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Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1964 ...und ein wenig Zeitgeschichte
In
der Bundesrepublik werden 69 Spielfilme gedreht,
DEFA-Spielfilme: 15.
3. Januar: ZDF-Ausstrahlungsbeginn des "Gesundheitsmagazins PRAXIS" mit Hans Mohl. 22.
Januar - Goldene Leinwand: Der
Constantin-Filmverleih bekommt die erste Goldene
Leinwand für den Karl May-Film Der
Schatz im Silbersee. Die
Goldene
Leinwand wird künftig von er Zeitschrift "Filmecho-Filmwoche"
verliehen, wenn der Film innerhalb eines Jahres mehr als 3 Millionen Zuschauer
hat.
16. Januar: Verleihung des ersten Adolf-Grimme-Preises in Marl. Zu den ersten Preisträgern gehörten u.a. Peter von Zahn (Journalist) und Gerd Oelschlegel (Dramatiker, Regisseur, Drehbuchautor) für sein Fernsehspiel Sonderurlaub, welches eine gescheiterte Flucht aus der DDR zum Thema hat.
23.
Januar: Die
ARD zeigt das mehrfach preisgekrönte Dokumentarspiel In
der Sache J. Robert Oppenheimer
von Heinar
Kipphardt. Inhaltsangabe: Einer der
sogenannten Väter der Atombombe, J. Robert Oppenheimer, muss sich wegen
seiner pazifistisch und prokommunistischen Gesinnung vor einem
amerikanischen Untersuchungskomitee rechtfertigen. Auf der Grundlage von
historischen Dokumenten schrieb Heiner Kipphardt die Verhöre auf. Es
entsteht das Bild eines in einen Gewissenskonflikt kommenden
Wissenschaftlers, der sich die Folgen einer Forschung vorstellen kann.
25. Januar: Start der erfolgreichen Show Einer wird gewinnen (HR) mit Hans Joachim Kulenkampff.
6. Februar: Die ARD sendet das Fernsehspiel Dr. Murkes gesammeltes Schweigen von Dieter Hildebrandt und Rolf Hädrich nach einer Erzählung von Heinrich Böll.
Z 15./16. Februar: Auf dem Sonderparteitag der SPD wird Willy Brandt zum Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt.
Z 30. März: An den Ostermärschen der Atomwaffengegner nehmen inzwischen über 100.000 Menschen Teil.
1. April: ZDF-Ausstrahlungsbeginn des Feierabendmagazins Drehscheibe.
25. Mai: Ein "Panorama"-Bericht über die Zahl von noch immer tätigen Richtern und Staatsanwälten aus der NS-Zeit erregt großes Aufsehen.
28. Juni - Deutscher Filmpreis: Einen Spielfilm fand die Filmpreisjury in diesem Jahr preiswürdig: Kennwort: Reiher von Rudolf Jugert erhält das Filmband in Gold und eine Prämie von 350.000 Mark. Bei den Kurzfilmen werden die Regisseure Peter Schamoni und Haro Senft ausgezeichnet. Das Filmband in Gold als bester Drehbuchautor bekommt Will Tremper für Verspätung in Marienborn. Sonstige Filmbänder in Gold: Elisabeth Flickenschildt (Das große Liebesspiel); beste schauspielerische Leistung; Fritz Wepper (Kennwort: Reiher) bester Nachwuchsschauspieler; Sigfrit Steiner (Ein Mann im schönsten Alter).
Für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film erhielten u.a. je ein Filmband in Gold: Ludwig Berger, Ernst Deutsch, Paul Hartmann, Hilde Hildebrand, Pola Negri, Eugen Schüfftan.
18. August: Die ARD zeigt das Fernsehspiel Flug in Gefahr (SDR) nach einer Vorlage von Arthur Hailey in der Regie von Theo Mezger mit Hanns Lothar in der Hauptrolle.
2. Oktober: Die HR-Dokumentation »Deutschlands Osten - Polens Westen?« löst heftige Proteste der Vertriebenen-Verbände aus.
5. Oktober: Start des dritten Programms des Hessischen Rundfunks.
Z 10. - 25. Oktober: Die Olympischen Sommerspiele finden in Tokio statt und damit erstmals in Asien.
9. Oktober: Das ZDF eröffnet seine Unterhaltungssendung Vergißmeinnicht zugunsten der »Aktion Sorgenkind« mit Peter Frankenfeld, wobei erstmals zu Spenden für geistig und körperlich behinderte Menschen aufgerufen wird. Diese Institution besteht noch heute und heißt "Aktion Mensch".
Z 22. Oktober: Der Schriftsteller Jean Paul Satre lehnt den Literatur-Nobelpreis ab.
4. Dezember: Lou van Burg startet im ZDF die Show Der Goldene Schuß.
Ohne Datum: Beppo Brem und Maxl Graf sind die Hauptdarsteller der TV-Erfolgsserie Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger.
Mit Die Geschichte von Joel Brand (Regie: Franz Peter Wirth) beginnt eine Reihe von zeitgeschichtlich orientierten Fernsehspielen, das sogenannte Dokumentarspiel. Die Geschichte wurde von Heinar Kipphardt geschrieben und auch für das Radio bearbeitet und hat folgende Thematik: "Adolf Eichmann soll 1944 den Westalliierten angeboten haben, gegen eine Lastwagenlieferung von 10000 Stück eine Million Juden freizugeben. Mit diesem Gerücht sollen zwei Menschen in Verbindung gebracht werden: der Vorsitzende des Budapester Judenrates Dr. Kastner und der Kaufmann Joel Brand. Brand soll mit Eichmann (Beauftragter der Führers zur Endlösung der Judenfrage) die Verhandlungen geführt, aber nie abgeschlossen haben. Die Nazis deportierten 434000 Juden aus Ungarn nach Auschwitz. Am Ende des Stückes steht die Frage: Hätten sie gerettet werden können?" (Quelle: br-online)
Startschuss zur mehrteiligen TV-Serie Das Attentat. (Hinweis: 6teilige Dokumentarspielreihe, die sich mit den Anschlägen auf Engelbert Dollfuß, General Heydrich, Walter Rathenau, Leo Trotzki und General Schleicher befasste. Die Hauptdarsteller wechselten ebenso wie die Regisseure, unter letzteren waren zweimal Franz Peter Wirth. Leo Trotzki wurde eine Doppelfolge gewidmet, Regisseur war August Everding. Jede Folge hatte Spielfilmlänge.) (Quelle: Fernsehlexikon)
S o n s t i g e s Von
100 deutschen Spielfilmen spielen nur noch 18 in Deutschland.
Erste
Regiearbeiten von Robert
van Ackeren (Kurzfilm Einer
weiß mehr), Theodor
Kotulla (Dokumentation Camus
und Algier, George
Moorse (Kurzfilm Inside),
Ula
Stöckl (Kurzfilm Antigone). Erste
Spielfilme von Vlado Kristl (Der
Damm) und Michael Pfleghar (Die
Tote von Beverly Hills). Beim
Filmfestival von Tours gewinnt Roland
Klick mit Ludwig den Preis als
bester ausländischer Film. Je
eine Prämie in Höhe von 200.000 Mark des Bundesinnenministeriums bekommen die
Jungfilmer Alexander
Kluge, Volker
Schlöndorff und Peter
Schamoni für ihre Filme Abschied
von gestern, Der
junge Törless und Schonzeit
für Füchse. Ernst Lubitsch-Preis für Walter Buschhoff.
Z Die Modeschöpferin Mary Quant (geb. 1934) stellt den Minirock vor, der eine "Revolution in der Damenmode" einleitet.
B a m b i - S i e g e r Pierre Brice, Lil Dagover, Victor de Kowa, Heinz Rühmann und Liselotte Pulver (beliebteste Stars). Künstlerisch wertvollster Film war Die Tote von Beverly Hills. Kassenstärkste Filme waren Cleopatra, Winnetou I und Das Schweigen. Was weiter 1964 bei der Verleihung passierte, liest man auf der offiziellen Webseite www.bambi.de
B R A V O - O T T O - Leserwahl Kategorie Sänger: Gold Cliff Richard, Silber Freddy Quinn, Bronze Rex Gildo Kategorie Sängerinnen: Gold Connie Francis, Silber Conny Froboess, Bronze Rita Pavone Kategorie Schauspieler: Gold Thomas Fritsch, Silber Rock Hudson, Bronze Pierre Brice Kategorie Schauspielerinnen: Gold Sophia Loren, Silber Liselotte Pulver, Bronze Doris Day Kategorie TV-Star männlich: Gold Robert Fuller, Silber Edward Byrnes, Bronze Max Eckard Kategorie TV-Star weiblich: Gold Inge Meysel, Silber Petra Krause, Bronze Donna Reed
L i t e r a t u r Der
Film, Band 2: 1945 bis heute
von
Theodor Kotulla
(Hrsg.) Theater und Film im Dritten Reich von Sigbert Mohn Herrenpartie von Werner Jörg Lüddecke - Filmerzählung Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch
E i n i g e F i l m e d e s J a h r e s
Regie: Wolfgang Staudte Acht Mitglieder eines westdeutschen Gesangvereins kommen 1963 in ein jugoslawischen Dorf, das vor 20 Jahren Schauplatz einer brutalen Geiselerschießung durch deutsche Soldaten war. Sie sind plötzlich mit einer Gruppe unversöhnlicher Witwen konfrontiert. Die satirische Ausgangssituation wandelt sich zum realen Kampf, der mit einem Waffenstillstand endet. Der Schlusssatz ist pure Ironie: "Schwamm drüber. Wir Deutschen sind immer bereit, schnell zu vergessen." Darsteller: u.a. Götz George, Hans Nielsen.
Regie:
Konrad Wolf Ein ideologisches Psychodrama. Die Beziehung zwischen einer Lehrerstudentin und einem Chemiker in der DDR zerbricht, als der Mann aus beruflichen Gründen in den Westen geht, während sich die Frau für ein Verbleiben in ihren Arbeitszusammenhängen entscheidet. Erzählt aus der Perspektive der Frau, ist der Film ein Bekenntnis zur >neuen Gesellschaft< der DDR. Die Anstrengung, den Konflikt plausibel zu machen, ist bis in die metaphorische Bildsprache zu spüren. Defa-Film.
Regie: Rainer Erler Die Geschichte eines Mannes, der seine Seele verkauft, um ans große Geld zu kommen, als Parabel über arm und reich. Darsteller: Hanns Lothar, Wolfgang Reichmann.
Regie: Rudolf Jugert Psychodrama um Angst und Misstrauen zwischen flüchtenden alliierten Soldaten in Frankreich zur Zeit der deutschen Besetzung.
Regie: Jürgen Roland
Regie:
Vlado
Kristl Experimentell erzählte Dreiecksgeschichte: eine gelähmte Frau zwischen dem großen Starken und dem kleinen Schmächtigen.
Das Lamm Regie: Wolfgang Staudte
Einige D E F A-Filme des Jahres 1964 Schwarzer Samt - Regie: Heinz Thiel Die Hochzeit von Länneken - Regie: Heiner Carow Mir nach Canaillen - Regie: Ralf Kirsten Preludio 11 - Regie: Kurt Maetzig Die goldene Gans - Regie: Siegfried Hartmann
Das Lied vom Trompeter - Regie: Konrad Petzold Fritz Weineck, ein Arbeitersohn aus Halle, liebt die Musik schon von Kindesbeinen an - anfangs übte er Mundharmonika und spielte bald der "besseren Gesellschaft" zum Tanz. Als sein Freund Alfons als Krüppel aus dem Krieg zurückkehrt, schenkt er Fritz seine für ihn nutzlos gewordene Trompete. Fritz wird zum "kleinen Trompeter" der Genossen, der sein Instrument für politische Zwecke als Signalhorn nutzt, im verzweifelten Kampf um die Rechte der Arbeiter nach dem Sturz des Kaiserreichs. Doch dann kommt durch sein Verschulden ein Kamerad beim Kampf um ein Waffenlager ums Leben. Am 13. März 1925 avanciert Fritz zum Helden. Im Hallenser "Volkspark" findet eine große Kundgebung der KPD statt. Ernst Thälmann will zu den Arbeitern sprechen, doch die Polizei ist angewiesen, genau das zu verhindern. Mit brutaler Gewalt und Schüssen geht sie gegen die Masse vor. Fritz Weineck lässt ein Warnsignal, seine Trompete, erklingen. So kann Thälmann rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Der "kleine Trompeter" jedoch, einer der zuverlässigsten Kämpfer der Hallenser Arbeiterschaft, zahlt mit seinem Leben. (Quelle: Amazon/LOVEFilm)
Viel Lärm um nichts - Regie: Martin Hellberg Frisch vom Schlachtfeld, verbringt Don Pedro mit seinen Weggefährten Benedikt und Graf Claudio auf Einladung des Gouverneurs Leonato einen Monat in Messina. Während zwischen Claudio und Leonatos Tochter Hero die Liebe wie ein Blitz einschlägt, gerät der eingefleischte Junggeselle Benedikt wiederholt mit Leonatos schöner Nichte Beatrice aneinander. Beatrice hält nicht viel von Männern, und weiß das Benedikt in wohl gewählten Worten mitzuteilen. Für Unruhe sorgt außerdem Don Pedros Halbbruder Don Juan, der nichts unversucht lässt, die sich anbahnende Harmonie zu stören. (Quelle: Amazon/LOVEFilm)
Weitere Filme der DEFA von 1964 >>>
Schlagerhits des Jahres 1964 Rote Lippen soll man küssen - Cliff Richard Das kannst du mir nicht verbieten - Bernd Spier Oh my Darling Caroline - Ronny Liebeskummer lohnt sich nicht - Siw Malmquist Memphis Tennessee - Johnny River und Bernd Spier Kleine Annabell - Ronny I want to hold your hand - Beatles If I had a hammer - Trini Lopez Skinny Minny - Tony Sheridan and the Beat Brothers (oder ...and die Big Six) Shake Hands - Drafi Deutscher
G e b o r e n 30.03. Thomas Heinze, Schauspieler 02.06. Caroline Link, Autorin, Regisseurin 06.08. Anouschka Renzi, Schauspielerin 08.08. Jan Josef Liefers, Schauspieler 02.09. Anja Schüte, Schauspielerin 14.09. Martina Gedeck, Schauspielerin 03.10. Carin C. Tietze, Schauspielerin 09.12. Hape Kerkeling, Schauspieler + Comedian 19.12. Ben Becker, Schauspieler 24.12. Bernd Michael Lade, Schauspieler + Regisseur
G
e s t o r b e n
23. März: Peter Lorre (Weitere Bilder) 59, Schauspieler Zum
Beispiel Peter Lorre wurde am 26. Juni 1904 als Ladislav Loewenstein, Sohn jüdischer Eltern, in Rózsahegy/Österreich-Ungarn geboren. 1914 übersiedelte die Familie nach Mödling bei Wien. Zunächst besuchte er eine Wiener Bürgerschule, dann die Handelsschule und begann anschließend eine Lehre in der Wechselstube einer englisch-österreichischen Bank. Dem bohemienhaften Leben eher als dem bürgerlichen zugetan, verbrachte Lorre seine Abende und Nächte in Theatern und Kaffeehäusern und lernte bei dieser Gelegenheit den Bruder Jacob Morenos kennen. Der genaue Verlauf der Namensänderung von Loewenstein in Lorre lässt sich nicht mehr nachvollziehen, es dürfte sich bei "Lorre" um eine spielerische Umwandlung des Wortes "Rolle" handeln. Da in Berlin gleich nach der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 mit Hausdurchsuchungen bei Juden begonnen wird, reist Lorre überstürzt zu den Dreharbeiten für den Film Unsichtbare Gegner nach Wien und begibt sich danach von Österreich aus in die Emigration. Lorres weiterer Weg führt nach Paris, wo er vergeblich auf Rollenangebote wartet. Alfred Hitchcock holt den in Paris arbeitslosen Peter Lorre für The Man Who Knew Too Much (Der Mann, der zuviel wusste) nach London, von wo dieser geradewegs nach Hollywood gelangt. Anfangs wird Lorre dort noch sehr freundlich aufgenommen, sehr bald findet er sich durch die vorherrschende Studiopolitik jedoch auf die Rolle des "wahnsinnigen Mörders" festgelegt, da man in Hollywood von M - Eine Stadt sucht einen Mörder nur die Geschichte gehört, den Film aber nie gesehen hat. Das Foto wurde mit von www.einhorn-film.at zur Verfügung gestellt. Literatur: Friedemann Beyer "Peter Lorre: Seine Filme - sein Leben", Wilhelm Heyne Verlag ISBN 3-453-00658-5 und eine weitere Rezension des 1998 herausgegebenen Buches "Peter Lorre - Portrait des Schauspielers auf der Flucht", München: belleville, 1998).
13. April: Veit Harlan (Weitere Bilder) Regisseur, Schauspieler Veit Harlan - Des Teufels Regisseur und Kleine Biografie
Schauspieler Ernst Waldow besuchte die Schauspielschule am Königlichen Schauspielhaus in Berlin, später wechselte er zur Schauspielschule des Deutschen Theaters. Waldow erhielt nach seiner Schauspielerausbildung 1913 sein erstes Engagement am Lessingtheater Berlin. Danach trat er an zahlreichen Bühnen in verschiedenen Städten auf. Seine erste Filmrolle bekam er 1916 im Stummfilm Rübezahl's Hochzeit, und fortab sah man ihn als Nebendarsteller in zahlreichen Produktionen. Meist mimte er als Komiker Personen, die sich durch übertriebene Korrektheit oder Besserwisserei hervortun. Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Professoren und Lehrer, Direktoren und Vorgesetzte, wohlmeinend-nervige Nachbarn oder besorgte Väter setzte er in seiner charakteristischen Art in Szene. Außerhalb von Komödien war Ernst Waldow selten zu erleben. Am bedeutendsten dürfte in dieser Hinsicht seine Rolle in dem Film Affaire Blum (1948) sein, wo er als beschränkter Kriminalkommissar Schwerdtfeger einen Unschuldigen verfolgt. (Quelle: wikipedia)
17. September: Hans Moser (Weitere Bilder) Schauspieler Das Markenzeichen des Wiener Volksschauspielers und Vollblutkomikers Hans Moser war das "Nuscheln", das der Darstellung seiner populärsten Rollen - meistens "kleine Leute" und Diener aller Couleur - aufs beste entgegenkam. Er konnte dadurch in einem Augenblick von serviler Unterwürfigkeit zu abschätzigen Nörgeln an allem und jedem umschalten. So war er als Filmschauspieler sehr rasch auf den Typ des Wiener "Grantlers und Raunzers", mit letztlich doch weichem Herz festgelegt. Mit dem Film Hallo Dienstmann schuf er ein Wiener Original. Meisterhaft verkörperte er den Wiener Typ in den Filmen Familie Schimek, Das Ekel und Hofrat Geiger. Auch als Bühnenschauspieler am Theater in der Josefstadt, im Theater an der Wien und am Deutschen Theater war er meist auf solche Rollen festgelegt. Er feierte mit ebenso differenzierten Darstellungen volkstümlicher Nestroy- und Raimund-Figuren wie dem Hausdiener Melchior in Nestroys Einen Jux will er sich machen, rauschende Erfolge.
Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen: www.cyranos.ch (über Sigfrit Steiner, Hans Nielsen, Veit Harlan, Peter Lorre) www.filmportal.de (Will Tremper, Film Das große Liebesspiel, Eugen Schüfftan, Film Der Damm, Veit Harlan) www.filmmuseum-hamburg.de (über Veit Harlan) http://cms.goethe.de (Film Dr. Murkes gesammeltes Schweigen) www.krimiserien-heimat.eu (Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger) www.rolandklick.de (Film Ludwig) www.steffi-line.de (über Hans-Joachim Kulenkampff, Hans Moser) www.tatort-fundus.de (Bernd Michael Lade) http://tvlizenz.swr-media.de (Film Flug in Gefahr) wikipedia (Film In der Sache J. Robert Oppenheimer, über Heinar Kipphardt, Film Mir nach Canaillen!, Film Die goldene Gans) www.univie.ac.at (Rezension) www.virtual-history.com (Bilder Hans Moser) www.virtual-history.com (Bilder Veit Harlan) www.virtual-history.com (Bilder Peter Lorre)
Einige Filme, die auf dieser Seite erwähnt werden (...und bei Amazon bestellt werden können)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 24.10.2011
Alle Informationen sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden. Sollten sich doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.
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