. Es war aber stumm und war nur mit Musik." (Quelle: Interview mit Corinna Brocher, 1973)

KURZFILM: 1969

 

  

GÖTTER DER PEST

REGIE, DREHBUCH, Produktion, FILMSCHNITT, DARSTELLER: RWF (spielt Pornofilmverkäufer)

KINOFILM: 1969

   

  

HÄNDLER DER VIER JAHRESZEITEN

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER: RWF (spielt Zucker)

KINOFILM: 1971

 

 

HAYTABO - FALSCHER VERDACHT

REGIE: Ulli Lommel

DREHBUCH: Hannes Fuchs, Peter Moland, Ulli Lommel, Rainer Langhans, Herbert J. Bamberger

DARSTELLER: RWF, Uschi Obermaier, Barbara Constantine, Eddie Constantine, Katrin Schaake, Ulli Lommel, Rainer Langhans, Hannes Fuchs.

URAUFFÜHRUNG: 26.8.1990 PRO7

INHALT: Ein Bio-Chemiker entdeckt ein Teilmanuskript aus dem 19.Jahrhundert, das die Formel für eine Unsterblichkeitsdroge enthält. Da er den Rest nicht aus eigener Kraft rekonstruieren kann, ist er dankbar, als ein Außerirdischer ihm eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht. Dort trifft er den Wissenschaftler, doch das Geheimnis der Unsterblichkeit ist in der Vergangenheit besser aufgehoben als in der Gegenwart. Wirrer Science-Fiction-Film, der sogar seine Hersteller zu der Meinung veranlasste, "dass man so etwas als kommerzielles Produkt nicht zeigen könne". 

KINOFILM: 1971, 75 Minuten

  

  

HEDDA GABLER (nach Henrik Ibsen)

REGIE: RWF

DARSTELLER: Margit Carstensen (Titelrolle), Karlheinz Böhm (Ehemann der Gabler), Irm Hermann (Dienerin)

URAUFFÜHRUNG: Dezember 1973, Freie Volksbühne Berlin

INHALT des Romans: Hedda Gabler ist verheiratet mit einem Mann, den sie nicht liebt, und umgeben von Menschen, die sie verachtet. Sie möchte ein einziges Mal in ihrem Leben die Herrschaft über einen Menschen haben. Sie findet ihn in der Person ihres ehemaligen Liebhabers, dem hochbegabten und nun erfolgreichen Ejlert Lövborg. Was für beide ein Neubeginn sein könnte, mündet aus Feigheit und Eifersucht in einer Vernichtung.

THEATER: 1973

 

 

HOFFNUNGSGRUPPE

REGIE: Bruno Jori

Co-Regie, Ton, Kamera: RWF

INFO: Mir ist am 8. Januar 2005 mitgeteilt worden, dass Rainer Werner Fassbinder bei dem Film auch Kamera-Assistent war. Der Film soll bei den 19. Bozner Filmtagen im April 2005 gezeigt werden. Vielleicht kann ich dann Weiteres schreiben. Leider habe ich keine Antwort erhalten.

DOKUMENTATION: 1966

 

  

ICH WILL NICHT NUR, DASS IHR MICH LIEBT

Film von Hans Günther Pflaum

Produktion: ZDF

MITWIRKENDE: Michael Ballhaus, Karlheinz Böhm, Ingrid Caven, Irm Hermann, Peer Raben, Kurt Raab, Volker Schlöndorff, Xaver Schwarzenberger, Hanna Schygulla, Luggi Waldleitner

INFO: Ein Dokumentarfilm über Rainer Werner Fassbinder, entstanden zum 10. Todestag des am 10. Juni 1982 in München verstorbenen Filmemachers. Hans Günther Pflaum unternimmt seine Spurensuche auf drei Ebenen: auf der ersten äußern sich zahlreiche Mitarbeiter Fassbinders über die Person, die spezifische Arbeitsweise und die Bedeutung des Regisseurs. Auf der zweiten kommt - anhand von Archiv-Material - Fassbinder selbst zu Wort. Auf der dritten Ebene verdeutlichen und ergänzen Ausschnitten aus Fassbinders Werk die Statements. Die Dokumentation ist in zehn Kapitel gegliedert; in deren Mittelpunkt steht teilweise das Leben des Regisseurs, von der Kindheit bis zum Tod, teilweise geht es um künstlerische Schwerpunkte, wie Kamera, Darsteller oder Musik.

Filmbeschreibung: Kinowelt International

DOKUMENTATION: 1992, 110 Minuten

 

  

ICH WILL DOCH NUR, DASS IHR MICH LIEBT

REGIE, DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1976, WDR

 

  

IPHIGENIE AUF TAURIS (von Johann Wolfgang von Goethe)

REGIE, DREHBUCH, DARSTELLER: RWF (beim Hörspiel auch Sprecher)

MITWIRKENDE des Hörspiels: Hanna Schygulla (Iphigenie), Kurt Raab (Thoas), Rainer Werner Fassbinder (Arkas), Hans Hirschmüller (Orest), Ulli Lommel (Pylades), MUSIK: Peer Raben, Realisation: Rainer Werner Fassbinder.

INFO zum Hörspiel: Produktion: Studio Akustische Kunst WDR 1971, Redaktion: Klaus Schöning

DARSTELLER 1968 antiteater: Rita Buser, Charly Brocksieper, Reinhold Gruber, Peer Raben, Rudolf Waldemar Brem, Rainer Werner Fassbinder.

DARSTELLER 1974 TAT Frankfurt: Irm Hermann (Iphigenie), Kurt Raab (Thoas), Peer Raben (Arkas), Volker Spengler (Orest), Peter Chatel (Pylades).

Musik und Regie: Peer Raben

URAUFFÜHRUNG: 25. Oktober 1968 im antiteater, München. Neuinszenierung 1974 am TAT Frankfurt. 

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: Süddeutsche Zeitung, 3.2.69 (Joachim von Mengershausen), Abendzeitung München, 3.2.69 (Karin Thimm), Münchner Merkur 4.2.69 (Ernst Günther Bleisch), Frankfurter Rundschau, 6.2.69 (Annemarie Czaschke).

INHALT: Dieses Hörstück ist eine zeitgenössisch-kritische Reflexion des Autors Rainer Werner Fassbinder über Goethes Iphigenie als Drama der Macht und der Rechtfertigung von Macht. "Gar gute Wirkung auf reine Menschen" erhoffte sich Johann Wolfgang von Goethe von seinem deutsch-griechischen Seelendrama. In Goethes Iphigenie auf Tauris, das Drama von der Großmut der Mächtigen zu sehen, wurde nicht nur Rainer Werner Fassbinder auf der Schulbank gelehrt. Er antwortete darauf mit seiner eigenen Interpretation: 1968 stellte er seine Version im antiteater München vor: Iphigenie im Untergrund und dann seine WDR-Radio-Adaption Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang von Goethe. Das Hörstück unterschied sich wesentlich von früheren literarischen Versionen. Mit Goethes Iphigenie verband er nur noch den Namen, einige Zitate und die Problemstellung der Machtfrage. In Fassbinders Interpretation ist Iphigenie das Symbol pervertierter Freiheit und Thoas repräsentiert politische Repression. Seine produzierte Radioversion, mit Hanna Schygulla als Iphigenie und Rainer Werner Fassbinder als Arkas, benutzt auch den Dialekt: Orest spricht bayerische Mundart. Mundart und Hochsprache stehen dabei als Repräsentanten gegensätzlicher kulturell-gesellschaftlicher Positionen.

THEATER: antiteater, 1968

HÖRSPIEL: WDR3, 1971, 30 Minuten

(Ich hoffe, dass ich bei den vielen Informationen alles richtig aufgeschrieben habe.)

  

  

IN EINEM JAHR MIT 13 MONDEN

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT, Bauten, Art-Direktor, Kamera: RWF

KINOFILM: 1978

 

  

KAFFEEHAUS, DAS (nach Carlo Goldoni)

REGIE: RWF und Peer Raben

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER des Theaterstücks: Brigitte Janner, Margit Carstensen, Ute Uellner, Hermann Faltis, Michael König, Georg Martin Bode, Jan-Geerd Buss, Uwe Karsten Koch, Hans Hirschmüller.

DARSTELLER der TV-Produktion des WDR: Margit Carstensen (Vittoria), Ingrid Caven (Placida), Hanna Schygulla (Lisaura), Kurt Raab (Don Marzio), Harry Baer (Eugenio), Hans Hirschmüller (Trappolo), Günther Kaufmann (Leander), Peter Moland (Pandolfo), Peer Raben (Ridolfo)

INFO: Fassbinder hat aus Goldonis Komödie ein lakonisch-bitteres Stück über das Geld und die Liebe gemacht. 

URAUFFÜHRUNG: 10.9.1969 am Theater der Freien Hansestadt Bremen 

INHALT: Ein Kaffeehaus und daneben ein Spielcasino. Im Kaffeehaus treffen sie sich, die Gewinner und Verlierer im Spiel, die Schuldner und die Gläubiger. Es wird betrogen und intrigiert, gepokert und gebettelt.

THEATER: 1968

TV-PRODUKTION: 1970

 

  

KALTER STAHL

INFO: Eine der schönsten Geschichten ist die Liebe - kälter als der Tod-Originalnegativ-Story: Das kostbare s/w-Negativ wurde 1984 von Reinhard Nahr bei einer Filmbunkerräumung in München unter dem Jakobsplatz sozusagen gerettet, weil Herr Nahr ein Filmliebhaber ist und mit einem AV-Filmverleih nichtkommerziell Filme auf 16mm auswertet. Auf 16 verrosteten Büchsen, die unter anderem zum Abtransport zur Vernichtung vorgesehen waren, stand der Titel Kalter Stahl und Herr Nahr wusste, dass dies der Arbeitstitel von Liebe - kälter als der Tod war. Er nahm die Büchsen an sich und bewahrte sie fortan bei sich auf. (Quelle: Fassbinder-foundation Newsletter 2003)

 

  

KAMIKAZE 1989

REGIE: Wolf Gremm

DARSTELLER: u.a. RWF als Polizeiinspektor Jansen

INFO: Letzter Film für RWF als Darsteller 

KINOFILM: 1982

 

  

KATZELMACHER

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT, DARSTELLER (Jorgos): RWF beim Kinofilm

Regie zusammen mit Peer Raben, Drehbuch: RWF beim Theaterstück

DARSTELLER Theaterstück: Kirstin Petersen (Helga), Doris Mattes (Gunda), Irm Hermann (Elisabeth), Lilith Ungerer (Marie), Ingrid Caven (Ingrid), Hans Hirschmüller (Paul), Rainer Werner Fassbinder (Jorgos), Peter Moland (Bruno), Gunter Krää (Erich), Peer Raben (Franz)

URAUFFÜHRUNG: 7.4.1968 Action-Theater 

THEATER: 1968

KINOFILM: 1969

 

  

KEINER IST BÖSE, KEINER IST GUT

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

SPRECHER: Elvira: Hanna Schygulla, Petrov: Peer Raben, Großvater: Walter Sedlmayr, Jeanne: Regina Hackethal, Christoph: Fabian Brinkmann, Erzähler: Rainer Werner Fassbinder, El Hedi Ben Salem, Panos Papadopulos, Irm Hermann, Kurt Raab, Karl Scheydt.

INFO: Neben Filmen, Theaterstücken schrieb Rainer Werner Fassbinder auch zwei Hörspiele, die er zusammen mit seinem Schauspielerteam im Bayerischen Rundfunk produzierte.  (Filmemacher', Spiegel-Buch, Rowohlt)

INHALT: In Keiner ist böse, keiner ist gut durchbricht er die in den 70er-Jahren geltenden Muster des Sciencefictions. Statt Probleme und Missstände zu schildern, entwirft Fassbinder die Utopie einer Gesellschaft, die sich von allen Formen politischen Terrors und sozialer Diskriminierung befreit hat. Zwei Kinder, ein Mann, ein Kind und ein Großvater treten auf und drücken in kurzen Sätzen aus, dass sie voll von jenem Einverständnis sind, das nicht mehr ausgedrückt werden müsse. Inständig reden sie, wie in einer stillen Hysterie. Dann werden ihre Leiber von einer großen Bombe zerrissen, deren Wirkung als sanft überwältigender Farbenrausch beschrieben wird.

Kurz vor der Apokalypse: Gespräche einer Familie bis zum Augenblick der alles auslöschenden Detonation. (Quelle: Wolfgang Limmer: 'Rainer Werner Fassbinder')

HÖRSPIEL: 1972, Bayerischer Rundfunk, 28 Minuten

 

  

KLEINE CHAOS, DAS

REGIE: RWF

DARSTELLER: RWF (Franz)

DOKUMENTATION: 1966

  

  

KLEINE GODARD AN DAS KURATORIUM JUNGER DEUTSCHER FILM, DER

REGIE: Hellmuth Costard

DARSTELLER: RWF (er selbst)

DOKUMENTATION: 1977

 

 

KRANKHEIT DER JUGEND

REGIE: Jean Marie Straub

DARSTELLER: RWF (Zuhälter Freder), Irm Hermann (Desiree), Lilith Ungerer (Irene), Peer Raben (Alt), Rudolf Waldemar Brem (Bubi)

INFO: Bruckner war 67, als er - vereinsamt - 1958 in Berlin starb. Ein Vierteljahrhundert zuvor war der Lärm der Sensation um ihn gewesen. "Krankheit der Jugend" hieß sein erstes, ein provozierendes Zeitstück. Es erschien 1928 in Berlin. Hinter dem Pseudonym Ferdinand Bruckner verbarg sich der Direktor des Renaissance-Theaters, Theodor Tagger. Er stammte aus Wien, in Berlin fand seine dramatische Bestandsaufnahme der Nachkriegszeit gehör und Resonanz - bis er 1933 Deutschland verlassen musste. Erst achtzehn Jahre später kehrte er zurück. (Siehe auch Info zu Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter.) In den letzten Jahren erlebte das Stück eine regelrechte Renaissance, die es der Aktualität der verhandelten Themen genauso wie der Heutigkeit der beschriebenen Figuren verdankt.

URAUFFÜHRUNG: Action-Theater 

INHALTSBESCHREIBUNG (BURGHOFBÜHNE DINSLAKEN, JUGENDTHEATER):

Unsere Gesellschaft teilt ihre Mitglieder in Gewinner und Verlierer. Da sie nur den Erfolgreichen akzeptiert, schafft sie eine Verschiebung der Interessen im Denken des Einzelnen. Jedes Zurückbleiben, jede kleine Verzögerung in der Kariere wird als eine persönliche Niederlage empfunden und setzt ein Zweifeln an der eigenen Befähigung frei. Der berufliche Erfolg wird zum eigentlichen Ziel selbst erhoben, statt wie ehedem eine Folge spezieller Fertigkeiten und des Übernehmens von Verantwortung zu sein. Die Konkurrenz zwischen einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft ist keine fachlich substantielle, sondern der Kampf um ein Maximum an Macht, Berühmtheit, Geld, Status und gesellschaftliche Anerkennung. Auf diesem Wege ist es unwichtig geworden, welche Tätigkeit man ausübt. Der Idealberuf heutiger Zeit ist der des Stars. Sechs Studenten der Medizin. Sechs Biographien mit einem vermeintlich gleichen großen Ziel. Doch Bruckner schaut in seinem Drama wie mit einer Lupe auf ihre wahren Motive. Im Alltag des Zusammenlebens in ihrer Wohngemeinschaft enthüllen sich menschliche Abgründe. Rücksichtslos wird dort mit der Psyche der Mitstreiter experimentiert, die Suche der Figuren nach Liebe und Partnerschaft verkommt zu einem Spiel gegenseitiger Demontage und Erniedrigung. Das Leben selbst scheint eine Versuchsanordnung. Die junge Medizinerin Marie durchschaut nicht, dass ihre Sehnsüchte lediglich auf einem großen Schachbrett geopfert werden. Sie hält an ihrem Glauben an eine menschliche Wissenschaft fest und findet nicht nur deshalb ein tragisches Ende. 

WEITERE INHALTSBESCHREIBUNG (THEATER AUGSBURG):

Marie, Medizinstudentin aus Passau, hat gerade ihr Studium in Wien beendet und will ihre Promotion feiern. Sie wohnt in einer Pension, die auffällig an heutige Wohngemeinschaften erinnert. Die anderen ihrer Clique studieren noch oder zögern ihren Studienabschluss mutwillig hinaus. Alle sieben jungen Menschen des Stücks beschäftigt die Frage wie es weitergehen soll: Heiraten, ein bürgerliches Leben führen? Verantwortung übernehmen, Karriere machen? Welche Alternativen gibt es? Die geplante Party wird zum Katalysator: Beziehungen explodieren, und die Frage nach dem Sinn des Lebens wird für den Einzelnen unabweisbar. Geprägt von desillusionierenden Erfahrungen angesichts einer sich schnell verändernden Welt erscheint Jugend eher als Krankheit denn als Glück. 

 

THEATER: Action-Theater, 1968

  

LEONCE UND LENA (nach Georg Büchner)

REGIEzusammen mit Peer Raben, Ursula Strätz, Kristin Peterson

DARSTELLER: RWF (Valerio)

URAUFFÜHRUNG: Oktober 1967, Action Theater, München

INHALT: Leonce, Sohn König Peters vom Reiche Popo, leidet an der Determiniertheit seiner Existenz, an Lebensüberdruss und Langeweile. Um der standesgemäß vorgesehenen Heirat mit der Königstochter Lena vom Reiche Pipi zu entgehen, sucht er das Weite. Auf seiner Flucht begegnet er per Zufall Lena, die ähnlich wie er am Leben leidet, und verliebt er sich in sie, ohne zu wissen, wer sie ist. Als maskiertes Brautpaar kehren sie zum Königshaus zurück und werden getraut. Aber die Hoffnung von Leonce, auf diese Weise das Vorbestimmte seines Lebens zu durchbrechen, wird enttäuscht, als er die Identität seiner Braut erfährt und feststellt, dass er doch nur seine Bestimmung erfüllt hat. Nach der Hochzeit gibt König Peter das Zepter an Leonce ab, dessen erste Amtshandlung darin besteht, das Spiel aus Rücksicht auf das Publikum abzubrechen. Ennui und Lebensekel stellen die zentralen Themen der zeitgenössischen Dichtung eines Byron, Lamartine oder Leopardi dar. In der mit Motiven aus Shakespeare, Brentano (Ponce de Leon) und Musset (Fantasio) versehenen Komödie greift Büchner diese topoi auf und wandelt sie ironisch ab. So entsteht ein kunstvolles Kaleidoskop literarischer Anspielungen und Zitate, die auf die Werke der Romantik rekurrieren. (Quelle: Goethe-Institut)  - Siehe auch Beschreibung Die Verbrecher -

THEATER: Action-Theater, 1967

   

  

LIEBE - KÄLTER ALS DER TOD

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT: RWF

DARSTELLER: RWF (Franz Walsch)

KINOFILM: 1969

   

    

LIFE, LOVE AND CELLULOID

REGIE: Juliane Lorenz

DREHBUCH: Juliane Lorenz

DOKUMENTATION: 1998

   

    

LILIOM

(Vorstadtlegende in 7 Bildern und einem szenischen Prolog von Franz Molnár. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Alfred Polgar)

REGIE: RWF

MUSIK: RWF, Peer Raben

AUSSTATTUNG: RWF, Kurt Raab, Manfred Lütz

DARSTELLER: Liliom (Wolfgang Schenck), Julie (Hanna Schygulla), Marie (Irm Hermann), Frau Muskat (Margit Carstensen), Luise (Jutta Wachsmann), Fiscur (Kurt Raab), Frau Hollunder (Ingrid Caven), Der junge Hollunder (Rudolf Waldemar Brem), Wolf Beifeld (Peter Kern), Drechsler Linzmann (Rainer Hauer), Stadthauptmann (Ulli Lommel), Berkovice (Karl von Liebezeit), Polizeikonzipist (Margit Carstensen), Zwei Polizisten (Karl von Liebezeit, Ulli Lommel), Liliom im Himmel (Kurt Raab), El Hedi ben Salem (Engel).

URAUFFÜHRUNG: 2.12.1972, Schauspielhaus Bochum 

INHALT: Liliom, Rummelplatzausrufer mit Charme und Vitalität, dazu ein leichtsinniger und verspielter Vorstadt-Casanova, gibt seine Stellung auf einem Pariser Kirmesplatz auf wegen des Dienstmädchens Julie, das ein Kind von ihm erwartet. Zunächst überglücklich, versinkt er bald in Verzweiflung und lässt sich von einem Saufkumpan für einen Raubüberfall gewinnen. Als der Coup misslingt, begeht Liliom auf der Flucht vor der Polizei Selbstmord. Zwei schwarz gekleidete Herren geleiten ihn vor das himmlische Kommissariat, wo Liliom seinen Prozess bekommt. Filmaufnahmen werden als Beweismaterial vorgeführt, die demonstrieren, wie er grundlos seine Frau geohrfeigt hat. Dafür muss er sechzehn Jahre Höllenfeuer erleiden. Dann darf er einen Tag zurück auf die Erde, um seiner herangewachsenen Tochter etwas Gutes zu tun. Als Fremder spricht er sie an und schildert ihr den nie gekannten Vater als Taugenichts. Als sie sich weigert, das zu glauben, erregt er sich so, dass er unbeherrscht sein Kind ohrfeigt. Der Unterteufel triumphiert, die Engel haben es schon immer gewusst: Liliom ist ein unverbesserlicher Mensch! Erneute Strafe droht, doch die Tränen von Mutter und Tochter, die der Erinnerung an Liliom gelten, fallen auf die Waage der himmlischen Gerechtigkeit und geben den Ausschlag zu seinen Gunsten.

THEATER: 1972

    

    

LILI MARLEEN

REGIE, FILMSCHNITT: RWF

DREHBUCH und Mitarbeit: RWF, Manfred Purzer, Joshua Sinclair

DARSTELLER: RWF (Günther Weißenborn)

URAUFFÜHRUNG: 15.1.1981 in Berlin , TV: 26. Januar 1985

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: -

KINOFILM: 1980

   

    

LOLA

REGIE, DREHBUCH, PRODUKTION und FILMSCHNITT: RWF

KINOFILM: 1981

   

    

MARTHA (nach der Kurzgeschichte For the rest of her life von Cornell Woolrich)

REGIE, DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1973

   

    

MATHIAS KNEISSL

REGIE: Reinhard Hauff

DARSTELLER: RWF (Flecklbauer)

KINOFILM: 1970

   

    

MIT EICHENLAUB UND FEIGENBLATT

REGIE und DREHBUCH: Franz-Josef Spieker

DARSTELLER: RWF (festnehmender Soldat), Rainer Basedow, Werner  Enke, Hans Fried, Birke Bruck, Eric Pohlmann u.a.

URAUFFÜHRUNG: Kinostart: 5. Januar 1968, TV: 14. März 1990 (RTL)

INHALT: Ein junger Mann versucht verzweifelt, in der wiederbewaffneten Bundesrepublik eine heroische Soldatenkarriere zu machen, scheitert aber an der Mittelmäßigkeit und dem biedermännischen Provinzialismus des Establishments. Versuch einer kabarettistischen Satire auf alte und neue Formen des Militarismus, inszeniert im Stil einer lockeren Poprevue. Die in der Anlage scharfsinnigen Ideen und treffsicheren Pointen verpuffen jedoch meist in spannungslosem Klamauk. (Quelle: Lexikon den Intern. Films)

KINOFILM: 1967/68

  

  

MUTTER KÜSTERS' FAHRT ZUM HIMMEL

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

KINOFILM: 1975

    

  

NIKLASHAUSER FART, DIE

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1970

    

  

NORA HELMER

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF nach dem Schauspiel Ein Puppenhaus von Henrik Ibsen (Übersetzung: Bernhard Schulze)

TV-FILM: 1973, Saarländischer Rundfunk / Telefilm Saar GmbH

    

  

NUR EINE SCHEIBE BROT

REGIE: Georg Schuchter

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: Hans Fricke: Georg Schuchter, Hanna: Magdalena Felixa, Frau Baumbach, Vera: Alexandra Braun, Friedrich von Saalingen, Joe: Alexander Lhotzky, Max: Gerhard Alt, Darsteller III, Frickes Vater, Der Produzent: Hannes Gastinger, Darsteller I und II, Herr Baumbach, Kemper: Peter Uray,
Darsteller IV: Billy Gnad

URAUFFÜHRUNG: 1995 Volkstheater Wien (Bregenzer Theaterfestival), Regie: Georg Schuchter

INHALT: Fassbinders Theatererstling erzählt in zehn knappen Szenen von dem Regisseur Hans Fricke, der einen Spielfilm über Auschwitz dreht. Je mehr er sich mit dem Grauen beschäftigt, desto weiter entfernt er sich von Freunden und Verwandten, bis hin zur Trennung von seiner Lebensgefährtin. Trotz wachsender Skrupel führt Fricke das Filmprojekt aus Karrieregründen zu Ende. Fassbinders Stück ist ein Stück Zeitgeschichte. Es nimmt die Diskussionen vorweg, die später von den Filmen »Holocaust« und »Schindlers Liste« ausgelöst wurden.

THEATER: 1965 

    

  

ONKEL WANJA (nach Anton Tschechow)

REGIE: RWF

DARSTELLER: kann ich leider nicht benennen

URAUFFÜHRUNG: November 1974 im Theater am Turm (TAT), Frankfurt/Main

INHALT: Onkel Wanja bewirtschaftet zusammen mit seiner Nichte Sonja das Gut seiner verstorbenen Schwester für dessen Ehemann, den von ihnen hochverehrten Professor Serebrjákow. Mittlerweile pensioniert, kommt der Professor mit seiner zweiten, jungen Frau Jelena zu Besuch auf das Gut, von dessen Ertrögen er in der Stadt gut und gesichert hat leben können. Hier nun muss Onkel Wanja erkennen, dass er sich Zeit seines Lebens in dem Professor getäuscht hat: Der von ihm so bewunderte Gelehrte entpuppt sich als ein Mann, der seine Familie mit seinen Krankheiten und Launen terrorisiert, dessen wissenschaftliche Arbeit nicht von Bedeutung ist, und der selbstherrlich von fremden Geld lebt. Dies zu erkennen, und hoffnungslos in die schöne Jelena verliebt zu sein, erschüttert Onkel Wanjas Verständnis seines bis dahin geführten Lebens ... (Quelle: grenzlandtheater)

THEATER: 1974

    

 

ORGIE UBUH (nach dem Theaterstück "König Ubuh" von Alfred Jarry)

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF zusammen mit dem Ensemble des antiteaters

DARSTELLER: Lilith Ungerer, Ladia Gades, Rudolf Waldemar Brem, Günter Krää, Peter Moland und Kurt Raab

URAUFFÜHRUNG: August 1968, antiteater, München

INHALT: Vater Ubu, unfähig, feige, spießig, aber bei alledem machthungrig, wird von seiner Frau aufgehetzt, König Wenzel von Polen umzubringen und den Thron zu usurpieren. Er zieht durch falsche Versprechungen in Hauptmann Bordure den wichtigsten Vertrauten auf seine Seite; und obwohl Wenzels Frau Rosamunde die Vernichtung der königlichen Familie prophezeit, gelingt Ubu der Staatsstreich. Wenzel wird ermordet, Rosamunde und ihrem Sohn Bougrelas gelingt mit knapper Not die Flucht; das Volk jubelt seinem neuen Herrscher König Ubu zu. Ubu jedoch, einmal an der Macht, dankt seinen Gehilfen schlecht: Bordure lässt er in den Kerker werfen, die Adligen vernichtet er, um ihrer Güter habhaft zu werden, Jurisdiktion und Finanzverwaltung werden eliminiert und das Volk durch ungeheure Steuern ausgepresst, die er selbst eintreibt. Bordure hat sich mittlerweile auf die Seite des Zaren geschlagen. Es kommt unausweichlich zum Krieg; Bordure wird bei der Entscheidungsschlacht zwar von König Ubu erschlagen, aber die zaristischen Truppen gewinnen die Überhand. Ubu ruft zur Flucht auf und macht sich mit seinen Rüpeln auf und davon, Mutter Ubu bemächtigt sich des Staatsschatzes. Beide treffen sich wenig später wieder, besteigen gemeinsam mit den Rüpeln ein Schiff und beschließen, sich auf die Suche nach dem nächsten Land zu begeben, das ihrer würdig ist. (Quelle: http://oe1kalender.orf.at)

THEATER: 1968, antiteater

    

 

PIONIERE IN INGOLSTADT

REGIE Film: RWF

REGIE THEATER: RWF zusammen mit Peer Raben

DREHBUCH: RWF (nach Luise Fleißer)

DARSTELLER im Theater: RWF (Franz), Kurt Raab (Onkel), Rudolf Waldemar Brem (Fabian), Hanna Schygulla (Marie), Lilith Ungerer (Linda), Gunter Krää (Leutnant)

INFO: Siehe auch Zum Bespiel Ingolstadt (weiter unten)

URAUFFÜHRUNG: Februar 1968, Action Theater im Büchner-Theater 

THEATER: 1968

KINOFILM: 1971

  

 

PLÖTZLICHE REICHTUM DER ARMEN LEUTE VON KOMBACH, DER

REGIE: Volker Schlöndorff

DREHBUCH: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta

DARSTELLER: RWF

TV-FILM: 1970

    

 

POLNISCHER SOMMER

REGIE: Jürgen Flimm

DARSTELLER: RWF (Babiuch), Tankred Dorst, Vadim Glowna, Gisela Holzinger, Egon Monk, Wolf Dietrich Sprenger, Adolf Winkelmann

INHALT: Szenische Rekonstruktion des Streiks auf der Lenin-Werft Danzig.

TV-FILM: 1981

    

 

PREPARADISE SORRY NOW

REGIE THEATER: Peer Raben

REGIE HÖRSPIEL: ?

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER im Theater: Hanna Schygulla, Kurt Raab, Hans Hirschmüller, Rudolf Waldemar Brem, Gunter Krää, Irm Hermann

MITWIRKENDE beim Hörspiel: kann ich leider nicht nennen

INFO/INHALT: In seiner berühmten Szenenfolge thematisiert Fassbinder das mörderische Potenzial faschistischer Strukturen: Er verwendet die wahre Geschichte des Mörderpaares Brady/Hindley, das in wahnhafter Verehrung für Hitler Kinder sexuell missbrauchte und umbrachte. Fassbinder kombinierte fiktive Dialoge zwischen und Erzählungen von den beiden Mördern – Kurzszenen, die das »ganz normale« faschistoide Verhalten im Alltag zeigen: Zwei gegen einen. 

Preparadise sorry now ist eine szenische Collage zum Thema Gewalt. Fassbinders Stück, vor über dreißig Jahren geschrieben, besitzt immer noch Brisanz und auch traurige Aktuallität. Der klare, analytische Blick Fassbinders auf die Gesellschaft ist erschütternd komisch. Seine Fähigkeit, dabei einseitige Schuldzuweisungen zu vermeiden, hat das Inszenierungsteam um Martin Nimz fasziniert und schließlich dazu bewegt, dieses Stück neu zu entdecken. Es geht auch ihnen nicht darum, Menschen an den Pranger zu stellen, sondern der subtilen Gewalt des Alltags nachzuspüren. Gewalt, die wir ausüben, von der wir betroffen sind und die schließlich im morden endet... (Quelle: Kulturamt Pankow)  

Collage aus Texten: sie behandeln das faschistoide Grundverhalten im Alltag. Was passiert, wenn man nicht hinschaut? Wie schaut's aus, wenn was passiert. Eine Rahmenhandlung bildet in diesem Stück der authentische Fall der beiden Massenmörder Ian Brady und Myra Hindley, die in den sechziger Jahren als "Moormörder" in die Geschichte der Serien-Killer eingingen. (Quelle: www.undsofort.de)

URAUFFÜHRUNG: 17.3.1969, antiteater 

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: - 

THEATER: 1969, antiteater München

HÖRSPIEL: 19??, 54 Minuten

    

  

QUERELLE

REGIE, DREHBUCH und FILMSCHNITT: RWF

KINOFILM: 1982

    

  

RAINER WERNER FASSBINDER  

REGIE: Florian Hopf, Maximiliane Mainka

INFO: Dokumentation über RWF

URAUFFÜHRUNG: -

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: xxx 

INHALT: Weitere Informationen >>> Goethe-Institut

DOKUMENTATION: 1977, 29 Minuten

    

 

RWF - DAS LETZTE JAHR

REGIE: Wolf Gremm

DREHBUCH: Wolf Gremm

DOKUMENTATION: 1981

   

  

RAINER WERNER FASSBINDER

REGIE: Christian Braad-Thomsen

DREHBUCH: Christian Braad-Thomsen

DOKUMENTATION: 1972-74

   

  

LEBENSLÄUFE - RAINER WERNER FASSBINDER

REGIE: Peter W. Jansen

DREHBUCH: Peter W. Jansen

DOKUMENTATION: 1977

   

  

RIO DAS MORTES

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (Tanzpartner von Hanna Schygulla)

TV-FILM: 1970

   

  

SATANSBRATEN

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1976

   

  

SCHATTEN DER ENGEL

REGIE: Daniel Schmid

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (Raoul)

KINOFILM: 1975

   

  

SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS, DIE

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (Kinobesucher)

TV-FILM: 1981, SDR-Koproduktion

   

  

SONJA UND KIRILOW HABEN SICH ENTSCHLOSSEN, SCHAUSPIELER ZU WERDEN UND DIE WELT ZU VERÄNDERN

REGIE und DREHBUCH: Ursula Strätz

PRODUZENT: RWF

DARSTELLER: Lilith Ungerer (Sonja), Les Olvides (Kirilow)

INFO: Rainer Werner Fassbinder stellt Restmaterial des Films Götter der Pest zur Verfügung. Kurzfilm. Autobiographisch angelehnter Film an das Leben von Horst Söhnlein und Ursula Strätz.

URAUFFÜHRUNG: antiteater, 1969 

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: - 

KURZFILM: 1969

 

  

SPIEL DER VERLIERER

REGIE: Christian Hohoff

DREHBUCH: Christian Hohoff

FILMSCHNITT: RWF

URAUFFÜHRUNG: 13. Oktober 1978

KINOFILM: 1977

   

  

STADTSTREICHER, DER

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (junger Mann im Pissoir)

KURZFILM: 1966

  

  

SUPERGIRL

REGIE: Rudolf Thome

DREHBUCH: Max Zihmann, Rudolf Thome

DARSTELLER: RWF (Spaziergänger)

KINOFILM: 1970

   

  

THEATER IN TRANCE

REGIE: RWF

SPRECHER: RWF

DOKUMENTATION: 1981

   

  

THE LAST TRIP TO HARRISBURG (vormals "The Blue Train")

REGIE: Udo Kier

Stimme aus dem Off: RWF

INHALT: Komponist Helmut Zerlett: "The Last Trip to Harrisburg" war meine erste Film-Arbeit, damals initiiert von Udo Kier: Ein Kurzfilm, wo er beide Hauptrollen gespielt hat. Der Text stammt aus der Apokalypse, der Offenbarung Johannes' aus dem neuen Testament. Gesprochen wurde er von Rainer Werner Fassbinder. Es ist schon ein sehr abgehobener Film, der mit einer Art Weltuntergangsmusik unterlegt ist. Diese Arbeit hat meine Freude am Komponieren zu Bildern geweckt.

1976 kam Helmut Zerlett mit der Filmbranche in Kontakt und zwar mit niemand geringerem als Rainer Werner Fassbinder. Einer der Lieblingsschauspieler von Fassbinder, Udo Kier (spielte später mit Andy Warhol die Hauptrolle von Frankenstein und Dracula und Hauptrolle in "Die Geschichte der O.") kam mit einem 15minütigen Fassbinder-Film The Last Trip to Harrisburg" zu Zerlett.

Außergewöhnlich: Beide Hauptrollen wurden von Udo Kier gespielt, jedoch beide Stimmen von Fassbinder synchronisiert! Der Text zum Film stammte 1:1 aus der Apocalypse (Offenbarung des Johannes, letztes Kapitel des Neuen Testamentes). Die Grundstimmung des Films war ziemlich "weltuntergangsmäßig".  

KURZFILM: 1982-84

   

  

TONY'S FREUNDE

REGIE: Paul Vasil

DARSTELLER: RWF (Mallard)

INFO: Bei diesem Film hat u. a. Suzanne Doucet mitgespielt. Durch Informationen, die ich von Herrn Ulli Lommel bekam, konnte ich einen Kontakt zu Frau Doucet herstellen, und sie beschrieb das Film-Musical folgendermaßen:

"Tony's Freunde war ein sehr interessantes Musical. Im Original ein  französisches Musical "Copain, Clopant", das von Christian Kursner ins Deutsche übertragen wurde. Die Regie führte ein sehr begabter französischer  Regisseur, der in dieser Zeit ein paar absolut geniale Theateraufführungen in Deutschland gemacht hatte: PAUL VASIL. Paul Vasil war ein total unkonventioneller Regisseur, daher auch die außergewöhnliche Besetzung von Rainer Werner Fassbinder, Ilja Richter, Ulli Lommel und mir. Es spielte außerdem noch mit Peter Chatel, Rosemarie Fendel und Ortrud Beginnen. Rainer spielte einen Gangster (Mallard), der versucht, den aufsteigenden Gesangsstar, Titelrolle  Tony (gespielt von Christoph Fuchs), zu erpressen. Meine Rolle war Christine, und Ilja war mein Bruder Zaza. Wir, seine Freunde, helfen ihm und bringen den "Gangster" zur Strecke. Das Ganze wurde meines Wissens 1968 (August) in München für das ZDF gedreht und 1969 im Hauptprogramm um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Genaues Datum habe ich leider nicht.
Ich habe auf Grund dieser Sendung Ilja Richter (der damals 17 war) in meine Sendung '4-3-2-1' als Co-Moderator geholt. Mit Rainer habe ich mich gut verstanden. Er war sehr scheu und zurückhaltend, als Schauspieler hatte er absolut seinen eigenen Stil! Paul Vasil, der damals 26 Jahre alt war, starb leider sehr früh - ein paar Jahre später, deswegen hat man wohl auch nichts mehr von ihm gehört. Von Christoph Fuchs habe ich auch nie wieder etwas gehört... Ich kannte Paul Vasil schon vor diesem Musical. Meine Mutter, Helen von Muenchhofen, auch Schauspielerin (die mit Rosemarie Fendel, Ortrud Beginnen und Paul Vasil einige Theateraufführungen gemacht hatte), war sehr mit Paul Vasil befreundet. Paul war wiederum mit Fassbinder befreundet."

(Ich bedanke mich herzlich bei Suzanne Doucet für die ausführliche Beschreibung. rk)

URAUFFÜHRUNG: August 1968, ZDF 

TV-MUSICAL: 1967

   

  

UNVERNÜNFTIGEN STERBEN AUS, DIE (von Peter Handke)

REGIE: RWF

DREHBUCH: Peter Handke

DARSTELLER: Peter Roggisch, Elisabeth Schwarz, Elisabeth Trissenaar, Peter Franke

URAUFFÜHRUNG: Mai 1974, Schauspielhaus Frankfurt/Main

INHALT: Als das Siegen noch geschadet hat: Um lästige Konkurrenten auszuschalten und kleinere Mitbewerber zu ruinieren, schließen Unternehmer Hermann Quitt und vier Kollegen ihre Firmen zu einem Kartell zusammen. Quitt jedoch hält sich nicht an die Absprachen und nutzt seine Machtposition im Kartell aus, unterbietet alle Preise, um sich und sein Unternehmen zu bereichern und zu stärken. Erfolg-, siegreich und ohne Gegner fordert Quitt das Schicksal heraus: "Es wird eine Tragödie sein. Eine Tragödie aus dem Geschäftsleben, in der ich der Überlebende sein werde. Und mein Kapital in dem Geschäft, das werde nur ich sein, ich allein." Mit der Melancholie des Siegers, dem Wahnsinn des Überlebenden rennt Quitt am Ende mit dem Kopf gegen einen schwarzen Felsquader, auf dem in langsam verblassenden Lettern steht: "Das Schlimmste ist überstanden - unsere letzte Hoffnung". Das Stück wurde 1974 im Theater am Neumarkt in Zürich uraufgeführt. (Quelle: Inhaltsbeschreibung des Schauspielhauses Bochum)

Die vergebliche Suche des Helden nach der heroischen Großtat ist eine alte Komödienkonstruktion, in der sich auch Hermann Quitt, die Hauptfigur in Peter Handkes Kapitalismus-Parodie von 1973, wieder findet. In Zeiten »postheroischen Managements« möchte Quitt sein »altmodisches Ich-Gefühl als Produktivmittel einsetzen«. Mit vier anderen Unternehmern schließt er ein Kartell. Doch anstatt sich an die Absprachen zu halten, lässt er alle sozialen Spiel-Regeln hinter sich, unterbietet die abgesprochenen Preise und ruiniert so seine »Freunde«. Er will das kapitalistische Versprechen auf ungehemmte Entfaltung der Individualität für sich einlösen und die Wirklichkeit wieder zu fassen bekommen, die sich ihm so hartnäckig zu entziehen scheint. Quitt löst sich im Alleingang von den gesellschaftlichen Vereinbarungen und tritt ein ins vermeintliche Reich der Freiheit. Doch weder das Pathos eines heroischen »wahren« Lebens noch die erhoffte Erlösung von sich selbst stellt sich ein. So bleibt dem traurigen Herrn Quitt, der ein Held werden oder wenigstens keine Sehnsucht nach Heldentum mehr verspüren wollte, am Ende nichts anderes übrig, als sich auf eher klägliche Weise selber von der Bühne zu schaffen. (Quelle: Inhaltsbeschreibung des Burgtheaters Wien)

THEATER: 1974

   

  

VERBRECHER, DIE (von Ferdinand Bruckner)

REGIE: RWF

DARSTELLER: RWF (Kellner), Ursula Strätz (Kudelka), Peer Raben (Frank), Rudolf Waldemar Brem (Semmelweiß)

INFO: Nach der Kollektivinszenierung von Büchners Leonce und Lena, die mit aktuellen Bezügen vom Schahbesuch bis zu Beatles-Songs gespickt war, führte Rainer Werner Fassbinder erstmals im Dezember 1967 bei Bruckners Die Verbrecher allein Regie. Mit Klassikerinszenierungen, die kess die Staatstheater- Mentalität verhöhnten, mit einem Marieluise-Fleißer-Abend (Zum Beispiel Ingolstadt) wurde das Action-Theater zu einem Geheimtipp unter den Kritikern; mit dem Ensemble-Stück Axel Caesar Haarmann, einer Springer-Revue, als Antwort auf das Attentat auf Dutschke, deren Erlös, die der Programmzettel verkündete, dem Rechtshilfefonds des SDS zufloss, und mit dem Agitationsstück Chung, das während der Demonstration gegen die Notstandsgesetze aus der Straße aufgeführt wurde, geriet das Action-Theater in den Bannstrahl der Staatsmacht. Am 6. Juni 1968 wurde das Theater vom Amt für Öffentliche Ordnung geschlossen – wegen Mängeln an den elektrischen Leitungen (wie es offiziell hieß, rk). Ein Großteil der Action-Theaterleute gründete daraufhin das 'antiteater', das im Oktober 1968 sein neues Domizil im Hinterzimmer der Schwabinger Kneipe "Witwe Bolte" fand. (Quelle: Wolfgang Limmer: Rainer Werner Fassbinder, Filmemacher, Rowohlt-Verlag (Spiegel-Buch), 1982)  

URAUFFÜHRUNG: Dezember 1967, Action Theater, München. Fassbinder-Neuinszenierung: antiteater, im Stadttheater Essen, 1970

THEATER: 1967

   

  

WARNUNG VOR EINER HEILIGEN NUTTE

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT, DARSTELLER: RWF (Sascha)

KINOFILM: 1970

   

  

WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?

REGIE, DREHBUCH, FILMSCHNITT: RWF

KINOFILM: 1969

   

  

WELT AM DRAHT

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1973

SONSTIGES: film-dienst März 2010

   

  

WERWOLF

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

MITAUTOR: Harry Baer

DARSTELLER: Kurt Raab, Lilith Ungerer, Irm Hermann, Peter Moland und Harry Baer

INFO: Typoscript im Nachlass

URAUFFÜHRUNG: 19.12.1969 als Produktion des antiteaters im Forum-Theater Berlin

KRITIKEN ZUR URAUFFÜHRUNG: -

INHALT: Das Stück nimmt die freie Form von Preparadise sorry now auf: eine Collage von kurzen Szenen, die in jeder Inszenierung neu gruppiert werden können. Auch der Schreibprozess war ein Experiment, der Versuch, "zu zweit ein Stück zu schreiben. Zwar nicht so gemeinsam, dass wir uns zusammen in einen Raum setzten, sondern wir steckten vorher die Notwendigkeiten eines Stückes ab und sagen, du erzählst das und ich erzähle das. [...] Wir haben das Stück so konzipiert, indem ich die Story erzählen sollte, die konkrete Geschichte eines Jungen, und Harry Baer den gesellschaftlichen Hintergrund der Zeit". (Fassbinder im Gespräch mit Corinna Brocher, unveröffentlichtes Manuskript). Die beiden Autoren schreiben unabhängig voneinander die Texte. Erst in den Proben in Berlin wurde die Reihenfolge der Szenen festgelegt. (Quelle: Fassbinder im Verlag der Autoren: Sämtliche Stücke)

Anmerkung: Das o.g. "unveröffentlichte Manuskript" des Gespräches mit Corinna Brocher ist mittlerweile (April 2005) > als Buch erschienen < und enthält  s ä m t l i c h e  Interviews, die Rainer Werner Fassbinder gegeben hat.

THEATER: 1969

   

  

WHITY

REGIE: RWF

DREHBUCH und FILMSCHNITT: RWF

DARSTELLER: RWF (Gast im Saloon)

KINOFILM: 1970

   

  

WIE DEM HERRN MOCKINPOTT DAS LEIDEN AUSGETRIEBEN WURDE (von Peter Weiss)

REGIE: zusammen mit Jörg Schmidt

DARSTELLER: Hanna Schygulla und Lilith Ungerer (zwei Engel), sonst leider keine Information

URAUFFÜHRUNG: 10. Juli 1968 in den Münchner Kammerspielen, ab 13. Juli im Büchner-Theater.

INHALT: Herr Mockinpott sitzt unschuldig im Gefängnis. Für die Entlassung gibt er seine gesamten Ersparnisse aus und kehrt schließlich nach Hause zurück. Da muss er feststellen, dass seine Frau einen Liebhaber hat und  sein ehemaliger Arbeitgeber nichts mehr von ihm wissen will. Weder eine Herzoperation noch eine Fragestunde bei der Regierung bescheren ihm die erhoffte Erleichterung, schon gar nicht die gelegentlich erscheinenden Engel. Schließlich beschwert er sich beim „Lieben Gott“ und danach scheint es Mockinpott besser zu gehen – jedenfalls geht er besser, nachdem er endlich gelernt hat, seine Schuhe richtig anzuziehen. (Quelle: Kritik: SZ, 12.7.1968 (JvM): "Ein sommerliches Weihnachtsmärchen")

THEATER: 1968

   

  

WIE EIN VOGEL AUF DEM DRAHT

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-SHOW: 1974

   

  

WILDWECHSEL (nach dem Theaterst. von F. X. Kroetz)

REGIE: RWF

DREHBUCH: RWF

TV-FILM: 1972, SFB

   

  

WOHNGENOSSIN, DIE

REGIE: Nikos Perakis

TV-FILM: 1972/73

   

  

ZÄRTLICHKEIT DER WÖLFE

REGIE: Ulli Lommel

DREHBUCH: Kurt Raab

DARSTELLER, Schnitt: RWF (Wittkowski)

KINOFILM: 1973

   

  

ZUM BEISPIEL INGOLSTADT

REGIE: RWF zusammen mit Peer Raben

DREHBUCH: RWF

DARSTELLER: RWF (Franz), Kurt Raab (Onkel), Rudolf Waldemar Brem (Fabian), Hanna Schygulla (Marie), Lilith Ungerer (Linda), Gunter Krää (Leutnant)

INFO: Fassbinder-Neuinszenierung unter dem Originaltitel Pioniere in Ingolstadt am Stadttheater Bremen, 1971 (siehe auch Beschreibung Die Verbrecher).

THEATER: Action Theater, 1968

   

  

  

    

Nachfolgend von R.W.F. geplante Stücke, Filme, Aufführungen oder solche,

die nie zur Aufführung kamen bzw. verschollen sind: 

  

 

DER 30. Mai

DREHBUCH: RWF zusammen mit Susanne Schimkus

INFO: Laut Werkschau nicht realisiert

JAHR: 1967

  

  

DIE ERDE IST UNBEWOHNBAR WIE DER MOND

DREHBUCH: RWF

INFO: Laut Werkschau nicht realisiert

JAHR: 1974

  

  

HURRA, WIR LEBEN NOCH

INFO: RWF spricht zum Spielfilm auf Band

JAHR: 1980

 

 

ICH BIN DAS GLÜCK DIESER ERDE

DREHBUCH-Exposé für geplanten Film: RWF

INFO: Laut Werkschau nicht realisiert

JAHR: 1982

  

  

KOKAIN

DREHBUCH: RWF

INFO: RWF schreibt für Rialto Film / Horst Wendlandt hatte die Idee, das Buch von Pitigrilli zu verfilmen. Die Rollen sollten u.a. mit Ornella Muti, Romy Schneider und Brad Davis besetzt werden. - Übrigens: Ein äußerst bemerkenswerter Roman, ich habe ihn kürzlich gelesen (rk)

JAHR: 1980

  

  

DER MÜLL, DIE STADT UND DER TOD

DREHBUCH: RWF

INFO: Laut Fassbinder-Werkschau nicht realisiert.

NEWS: hr-online.de berichtet am 31.10.2010 über den "Skandal" vor 25 Jahren >>>

Das Stück wurde im April 1975 geschrieben, Fassbinder wollte es am Ende seiner Intendanz am Frankfurter Theater am Turm herausbringen: Die Proben hatten bereits begonnen, die Besetzung stand fest (u.a. Margit Carstensen als Roma B., Volker Spengler als Franz B., Kurt Raab als der reiche Jude). Die Inszenierung kam nicht mehr zustande. Die Publikation im nächsten Frühjahr löste eine heftige Debatte aus, in deren Verlauf der Suhrkamp-Verlag das bereits ausgelieferte Buch "Stücke 3" zurückrief und alle Exemplare einstampfen ließ. Fassbinders Stellungnahme: "Gegen mein Stück Der Müll, die Stadt und der Tod wird der Vorwurf erhoben, es sei 'antisemitisch'. Unter dem Vorwand dieses Vorwurfs wird von einzelnen Gruppen etwas ausgetragen, das ich in seiner Absicht und in seiner Konsequenz noch nicht begreifen kann, was aber mit mir und meinem Stück nichts zu tun hat. 

Zum Stück: Es gibt in der Tat unter der Vielzahl von Figuren in diesem Text auch einen Juden. Und das sicher nicht zufällig, gewiss. Dieser Jude ist reich, ist Häusermakler, trägt dazu bei, die Städte zuungunsten der Menschen zu verändern; er führt aber letztlich doch nur Dinge aus, die von anderen zwar konzipiert wurden, aber deren Verwirklichung man konsequent einem überlässt, der durch Tabuisierung unangreifbar scheint. Der Ort, wo man diesen Sachverhalt auch in der Realität entdecken kann, heißt Frankfurt am Main.

Die Sache selbst ist nichts anderes als eine Wiederholung, auf anderem Niveau zwar, aber doch eine Wiederholung der Zustände des 18. Jahrhunderts, als den Juden allein Geldgeschäfte erlaubt waren, und diese Geldgeschäfte, oft die einzige Möglichkeit der Juden zu überleben, zuletzt wieder nur denen Argumente lieferten, die sie quasi zu dieser Tätigkeit gezwungen hatten und die ihre eigentlichen Gegner waren. Nichts anders hier: Die Stadt lässt die vermeintlich notwendige Dreckarbeit von einem, und das ist besonders infam, tabuisierten Juden tun, und die Juden sind seit 1945 in Deutschland tabuisiert, was am Ende zurückschlagen muss, denn Tabus, darüber sind sich doch wohl alle einig, führen dazu, dass das Tabuisierende, Dunkle, Geheimnisvolle Angst macht und endlich Gegner findet.

Anders und vielleicht genauer gesagt, die, die sich gegen ein Aufreißen dieser Vorgänge wehren, sind die wahren Antisemiten, sind die, deren Motive man genauer untersuchen sollte; die, wann hat es das zuletzt gegeben, gegen den Autor eines Stückes mit Sätzen argumentieren, die er - um die kritisierbar und transparent zu machen - für seine Figuren erfunden hat.

Und natürlich gibt es in diesem Stück auch Antisemiten, leider gibt es sie nicht nur in diesem Stück, sondern eben beispielsweise auch in Frankfurt. Ebenso natürlich geben diese Figuren, und ich finde es eigentlich überflüssig, das zu sagen, nicht die Meinung des Verfassers wieder, dessen Haltung zu Minderheiten aus seinen anderen Arbeiten eigentlich bekannt sein sollte. Gerade einige hysterische Töne in der Diskussion um dieses Stück bestärken mich in der Angst vor einem 'neuen Antisemitismus', aus der heraus ich dieses Stück geschrieben habe." (aus: Fassbinder im Verlag der Autoren - Sämtliche Stücke)

JAHR: 1975

 

  

  

NUR EINE SCHEIBE BROT

DREHBUCH: RWF

INFO: Dialog über einen Auschwitzfilm, unveröffentlicht.

JAHR: 1965

  

  

OTHELLO

DREHBUCH: RWF

INFO: RWF beginnt nach Ende der Dreharbeiten In einem Jahr... am Schauspielhaus Frankfurt mit den Proben zu Othello. Gibt die Rolle nach den ersten Proben ab. Rolle: Jago, Regie: Peter Palitzsch

JAHR: 1978

  

  

ROSA L.

DREHBUCH: RWF

INFO: Während der Arbeit an diesem Drehbuch stirbt RWF am 10. Juni 1982

JAHR: 1982

  

  

SOLL UND HABEN

DREHBUCH: RWF

INFO: Geplantes TV-Projekt, DA in Zusammenarbeit mit H. Knopp, wird abgelehnt.

JAHR: ?

  

 

THIS NIGHT (verschollen)

DREHBUCH: RWF

INFO: Laut Werkschau keine Kopie erhalten

JAHR: 1966

  

  

TISCHTENNIS

DREHBUCH: RWF

INFO: Laut Werkschau nicht realisiert

JAHR: 1966

  

  

TROPFEN AUF HEISSE STEINE

DREHBUCH: RWF

INFO: Da ich in Büchern von/über/mit Rainer Werner Fassbinder  keine Inhaltsangaben gefunden habe, ist hier eine Inhaltsbeschreibung des von dem Franzosen François Ozon gedrehten Kinofilms aus dem Jahr 2000: "Ozon hat sich eines alten Fassbinder-Stückes angenommen und es in Form eines hermetischen Kammerspiels inszeniert – ein Bravourstück in jeder Hinsicht. Es ist die Geschichte von vier Menschen, die alle auf der Suche nach Liebe sind. Allesamt sind sie unschlüssig, schwanken in ihrer sexuellen Orientierung. Irgendwo in Deutschland in den 70ern. Leopold begegnet dem erst 20-jährigen Franz und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Die Beiden kommen sich näher und die 30 Jahre, die zwischen ihnen liegen, scheinen vergessen. Franz zieht bei Leopold ein... 'Ozon kompromittiert sein Personal nie, sondern schaut behutsam und äußerst subtil in die Abgründe, die hinter jedem Einzelnen liegen. Sein Film ist hochintelligent und doppelbödig, mitunter bitterböse und amüsant zugleich – und über allem liegt der famose Soundtrack mit deutschen 70er-Jahre-Hitparaden-Schmuseschlagern.'" (aus: Filmzeitschrift Der Schnitt)

JAHR: 1965

  

  

  

Anmerkung:

Da es oft schwierig war, die Eigenheiten der Fassbinder-Inszenierungen bei Hörspielen und Theaterstücken in Erfahrung zu bringen, habe ich manchmal auch auf Beschreibungen zurückgegriffen, die eher den klassischen Stücken entsprechen. Ich bitte dafür um Verständnis.

 

Das kleine "rk" bin übrigens ich.

  

  

    

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www.rosavonpraunheim.de (Film Rosa Arbeiter auf Goldener Straße)

www.cms.goethe.de (Film Ich will nicht nur, dass ihr mich liebt)

www.wernerenke.de (Eigene HP)

www.suzannedoucet.com (Eigene HP)

www.olafbruehl.de (Film Werwolf)

http://tvlizenz.swr-media.de (TV-Sendung Ende einer Kommune)

www.kinowelt-international.de (Dokumentation Ich will nicht nur, dass ihr mich liebt)

http://ssl.einsnull.com (Buch: "Fassbinder über Fassbinder")

www.margita-haberland.de (HP der Künstlerin)

http://film-dienst.kim-info.de (Artikel zum Film von Ralf Schenk)

www.peterkern.net 

 

  

   

  

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 19.09.2011

 

Ich glaube, dass diese Filmliste vollständig ist. Wer weiß mehr?