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Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1965 ...und ein wenig Zeitgeschichte
In
der Bundesrepublik werden 56 Spielfilme gedreht,
DEFA-Spielfilme: 17. 4. Januar: Start des gemeinsamen dritten Programms des Norddeutschen Rundfunks, Radio Bremens und des Senders Freies Berlin
Z 24. Januar: Der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill stirbt in London.
1.
Februar - Kuratorium junger deutscher Film: Das "Kuratorium junger deutscher Film e.V." in München
gegründet. In den folgenden Jahren fördert es aus einer einmaligen Zuwendung
des Bundesinnenministers Erstlingswerke mit bedingt rückzahlbaren Darlehen. Die
Mittel von 5 Millionen DM sind Ende 1968 aufgebraucht. Die Verantwortung für
das Kuratorium wird auf die einzelnen Länder übertragen. In den ersten 4
Jahren werden u.a. die Filme Abschied
von gestern, Katz
und Maus, Mahlzeiten,
Kuckucksjahre, Lebenszeichen,
Tätowierung, Chronik
der Anna Magdalena Bach, Neun
Leben hat die Katze und Der
Brief vom Kuratorium
mitfinanziert. 25. Februar: ARD-Ausstrahlung von Wolfgang Menges Kriminalspiel Verhör am Nachmittag (WDR) in der Regie von Walter Davy.
5. März: Der erste Italo-Western mit dem Titel Für eine Hand voll Dollar läuft in den bundesdeutschen Kinos an. Die Hauptrolle der italienisch-spanisch-bundesdeutschen Koproduktion spielt der US-Schauspieler Clint Eastwood.
6. Mai: ARD-Ausstrahlung von Gunther R. Lys Fernsehspiel Ein Tag. Bericht aus einem Konzentrationslager (NDR) in der Regie von Egon Monk.
9. Mai: Die dritte große Familienserie kommt in die ARD: Die Unverbesserlichen mit Inge Meysel und Joseph Offenbach.
10. Mai: Die Schauspieler Liselotte Pulver (geb. 1929) und Heinz Rühmann erhalten in München die vom Burda-Verlag vergebene Auszeichnung "Bambi".
21. Mai: Die ARD sendet zum ersten Mai das politische Magazin "Monitor" (WDR). Besonderes Kennzeichen ist das »Kreuzfeuer«, in dem Claus Hinrich Casdorff und Rudolf Rohlinger live prominente Persönlichkeiten interviewen.
11. Juni: Die britische Rockgruppe "The Beatles" wird von der britischen Königin Elisabeth II. mit dem Empire-Orden ausgezeichnet. Damit wird dieser Orden erstmals einer Musikgruppe verliehen.
25.
Juni bis 6. Juli - Berlinale: Der
erste Spielfilm von Jean
Marie Straub (Nicht
versöhnt), wird in einer Sonderveranstaltung der
Berlinale im Juni uraufgeführt, erlebt eine denkwürdige Premiere und löst
eine turbulente Diskussion aus. Zwei Monate später gewinnt Nicht
versöhnt beim Bergamo-Filmfestival einen
Hauptpreis und im November beim
London Film Festival viel Anerkennung.
27. Juni - Deutscher Filmpreis:
Das Filmband in Gold geht an Das Haus in der Karpfengasse von Kurt Hoffmann. Filmbänder in Silber gehen an den Spielfilm Polizeirevier Davidswache von Jürgen Roland und den Dokumentarfilm Bagnolo, Dorf zwischen Schwarz und Rot von Bruno Jori. Der Film von Bruno Jori befasst sich mit den sozialen, politischen und religiösen Probleme Italiens am Beispiel eines einzigen Dorfes, in dem die Spannung zwischen Kirche und Kommunismus, zwischen herkömmlicher Gläubigkeit und sozialer Not besonders deutlich wird.
Weitere Filmbänder gehen an Wolfgang Kieling und Jana Brejchová, Tilla Durieux für ihre Rolle der Großmutter in Verdammt zur Sünde, Rudolf Forster und Gerd Baltus für Wälsungenblut.
Für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film bekommen je ein Filmband in Gold: Elisabeth Bergner, Karl Freund, Willy Fritsch, Lilian Harvey, Friedrich Hollaender, Max Mack, Albrecht Schoenhals, Hermann Warm.
9. Juli: In Deutschland beginnt die Ausstrahlung der Fernsehserie Auf der Flucht mit David Jansen in der Rolle des Dr. Kimble. Wikipedia schreibt: "Die Serie erzählt vom Arzt Dr. Richard Kimble, der zu Unrecht des Mordes an seiner Frau angeklagt wird. Obwohl er seine Unschuld beteuert, wird er schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Auf einem Gefangenentransport gelingt es Kimble zu fliehen. Die Serie erzählt nun von der Flucht Kimbles, unerbittlich verfolgt von dem Polizei-Lieutenant Philip Gerard, der den Mordfall bearbeitete, Kimble vor Gericht brachte und von dessen Schuld überzeugt ist. Kimble ist nun seinerseits auf der Jagd nach dem wahren Mörder seiner Frau, einem einarmigen Mann, den er aus dem Haus flüchten sah, als er nach Hause kommend seine Frau tot vorfand". Die Serie basiert auf der Geschichte eines realen Falles. Die Einschaltquoten lagen teilweise bei über 70 %.
25. August: Das Hamburger Landgericht erlaubt der Nymphenburger Verlagsbuchhandlung den Druck von Klaus Manns Roman "Mephisto - Roman einer Karriere" aus dem Jahre 1936. Die Klage des Adoptivsohns von Gustaf Gründgens, der in dem Roman eine Verunglimpfung seines Adoptivvaters sieht, wird abgelehnt. Die Erben gehen in Berufung. 1968 wird die Veröffentlichung vom Bundesverfassungsgericht verboten. Eine Herausgabe dürfe erst erfolgen, wenn die Erinnerung an den Verstorbenen verblasst sei. (Quelle: www.hdg.de)
4. September: Erste »Ziehung der Lottozahlen« mit Karin Dinslage.
15. September: Bei einem Konzert der Rolling Stones kommt es in West-Berlin zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei, bei denen die Waldbühne fast vollständig zerstört wird. (Quelle: www.hdg.de)
25. September: Von Mike Leckebusch wird bei Radio Bremen der erste Beat Club aus der Taufe gehoben. Moderatorin ist Uschi Nerke.
29. September: ARD-Ausstrahlungsbeginn der Fernsehserie von Heinz Oskar Wuttig: Forellenhof. Eine Familiengeschichte aus dem Hotelmilieau. Familie Buchner, das sind Hans Söhnker, Jane Tilden, Helmut Förnbacher, Gerhart Lippert, Helga Anders und Tilly Lauenstein.
7. Oktober: Walter Schmieding, Leiter der ZDF-Abteilung »Kunst und Literatur« präsentiert für drei Monate den "Kulturbericht". Dann wird die Sendung in "aspekte" umbenannt.
Z 20. Oktober: Ludwig Erhard wird zum Bundeskanzler gewählt.
17. Dezember: Start des dritten Programms des Westdeutschen Rundfunks.
22. Dezember: Der Kinofilm Dr. Schiwago wird in New York uraufgeführt.
31. Dezember: ARD-Ausstrahlung von "Schimpf vor zwölf" - Ein Silvesterkabarett mit der Münchener Lach- und Schießgesellschaft.
Ohne Datum: Für 8 Millionen DM verkauft Bavaria Filmkunst GmbH das Gelände in Geiselgasteig an die Bavaria Atelier GmbH. Ein Filmlager wird gebaut.
Ernst Lubitsch-Preis an Rainer Erler für Regie Seelenwanderung.
Franz Josef Degenhardt singt Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.
S o n s t i g e s Erste Regiearbeiten von - Rainer Werner Fassbinder (Kurzfilm Der Stadtstreicher) - Hellmuth Costard (Kurzfilm Tom ist doof) - Klaus Lemke (Kurzfilm Kleine Front) - Rudolf Thome (Kurzfilm Die Versöhnung) - Hans-Jürgen Syberberg (Dokumentarfilm Fünfter Akt, siebte Szene) - Ulrich Schamoni (Dok.-Kurzfilm Hollywood in Deblatschka Pescara: Beobachtungen bei den Dreharbeiten von Artur Brauners Dschingis Khan in den jugoslawischen Bergen). -
Michael Fengler
(TV-Dokumentation In
einem Ort wie Weinheim - Soziogramm einer Kleinstadt).
B
a m b i - S i e g e r Einen Bambi bekommen in diesem Jahr Willy Fritsch, Marianne Hoppe, Brigitte Horney, Hilde Krahl, Sophia Loren, Michael Maien, Liselotte Pulver, Heinz Rühmann, Elke Aberle, Mathias Wieman und Hans Söhnker. Was weiter 1965/1966 bei der Verleihung passierte, lies man auf der offiziellen Webseite www.bambi.de
Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1965:
(Quelle: www.goldenekamera.de)
B R A V O - O T T O - Leserwahl Kategorie männliche Filmstars: Gold Pierre Brice, Silber Thomas Fritsch, Bronze Lex Barker Kategorie weibliche Filmstars: Gold Marie Versini, Silber Sophia Loren, Bronze Doris Day Kategorie Sänger: Gold Cliff Richard, Silber The Beatles, Bronze Freddy Quinn Kategorie Sängerinnen: Gold Gitte, Silber Manuela, Bronze Connie Francis Kategorie TV-Star männlich: Gold Robert Fuller, Silber Edward Byrnes, Bronze Michael Landon Kategorie TV-Star weiblich: Gold Petra Krause, Silber Donna Reed, Bronze Marianne Koch
L i t e r a t u r
Eine Archäologie des Kinos von C.W. Ceram. Reinbek: Rowohlt. 264 S. - Ausgrabungen in der Vor- und Frühzeit des Films.
Deutscher Nachkriegsfilm 1946 - 1948 von Peter Pleyer. Münster: C. J. Fahle. 490 S. - 40 west- und ostdeutsche Filme der ersten Nachkriegsjahre werden in dieser Dissertation auf ihre Themen und Tendenzen hin untersucht.
E i n i g e F i l m e d e s J a h r e s
Das Haus in der Karpfengasse Regie: Kurt Hoffmann Schicksale der Bewohner eines Hauses im Prager Judenviertel 1939. Darsteller:
u.a. Edith Schultze-Westrum,
Wolfgang Kieling
Regie: Jean Marie
Straub ... oder Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht, heißt der Titel eigentlich vollständig. Straubs eigenwillige Böll-Verfilmung ("Billard um halb zehn") ist eine Parabel zur deutschen Geschichte. Am 80. Geburtstag des Großvaters wird in Rückblenden und Gesprächen das Verhältnis einer Kölner Architektenfamilie über drei Generationen zu Staat und Kirche dargestellt. Die scheinbar unprofessionelle Ästhetik des Films provoziert - neben engagierter Fürsprache - aggressiven Widerspruch.
Regie: Joachim Kunert (DEFA) Werner Holt und Gilbert Wozlow, Freunde seit der Schulzeit, sollen sich noch als halbe Kinder gegen die anrückende Rote Armee verteidigen. Wolzow hat das Kommando der kleinen Truppen an sich gerissen und befiehlt dem Funker Holt, Verbindung mit dem Regiment herzustellen. Während des Funkens erinnert sich Holt an die entscheidenden Stationen seines Lebens. Für die humanistische Gesinnung seines Vaters fehlt ihm jedoch das Verständnis. Darsteller: Klaus-Peter Thiele, Manfred Karge, Arno Wyzniewski, Günter Junghans Regie: Egon Günther
(DEFA) Eine Frau befreit sich aus der Vereinnahmung des Mannes. Ihre List: Sie stiehlt, macht sich also 'unmöglich', um ein eigenes Leben wieder möglich zu machen. www.film-zeit.de
schreibt: "Die Ehe von Katrin und Richard Lot funktioniert nicht mehr. Sie
will die Scheidung, aber er lehnt ab - wegen der zu erwartenden Diskussionen in
seiner Parteigruppe. Katrin greift zu einem ungewöhnlichen Mittel. Sie stiehlt
in einem Kaufhaus, wird zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Nun reicht er
die Scheidung ein wegen "moralischer Labilität" seiner Frau. Katrin
hat ihren Willen durchgesetzt, sie bekommt sogar die Kinder zugesprochen. Zwar
ist sie als Lehrerin mit ihrer Verurteilung wegen Diebstahls nicht mehr
"tragbar", aber sie ist frei und muss nicht länger mit einer Lüge
leben."
Regie: Kurt Maetzig Ostberlin nach dem Bau der Mauer: Eine junge Frau, die nach der Verurteilung ihres Bruders wegen staatsfeindlicher Hetze keine Zulassung für ein Studium erhält, muss sich als Kellnerin durchschlagen. Zufällig verliebt sie sich in den Richter, der ihren Bruder verurteilte und kollidiert durch ihre spontane Natürlichkeit mit ihrer Umwelt, die in verkrusteten sozialen Normen und sozialistischen Haltungen verharrt.
Einige D E F A-Filme des Jahres 1965 Chronik eines Mordes - Regie: Joachim Herz Ruth
erschießt den soeben ins Amt gewählten Bürgermeister Zwischenzahl.
Mit dem Mord will sie erzwingen, was ihr auf rechtsstaatlichem Weg
verweigert wurde: Der Bürgermeister war für die Deportation ihrer im
KZ umgebrachten Eltern verantwortlich, sie wurde in ein Bordell nach
Polen verschleppt. Zwischenzahl wurde trotz Kenntnis der Sachlage nicht
nur von der amerikanischen Besatzungsmacht mangels Beweisen
freigesprochen, sondern er wird zehn Jahre später auch zum Bürgermeister
bestellt. Der Skandal soll verschwiegen werden. Ruth hat die Wahl
zwischen einer Wiedergutmachung und mildernden Umständen, falls sie
sich in ihrer Aussage auf ihr persönliches Schicksal beschränkt.
Sollte sie aber auf der ganzen Wahrheit bestehen, wird sie die volle Härte
des Gesetzes treffen. --- Ein beklemmender, ernüchternder Kriminalfilm
mit Angelica Domröse, die bei den Dreharbeiten ihren ersten Mann
kennenlernte: Jiri Vrstala – auch bekannt in seiner Rolle als Clown
Ferdinand. (Quelle: Progress-Film) Der Reserveheld - Regie: Wolfgang Luderer Der berühmte Filmschauspieler Ralf Horricht wird mitten aus seinen Flitterwochen herausgerissen: Er muss zum Reservedienst in die Kaserne einrücken. Weil er den Einberufungsbefehl verbrennt, wird er von zwei Polizisten zwangsvorgeführt. Und der strenge Hauptmann Hottas, genannt "Dynamit", liest ihm die Leviten. Dann taucht auch noch die schöne junge Ehefrau auf, und Horricht platzt vor Eifersucht... (Quelle: Amazon)
Engel im Fegefeuer - Herrmann Zschoche Solange Leben in mir ist - Regie: Günter Reisch König Drossenbart - Regie: Walter Beck Berlin um die Ecke - Regie: Gerhard Klein Wenn du groß bist, lieber Adam - Regie: Egon Günther
Denk' bloß nicht, ich heule - Regie: Frank Vogel Der Oberschüler Peter Naumann gilt als schwarzes Schaf der Schule. Seine provokanten Scherze und vor allem ein Aufsatz, in dem er offen verkündet, daß er "die Republik nicht braucht", führt zum Hinauswurf. Verständlich für seine Ehrlichkeit, seine Auflehnung gegen Heuchelei findet er nirgends. Nur Freundin Anne hält zu ihm. Er zieht zu ihr aufs Land. Aber auch hier gibt es Konflikte... "Ein formal außergewöhnlich dichter, hervorragend gespielter Film, der ebenso kritisch wie ambitioniert zur Diskussion über die Bedeutung des Einzelnen in einer sozialistischen Gesellschaft herausfordert. Seine Argumente zur Überwindung eines menschlichen Niemandslandes sind ungebrochen aktuell und fernab ideologischer Färbung: Es geht um Respekt, Toleranz und die Notwendigkeit, einander zuzuhören und miteinander zu reden. (Quelle: Amazon)
Weitere Filme der DEFA von 1965 >>>
Einige Schlager- und Pophits des Jahres 1965 Marmor, Stein und Eisen bricht - Drafi Deutscher Get off of My Cloud - Rolling Stones Il Silenzio - Nini Rosso Downtown - Petula Clark (I Can't Get No) Satisfaction - Rolling Stones Das ist die Frage aller Fragen - Cliff Richard The Last Time - Rolling Stones Du bist nicht allein - Roy Black My Baby Balla Balla - Rainbow Mit 17 hat man noch Träume - Peggy March I Feel Fine - The Beatles Santo Domingo - Wanda Jackson Help! - The Beatles Heute male ich dein Bild, Cindy Lou - Drafi Deutscher
G e b o r e n 07.01. Dieter Thomas Kuhn, Musiker 12.01. Maybrit Illner, Moderatorin u. Journalistin 14.01. Désiré Nosbusch, Schauspielerin 11.04. Simone Thomalla, Schauspielerin 21.04. Gerit Kling, Schauspielerin 05.05. Mark Keller, Schauspieler 23.05. Tom Tykwer, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent 28.05. Michael Thalheimer, Regisseur 03.06. Thomas Ohrner, Schauspieler u. Moderator 10.06. Veronica Ferres, Schauspielerin 12.06. Karin Thaler, Schauspielerin 06.08. Juliane Köhler, Schauspielerin 27.09. Maria Schrader, Schauspielerin 09.11. Karoline Eichhorn, Schauspielerin 21.12. Anke Engelke, Schauspielerin u. Komikerin
G e s t o r b e n
12. Oktober: Lucie Englisch (Weitere Bilder der Schauspielerin) Die Schauspielerin Lucie Englisch wurde am 8. Februar 1897 in Baden bei Wien geboren. Sie stand schon als Kind auf der Bühne als Statistin im Stadttheater von Baden bei Wien. Im letzten Jahr des Krieges begann sie mit ihrer Profikarriere als Schauspielerin. In den Jahren 1923 bis 1928 spielte sie in Wien, Frankfurt/Main und Berlin. Ihre Filme sind u.a. Drei Tage Mittelarrest (30, ein Militärschwank), Dienst ist Dienst (31), Die Gräfin von Monte Christo (32), Meine Frau, die Schützenkönigin (34), Ein falscher Fuffziger (34/35), Der lachende Dritte (36) und Der ungetreue Eckehart (39). In den Kriegsjahren nahmen die Rollenangebote ab und man sah sie in Produktionen wie Weltrekord im Seitensprung (40), Ein Zug fährt ab (1942), So ein Früchtchen (42) und Fahrt ins Abenteuer (43). Der Nachkriegsfilm bot Lucie Englisch wieder eine Fülle von Arbeit, doch ihre Darstellungen waren jetzt nur auf Nebenrollen reduziert, wobei leider auch die Filme an Qualität zu wünschen übrig ließ. Speziell der neuaufkommende Heimatfilm und oberflächliche Komödien waren nun ihr neues Betätigungsfeld. Sie spielte in vielen Filmen die Haushaltsperle mit unerschütterlichem Optimismus. Zu ihren Arbeiten in den 50er-Jahren gehören Der Theodor im Fußballtor (50), Schwarzwaldmädel (50, mit Rudolf Prack und Sonja Ziemann), Mikosch rückt ein (52), Der keusche Josef (53), Tante Jutta aus Kalkutta (53), Die lieben Verwandten (55), Seine Tochter ist der Peter (55), ...wie einst Lili Marleen (56), Familie Schimek (57), Zwei Bayern im Urwald (57), Ober, zahlen! (57), Hallo Taxi (58) und Herrn Josefs letzte Liebe (59). (Quelle: Informationen teilweise aus www.cyranos.ch)
21. Februar: Georg Jacoby Regisseur Ehemann der Schauspielerin Marika Rökk
Otto Wernicke (Bilder des Schauspielers) Schauspieler
Schauspieler Er wurde am 30. November 1911 in Hamburg als Sohn eins Kaufmanns geboren. Nach Schauspielunterricht bei Albrecht Schönhals debütierte er 1932 an den Hamburger Kammerspielen. Ab 1934 hatte er verschiedene Engagements an Theatern in Augsburg, Kiel und bis 1938 am Alten Theater in Leipzig, später an den Kammerspielen in München. Der Film meldete sich mit einer Rolle in Daphne und der Diplomat (1937), 25 weitere nahmen ihn voll in Anspruch. Es waren fast immer tragende Rollen, wie in Leichtes Blut (1943, Regie: Carl Boese) und Das kleine Hofkonzert (Regie: Paul Verhoeven). Nach dem Krieg spielte er Theater am Schauspielhaus Düsseldorf und in Berlin am Renaissance-Theater und an der Komödie. In mindestens siebzig Filmen spielte er, bis ihn Rückenschmerzen quälten und sich herausstellte, dass er ein seltenes Rückenmarkleiden und Leukämie hatte. Seit April lag er im Krankenhaus in Neu-Westend, wo er noch am 17. August 1965 heiratete. Hans Nielsen starb am 13. Oktober 1965 im Alter von noch nicht einmal 54 Jahren in Berlin.
Bagnolo... Für den Außenstehenden ist es schwer, die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Italien zu beurteilen. Die vereinfachenden Alternativen: "Italien zwischen Schwarz und Rot" beunruhigt viele Freunde Italiens nördlich des Brenners. Der Film zeigt, welche Vielfalt der Probleme sich im Ort Bagnolo hinter diesem "zwischen Schwarz und Rot" verbirgt; wir lernen das Erbe des Faschismus in Norditalien zutreffender einschätzen und erhalten Einblick in die verschiedenen Maßnahmen und Bemühungen der Parteien, der Genossenschaften und Kirche, um die Lebensbedingungen in Bagnolo zu bessern. (Quelle: Landesfilmdienst)
Kleine Front Klaus Lemke beschreibt auf seiner HP seinen Film so: "Mein erster Film. Und gleich sofort drei Jungs zwischen Größenwahn und scheinbar falsch verstandenem amerikanischen Kino. Werner Enke als Belmondo."
Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen: www.bad-bad.de (über Albrecht Schoenhals) www.cyranos.ch (über Max Mack, über Georg Jacoby, Lucie Englisch) www.defa.de (Filme von 1965) www.dhm.de/lemo (über Willy Fritsch) www.filmportal.de (Film Der Brief, Das Haus in der Karpfengasse, Wälsungenblut, Das kleine Hofkonzert, Leichtes Blut, über Carl Boese, Film ...wie einst Lili Marleen, Schwarzwaldmädel, Der Theodor im Fußballtor, Dienst ist Dienst, Drei Tage Mittelarrest) www.film-zeit.de über Karl Freund, über Otto Wernicke) www.http://cms.goethe.de (Film Nicht versöhnt, über Michael Thalheimer) www.moana.de Kurzfilm Die Versöhnung) www.murnau-stiftung.de (Film Fahrt ins Abenteuer, Ein Zug fährt ab, Ein falscher Fuffziger) www.progress-film.de (Film Engel im Fegefeuer, www.tvder60er.de (Forellenhof) www.ula-stoeckl.com (Film Neun Leben hat die Katze) www.virtual-history.com (Bilder von Otto Wernicke, Lucie Englisch) wikipedia (Film Solange Leben in mir ist)
Einige Filme, die auf dieser Seite erwähnt werden (...und bei Amazon bestellt werden können)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 24.10.2011
Alle Informationen sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden. Sollten sich doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.
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