Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1980

...und ein wenig Zeitgeschichte

Rückblick - 1980 - Tagesschau

    

  

    

  

 

In der Bundesrepublik werden 49 Spielfilme gedreht, in der DDR 15.

  

 

Z Januar

Gerhart Baum, seinerzeitiger Bundesinnenminister, kann das Verbot der rechtsextremen "Wehrsportgruppe Hoffmann" durchsetzen, weil sie eindeutig gegen das Grundgesetz gerichtete Ziele verfolge. Am 17. Juni 1981 wird der Anführer der "Wehrsportgruppe Hoffmann", Karl-Heinz Hoffmann (geb. 1937), auf dem Flughafen in Frankfurt am Main festgenommen. (Info: aus  www.hdg.de

 

4. Januar

Ausstrahlung der ersten Folge der 13teiligen DDR-Fernsehserie Archiv des Todes, Regie: Rudi Kurz.

Inhalt: Im November 1944 versuchen fünf Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime in einem Flugzeug nach Polen zu gelangen. Die Gruppe wird von dem deutschen Kommunisten Georg und dem sowjetischen Agenten Boris angeführt. Mit von der Partie sind außerdem der übergelaufene deutsche Hauptmann Ernst, der ehemalige Hitler-Junge Heiner und der polnische Partisan Janik. Die Männer sollen im Auftrag der Sowjets das geheime "Archiv des Todes" finden, das die deutschen in einem Bergwerk im besetzten Polen angelegt haben. SS-Standartenführer Hauk und sein Handlanger Beisel versuchen dies mit allen Mitteln zu verhindern. Das Flugzeug der Kundschafter wird beschossen, die Männer müssen über unbekanntem Gebiet abspringen und werden voneinander getrennt.

Hauptdarsteller: Jürgen Zartmann (Georg), Gerd Blahuschek (Hauptmann Ernst), Gojko Mitic (Boris), Alfred Struwe (Standartenführer Hauk), Hannjo Hasse (Major Zirrgiebel), Leon Niemczyk (Janik) und Klaus-Peter Thiele (Hauptsturmführer Thiel).

 

  

Mitbegründer der Partei

"Die Grünen": Otto Schily und Petra Kelly bei einer Pressekonferenz im März 1983

Foto: Engelbert Reineke,

Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive),

B 145 Bild-F065187-0022

Z 13. Januar

In Karlsruhe wird von linken ökologischen Gruppen die Bundespartei "Die Grünen" gegründet. Am 23. März werden in Saarbrücken die Grundzüge ihrer Politik mit den Worten: "ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei" festgelegt. Gründungsmitglieder sind Petra Kelly, August Haußleiter, Norbert Mann und Otto Schily

    

 

18. Januar - Bayerischer Filmpreis

Erstmals wird in München der Bayerische Filmpreis vergeben, mit diesem Preis sollen 'hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen' belohnt werden. Ministerpräsident Strauß hält die Rede und vergibt die Preise an folgende Künstler: Birgit Doll (Darstellung für Geschichten aus dem Wienerwald), Dominik Graf (Nachwuchsregie für Der kostbare Gast), Reiner Kunze (Drehbuch für Die wunderbaren Jahre), Hans Jürgen Syberberg (Gestaltung für den dritten Teil seines Films Hitler - Ein Film aus Deutschland).

  

 

 

 

 

31. Januar

Die erste Folge von "Verstehen Sie Spaß? - Streiche mit versteckter Kamera" wird ausgestrahlt. Showmaster ist der Schweizer Kurt Felix (*27.03.1941 -  16.05.2012 in St. Gallen).

  

18. bis 29. Februar - 30. Intern. Filmfestspiele Berlin 

Jubiläumsfestival unter neuer Leitung (Moritz de Hadeln, Ulrich Gregor). Wettbewerbsbeiträge für die Bundesrepublik: Der Preis fürs Überleben von Hans Noever, Deutschland bleiche Mutter von Helma Sanders-Brahms, Palermo oder Wolfsburg von Werner Schroeter; für die DDR: Solo Sunny von Konrad Wolf. Die Jury teilt den Goldenen Bären zwischen Heartland (USA) und Palermo oder Wolfsburg. Beste Darstellerin: Renate Krößner (Solo Sunny).

 

Das Forum zeigt u. a. die Filme Hungerjahre in einem reichen Land, Etwas tut weh (Dokumentarfilm von Recha Jungmann) und Die Kinder aus Nr. 67 oder Heil Hitler, ich hätt gern'n paar Pferdeäppel) von Usch Barthelmeß-Weller und Werner Meyer. 

   

Die Retrospektive ist dem 3-D-Film und dem Gesamtwerk von Billy Wilder gewidmet.

  

  

Z 23. - 24. Februar 

Die XIII. Olympischen Winterspiele finden in Lake Placid / USA statt.

  

 

14. April - Oscar für Die Blechtrommel  

In der Kategorie "nicht englischsprachiger Film" wird in Hollywood Die Blechtrommel von Volker Schlöndorff mit einem "Oscar" gewürdigt. Es ist der erste deutsche Spielfilm, der diese Auszeichnung erhält. Außerdem erhält er in Deutschland die 'Goldene Leinwand' für mehr als 3 Millionen Zuschauer in 18 Monaten.

  

28. April 

Der BR beginnt - zunächst noch in seinem Dritten Programm - mit der Ausstrahlung der Talk-Reihe Heut' abend mit Joachim Fuchsberger, die sich in 300 Folgen bis zum Januar 1991 zu einer der erfolgreichsten Talk-Shows der 80er Jahre entwickelt. In den Jahren seiner Sendereihe hatte Fuchsberger wirklich namhafte Künstler zu Gast: Liselotte Pulver, Uschi Glas, Udo Jürgens, Jupp Derwall, Dr. Mildred Scheel, Max Schmeling, Peter Fonda, Hardy Krüger, Dieter Hallervorden, Helga Feddersen, Thomas Gottschalk, Prof. Heinrich Harrer, Hermann van Veen, André Heller, Max Grundig, Harry Belafonte, Max Schautzer, Boris Becker, Iris Berben, Klausjürgen Wussow und viele andere. 

  

Z 30. April 

Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande.

  

Z 2. Juni 

Der "Zauberwürfel" des Erfinders Ernő Rubiks tritt seinen Siegeszug durch die Spielzeug- und sonstigen Läden an.

  

Z 11. - 22. Juni 

Die Fußballmannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird Europameister gegen ein 2:1 gegen Belgien.

      

12. Juni 

Start der von Dieter Hildebrandt gegründeten Kabarett-Reihe Scheibenwischer in der Regie von Sammy Drechsel in der ARD.

 

13. Juni - Deutscher Filmpreis

Film

Kategorie

Preisträger

Preis

1 + 1 = 3 Darstellerische Leistungen Adelheid Arndt Filmband in Gold
1 + 1 = 3 Drehbuch und Regie Heidi Genée Filmband in Gold
1 + 1 = 3 Programmfüllende Spielfilme Genée und von Fürstenberg Filmband in Silber
Als die Igel größer wurden Kurzfilme Winzentsen Filmband in Silber
Der Aufstand Filmschnitt Siegrun Jäger Filmband in Gold
Der Aufstand Programmfüllende Spielfilme Provobis / Independent / von Vietinghoff Filmband in Silber
Das Ende des Regenbogens Darstellerische Leistungen Thomas Kufahl Filmband in Gold, Stipendium
Das Ende des Regenbogens Programmfüllende Spielfilme Basis-Film Filmband in Silber
Execution - a study of Mary Kurzfilme Muvie / Mikesch Filmband in Silber
Fabian Ausstattung Jan Schlubach Filmband in Gold
Geschichten aus dem Wienerwald Programmfüllende Spielfilme MFG-Film Filmband in Silber
Die Kinder aus Nr. 67 Nachwuchsregie Usch Barthelmeß-Weller / Werner Meyer Filmband in Gold, Stipendium
Die Kinder aus Nr. 67 / Die letzten Jahre der Kindheit Kameraführung Jürgen Jürges Filmband in Gold
Le Manège de Petit Pierre Kurzfilme Windrose Filmband in Silber
Lena Rais Darstellerische Leistungen Nicolaus Paryla Filmband in Gold
Lena Rais Darstellerische Leistungen Krista Stadler Filmband in Gold
Lena Rais Programmfüllende Spielfilme Christian Rischert Filmband in Silber
Die letzten Jahre der Kindheit Programmfüllende Spielfilme FFAT / Pro-ject Filmband in Silber
Monarch Programmfüllender Film o.  Spielhandlung R. Ziegler Filmband in Silber
Die Ortsliebschen Frauen Programmfüllende Spielfilme Solaris / von Vietinghoff / Frankenberg Filmband in Silber
Die Ortsliebschen Frauen / Die Reinheit des Herzens Filmmusik Peer Raben Filmband in Gold
Quai de Valmy Kurzfilme A. und Renate Härtl Filmband in Silber
Die Schwestern oder die Balance des Glücks Darstellerische Leistungen Jutta Lampe Filmband in Gold
Valse Triste Kurzfilme R. Ziegler Filmband in Silber

  

  

   

22. Juni - Max-Ophüls-Preis

In Saarbrücken wird erstmals der 'Max-Ophüls-Preis' verliehen. Er soll deutschsprachigen Filmnachwuchs ehren und ist mit 10.000 Mark dotiert. Im ersten Jahr geht der Preis an den Film Der Willi-Busch-Report von Niklaus Schilling

  

Z 19. Juli - 3. August 

Die XXII. Olympischen Sommerspiele finden in Moskau / UdSSR statt. Aus Protest gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan verzichten 30 Staaten, darunter die USA und die Bundesrepublik Deutschland, auf eine Teilnahme. (Info: aus  www.hdg.de

  

19. September 

Das ZDF zeigt Peter Kriegs Dokumentarfilm Septemberweizen.

  

Z 1. Oktober

Zwei Töchter und ein Neffe des deutschen Journalisten Dieter Kronzucker werden von ihren Entführern nach mehrwöchiger Entführung in Italien gegen ein Lösegeld in Millionenhöhe freigelassen. 

    

12. Oktober - 29. Dezember

Das bisher größte Serienprojekt des WDR, die 13teilige Verfilmung von Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz, in der Regie von Rainer Werner Fassbinder (Hauptrolle: Günter Lamprecht), wird nach der Uraufführung am Sonntag, dem 12. Oktober, jeweils montags um 21:30 Uhr ausgestrahlt.

  

14. Oktober 

In Neubrandenburg wird der Dokumentarfilm Lebensläufe - Die Geschichte der Kinder von Golzow uraufgeführt. Es ist ein Teil einer Langzeit-Dokumentation, die als Chronik einer Schulklasse begonnen hat. Die weitere Chronik dokumentiert seit 1990 das Leben und die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung. Weitere Informationen auf der offiziellen Webseite zum Film des Dokumentarfilmers Winfried Junge (www.kinder-von-golzow.de).

 

27. Oktober 

Ein umstrittener und erheblich gekürzter Film über die Atompolitik in der Bundesrepublik am Beispiel von Gorleben kommt ins Dritte Programm des WDR. >>> Dazu eine Chronik über Gorleben beim NDR-Fernsehen.

  

Z 18. Dezember 

Obwohl die Veröffentlichung des Romans "Mephisto" von Klaus Mann wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte an Gustaf Gründgens 1968 gerichtlich untersagt worden war, wird er vom Rowohlt Taschenbusch Verlag veröffentlicht. (Info: aus  www.hdg.de

 

    

S o n s t i g e s / O h n e   D a t u m

  

  

 

John Lennon

am 31. März 1969 (Ausschnitt)

 

Foto: Jost Evers /Anefo

Urheberrechtsinhaber: Nationaal Archief

M U S I K A L I S C H E S  1980

  

  • 1980 hatten etliche Künstler einen Hit gelandet, zu ihnen gehörte Mike Krüger mit "Der Nippel", Roland Kaiser mit "Santa Maria" und Peter Maffay mit seinem Album "Revanche". Groß heraus kam auch die Goombay Dance Band mit ihrem Super-Sommerhit "Sun of Jamaica". 

  • Einen Riesenhit hatte auch die Gruppe Pink Floyd mit ihrem Album "The Wall", welches sich fast 20 Wochen in den deutschen Charts behaupten konnte. 

  • Johnny Logan gewinnt am 19. April in Den Haag mit dem Lied "What's Another Year" den 25. Eurovision Song Contest.

  • Folgende Bands haben 1980 ihr Gründungsjahr: "Böhse Onkelz", "Bad Religion", "Depeche Mode", "Manowar" und "New Order".

  • Das Musikjahr 1980 wurde mit einem traurigen Ereignis beendet. Am 8. Dezember wurde John Lennon in New York von einem geistig verwirrten Mann namens Mark David Chapman auf offener Straße erschossen.

 

A k t u e l l e   H i t s  1980

Maybe - Thom Pace

Sun Of Jamaica - Goombay Dance Band

Another Brick in The Wall - Pink Floyd

It's A Real Good Feeling - Peter Kent

Der Nippel - Mike Krüger

Santa Maria - Oliver Onions

Super Trouper - ABBA

D.I.S.C.O - Ottawan

Boat On The River - Styx

The Ballade Of Lucy Jordan - Marianne Faithful  

Highway To Hell - AC/DC

El Lute - Boney M.

Tusk - Fleedwood Mac

   

  

B A M B I - S i e g e r  1980

  

Peter Maffay, Ralph Siegel, Amii Stewart, Peter Scholl-Latour, Michael Schanze, Thomas Ohrner (für "Timm Thaler"), Julia Migenes, Gustav Knuth, Dagmar Berghoff, Robert Stromberger, Hanna Schygulla, Rudi Carrell, Gruppe "Dschingis Khan" u.a. 

    

  

Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1980

Peter Alexander Entertainer, Sänger. 1. Platz als größter Unterhaltungsstar
Franz Alt Moderator "Report", Journalist, Autor. Engagement für Vietnam-Flüchtlinge in "Report"
Suzanne von Borsody Schauspielerin. Hauptrolle in Beate S.
Eberhard Fechner Regisseur, Autor, Drehbuchautor. Regie für Ein Kapitel für sich
Peter Frankenfeld Posthum hat seine Ehefrau Lonny Kellner den Preis erhalten. 3. Platz als größter Unterhaltungsstar
Peter Gerlach Stellvertr. Programmdirektor des ZDF. Verdienste um die Unterhaltungssendungen im ZDF "Musik ist Trumpf"
Boy Gobert Schauspieler. Für seine Rolle als Darsteller und Erzähler und Der gute Doktor
Antje-Kathrin Kühnemann Fernseh-Ärztin und Moderatorin. Für die Sendung "Sprechstunde"
Günther Mack Schauspieler. Für seine Rolle in Hiob
Hans Rosenthal Quizmaster, Moderator. 2. Platz als größter Unterhaltungsstar
Uschi Schmitz Moderatorin. Moderation für "Alles klar"
Edda Seippel Schauspielerin. Für ihre Rolle in Ein Kapitel für sich

(Quelle: www.goldenekamera.de)

 

  

B R A V O - O T T O - Leserwahl 1980

   

Kategorie männliche Filmstars: Gold Matt Dillon, Silber Terence Hill, Bronze John Travolta

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Kristy McNichol, Silber Olivia Pascal, Bronze Tatum O'Neal

Kategorie Beat-Gruppen: Gold The Teens, Silber Abba, Bronze Kiss

Kategorie Sänger: Gold Leif Garrett, Silber Peter Maffay, Bronze Cliff Richard

Kategorie Sängerinnen: Gold Olivia Newton-John, Silber Suzi Quatro, Bronze Diana Ross

Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Farrah Fawcett, Silber Désirée Nosbusch, Bronze Jaclyn Smith

Kategorie TV-Stars männlich: Gold Robert Ulrich, Silber Thomas Ohrner, Bronze Thomas Gottschalk

Kategorie Sportler: Gold Karlheinz Rummenigge, Silber Hansi Müller, Bronze Björn Borg

Kategorie Sportlerinnen: Gold Christa Kinshofer, Silber Dagmar Lurz, Bronze Tina Riegel

   

     

L I T E R A T U R  1980

  

"Klassiker des Deutschen Tonfilms 1930 - 1960" von Christa Bandmann und Joe Hembus. München: Wilhelm Goldmann, 263 Seiten. Faktisch recht nützlich, aber die Film-Bewertungen klingen oft abgegriffen. 

       

 

E i n i g e   K i n o-  u n d  F e r n s e h f i l m e   d e s   J a h r e s  1980

   

Solo Sunny

Regie: Konrad Wolf

Eine einsame, emanzipierte Schlagersängerin zieht mit einer Band durch die DDR-Provinz und gerät in den krisenhaften Widerspruch zwischen eigenem Lebensanspruch und allgemeiner Lethargie. Das Milieustück erinnert in seiner Genauigkeit an die Berlin-Filme von Gerhard Klein und Kohlhaase aus den 50er Jahren.

Darsteller: Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp, Dieter Montag

  

  

Hungerjahre in einem reichen Land

Regie, Drehbuch: Jutta Brückner

  

  

Deutschland bleiche Mutter

Regie, Drehbuch: Helma Sanders-Brahms

     

  

Palermo oder Wolfsburg

Regie, Drehbuch: Werner Schroeter

Der Film thematisiert die unterschiedlichsten Lebensgefühle in Süd und Nord. Erzählt wird die Geschichte eines italienischen Hilfsarbeiters, der in der VW-Stadt gedemütigt wird und zwei Männer niedersticht. Vor Gericht schweigt er und erlebt Visionen. Ein 'Zwitterfilm' (Wolfram Schütte), der in drei Akten seine These visualisiert.

Darsteller: Nicola Zarbo, Brigitte Tilg, Magdalena Montezuma, Otto Sander.

     

  

Berlin Alexanderplatz

Regie, Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder

    

 

Kinoplakat "Berlin Chamissoplatz"; mit freundl. Erlaubnis Moana-Film

Berlin Chamissoplatz

Regie und Drehbuchmitarbeit: Rudolf Thome

Anna (Sabine Bach) trifft Martin (Hanns Zischler) auf dem Chamissoplatz. Er ist Architekt und mit dem Sanierungsprogramm für dieses Wohngebiet beauftragt. Anna interviewt ihn mit einer Videokamera, sie wohnt selbst dort. Martin gibt ihr seine Karte. Bei der Versammlung der Mietergruppe wird das Material diskutiert. Anna sucht Martin in seinem Büro auf, um weitere Informationen zu bekommen. Später treffen sie sich in einem Restaurant wieder. Martin ist dreiundvierzig, Anna ist vierundzwanzig. Martin ist verzaubert. Als er sie das nächste Mal nicht erreicht, schläft er im Auto vor ihrer Haustüre Eines Nachts steigt er auf das Dach ihres Nachbarhauses, um ihr auf abenteuerliche Weise seine Liebe zu erklären. Und als er sich an den Flügel setzt, um ihr ein Liebeslied zu singen, vergisst sie das Weinglas in ihrer Hand. Anna widerspricht nicht, als Jörg (Wolfgang Kinder), mit dem sie bislang zusammen war, mühsam ihren Wohnungsschlüssel von seinem Schlüsselbund nestelt.

Im Rauch ihrer Verliebtheit fahren sie nach Italien. Dort, am Meer, sagt ihm Anna, dass sie ein Kind erwartet. Martin ist überrumpelt. Wird sein Traum das aushalten? Zurück in Berlin kommen sie gerade rechtzeitig zum Mieterfest der Leute vom Chamissoplatz. Martin kommt sich dort etwas verloren vor. In dem Aufklärungsblatt der Mietergruppe entdeckt er seine eigenen vertraulichen Informationen zu den Hintergründen der Sanierung - mit Nennung seines Namens.

Wütend und enttäuscht verlässt Martin die Szene und fährt weg. Als Anna ihm nachläuft, bleibt er nicht stehen. Sie fährt ihm nach…

(Text und Plakatabdruck mit freundl. Erlaubnis von Herrn Rudolf Thome/Moana-Film)

    

  

Was soll'n wir denn machen ohne den Tod

Regie, Drehbuch, Kamera: Elfi Mikesch

"Ein optisch-akustisches Gedicht aus Bildern, Gesprächen, Zitaten, Musik. Ein Dokumentarfilm über psychische Innenräume." (Wilhelm Roth. Jahrbuch Film 80/81).

       

  

Der Kandidat

Gemeinschaftsfilm v. Stefan Aust, Alexander von Eschwege, Alexander Kluge und Volker Schlöndorff.

Collage über Franz Josef Strauß, der im Herbst 1980 für die CDU/CSU als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf ziehen will.

    

  

Die Reinheit des Herzens

Regie, Drehbuch: Robert van Ackeren

   

  

Theo gegen den Rest der Welt

Regie: Peter F. Bringmann

    

  

G e b u r t s t a g e  1980

 

27.01.  Eva Padberg, deutsches Fotomodell

22.02.  Jeanette Biedermann, Schauspielerin

24.04.  Julia Hummer, Schauspielerin

06.05.  Wolke Hegenbarth, Schauspielerin

13.06.  Sarah Connor, Schauspielerin

16.06.  Sibel Kekilli, dt.-türkische Schauspielerin

 

   

   

G e s t o r b e n  1980

  

24. Januar - Lil Dagover, geboren am 30. September 1887

Schauspielerin

In Fritz Langs Harakiri spielte sie ihre erste große Rolle, ihre letzte 1979 in Maximilian Schells Geschichten aus dem Wienerwald. Sie war eine der großen Stars der Stummfilmzeit und des Tonfilms der 1930er-Jahre. Martha Seubert - so ihr richtiger Name - wird als Tochter eines Forstbeamten in holländischen Diensten in Madiun auf Java geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter wächst sie bei Verwandten in Tübingen auf und besucht dort die Höhere Mädchenschule.

1904 spielt sie noch unter Martha Seubert Theater an in Lübeck, dann in Bremen und in Frankfurt/Main. 1908-1918 ist sie als Sängerin in Operetten am Städt. Theater in Leipzig engagiert, wobei sie bereits seit 1913 auch vor der Filmkamera stand. In diesem Jahr heiratet sie den Schauspieler Fritz Daghofer, mit ihm hat sie eine Tochter. Scheidung dann sieben Jahre später.

Lil Dagover, 1919

Fotograf: Alexander Binder

Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

 

Ein Fotograf überredet sie dazu, vor der Kamera indische Tänze vorzuführen. Mit diesen Aufnahmen, die bis heute erhalten sind, stellt sie der Regisseur Robert Wiene in Berlin bei Filmproduzenten und Regisseuren vor. Seubert gibt unter ihrem Künstlernamen Lil Dagover und nach dem Film Harakiri hat sie die Hauptrolle in Wienes Cabinet des Doktor Caligari und spielt dort die Patientin Jane in einer Nervenheilanstalt. Dafür, dass sie nie eine Schauspielschule besucht hat, legt sie in den kommenden Jahren eine beachtliche Karriere hin. Aber ihre Filme verloren das künstlerische Niveau der Anfänge und so drehte sie Unterhaltungsfilme, Gesellschaftsdramen, auf die Lil Dagovers sprichwörtliche Schönheit zugeschnitten war. Dagover feiert große Filmerfolge in der Blüte des deutschen Stummfilms. Sie spielt in Phantom (1923) und Tartüff (1925) von Friedrich Wilhelm Murnau sowie in Fritz Langs Der müde Tod (1921) und in dessen Dr. Mabuse-Filmen (1922). In dieser Zeit kristallisiert sich in ihrer Art des Schauspielens schon der Typus der "Dame" heraus, den sie auch in den folgenden Jahren verkörpert. 

Lil Dagover, 1927

Fotograf: Alexander Binder

Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

1926 heiratet sie den zwölf Jahre jüngeren Produktionsleiter Georg Witt, der viele ihrer zukünftigen Filme produziert. Für die Rolle der "Schönheit" in Jedermann holt sie Max Reinhardt, ans Theater in der Josefstadt in Wien. Ihre erste Tonfilmrolle 1930 spielte sie eine Harriet Williams in Erich Waschnecks Krimikomödie Va Banque. 1931 musste die Diva erfahren, dass sie in Hollywood nicht den erhofften Durchbruch hatte mit "The Woman from Monte Carlo", so dass sie wieder nach Deutschland zurückkommt.

Kai Weniger schreibt: "Den Übergang zum Tonfilm bewältigte Lil Dagover mühelos, und im Laufe der 1930er-Jahre gelang ihr, ohne Karriereknick, der Wechsel in das Charakterfach. Im Dritten Reich wurde die stets Wert auf Stil legende Künstlerin zunehmend als die "grande dame" 'vom Dienst' (Franziska von Hohenheim in Friedrich Schiller, Kaiserin Eugénie in Bismarck) besetzt, eine Rolle, die sie am wirkungsvollsten in Heinz Hilperts Lady Wintermeres Fächer mit Leben ausfüllen konnte. Seit den späten 30er-Jahren konzentrierte sich Lil Dagover auf die Arbeit am Theater, wo sie vor allem in Amphitryon, Kabale und Liebe, Gigi, König Ödipus, Ein Kirschgarten, Ein Wintermärchen und zuletzt, 1964, Die Irre von Chaillot (Titelrolle) reüssieren konnte. Auch nach dem Krieg setzte sie ihre Filmkarriere fort, nunmehr mit kleineren Charakterparts. 1955 spielte Lil Dagover eine der Hauptrollen, die k.u.k.-Kaiserin Elisabeth (Sissi), in dem Historienbilderbogen Kronprinz Rudolfs letzte Liebe. Erst 1961 stand sie mit der Titelrolle im Edgar Wallace-Krimi Die seltsame Gräfin wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Diesmal war sie die skurrile, mysteriöse und kriminelle Lady Moron. Damit beendete Lil Dagover vorläufig ihre Kinolaufbahn."

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 2, S. 252 - mit Erlaubnis des Autors)

Weitere Filme mit Lil Dagover sind auf der IMDb-Website und bei Filmportal gelistet.

  

 

 

 

3. Februar - Klaus Brasch, geboren am 23. Februar 1950

Deutscher Schauspieler

Bruder des Regisseurs, Dramatikers und Schriftstellers Thomas Brasch (19.02.1945-04.11.2001), des Schriftstellers Peter Brasch (*18.09.1955-28.06.2001) und der Radiomoderatorin Marion Brasch. Sohn des ehemaligen stellvertretenden DDR-Kulturministers Horst Brasch. Klaus Brasch besuchte die Schauspielschule bis 1973. Es folgten Theater-Engagements in Neustrelitz, Schwerin und Berlin. Er spielte in DEFA-Filmen mit und auch im DDR-Fernsehen, galt als begabter Jungschauspieler. 1976 wurde er von einem "IM" (inoffizieller Mitarbeiter der Stasi) denunziert. Er starb nicht einmal 30jährig an einem Mix von Alkohol und Tabletten.

Bemerkenswert ist der Film aus dem Jahre 1974 von Celino Bleiweiß, in dem es um die Geschichte eines jungen Mannes geht vom Schulabgang bis zu seiner Einberufung in die Nationale Volksarmee der DDR, wo er für den Dienst an der deutsch-deutschen Grenze ausgebildet wird. (Zitat aus dem Filmlexikon bei 2001: "Dialogreicher Film über moralische Probleme junger Leute, der Fragen des Dienstes mit der Waffe trotz nachdenklicher Töne letztendlich im Sinne der offiziellen Politik beantwortet." Weiterhin spielte Klaus Brasch mit in Jakob, der Lügner von Frank Beyer (1974), in Die schwarze Mühle (Rolle: Krabat), Regie: Bleiweiß (1975), in Zünd' an, es kommt die Feuerwehr (1979), Regie: Rainer Simon und in Solo Sunny von Konrad Wolf, 1980. (Quelle: u.a. Wikipedia)

   

  

 

   

6. Februar - Franz Schafheitlin, geboren am 9. August 1895 in Berlin-Chalottenburg

Deutscher Schauspieler bei Bühne, Film und Fernsehen. 1914 Abitur, dann Studium der Germanistik, Philosophie und Betriebswirtschaft. Eigentlich wollte er Bibliothekar werden. Aber nach einer Kriegsverwundung, die er sich als Soldat in Flandern zuzog, begann er an der Berliner Max-Reinhardt-Schule mit einer Schauspielausbildung. 

Franz Schafheitlin und Therese Giehse in Münchner Geschichten (Episode: Rosenzauber)

©BR/Intertel Television

Dann begann seine Darsteller-Laufbahn 1920 in Osnabrück, weitere Theaterstationen folgten in Halberstadt, Stuttgart und Zürich, ab Ende 1926 verschlug es ihn nach Berlin. Dort gab er auch sein Filmdebüt in dem Stummfilm-Drama Die Frauengasse von Algier.

Von 1930 bis 1936 war er im Wiener Volkstheater engagiert, in diesen sechs Jahren war der Mime in über 20 Filmen zu sehen, z.B. die Edgar Wallace-Verfilmung von 1932 Der Hexer in der Regie von Carl Lamač, Frasquita (1934, ebenfalls von Carl Lamač), August der Starke (1935) oder Die Pompadour (1935).

Als er 1936 wieder nach Berlin zurückkehrt, wurden die Filmangebote interessanter, aber meistens waren es auch NS-Ideologie transportierende Filme wie Bismarck, Der große König, Ich klage an, Ohm Krüger etc. Dabei verhalfen ihm seine aristokratisch wirkende Statur, seine klare Diktion und sein dominantes Spiel auch zu Rollen hochherrschaftlicher Entscheidungsträger, z.B. die negative Figur des Generalstabschef der britischen Armee in Südafrika, Lord Kitchener, in Ohm Krüger, Fürst Metternich in Bismarck oder der Botschafter Graf Schuwalow in Die Entlassung, die oft skrupelloses Handeln in Wort und Tat folgen ließen. 

 

Nach dem Krieg sah man Franz Schafheitlin zumeist in Rollen gütiger Väter, Patriarchen oder saturierter Geschäftsleute. Er war 1950 der Talma in Veit Harlans Unsterbliche Geliebte, 1951 der Gefängnisdirektor in Hanna Amon, 1951 der Landgerichtsdirektor von Herkenrath in Die Schuld des Dr. Homma, 1952 der Landrat Rochwald in Rolf Hansens Die große Versuchung. Im Fernsehen sah man den Mimen auch in diversen Fernsehserien wie z.B. in Raumpatrouille Orion - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion im Jahre 1966. Eine seiner letzten Rollen hatte er als Balthazar in dem Fernsehfilm Ihr 106. Geburtstag - ein herrlicher Film mit Inge Meysel als Mamouret und Dietmar Schönherr in den Hauptrollen.

 

1970 verlieh man dem Schauspieler das Filmband in Gold für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Franz Schafheitlich starb in Alter von 84 Jahren in Pullach bei Müchen, sein anonymes Grab befindet sich auf dem Münchener Waldfriedhof.

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 7, S. 76-77 - mit Erlaubnis des Autors)

Weitere Filme mit Franz Schafheitlin sind bei IMDb und bei Filmportal gelistet.

  

   

 

 

 

21. Februar - Alfred Hellmuth Andersch, geboren am 4. Februar 1914

 

Schriftsteller, Autor und Redakteur 

Alfred Andersch

Aufn.-Nr.: df_hauptkatalog_0142850
Eigentümer: SLUB / Deutsche Fotothek

Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt am 19.05.2017

Deutscher Schriftsteller und zeitkritischer Autor der Nachkriegsliteratur. Er war außerdem Herausgeber literarischer Zeitschriften, Rundfunkredakteur und Gründungsmitglied der Gruppe 47. In seinen Werken, die auch verfilmt wurden, porträtiert er vor allem Außenseiter der Gesellschaft. Zu den Verfilmungen seiner Werke gehören Die Rote mit Ruth Leuwerik aus dem Jahr 1962 in der Regie von Helmut KäutnerSansibar oder der letzte Grund, ein Spielfilm von 1987 in der Regie von Bernhard Wicki. Von Eberhard Fechner wurde der Roman Winterspelt 1976 verfilmt, unter anderem mit Claus Theo Gärtner und Olli Maier. Die Drehorte von Winterspelt lagen zum großen Teil in Belgien, weil dort viele Orte zur Drehzeit noch in einem zur Kriegszeit passenden Zustand waren. So ersetzte der Ort Maspelt den Titelort. 

 

Zu seinen Werken ist bei Wikipedia u.a. zu lesen: "Alfred Andersch zählt zu den zeitkritischen Autoren der Nachkriegsliteratur. In seinen Romanen, Erzählungen, Hörspielen und wenigen Gedichten ist das zentrale Thema die Willensfreiheit des Einzelnen. 1952 erschien hierzu sein autobiographische Bericht "Die Kirschen der Freiheit", in dem Andersch die Erfahrung der eigenen Fahnenflucht aufgriff und als Entscheidung zur Freiheit im Sinne des Existenzialismus interpretierte. Der Roman Sansibar oder der letzte Grund nimmt dieses Thema wieder auf, ebenso wie die Folgewerke Die Rote und Efraim, die das Thema unter den Bedingungen der zeitgenössischen Gesellschaft durchspielen. In Efraim ist der Protagonist ein emigrierter jüdischer Journalist, der einen vergeblichen Versuch unternimmt, aus seiner Realität auszubrechen, indem er in einem Roman seine von Selbstzweifeln zerfressene Person als literarische Kunstfigur einführt. Andersch verließ öfter die Pfade einer traditionellen Erzählweise und versuchte sich an der Montage von dokumentarischem Material, Zitaten oder erzählerischen Versatzstücken: Ein Beispiel ist sein Roman "Winterspelt", in dem Andersch mit einer an James Joyce erinnernden Montagetechnik aus Kommentaren, inneren Monologen und chronistischen Einlassungen eine Kriegssituation konstruiert, in der die Fahnenflucht als Möglichkeit einer individuellen und kollektiven Befreiung durchgespielt wird." (Quelle: u.a. Wikipedia)

     

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Olga Tschechowa (li.) und Winnie Markus

in "Gefährlicher Frühling" aus dem Jahre 1943, Regie: Hans Deppe

 

©Murnau-Stiftung

  

9. März - Olga Tschechowa

Schauspielerin, geb. am 26. April 1897 in Alexandropol (heute: Kumairi/Armenien)

Deutsche Schauspielerin russischer Herkunft. (Geburtsname: von Knipper). Sie ist eine Nichte des Dichters Anton Tschechow. Nach einer Schauspielausbildung in Moskau emigrierte sie nach bestandener Prüfung 1921 nach Deutschland und wurde im gleichen Jahr von Friedrich Wilhelm Murnau für den Film Schloß Vogelöd entdeckt, hier spielte sich eine edle Baronin in einem ansonsten wenig auffälligem Film. Eine großartige Stummfilmrolle hatte sie 1922 als Nora nach der gleichnamigen Ibsen-Verfilmung. Ihre extravagante Erscheinung gab ihr den Anschein einer femme fatale im deutschen Kino. Ihr Bühnendebüt gab sie 1925 am Berliner Renaissance Theater.

Unter der Regie von René Clair spielte sie 1927 in der Komödienverfilmung Der Florentiner Hut. Neben Lilian Harvey wirkte sie 1930 am Lustspiel Die Drei von der Tankstelle mit. Sie hielt sich in ihren Filmen des öfteren jüngere Liebhaber, spielte leicht verrucht, aber nie gewöhnlich. Zu ihrem Filmpartnern gehörten Ewald Balser und Willy Birgel. Vor allem die 1930er-Jahre brachten Olga Tschechowa zahlreiche lohnende Rollen in dem ihr probaten Rollenfach: Sie war die listige und zugleich nachgiebige Frau des Pianisten in Das Konzert, Zarin Elisabeth von Russland in Trenck, eine Dokument-Diebin und Abenteuerin in Spione im Savoy-Hotel, Baronin Eggersdorf in Max Ophüls' Meisterwerk Liebelei, eine feindliche Agentin in Ein gewisser Herr Gran, rasend eifersüchtig in Willi Forsts Maskerade und, ein weiteres Mal unter der Regie Forsts, Madeleine Forestier, die Geliebte, Förderin und spätere Ehefrau des Bel Ami. Ihr Rollentyp wandelte sich von der mondänen Dame zur willensstarken Frau und Mutter. Sie gründete ohne großen Erfolg eine eigene Filmgesellschaft und 1955 eine international bekannte Kosmetikfirma. Ihre Tochter Ada Tschechowa und ihre Enkelin Vera Tschechowa wurden gleichfalls bekannte Schauspielerinnen. 1971 spielte sie zusammen mit ihrer Enkelin in Duell zu dritt. Ihrer Autobiographie "Ich verschweige nichts" (1952) folgten 1973 die Erinnerungen "Meine Uhren gehen anders".

(Quelle: Informationen aus Wikipedia und "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 8, S. 71-72 - mit Erlaubnis des Autors)

Weitere Filme mit Olga Tschechowa sind bei IMDb und Filmportal gelistet.

  

 

 

11. März - Karl-Maria Schley, geboren am 9. Dezember 1908

Deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher

Besuch der Schauspielschule in Köln. Es folgten Engagements in Aachen, Remscheid und Bremerhafen. In den Kriegsjahren 1940 bis 1942 war der Mime am Stadttheater in Thorn. Es folgten von 1942 bis 1948 und von 1948 bis 1955 weitere Stationen beim Staatstheater Kassel und bei den Städt. Bühnen in Wuppertal. Mitte der 1950er-Jahre wurde er Ensemblemitglied am Schauspielhaus in Düsseldorf. Eines seiner Bühnenhöhepunkte war die Rolle des Behringer in den Theaterstücken Die Nashörner, nach dem absurden Theaterstück von Eugène Ionesco in den Inszenierungen von Karl-Heinz Stroux am Schauspielhaus in Düsseldorf (Parabel über eine fiktive Gesellschaft und den Kampf des Einzelnen gegen die Anpassung in der Masse), in der Uraufführung vom 31.10.1959 mit Max Mairich und Der König stirbt mit Nicole Heesters im Jahre 1963. 

1974 hatte Schley die Rolle des Leopold Heinrich in Helmut Dietls legendären Münch'ner Geschichten (BR). In der Regie von Wilhelm Semmelroth produzierte der WDR 1975 die Verfilmung des Romans Der Strick um den Hals, hier war Schley als Marquis von Beaucoran zu sehen. Außerdem spielte er in zahlreichen weiteren TV-Serien mit wie z.B. Sonderdezernat K1, Tatort, Derrick, Die Buddenbrooks

Den Radiohörern bot Karl-Maria Schley ebenfalls Besonderes, so z.B. in den Paul Temple-Krimis beim NDR und beim WDR sprach er bei Francis Durbridge-Krimis mit. 1952 sprach er in der Produktion Die Geschichte des Askid Thorgilsson die Titelrolle. In der vom Bayerischen Rundfunk produzierten Hörspielfassung der Jules Verne-Geschichte Die Reise bis zum Mittelpunkt der Erde sprach er 1980 die Rolle des Professor Otto Lidenbrock.

(Quelle: Einige Informationen aus der Freien Enzyklopädie Wikipedia)

Karl Maria Schley war mit der Schauspielerin Ruth Wiemeler verheiratet.

Weitere Informationen sind bei www.steffi-line.de nachzulesen, Filme sind bei IMDb und Filmportal gelistet.

  

   

 

  

20. April - Helmut Käutner ( Biografie innerhalb dieser HP)

Regisseur, Autor 

"Ein Individualist, der in unschöner Zeit die schönsten Filme gemacht hat" (Hildegard Knef). Sein Interesse an individuellen Schicksalen wurde lange als politische Indifferenz gedeutet. In Wahrheit war er in den 40er und 50er Jahren der sensibelste Chronist deutscher Geschichte. Mit seinen frühen Filmen -  Romanze in Moll, Große Freiheit Nr. 7, Unter den Brücken - verweigerte er sich der NS-Propaganda und begründete seinen Ruf als kritischer Poet. In den 1950er Jahren war er der große Hoffnungsträger des westdeutschen Films. 

Weitere Informationen sind bei IMDb und Filmportal zu finden (+ biografische Angaben).

  

  

5. Juni - Margret Dünser

Österreichische Journalistin, die neun Jahre lang für die Fernsehreihe V.I.P.-Schaukel verantwortlich war und die in Spitzenzeiten bis zu 30 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockte. Aber das war ja auch kein Wunder, denn es gab kaum einen Prominenten, den "die Dünser" nicht vor das Mikro bekam. Und die Liste liest sich wie der Wunschtraum eines jeden Journalisten... 1968 bekam sie die Goldene Kamera.

Margret Dünser starb an einer Krebserkrankung.

  

 

 

Sänger und Schauspieler Ernst Busch

Ernst Busch, 1946

Copyright: Deutsche Fotothek, Inventar-Nr. df_pk_0000249_051 (lt. Wikipedia)

 Fotograf: Abraham Pisarek

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

8. Juni - Ernst Busch

geboren am 22. Januar 1900, deutscher Sänger, Schauspieler

Ernst Busch wurde als Sohn des Maurers Friedrich Busch und Ehefrau Emma in Kiel geboren. Mit 15 Jahren begann er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und fand eine Arbeit als Werftarbeiter. 1916 trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend bei, 1918 wurde er SPD-Mitglied, um sich ein Jahr später bei der USPS (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) eintragen zu lassen.

 

Schauspiel- und Gesangsunterricht folgten, wobei er von 1921 bis 1924 am Stadttheater Kiel spielen konnte. Weitere Engagements bekam Busch in Frankfurt/Oder, dann an der Pommerschen Landesbühne. Im Jahre 1927 bekam er in Berlin an der Piscator-Bühne ein Engagement und wohnte ab 1929 in der Künstlerkolonie. Weitere Stationen waren die Berliner Volksbühne und das Theater der Arbeiter.

1929 sah man Ernst Busch in seiner ersten Filmrolle als Fritz Knie in dem nach Zuckmayer gedrehten Zirkusdrama Katharina Knie in der Regie von Karl Grune. In den Jahren 1930 bis 1932 hatte Ernst Busch auch Rollen, in denen er als Sänger auftrat bzw. zu hören war, wie z.B. in der von G. W. Pabst inszenierten Dreigroschenoper, hier sang Busch als Straßensänger u.a. "Die Ballade von Mackie Messer" und die "Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens". Ebenso wie in Lupu Picks Film Gassenhauer (hier singt Busch nur eine kurze Soloeinlage, ansonsten singen die Comedian Harmonists). In Das Lied vom Leben singt Busch den "Kessel-Song", "Über das Seefahren", "Anrede an ein neugeborenes Kind, Baby, wo ist mein Baby?", wiederum mit den Comedian Harmonists; Regie führt hier Alexis Granowsky. Als Schauspieler und Sänger war er in dem 1931 inszenierten Niemandsland (Lieder: "Für das bißchen täglich Brot", "Im Wald, wo’s Echo schallt", "Kriegs-Song". Das Schlusslied "Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre zur Hand" wurde von der Zensur verboten) zu sehen. In Slatan Dudows Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt singt Ernst Busch das überaus kämpferische und bekannte "Solidaritätslied" und "Das Lied der Sportkämpfer". In dem zeitgenössischen Sozialdrama von 1932 Razzia in St. Pauli singt Busch den Song "Vom Heer der Hafenarbeiter".

 

Von 1933 bis 1935 war Ernst Busch im Exil in Holland und Belgien. Zeitweise verschlug es ihn auch nach England und in die Schweiz, wo er sich, wie auch 1937 beim Besuch der Internationalen Brigaden in Spanien, hauptsächlich als singender Widerstandskämpfer und antifaschistischer Propagandist verstand. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Belgien wurde Busch verhaftet und in Südfrankreich interniert. 1942 konnte er auch dem Lager fliehen, wurde aber kurze Zeit später von der Gestapo verhaftet und musste bis Kriegsende im Gefängnis bleiben. Sofort nach Kriegsende, also noch 1945, begann Busch seine Theatertätigkeit im Ost-Berliner Ensemble, die sich vor allem mit Brecht-Stücken befasste. Daneben stand er in Hunderten von Auftritten mit seinem Arbeiterliederrepertoire auf der Bühne.

1960 setzt Frank Beyer ihn als Sänger in Fünf Patronenhülsen ein, wo er "Die Jarama-Front" singt. In dem legendären DEFA-Film Mutter Courage und ihre Kinder mit Helene Weigel in der Titelrolle (Regie und Drehbuch Peter Palitzsch und Manfred Wekwerth) singen Weigel und Busch das "Bettellied der großen Geister" und "Mutter Courages Lied".

Weitere Informationen über den Schauspieler und Sänger Ernst Busch sind bei www.ernst-busch.de, Wikipedia, Filmportal (Filmografie) zu finden.

  

  

 

  

  

Willi Forst Ende der 1920er Jahre

 
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929)

11. August - Willi Forst

geboren am 7. April 1903

Regisseur, Schauspieler

 

Er wurde als Wilhelm Frohs in Wien geboren. Nachdem er bei Amateurtheatergruppen mitgewirkt hatte, bekam er 1919 ohne jede schauspielerische Ausbildung ein Engagement in Teschen und spielte sich weiter im Raum Böhmen/Mähren an mehreren Provinzbühnen durch das gesamte Bühnenrepertoire. 1925 war er Operetten- und Revuedarsteller im Berliner Metropol-Theater, spielte am Carl-Theater in Wien, in Berlin am Theater des Westens und wieder in Wien am Apollotheater. Schon Anfang der 20er Jahre bekam Willi Forst seine ersten Stummfilmrollen. Durch die Rolle in seinem ersten Tonfilm, Atlantic (1929), wurde er einem einem breiten Publikum bekannt, als er auf einem sinkenden Ozeanriesen am Klavier "Es wird ein Wein sein" sang. Nach dem großen Erfolg Zwei Herzen im 3/4-Takt (1930) wurde er dank seiner sowohl sprachlichen als auch stimmlichen Vorzüge Star einiger musikalischer Filmkomödien, wie Ein Tango für dich (1939), Der Herr auf Bestellung (1930), Das Lied ist aus (1930). Als Filmregisseur debütierte er mit Leise flehen meine Lieder (1933) und begründete mit dieser Arbeit und den folgenden Filmen Maskerade (1934), Mazurka (1935) und Allotria (1936) einen internationalen Ruf, der erst in der Adenauer-Ära nachließ, als vor allem die Kirche ihn nicht mehr verstehen wollte. 1957 drehte er seinen letzten Film Wien, du Stadt meiner Träume mit Adrian Hoven und Erika Remberg in den Hauptrollen.

 

Nach dem Tode seiner Frau 1973 lebte er in der Schweiz in selbstgewählter Einsamkeit und ließ sich nicht mehr sprechen. Willi Forst starb im Hanusch-Krankenhaus in Wien an einer Krebserkrankung. Auf dem Friedhof von Neustift am Walde befindet sich seine letzte Ruhestätte. Im Jahr 1993 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) der Willi-Forst-Weg nach ihm benannt.

(Einige Informationen aus der Webseite www.rolf-krekeler.com)

 

Weitere Informationen bei www.filmportal.de und bei www.steffi-line.de

  

  

 

 

 

 

 

 

8. Oktober - Maria Holst

geboren am 2. April 1917 (einige Fotos)

Österreichische Theater- und Filmschauspielerin, die im Alter von 19 Jahren in dem Film Lumpacivagabundus ihre erste Rolle hatte.

Maria Holst hatte die Theaterschule in Prag und anschließend das Reinhard-Seminar in Wien besucht. 1935 begann sie ihre Schauspieler-Laufbahn am Landestheater in Linz, ein Jahr darauf wechselte sie an das Theater an der Wien in Wien. 1937 wiederum Wechsel an das Stadttheater der tschechischen Stadt Brünn. Von 1938 bis Kriegsende war Maria Holst Ensemblemitglied des Burgtheaters in Wien. Hier übernahm sie etliche Bühnenrollen. Sie war die Gloria in Shaws "Man kann nie wissen" (1939), die Wlasta in Grillparzers "Libussa" (1941), die Elisabeth in Schillers "Don Carlos" (1942), die Prothoe in Kleists "Penthesilea" (1942) und die Portia in einer antisemitischen Aufführung von Shakespeares "Kaufmann von Venedig" (1943).

Willi Forst, einer der erfolgreichsten Regisseure Österreichs zur Zeit der NS-Diktatur besetzte sie drei Jahre später (1936) in einer altmodischen Huldigung an die Welt der Bühne in Burgtheater. Forst ist es auch zu verdanken, dass die nahezu unbekannte Filmschauspielerin Maria Holst als neuer Leinwandliebling gefeiert wurde. 1940 wurde sie eingesetzt in dem Film Operette und ein Jahr später in Wiener Blut. Weitere Filme waren 1943 Hundstage, Regie: Géza von Cziffra, 1944 Der gebieterische Ruf, Regie: Gustav von Ucicky. Ende der 1960er-Jahre zog sich Maria Holst aus dem Filmgeschäft zurück. Ihre letzten Filme waren Die Trapp-Familie und Ein Herz kehrt heim (1956) und Lockvogel der Nacht (1959).
Maria Holst starb am 8. Oktober 1980 in Salzburg mit 63 Jahren auf tragische Weise: Sie war an ihrem Essen erstickt. Ihre letzte Ruhe fand sie auf dem "Waldfriedhof Heerstraße" in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf neben ihrem zweiten Ehemann → Foto der Grabstelle bei knerger.de."

Weitere Informationen sind bei IMDb und Filmportal zu finden.

(Quelle: Informationen aus Wikipedia und "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 4, S. 38 - mit Erlaubnis des Autors)

    

 

 

    

Walter Rilla, hier 1929

Foto: Alexander Binder, Ross-Karte Nr. 4842

Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen.

Es ist daher gemeinfrei.

20. November - Walter Rilla

geboren am 22. August 1894

Deutscher Charakterschauspieler des deutschen und britischen Films und der Bühne. In den Anfängen des Films war er der gutaussehende Liebhaber und in den frühen 1930er-Jahren der elegante Gentleman und Grandseigneur und der undurchsichtige Wissenschaftler des Nachkriegskinos. Walter Rilla hatte Philosophie, Literatur, moderne Sprachen, Musik und Kunstgeschichte studiert, wurde dann Journalist (u.a. als Feuilletonredakteur und Theaterkritiker bei den Breslauer "Neuesten Nachrichten". Später war er dann Dramaturg, Schauspieler, Regisseur und Autor. Im Jahre 1920 kam Walter Rilla an das Theater Kurfürstendamm Berlin; zuerst war er als Direktionsstellvertreter und Dramaturg angestellt, dann begann er sich für die Schauspielerei zu begeistern.

 

Als Todesengel erhielt Rilla seine erste kleine Filmrolle in der Gerhart Hauptmann-Adaption Hanneles Himmelfahrt ("In einer stürmischen Winternacht tragen der Waldarbeiter Seidel und der Lehrer Gottwald ein durchnässtes, halb bewusstloses Mädchen in die Stube des Armenhauses. Es ist die 14-jährige Hannele Mattern, die vor sechs Wochen ihre Mutter verloren hat und sich im eisigen Wasser des Dorfteiches ertränken wollte. Aus ihrem fiebrigen Gestammel erfahren die Anwesenden, dass sie entsetzliche Angst vor ihrem Stiefvater hat, der sie offenbar schlägt. Dem Lehrer, den Hannele schwärmerisch liebt, erzählt sie von ihrer Todessehnsucht und dem Herrn Jesus, der sie ins Wasser gerufen habe. Während die Armenhäusler scheu hereinlugen und eine Diakonisse und ein Arzt sich um das Mädchen bemühen, versinkt Hannele immer wieder in Fieberträumen. Im Traum erscheint ihr die verstorbene Mutter, die sie auf den Tod vorbereitet. In ihren Visionen wird dem Mädchen alle Zuwendung und Wertschätzung zuteil, die ihr im Leben versagt geblieben ist. Ein Schneider legt ihr ein prächtiges Brautkleid für den Einzug in den Himmel an. Die Schulkinder aus ihrer Klasse kommen, um sich bei ihr für Spott und Bosheiten zu entschuldigen. Die Bewohner des Dorfes erscheinen und klagen den Stiefvater als Hanneles Mörder an. Während immer mehr Engel den Raum füllen, nimmt eine Erlösergestalt Hannele an der Hand und lässt sie aufstehen. Die Engel entrücken sie in den Himmel. In der Stube des Armenhauses kann der Arzt nur noch Hanneles Tod feststellen.")

(Inhalt der Geschichte entnommen von der Webseite Felix Bloch Erben - mit freundlicher Erlaubnis)

 

 

 

Zunächst spielte Rilla charmante Jünglinge und elegante, schöngeistige Herzensbrecher von noblem Charakter oder filigrane Adonisse. Seine bekannteste Stummfilmrolle wurde die des italienischen Malers, der in Der Geiger von Florenz mit einer Liebe einem Mädchen, das sich mit seiner Stiefmutter überworfen hat, zur Versöhnung mit dem Elternhaus verhilft. 1934 nahm Rilla eine Einladung des Produzenten Alexander Korda an England an, um in dem aufwändigen, während der französischen Revolution spielenden Abenteuerfilm Die scharlachrote Blume die Rolle des Armand St. Just zu übernehmen.

Nach einer weiteren Rolle als Hassan Bey in Karl Grunes Drama Der rote Sultan mit Fritz Kortner in der Titelrolle kehrte Rilla noch einmal nach Deutschland zurück, um schließlich 1936 endgültig das 3. Reich zu verlassen und sich in London niederzulassen. Dort spielte er am Theater und etablierte sich auch im britischen Kino. Von 1939 bis 1943 unterbrach Walter Rilla seine Filmkarriere, drehte weiter in England Filme. Ende 1956 kehrte er nach Deutschland zurück. In Kurt Hoffmanns Thomas Mann-Adaption spielte Rilla ausgerechnet den englischen Adeligen Lord Kilmarnock in Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Anfang der 1960er-Jahre mimte er in drei Filmen, u.a. Das Testament des Dr. Mabuse, den wahnsinnigen Mabuse-Epigonen Professor Pohland. Weiterhin spielte er Väter, Wissenschaftler, hohe Persönlichkeiten wie z.B. den Staatspräsidenten in der Dürrenmatt-Verfilmung von Rolf Thiele Grieche sucht Griechin.

Seine Filmkarriere beendete Walter Rilla im Alter von 82 Jahren mit einem kurzen Auftritt als Tram-Fahrgast in Franz Seitz' Umsetzung der Thomas Mann-Erzählung Unordnung und frühes Leid. Rillas Sohn, Wolf Rilla (1920-2005), war Filmregisseur.

(Quelle: Informationen aus Wikipedia und "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 6, S. 540-542 - mit Erlaubnis des Autors)

Weitere Filme mit Walter Rilla sind auf der IMDb-Website und bei Filmportal gelistet.

    

    

   

 

18. Mai - Walter Kohut

geboren am 20. November 1927 

Österreichischer Schauspieler, der in der Regel in seinen Rollen Übellaunige, Verlotterte oder Kriminelle darstellt. Kohut hatte seine Berufsausbildung gleich nach dem Ende des 2. Weltkrieges in seiner Heimatstadt Wien erhalten. Engagements an den dortigen Bühnen Volkstheater und Theater in der Josefstadt schlossen sich an. Nebenbei führte er auch Regie und trat an Wiener Kabaretts auf. Sein Debüt auf der Leinwand gab Kohut 1949 in einem sogenannten Aufklärungsfilm (Vom Mädchen zur Frau), zwei weitere Filmrollen, die er als 'Walter Korth' absolvierte, schlossen sich Ende der 1950er-Jahre an. Aber Kohuts bevorzugtes Medium war doch das Fernsehen in Deutschland und Österreich. Dort konnte man ihn in TV-Serien wie Tatort, Der Kommissar und Kottan ermittelt wie auch in gehobeneren Einzelproduktionen wie Tragödie auf der Jagd, Die Geschichte der 1002. Nacht, Der Fall Regine Krause oder Die Delegation. Berühmt wurde seine Darstellung des Alfred in der Fernsehverfilmung von Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald an der Seite von Hans Moser, Helmut Qualtinger und Johanna Matz (Regie: Erich Neuberg, 1961). Zwei Jahre vor seinem Tod erhielt Kokut noch einmal eine bemerkenswerte Kinorolle in dem Drama Kassbach. Kohut spielte dort den neonazistischen Titelhelden, einen vom dumpfen Rassismus getragenen Wiener Spieß- und Kleinbürger par excellence, einen Biedermann als Brandstifter. 

Kohut erlitt am 14. Januar 1980 einen Kreislaufkollaps, fiel daraufhin, während der Dreharbeiten zu Udo Lindenbergs Filmdebüt Panische Zeiten ins Koma und starb wenige Monate darauf, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Kohut war mit der Schauspielerin Immy Schell, der Schwester von Maria Schell, verheiratet.

Weitere Filme mit Walter Kohut sind auf der IMDb-Website und bei Filmportal gelistet.

   

 

 

  

  

  

Rosa Albach-Retty um 1900 

  

26. August - Rosa Albach-Retty

geboren am 26.12.1874. Schauspielerin und Großmutter von Romy Schneider.

Ihr richtiger, vollständiger Name war Rosa Clara Franziska Helene Retty.

Sie debütierte bereits mit 17 Jahren am Deutschen Theater in Berlin, von wo aus sie ans Lessingtheater übersiedelte. 1894 kam sie ans Deutsche Volkstheater nach Wien, 1903 erfolgte ihre Berufung ans Burgtheater, dem sie seither angehört und dessen Ehrenmitglied sie ist. Als Charakterdarstellerin feierte sie schon bald große Erfolge auf der Bühne, schließlich folgten erste Rollen im Tonfilm der 30er Jahre. Sie war über 60 Jahre eine der beständigsten Schauspielerinnen ihrer Zeit, vor allem im Wiener, aber auch im Berliner Theater. Sie kam 1981 nach Berlin zum Deutschen Theater und dem Lessing-Theater, um Rollen heiterer Mädchen, aber auch in Hosenrollen zu spielen (z.B. "Der kleine Lord" oder "Der Kaufmann von Venedig"). Im März 1895 ging sie nach Wien, um am Volkstheater und, ab 1903, am Burgtheater zu spielen. Der Burg blieb sie treu bis zu ihrer Abschiedsvorstellung 1958.
Sie gab ihr Leinwanddebüt mit der musikalischen Komödie Geld auf der Straße (1930) in der Regie von Georg Jacoby. In den nächsten Jahren trat sie immer wieder sporadisch vor die Kamera und überzeugte in einprägsamen Nebenrollen wie in Hotel Sacher (1939), Maria Ilona (1939), Wen die Götter lieben und Wien 1910, Regie: E. W. Emo
(beide 1942). Über den Film Wien 1910 ist bei www.film.at zu lesen: "Das Drehbuch reklamiert den christlich-sozialen Antisemiten Lueger als Wegbereiter und Sympathisanten des Nationalsozialismus, dessen Volksnähe hier als Speerspitze gegen die "jüdische" Sozialdemokratie mißbraucht wird."

Nach dem Krieg folgten weitere Filme wie Maria Theresia (1951) und Der Kongress tanzt (1955/56). Nebst anderen Auszeichnungen erhielt Rosa Albach-Retty die erste J.-Kainz Medaille im Jahre 1958. Ihr Sohn Wolf Albach-Retty und ihre Enkeltochter Romy Schneider führten die Familientradition als erfolgreiche Schauspieler fort.

 

Weitere umfangreiche Informationen über die Schauspielerin sind bei www.steffi-line.de gelistet.

 

Hinweise zum Foto rechts:

Urheber: Rudolf Krziwanek (gestorben 1905), Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv Austria, Inventarnr. Kor 72A
bzw. Wikimedia Commons.
Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers. Es ist daher gemeinfrei.

  

  

 

 

 

 

 

 

 

  

  

Mia May

Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber:

Alexander Binder (1888 – 1929)

Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Ross-Karte Nr. 533/3
Lizenz: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. 

28. November - Mia May, geboren am 2. Juni 1884 in Wien

Österreichische Stummfilm-Schauspielerin

Die als Hermine Pfleger Geborene hatte als Kind Ballettunterricht in Wien und bereits im jungen Kindesalter ihr Theaterdebüt gegeben. Sie trat unter ihrem damaligen Künstlernamen Herma Angelot an Wiener Bühnen als Schauspielerin und Sängerin auf.

Zusammen mit ihrem Mann, den sie 1902 heiratete, dem späteren Regisseur und Filmproduzenten Joe May (der früh verarmte jüdische Millionenerbe Julius Otto Mandl) ging sie 1910 nach Hamburg, wo sie unter seiner Regie zum Operettenstar avancierte. Das Paar hatte eine gemeinsame Tochter Eva (geb. 1902), die später ebenfalls als (Kinder-)Schauspielerin in den Produktionen von Joe May auftrat. Ab 1911 war das Paar in Berlin ansässig, wo die Mimin zunächst an diversen Berliner Bühnen spielte. Im Jahre 1912 hatte sie unter der Regie ihres Ehemannes ihr Filmdebüt in In der Tiefe des Schachtes. Zu Anfang ihrer Filmkarriere war sie in Rollen unproblematischer, frischer, junger Frauen eingesetzt, später waren es schmerzensreiche und leidensfähige Frauen in melodramatischen Filmen, vom Schicksal gebeutelte Frauen und Mütter, deren Schicksal darin zu bestehen schien, sich ohne zu murren den Prüfungen des Lebens zu stellen.

Nach dem Ersten Weltkrieg hatte der Star den Höhepunkt ihrer Karriere erreicht mit drei großen Filmprojekten ihres Mannes. Nach dem Monumentalfilm Veritas Vincit und dem 8-teiligen!!! Film Herrin der Welt folgte das 2-teilige Indien-Melodram Das indische Grabmal im Jahre 1921. Hier verkörperte sie die vom Maharadscha von Eschnapur begehrte Deutsche Irene. 

  

Bei www.steffi-line.de ist u.a über Mia May zu lesen: "...populär wurde sie dann ab 1915 an der Seite von Max Landa in der beliebten Detektivserie um Joe Deebs, eine Figur, die Ehemann Joe May entworfen hatte, so in Sein schwierigster Fall (1915) und Die Gespensteruhr (1916). Es folgten melodramatische Geschichten und Tragödien mit zugkräftigen Titeln wie etwa In der Nacht… (1915), Ein einsam Grab (1916), Nebel und Sonne (1916), Ehre (1917) oder Die Silhouette des Teufels  (1917). Mia May mimte Titelheldinnen in Die Sünde der Helga Arndt (1916), Arme Eva Maria (1916), Die Liebe der Betty Raymond (1917) oder Hilde Warren und der Tod (1917), in letzterem mit Bruno Kastner als Partner."
Nach Ende des 1. Weltkrieges gehörte Mia May zu den Diven der stummen Leinwand und spielte große Rollen, drehte beispielsweise Das Opfer (1918), Fünf Minuten zu spät (1918), Ihr großes Geheimnis (1918), Wogen des Schicksals  (1918), Der Amönenhof (1919), Die platonische Ehe (1919). Mit Fritz Lang drehte sie das Drama Das wandernde Bild (1920), Paul Bildt war ihr Partner in der Tragödie Die Schuld der Lavinia Morland (1920). An der Seite Conrad Veidts als Bengalischem Maharadscha mimte sie die Irene Amundsen in den beiden Teilen des opulenten Monumentalfilms Das Indische Grabmal (Die Sendung des Yoghi - Teil 1, 1921 und Der Tiger von Eschnapur - Teil 2, 1921), nach dem Roman von Thea von Harbou, zu dem Fritz Lang das Drehbuch geschrieben hatte.

 

Die Mimin zog sich Mitte der 1920er-Jahre nach dem Selbstmord ihrer einzigen Tochter Eva (1902-1924) ins Privatleben zurück. Im Jahre 1933 musste sie mit ihrem Mann in die Emigration nach London gehen. Dort leitete sie nach Beendigung seiner Filmkarriere ab 1949 mit ihm zusammen ein Wiener Spezialitätenrestaurant mit Namen "The Blue Danube".

(Quelle: Informationen aus Wikipedia, www-steffi-line.de und "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 6, S. 540-542 - mit Erlaubnis des Autors)

  

  

  

22. Dezember - Thomas Valentin

geboren am 13. Januar 1922 in Weilburg/Lahn

Deutscher Schriftsteller

Besuch des Gymnasiums von 1932 bis 1940 in Weilburg und Dillenburg mit Abschluss-Abitur. Studium ab 1940 der Germanistik, Geschichte und Psychologie an der Universität Gießen und in München. Weiterhin Ausbildung zum Volksschullehrer, den Beruf ausübend von 1947 - 1962. In dieser Zeit entstanden erste Gedichte und Kurzgeschichten. Es entstanden Briefwechsel mit Hermann Hesse und Heinrich Böll. In den Jahren 1955 bis 1958 leitete Thomas Valentin ehrenamtlich die Volkshochschule in Lippstadt. 1962 gab er den Lehrerberuf auf, um freiberuflich als Schriftsteller zu arbeiten. 1964 übernahm er die Aufgabe des Chefdramaturgen am Theater der Freien Hansestadt Bremen bis 1966.

1965 schrieb er das Stück Die Unberatenen, welches in Bremen von Peter Zadek, uraufgeführt wurde. Es folgten Stücke wie Der Hausfreund, welches 1969 in Essen uraufgeführt wurde (auch als Fernsehspiel), Die grüne Wolke, Bochum (1972), Familienbande, München, Residenztheater (1974), Adlerhöhe, Ernst-Deutsch-Theater (1978). Von 1969 bis 1978 verfasste Valentin zahlreiche Drehbücher für das Fernsehen, z.B. Ich bin ein Elefant, Madame, Regie: Peter Zadek. Weitere verfasste Fernsehfilme waren: Der Hausfreund, RB 1969 (Regie: H. Matiasek), Anna und Totó, RB 1972 (Regie: Wolfgang Petersen),  Jugend einer Studienrätin, RB 1972 (Regie: Rainer Wolffhardt), Tod eines Mannequins. Dokumentarspiel, ZDF 1974 (Regie: J. A. Eggers), Filmriß, RB 1975 (Regie: H. Bachmüller [Geschichte eines Journalisten, der bei den Recherchen zu einem Kriminalfall plötzlich glaubt, selbst der Täter zu sein.]), Liebesgeschichten. Eine Jugendliebe (Teil 1); Schulzeit (Teil 2); Stark wie der Tod (Teil 3), RB 1977 Regie: R. Wolffhardt), Jugend, Liebe und die Wacht am Rhein. Erfahrungen des jungen Grafen Keßler, ZDF 1978 (Regie: Oswald Döpke).Thomas Valentin erhielt posthum den Adolf Grimme-Preis für das Drehbuch zum Fernsehspiel Grabbes letzter Sommer in der  Regie von Sohrab Shadid Saless. Der Film schildert einfühlsam die letzten Lebensmonate des Dichters Grabbe in Detmold. Thomas Valentin starb in Lippstadt durch den Freitod. Im Jahre 1993 stiftete die Stadt Lippstadt den Thomas Valentin-Literaturpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist. 1996 wurde die Thomas-Valentin-Gesellschaft gegründet und 1997 ist außerdem die Stadtbücherei in Lippstadt nach ihm benannt worden.

(Quelle: u.a. Wikipedia)  

 

  

 

27. Dezember - Fritz Schröder-Jahn, geboren am 13. Oktober 1908

Deutscher Schauspieler, Hörspielregisseur und Sprecher

Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Fritz Schröder-Jahn als Schauspieler. Theaterregisseur in Ulm, Stettin, Berlin (Schüler von Heinrich George). Nach Kriegsende arbeitete er beim NWDR als Ansager und Nachrichtensprecher. 1954 produzierte der NWDR zusammen mit dem SWF "das berühmteste Hörspiel der Rundfunkgeschichte" Unter dem Milchwald (<<< Beschreibung des englischen Spielfilms) von Dylan Thomas. Inszenierte in engem Kontakt mit der Literatur und den Literaten der 1950er-Jahre, Bachmann, Dürrenmatt, Eich, Hildesheimer, Hirche zahlreiche Hörspiele. Mit Philemon und Baucis (1956), Die Versuchung (1958), Der gute Gott von Manhattan (1958) und Nachtprogramm (1965) wurden Stücke von Fritz Schröder-Jahn mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. 1962 führte er Fernsehregie nach einem Drehbuch von Siegfried Lenz mit Die Zeit der Schuldlosen. Als Schauspieler war er als Chefinspektor u.a. in Die toten Augen von London (Regie: Alfred Vohrer) und in Dr. Murkes gesammeltes Schweigen (Regie: Rolf Hädrich), geniale Satire auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach einer Erzählung von Heinrich Böll, zu sehen.

(Quelle: u.a. Wikipedia und Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main - mit Erlaubnis des Autors)

 

 

 

 

  

 

    

  

  

  

  

  

  

  

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Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 19. Januar 2023

 
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Ich bedanke mich bei Herrn Dr. Kay Weniger, der mir erlaubt hat, Textstellen aus seinem "Personenlexikon des Films" für diese Chronik zu übernehmen.

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