Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1980

...und ein wenig Zeitgeschichte

    

  

    

  

 

In der Bundesrepublik werden 49 Spielfilme gedreht, in der DDR 15.

  

Mitbegründer der Partei

"Die Grünen": Otto Schily und Petra Kelly bei einer Pressekonferenz im März 1983

Foto: Engelbert Reineke,

Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), B 145 Bild-F065187-0022

Z 13. Januar - In Karlsruhe wird von linken ökologischen Gruppen die Bundespartei "Die Grünen" gegründet. Am 23. März werden in Saarbrücken die Grundzüge ihrer Politik mit den Worten: "ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei" festgelegt. Gründungsmitglieder sind Petra Kelly, August Haußleiter, Norbert Mann und Otto Schily

    

18. Januar - Bayerischer Filmpreis - Erstmals wird in München der Bayerische Filmpreis vergeben, mit diesem Preis sollen 'hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen' belohnt werden. Ministerpräsident Strauß hält die Rede und vergibt die Preise an folgende Künstler: Birgit Doll (Darstellung für Geschichten aus dem Wienerwald), Dominik Graf (Nachwuchsregie für Der kostbare Gast), Reiner Kunze (Drehbuch für Die wunderbaren Jahre), Hans Jürgen Syberberg (Gestaltung für den dritten Teil seines Films Hitler - Ein Film aus Deutschland).

  

31. Januar - Die erste Folge von "Verstehen Sie Spaß? - Streiche mit versteckter Kamera" wird ausgestrahlt. Showmaster ist der Schweizer Kurt Felix (gestorben am 16. Mai 2012 in St. Gallen).

  

18. bis 29. Februar - 30. Intern. Filmfestspiele Berlin - Jubiläumsfestival unter neuer Leitung (Moritz de Hadeln, Ulrich Gregor). Wettbewerbsbeiträge für die Bundesrepublik: Der Preis fürs Überleben von Hans Noever, Deutschland bleiche Mutter von Helma Sanders-Brahms, Palermo oder Wolfsburg von Werner Schroeter; für die DDR: Solo Sunny von Konrad Wolf. Die Jury teilt den Goldenen Bären zwischen Heartland (USA) und Palermo oder Wolfsburg. Beste Darstellerin: Renate Krößner (Solo Sunny).

 

Das Forum zeigt u. a. die Filme Hungerjahre in einem reichen Land, Etwas tut weh (Dokumentarfilm von Recha Jungmann) und Die Kinder aus Nr. 67 (oder Heil Hitler, ich hätt gern 'n paar Pferdeäppel) von Usch Barthelmeß-Weller und Werner Meyer

   

Die Retrospektive ist dem 3-D-Film und dem Gesamtwerk von Billy Wilder gewidmet.

  

Z Januar - Gerhart Baum, seinerzeitiger Bundesinnenminister, kann das Verbot der rechtsextremen "Wehrsportgruppe Hoffmann" durchsetzen, weil sie eindeutig gegen das Grundgesetz gerichtete Ziele verfolge. Am 17. Juni 1981 wird der Anführer der "Wehrsportgruppe Hoffmann", Karl-Heinz Hoffmann (geb. 1937) auf dem Flughafen in Frankfurt am Main festgenommen.

(Info: aus  www.hdg.de

  

Z 23. - 24. Februar - Die XIII. Olympischen Winterspiele finden in Lake Placid/USA statt.

  

14. April - Oscar für Die Blechtrommel - In der Kategorie "nichtenglischsprachiger Film" wird in Hollywood Die Blechtrommel von Volker Schlöndorff mit einem "Oscar" gewürdigt. Es ist der erste deutsche Spielfilm, der diese Auszeichnung erhält. Außerdem erhält er in Deutschland die 'Goldene Leinwand' für mehr als 3 Millionen Zuschauer in 18 Monaten.

  

28. April - Der BR beginnt - zunächst noch in seinem Dritten Programm - mit der Ausstrahlung der Talk-Reihe Heut' abend mit Joachim Fuchsberger, die sich in 300 Folgen bis zum Januar 1991 zu einer der erfolgreichsten Talk-Shows der 80er Jahre entwickelt. In den Jahren seiner Sendereihe hatte Fuchsberger wirklich namhafte Künstler zu Gast: Liselotte Pulver, Uschi Glas, Udo Jürgens, Jupp Derwall, Dr. Mildred Scheel, Max Schmeling, Peter Fonda, Hardy Krüger, Dieter Hallervorden, Helga Feddersen, Thomas Gottschalk, Prof. Heinrich Harrer, Hermann van Veen, André Heller, Max Grundig, Harry Belafonte, Max Schautzer, Boris Becker, Iris Berben, Klausjürgen Wussow und viele andere. 

  

Z 30. April - Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande.

  

Z 2. Juni - Der "Zauberwürfel" des Erfinders Ernő Rubiks tritt seinen Siegeszug durch die Spielzeug- und sonstigen Läden an.

  

Z 11. - 22. Juni - Die Fußballmannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird Europameister gegen ein 2:1 gegen Belgien.

      

12. Juni - Start der Kabarett-Reihe Scheibenwischer in der Regie von Sammy Drechsel in der ARD.

 

13. Juni - Deutscher Filmpreis

Film

Kategorie

Preisträger

Preis

1 + 1 = 3 Darstellerische Leistungen Adelheid Arndt Filmband in Gold
1 + 1 = 3 Drehbuch und Regie Heidi Genée Filmband in Gold
1 + 1 = 3 Programmfüllende Spielfilme Genée und von Fürstenberg Filmband in Silber
Als die Igel größer wurden Kurzfilme Winzentsen Filmband in Silber
Der Aufstand Filmschnitt Siegrun Jäger Filmband in Gold
Der Aufstand Programmfüllende Spielfilme Provobis / Independent / von Vietinghoff Filmband in Silber
Das Ende des Regenbogens Darstellerische Leistungen Thomas Kufahl Filmband in Gold, Stipendium
Das Ende des Regenbogens Programmfüllende Spielfilme Basis-Film Filmband in Silber
Execution - a study of Mary Kurzfilme Muvie / Mikesch Filmband in Silber
Fabian Ausstattung Jan Schlubach Filmband in Gold
Geschichten aus dem Wienerwald Programmfüllende Spielfilme MFG-Film Filmband in Silber
Die Kinder aus Nr. 67 Nachwuchsregie Usch Barthelmeß-Weller / Werner Meyer Filmband in Gold, Stipendium
Die Kinder aus Nr. 67 / Die letzten Jahre der Kindheit Kameraführung Jürgen Jürges Filmband in Gold
Le Manège de Petit Pierre Kurzfilme Windrose Filmband in Silber
Lena Rais Darstellerische Leistungen Nicolaus Paryla Filmband in Gold
Lena Rais Darstellerische Leistungen Krista Stadler Filmband in Gold
Lena Rais Programmfüllende Spielfilme Christian Rischert Filmband in Silber
Die letzten Jahre der Kindheit Programmfüllende Spielfilme FFAT / Pro-ject Filmband in Silber
Monarch Programmfüllender Film o.  Spielhandlung R. Ziegler Filmband in Silber
Die Ortsliebschen Frauen Programmfüllende Spielfilme Solaris / von Vietinghoff / Frankenberg Filmband in Silber
Die Ortsliebschen Frauen / Die Reinheit des Herzens Filmmusik Peer Raben Filmband in Gold
Quai de Valmy Kurzfilme A. und Renate Härtl Filmband in Silber
Die Schwestern oder die Balance des Glücks Darstellerische Leistungen Jutta Lampe Filmband in Gold
Valse Triste Kurzfilme R. Ziegler Filmband in Silber

  

  

   

22. Juni - Max-Ophüls-Preis - In Saarbrücken wird erstmals der 'Max-Ophüls-Preis' verliehen. Er soll deutschsprachigen Filmnachwuchs ehren und ist mit 10.000 Mark dotiert. Im ersten Jahr geht der Preis an den Film Der Willi-Busch-Report von Niklaus Schilling

  

Z 19. Juli - 3. August - Die XXII. Olympischen Sommerspiele finden in Moskau /UdSSR statt. Aus Protest gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan verzichten 30 Staaten, darunter die USA und die Bundesrepublik Deutschland, auf eine Teilnahme. (Info: aus  www.hdg.de

  

19. September - Das ZDF zeigt Peter Kriegs Dokumentarfilm Septemberweizen.

Amazon schreibt: "Septemberweizen ist ein Film über und gegen die Mythen, die sich um Weizen, Hunger und die ranken, die damit umgehen. Josef von Ägypten ist der erste dieser mythischen Figuren. Seinen Ruf als Ernährer verdankt er einer gutorganisierten Spekulation gigantischen Ausmaßes. Selbst in der Bibel ist erkennbar, dass Josef die Hungersnot, der er seinen Ruf verdankt, selbst erzeugte. Josef der Ernährer ist die einzig durchgehende Figur in "Septemberweizen", und seine Legende, in den Kontext unserer Zeit gestellt, erweist sich im Lauf des Films als aktuelles Vorbild für viele moderne Josefs - Weizenhändler, Spekulanten, Politiker. "Septemberweizen" ist auch ein Film über den amerikanischen Weizen, der den Weltmarkt bestimmt - die Methoden sind international, die Auswirkungen global. Septemberweizen ist mehr noch ein Film über Hunger - in den reichen wie in den armen Ländern. Der Film forscht nach den Ursachen des Hungers in einer Zeit des Überflusses, er fragt nach den Motiven, die Weizen zur Ware und zur Waffe, Menschen zu Opfern des Wohlstandes, Natur zum Feind werden lassen. Der Film ist in sieben Kapitel unterteilt, die vor allem Fragen stellen und Widersprüche aufzeigen sollen."

  

Z 1. Oktober - Zwei Töchter und ein Neffe des deutschen Journalisten Dieter Kronzucker werden von ihren Entführern nach mehrwöchiger Entführung in Italien gegen ein Lösegeld in Millionenhöhe freigelassen. (Quelle: wikipedia)

   

12. Oktober - 29. Dezember - Das bisher größte Serienprojekt des WDR, die 13teilige Verfilmung von Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz, in der Regie von Rainer Werner Fassbinder (Hauptrolle: Günter Lamprecht), wird nach der Uraufführung am Sonntag, dem 12. Oktober, jeweils montags um 21:30 Uhr ausgestrahlt.

  

14. Oktober - In Neubrandenburg wird der Dokumentarfilm Lebensläufe - Die Geschichte der Kinder von Golzow uraufgeführt. Es ist ein Teil einer Langzeit-Dokumentation, die als Chronik einer Schulklasse begonnen hat. Die weitere Chronik dokumentiert seit 1990 das Leben und die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung. Weitere Informationen auf der offizielleb Webseite zum Film des Dokumentarfilmers Winfried Junge (www.kinder-von-golzow.de)

 

27. Oktober - Ein umstrittener und erheblich gekürzter Film über die Atompolitik in der Bundesrepublik am Beispiel von Gorleben kommt ins Dritte Programm des WDR.

  

Z 18. Dezember - Obwohl die Veröffentlichung des Romans "Mephisto" von Klaus Mann wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte an Gustaf Gründgens 1968 gerichtlich untersagt worden war, wird er vom Rowohlt Taschenbusch Verlag veröffentlicht. (Info: aus  www.hdg.de

 

    

S o n s t i g e s  /  O h n e  D a t u m

 

Erfolgreichster deutscher Film des Jahres wird - völlig überraschend - Peter F. Bringmanns Kinoerstling Theo gegen den Rest der Welt mit Marius Müller-Westenhagen in der Titelrolle, der zuschauerzahlenmäßig sogar Die Blechtrommel überrundet und somit bis dahin zum erfolgreichsten deutschen Film aller Zeiten wird.

   

In Berlin gründen Ulrike Ottinger, Ula Stöckl, Helke Sander, Helma Sanders-Brahms, Jeanine Meerapfel, Jutta Brückner u.a. den Verband der Filmarbeiterinnen und fordern: "50 % aller Mittel für Filme, Produktionsstätten und Dokumentationsvorhaben, 50 % aller Arbeits- und Ausbildungsplätze, 50 % aller Gremiensitze und Förderung für den Verleih, Vertrieb und Abspielstätten für Filme von Frauen."

   

FIPRESCI-Preis für Hungerjahre in einem reichen Land von Jutta Brückner.

   

In Venedig ist Rainer Werner Fassbinders 14teilige TV-Verfilmung von Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz die Attraktion des Festivals.

   

Katharina Thalbach und Otto Sander werden mit dem Darstellerpreis des Bundesverbandes der Fernseh- und Filmregisseure (Chaplin-Schuh) ausgezeichnet.

   

Der Preis der deutschen Filmkritik geht an Frießners Erstlingswerk Das Ende des Regenbogens.

  

Die Reinheit des Herzens entsteht unter der Regie von Robert van Ackeren mit Elisabeth Trissenaar, Matthias Habich und Marie Colbin.

 

Nach den Lebenserinnerungen der Janina David (glänzend gespielt von Dana Vavrova) werden unter Regie von Franz Peter Wirth acht Folgen Ein Stück Himmel produziert mit den Titeln: 1. Das Ende des Friedens, 2. Die verbotene Stadt, 3. Im Ghetto gefangen, 4. Die Endlösung, 5. Abschied von der Kindheit, 6. Zuflucht im Kloster, 7. Kampf um Warschau, 8. Die letzten Tage des Krieges.

Für die Darstellung des jüdischen Mädchens, das sich nach der deutschen Invasion Polens im Zweiten Weltkrieg versteckt, wurde Dana Vavrova unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

     

Wolfgang Panzer führt Regie in Matto regiert.

 

Die 100. Folge der Serie Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger wird am 26. März abgedreht.

  

  

John Lennon - Foto: Roy Kerwood

Beatle John Lennon, 1969, während einer Probe zu "Give Peace a Chance"

Foto: Roy Kerwood

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M U S I K A L I S C H E S  1960

  

  

  • 1980 hatten etliche Künstler einen Hit gelandet, zu ihnen gehörte Mike Krüger mit "Der Nippel", Roland Kaiser mit "Santa Maria" und Peter Maffay mit seinem Album "Revanche". Groß heraus kam auch die Goombay Dance Band mit ihrem Super-Sommerhit "Sun of Jamaica". 

  • Einen Riesenhit hatte auch die Gruppe Pink Floyd mit ihrem Album "The Wall", welches sich fast 20 Wochen in den deutschen Charts behaupten konnte. 

  • Johnny Logan gewinnt am 19. April in Den Haag mit dem Lied "What's Another Year" den 25. Eurovision Song Contest.

  • Folgende Bands haben 1980 ihr Gründungsjahr: "Böhse Onkelz", "Bad Religion", "Depeche Mode", "Manowar" und "New Order".

  • Das Musikjahr 1980 wurde mit einem traurigen Ereignis beendet. Am 8. Dezember wurde John Lennon in New York von einem geistig verwirrten Mann auf offener Straße erschossen.

 

A k t u e l l e   H i t s  1980

 

Maybe - Thom Pace

Sun Of Jamaica - Goombay Dance Band

Another Brick in The Wall - Pink Floyd

It's A Real Good Feeling - Peter Kent

Der Nippel - Mike Krüger

Santa Maria - Oliver Onions

Super Trouper - ABBA

D.I.S.C.O - Ottawan

Boat On The River - Styx

The Ballade Of Lucy Jordan - Marianne Faithful  

Highway To Hell - AC/DC

El Lute - Boney M.

Tusk - Fleedwood Mac

   

  

B A M B I - S i e g e r  1980

 

- Amii Stewart - Rocky-Bamby

- Dschingis Khan - Rocky Bamby

- Bruno Moravetz - Redaktionsbamby

- Dagmar Berghoff für ihre Moderation

- Gustav Knuth für seine Rolle in Der Eiserne Gustav

- Julia Migenes - Redaktionsbamby

- Michael Schanze für die Kindersendung "1, 2 oder 3"

- Peter Maffay - Rocky Bamby

- Journalist Peter Scholl-Latour

- Produzent und Komponist Ralph Siegel

- Rudi Carrell für "Am laufenden Band"

- Teddy Podgorski

- Thomas Ohrner

- Walter Kempowski

  

Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1980

 

Werner Baecker Autor und Moderator "New York, New York"
Leonard Bernstein Interpretation der neun Beethoven-Symphonien
Grit Boettcher u. Harald Juhnke für ihre Rollen in "Ein verrücktes Paar"
Hansjörg Felmy 2. Platz als beliebtester Krimiheld
Peter Gatter ARD Korrespondent im Warschau
Elke Heidenreich Autorin und Moderation bei "Spielraum"
Gertraud Jesserer für ihre Hauptrolle in Glaube, Liebe, Hoffnung
Dieter Meichsner für Produktion Das wiedergefundene Paradies und Marathon in New York
Erik Ode 3. Platz als beliebtester Krimiheld
Horst Tappert 1. Platz als beliebtester Krimiheld
Fritz Wepper für seine 157 Einsätze als Assistent in der TV-Serie "Derrick"
Kottan ermittelt als Beste Krimiserie (HörZu Österreich)
Michael Schanze für die Kindersendung "1, 2 oder 3"
Herbert Reinecker als Krimi- und Special-Autor

(Quelle: www.goldenekamera.de)

  

  

B R A V O - O T T O - Leserwahl 1980

 

Kategorie männliche Filmstars: Gold Matt Dillon, Silber Terence Hill, Bronze John Travolta

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Kristy McNichol, Silber Olivia Pascal, Bronze Tatum O'Neal

Kategorie Beat-Gruppen: Gold The Teens, Silber Abba, Bronze Kiss

Kategorie Sänger: Gold Leif Garrett, Silber Peter Maffay, Bronze Cliff Richard

Kategorie Sängerinnen: Gold Olivia Newton-John, Silber Suzi Quatro, Bronze Diana Ross

Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Farrah Fawcett, Silber Désirée Nosbusch, Bronze Jaclyn Smith

Kategorie TV-Stars männlich: Gold Robert Ulrich, Silber Thomas Ohrner, Bronze Thomas Gottschalk

Kategorie Sportler: Gold Karlheinz Rummenigge, Silber Hansi Müller, Bronze Björn Borg

Kategorie Sportlerinnen: Gold Christa Kinshofer, Silber Dagmar Lurz, Bronze Tina Riegel

   

     

L I T E R A T U R  1980

 

"Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930 - 1960" von Christa Bandmann und Joe Hembus. München: Wilhelm Goldmann, 263 Seiten. Faktisch recht nützlich, aber die Film-Bewertungen klingen oft abgegriffen. 

       

 

E i n i g e   K i n o-  u n d  F e r n s e h f i l m e   d e s   J a h r e s  1980

   

Solo Sunny

(R: Konrad Wolf)

Eine einsame, emanzipierte Schlagersängerin zieht mit einer Band durch die DDR-Provinz und gerät in den krisenhaften Widerspruch zwischen eigenem Lebensanspruch und allgemeiner Lethargie. Das Milieustück erinnert in seiner Genauigkeit an die Berlin-Filme von Gerhard Klein und Kohlhaase aus den 50er Jahren.

Darsteller: Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp, Dieter Montag

  

  

Hungerjahre in einem reichen Land

(R, DA: Jutta Brückner)

  

  

Deutschland bleiche Mutter

(R, DA: Helma Sanders-Brahms)

     

  

Palermo oder Wolfsburg

(R, DA: Werner Schroeter)

Der Film thematisiert die unterschiedlichsten Lebensgefühle in Süd und Nord. Erzählt wird die Geschichte eines italienischen Hilfsarbeiters, der in der VW-Stadt gedemütigt wird und zwei Männer niedersticht. Vor Gericht schweigt er und erlebt Visionen. Ein 'Zwitterfilm' (Wolfram Schütte), der in drei Akten seine These visualisiert.

Darsteller: Nicola Zarbo, Brigitte Tilg, Magdalena Montezuma, Otto Sander.

     

  

Berlin Alexanderplatz

(R, DA: Rainer Werner Fassbinder)

    

 

Kinoplakat "Berlin Chamissoplatz"; mit freundl. Erlaubnis Moana-Film

Berlin Chamissoplatz

(R: Rudolf Thome)

Anna (Sabine Bach) trifft Martin (Hanns Zischler) auf deem Chamissoplatz. Er ist Architekt und mit dem Sanierungsprogramm für dieses Wohngebiet beauftragt. Anna interviewt ihn mit einer Videokamera, sie wohnt selbst dort. Martin gibt ihr seine Karte. Bei der Versammlung der Mietergruppe wird das Material diskutiert. Anna sucht Martin in seinem Büro auf, um weitere Informationen zu bekommen. Später treffen sie sich in einem Restaurant wieder. Martin ist dreiundvierzig, Anna ist vierundzwanzig. Martin ist verzaubert. Als er sie das nächste Mal nicht erreicht, schläft er im Auto vor ihrer Haustüre Eines Nachts steigt er auf das Dach ihres Nachbarhauses, um ihr auf abenteuerliche Weise seine Liebe zu erklären. Und als er sich an den Flügel setzt, um ihr ein Liebeslied zu singen, vergißt sie das Weinglas in ihrer Hand. Anna widerspricht nicht, als Jörg (Wolfgang Kinder), mit dem sie bislang zusammen war, mühsam ihren Wohnungsschlüssel von seinem Schlüsselbund nestelt.

Im Rauch ihrer Verliebtheit fahren sie nach Italien. Dort, am Meer, sagt ihm Anna, daß sie ein Kind erwartet. Martin ist überrumpelt. Wird sein Traum das aushalten? Zurück in Berlin kommen sie gerade rechtzeitig zum Mieterfest der Leute vom Chamissoplatz. Martin kommt sich dort etwas verloren vor. In dem Aufklärungsblatt der Mietergruppe entdeckt er seine eigenen vertraulichen Informationen zu den Hintergründen der Sanierung - mit Nennung seines Namens.

Wütend und enttäuscht verläßt Martin die Szene und fährt weg. Als Anna ihm nachläuft, bleibt er nicht stehen. Sie fährt ihm nach…

(Text und Plakatabdruck mit freundl. Erlaubnis Rudolf Thome/Moana-Film)

    

  

Was soll'n wir denn machen ohne den Tod

(R, DA, Ka: Elfi Mikesch)

"Ein optisch-akustisches Gedicht aus Bildern, Gesprächen, Zitaten, Musik. Ein Dokumentarfilm über psychische Innenräume." (Wilhelm Roth. Jahrbuch Film 80/81).

       

  

Der Kandidat

(Gemeinschaftsfilm v. Stefan Aust, Alexander von Eschwege, Alexander Kluge und Volker Schlöndorff.)

Collage über Franz Josef Strauß, der im Herbst 1980 für die CDU/CSU als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf ziehen will.

    

  

Die Reinheit des Herzens

(R, DA: Robert van Ackeren)

   

  

Theo gegen den Rest der Welt

(R: Peter F. Bringmann)

    

  

G e b u r t s t a g e  1980

 

27.01.  Eva Padberg, deutsches Fotomodell

22.02.  Jeanette Biedermann, Schauspielerin

24.04.  Julia Hummer, Schauspielerin

06.05.  Wolke Hegenbarth, Schauspielerin

13.06.  Sarah Connor, Schauspielerin

16.06.  Sibel Kekilli, dt.-türkische Schauspielerin

 

   

   

G e s t o r b e n  1980

  

24. Januar - Lil Dagover, Schauspielerin

In Fritz Langs Harakiri spielte sie ihre erste große Rolle, ihre letzte 1979 in Maximilian Schells Geschichten aus dem Wienerwald. Sie war eine der großen Stars der Stummfilmzeit und des Tonfilms der 1930er-Jahre. Martha Seubert - so ihr richtiger Name -wird als Tochter eines Forstbeamten in holländischen Diensten in Madiun auf Java geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter wächst sie bei Verwandten in Tübingen auf und besucht dort die Höhere Mädchenschule.

1904 spielt sie noch unter Martha Seubert Theater an in Lübeck, dann in Bremen und in Frankfurt/Main. 1908-1918 ist sie als Sängerin in Operetten am Städt. Theater in Leipzig engagiert, wobei sie bereits seit 1913 auch vor der Filmkamera stand. In diesem Jahr heiratet sie den Schauspieler Fritz Daghofer, mit ihm hat sie eine Tochter. Scheidung dann sieben Jahre später.

Lil Dagover, 1919

Fotograf: Alexander Binder

Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Ein Fotograf überredet sie dazu, vor der Kamera indische Tänze vorzuführen. Mit diesen Aufnahmen, die bis heute erhalten sind, stellt sie der Regisseur Robert Wiene in Berlin bei Filmproduzenten und Regisseuren vor. Seubert gibt unter ihrem Künstlernamen Lil Dagover und nach dem Film Harakiri hat sie die Hauptrolle in Wienes Cabinet des Doktor Caligari und spielt dort eine Patientin in einer Nervenheilanstalt. Dafür, dass sie nie eine Schauspielschule besucht hat, legt sie in den kommenden Jahren eine beachtliche Karriere hin. Aber ihre Filme verloren das künstlerische Niveau der Anfänge und so drehte sie Unterhaltungsfilme, Gesellschaftsdramen, auf die Lil Dagovers sprichwörtliche Schönheit zugeschnitten war. Dagover feiert große Filmerfolge in der Blüte des deutschen Stummfilms. Sie spielt in Phantom (1923) und Tartüff (1925) von Friedrich Wilhelm Murnau sowie in Fritz Langs Der müde Tod (1921) und in dessen Dr.-Mabuse-Filmen (1922). In dieser Zeit kristallisiert sich in ihrer Art des Schauspielens schon der Typus der "Dame" heraus, den sie auch in den folgenden Jahren verkörpert. 

Lil Dagover, 1927

Fotograf: Alexander Binder

Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

1926 heiratet sie den zwölf Jahre jüngeren Produktionsleiter Georg Witt, der viele ihrer zukünftigen Filme produziert. Für die Rolle der "Schönheit" in Jedermann holt sie Max Reinhardt, ans Theater in der Josefstadt in Wien. Ihre erste Tonfilmrolle 1930 spielte sie in Erich Waschnecks Krimikomödie Va Banque. 1931 musste die Diva erfahren, dass sie in Hollywood nicht den erhofften Durchbruch hatte mit "The Woman from Monte Carlo", so dass sie wieder nach Deutschland zurückkommt.

Kai Weniger schreibt: "Den Übergang zum Tonfilm bewältigte Lil Dagover mühelos, und im Laufe der 1930er-Jahre gelang ihr, ohne Karriereknick, der Wechsel in das Charakterfach. Im Dritten Reich wurde die stets Wert auf Stil legende Künstlerin zunehmend als die "grande dame" 'vom Dienst' (Franziska von Hohenheim in Friedrich Schiller, Kaiserin Eugénie in Bismarck) besetzt, eine Rolle, die sie am wirkungsvollsten in Heinz Hilperts Lady Wintermeres Fächer mit Leben ausfüllen konnte. Seit den späten 30er-Jahren konzentrierte sich Lil Dagover auf die Arbeit am Theater, wo sie vor allem in Amphitryon, Kabale und Liebe, Gigi, König Ödipus, Ein Kirschgarten, Ein Wintermärchen und zuletzt, 1964, Die Irre von Chaillot (Titelrolle) reüssieren konnte. Auch nach dem Krieg setzte sie ihre Filmkarriere fort, nunmehr mit kleineren Charakterparts. 1955 spielte Lil Dagover eine der Hauptrollen, die k.u.k.-Kaiserin Elisabeth (Sissi), in dem Historienbilderbogen Kronprinz Rudolfs letzte Liebe. Erst 1961 stand sie mit der Titelrolle im Edgar Wallace-Krimi Die seltsame Gräfin wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Diesmal war sie die skurrile, mysteriöse und kriminelle Lady Moron. Damit beendete Lil Dagover vorläufig ihre Kinolaufbahn."

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 2, S. 252 - mit Erlaubnis des Autors)

 Weitere Filme mit Lil Dagover sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

 

3. Februar - Klaus Brasch, deutscher Schauspieler. 

Bruder des Regisseurs und Schriftstellers Thomas Brasch.

  

  

 

6. Februar - Franz Schafheitlin, deutscher Schauspieler.

  

   

 

21. Februar - Alfred Andersch, Schriftsteller

  

   

 

22. Februar - Oskar Kokoschka, österreichischer Schriftsteller und Maler des Expressionismus

  

  

 

  

Olga Tschechowa (li.) und Winnie Markus

in "Gefährlicher Frühling" aus dem Jahre 1943

Regie: Hans Deppe

©Murnau-Stiftung

  

9. März - Olga Tschechowa, Schauspielerin

Olga Tschechowa, *26. April 1897 in Alexandropol (heute: Kumairi/Armenien), war eine deutsche Schauspielerin russischer Herkunft. (Geburtsname: von Knipper). Nach einer Schauspielausbildung in Moskau emigrierte sie 1921 nach Deutschland und wurde im gleichen Jahr von Friedrich Wilhelm Murnau für den Film Schloß Vogelöd entdeckt. Ihr Bühnendebüt gab sie 1925 am Berliner Renaissance Theater. Unter der Regie von René Clair spielte sie 1927 in der Komödienverfilmung Der Florentiner Hut. Neben Lilian Harvey wirkte sie 1930 am Lustspiel Die Drei von der Tankstelle mit. Zu ihrem Filmpartnern gehörten Ewald Balser und Willy Birgel. Ihr Rollentyp wandelte sich von der mondänen Dame zur willensstarken Frau und Mutter. Sie gründete ohne großen Erfolg eine eigene Filmgesellschaft und 1955 eine international bekannte Kosmetikfirma. Ihre Tochter Ada Tschechowa und ihre Enkelin Vera Tschechowa wurden gleichfalls bekannte Schauspielerinnen. 1971 spielte sie zusammen mit ihrer Enkelin in Duell zu dritt. Ihrer Autobiographie "Ich verschweige nichts" (1952) folgten 1973 die Erinnerungen "Meine Uhren gehen anders". (Informationen aus Wikipedia)

  

 

11. März - Karl-Maria Schley, deutscher Schauspieler.

  

15. April - Jean Paul Sartre, Schriftsteller und Philosoph, stirbt in Paris im Alter von 74 Jahren.            

   

  

20. April - Helmut Käutner, Regisseur, Autor

"Ein Individualist, der in unschöner Zeit die schönsten Filme gemacht hat." (Hildegard Knef). Sein Interesse an individuellen Schicksalen wurde lange als politische Indifferenz gedeutet. In Wahrheit war er in den 40er und 50er Jahren der sensibelste Chronist deutscher Geschichte. Mit seinen frühen Filmen -  Romanze in Moll, Große Freiheit Nr. 7, Unter den Brücken - verweigerte er sich der NS-Propaganda und begründete seinen Ruf als kritischer Poet. In den 50er Jahren war er der große Hoffnungsträger des westdeutschen Films. 

  

5. Juni - Margret Dünser

Österreichische Journalistin, die neun Jahre lang für die Fernsehreihe V.I.P.-Schaukel verantwortlich war und die in Spitzenzeiten bis zu 30 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockte. Aber das war ja auch kein Wunder, denn es gab kaum einen Prominenten, den "die Dünser" nicht vor das Mikro bekam. Und die Liste liest sich wie der Wunschtraum eines jeden Journalisten... 1968 bekam sie die Goldene Kamera.

Margret Dünser starb an einer Krebserkrankung.

  

8. Juni - Ernst Busch, Sänger, Schauspieler

In den Klassikern des Weimarer Films spielte er klassenbewusste, sperrige Arbeiter (Kameradschaft, Niemandsland, Kuhle Wampe). 1933 ins Exil gegangen, 1937 bei den internationalen Brigaden in Spanien, 1942 verhaftet, zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, 1945 befreit. Seine Stimme war in vielen Defa-Filmen zu hören. Als Darsteller wirkte er nur in Mutter Courage und ihre Kinder und in Goya mit. Über sein Leben entsteht 1981/82 ein sechsteiliger Defa-Dokumentationsfilm. Weitere Informationen bei der Berliner Schauspielschule.

  

  

  

Willi Forst, Paul Hörbiger u. Heli Finkenzeller in "Königswalzer" - Foto: Murnau-Stiftung

Szene aus "Königswalzer"

mit Willi Forst (li.), Paul Hörbiger

und Heli Finkenzeller

1935, Regie: Herbert Maisch

©Murnau-Stiftung

11. August - Willi Forst, Regisseur, Schauspieler

 

Er wurde als Wilhelm Frohs am 7. April 1903 in Wien geboren. Nachdem er bei Amateurtheatergruppen mitgewirkt hatte, bekam er 1919 ohne jede schauspielerische Ausbildung ein Engagement in Teschen und spielte sich weiter im Raum Böhmen/Mähren an mehreren Provinzbühnen durch das gesamte Bühnenrepertoire. 1925 war er Operetten- und Revuedarsteller im Berliner Metropol-Theater, spielte am Carl-Theater in Wien, in Berlin am Theater des Westens und wieder in Wien am Apollotheater. Schon Anfang der 20er Jahre bekam Willi Forst seine ersten Stummfilmrollen. Durch die Rolle in seinem ersten Tonfilm, Atlantic (1929), wurde er einem einem breiten Publikum bekannt, als er auf einem sinkenden Ozeanriesen am Klavier "Es wird ein Wein sein" sang. Nach dem großen Erfolg Zwei Herzen im 3/4-Takt (1930) wurde er dank seiner sowohl sprachlichen als auch stimmlichen Vorzüge Star einiger musikalischer Filmkomödien, wie Ein Tango für dich (1939), Der Herr auf Bestellung (1930), Das Lied ist aus (1930).

Als Filmregisseur debütierte er mit Leise flehen meine Lieder (1933) und begründete mit dieser Arbeit und den folgenden Filmen Maskerade (1934), Mazurka (1935) und Allotria (1936) einen internationalen Ruf, der erst in der Adenauer-Ära nachließ, als vor allem die Kirche ihn nicht mehr verstehen wollte. 1957 drehte er seinen letzten Film Wien, du Stadt meiner Träume.

Nach dem Tode seiner Frau 1973 lebte er in der Schweiz in selbstgewählter Einsamkeit und ließ sich nicht mehr sprechen. Willi Forst starb am 11. August 1980 im Wiener Hanusch-Krankenhaus an Krebs. Auf dem Friedhof von Neustift am Walde befindet sich seine letzte Ruhestätte. (Einige Informationen aus der Webseite www.rolf-krekeler.com

Weitere Informationen bei www.filmportal.de und bei www.steffi-line.de

  

  

8. Oktober - Maria Holst *1917

Österreichische Theater- und Filmschauspielerin, die im Alter von 19 Jahren in dem Film Lumpacivagabundus ihre erste Rolle hatte. Sie erstickte an einem Essen. 

 

  

  

20. November - Walter Rilla, Schauspieler

  

  

  

18. Mai - Walter Kohut, Schauspieler

Kohut war mit der Schauspielerin Immy Schell, der Schwester von Maria Schell, verheiratet.

   

  

  

  

Rosa Albach-Retty (li.) als Tante Nastja in "Dreimal Hochzeit" aus dem Jahre 1941

Regie: Geza von Bolvary

©Murnau-Stiftung

  

  

  

26. August - Rosa Albach-Retty, Schauspielerin und Großmutter von Romy Schneider. Geboren am 26.12.1874.

Sie debütierte bereits mit 17 Jahren am Deutschen Theater in Berlin, von wo aus sie ans Lessingtheater übersiedelte. 1894 kam sie ans Deutsche Volkstheater nach Wien, 1903 erfolgte ihre Berufung ans Burgtheater, dem sie seither angehört und dessen Ehrenmitglied sie ist. Als Charakterdarstellerin feierte sie schon bald große Erfolge auf der Bühne, schließlich folgten erste Rollen im Tonfilm der 30er Jahre. 
Sie gab ihr Leinwanddebüt mit dem Film Geld auf der Strasse (30). In den nächsten Jahren trat sie immer wieder sporadisch vor die Kamera und überzeugte in einprägsamen Nebenrollen wie in Hotel Sacher (39), Maria Ilona (39), Wen die Götter lieben (42) und Wien 1910
*) (42). Nach dem Krieg folgten weitere Filme wie Maria Theresia (51) und Der Kongress tanzt (55/56). Nebst anderen Auszeichnungen erhielt Rosa Albach-Retty die erste J.-Kainz Medaille im Jahre 1958. Ihr Sohn Wolf Albach-Retty und ihre Enkelin Romy Schneider führten die Familientradition als erfolgreiche Schauspieler fort. *) Filmdokumentation im pdf-Format

  

  

  

  

Stummfilmstar Mia May

28. November - Mia May, österreichische Stummfilm-Schauspielerin (*1884)

Ehefrau des Regisseurs Joe May (Julius Otto Mandl).

 

Sie spielte Hauptrollen in Fritz Langs Das indische Grabmal, Das wandernde Bild (1920) und vor allem in den großen Joe May-Produktionen Veritas vincit (1919), Die Herrin der Welt (1919) und Tragödie der Liebe (1923).

  

Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)

Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Ross-Karte Nr. 533/3
Lizenz: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. 

 

  

  

22. Dezember - Thomas Valentin, deutscher Schriftsteller

Thomas Valentin erhielt posthum den Adolf Grimme-Preis für das Drehbuch zum Fernsehspiel Grabbes letzter Sommer in der  Regie von Sohrab Shadid Saless. Der Film schildert einfühlsam die letzten Lebensmonate des Dichters in Detmold. (Quelle: Wikipedia)  

  

  

27. Dezember - Fritz Schröder-Jahn, deutscher Schauspieler, Hörspielregisseur und Sprecher

 

 

 

  

 

    

  

  

  

  

  

  

  

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 9. März 2013

 

Ich bitte um Verständnis, dass ich zu den jeweiligen Jahren nur eine Auswahl von Nachrichten treffen konnte.

 Alle Informationen der Film- u. Fernsehchronik sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden,

sollten sich aber doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.

 

Ich bedanke mich bei Herrn Dr. Kay Weniger, der mir erlaubt hat, aus "Das große Personenlexikon des Films" Textstellen zu übernehmen.