Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1965

...und ein wenig Zeitgeschichte

  

 

 

   

 

 

In der Bundesrepublik werden 56 Spielfilme gedreht, DEFA-Spielfilme: 17.

    

4. Januar: Start des gemeinsamen dritten Programms des Norddeutschen Rundfunks, Radio Bremens und des Senders Freies Berlin

 

Z 24. Januar: Der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill stirbt in London.

  

1. Februar - Kuratorium junger deutscher Film: Das "Kuratorium junger deutscher Film e.V." in München gegründet. In den folgenden Jahren fördert es aus einer einmaligen Zuwendung des Bundesinnenministers Erstlingswerke mit bedingt rückzahlbaren Darlehen. Die Mittel von 5 Millionen DM sind Ende 1968 aufgebraucht. Die Verantwortung für das Kuratorium wird auf die einzelnen Länder übertragen. In den ersten 4 Jahren werden u.a. die Filme Abschied von gestern, Katz und Maus, Mahlzeiten, Kuckucksjahre, Lebenszeichen, Tätowierung, Chronik der Anna Magdalena Bach, Neun Leben hat die Katze und Der Brief vom Kuratorium mitfinanziert.

     

25. Februar: ARD-Ausstrahlung von Wolfgang Menges Kriminalspiel Verhör am Nachmittag (WDR) in der Regie von Walter Davy.

  

5. März: Der erste Italo-Western mit dem Titel Für eine Hand voll Dollar läuft in den bundesdeutschen Kinos an. Die Hauptrolle der italienisch-spanisch-bundesdeutschen Koproduktion spielt der US-Schauspieler Clint Eastwood.

  

 

Das Ehepaar Kurt und Käthe Scholz in "Die Unverbesserlichen". Über Jahrzehnte waren Joseph Offenbach und Inge Meysel mit ihren Kindern die Fernsehfamilie der Nation - Foto: NDR/Holtz

Joseph Offenbach und Inge Meysel in

"Die Unverbesserlichen - und ihr Optimismus"

© NDR/Holtz

6. Mai: ARD-Ausstrahlung von Gunther R. Lys Fernsehspiel Ein Tag. Bericht aus einem Konzentrationslager (NDR) in der Regie von Egon Monk.

 

9. Mai: Die dritte große Familienserie kommt in die ARD: Die Unverbesserlichen mit Inge Meysel und Joseph Offenbach.

  

10. Mai: Die Schauspieler Liselotte Pulver (geb. 1929) und Heinz Rühmann erhalten in München die vom Burda-Verlag vergebene Auszeichnung "Bambi".

     

21. Mai: Die ARD sendet zum ersten Mai das politische Magazin "Monitor" (WDR). Besonderes Kennzeichen ist das »Kreuzfeuer«, in dem Claus Hinrich Casdorff und Rudolf Rohlinger live prominente Persönlichkeiten interviewen.

  

  

  

11. Juni: Die britische Rockgruppe "The Beatles" wird von der britischen Königin Elisabeth II. mit dem Empire-Orden ausgezeichnet. Damit wird dieser Orden erstmals einer Musikgruppe verliehen.

    

25. Juni bis 6. Juli - Berlinale: Der erste Spielfilm von Jean Marie Straub (Nicht versöhnt), wird in einer Sonderveranstaltung der Berlinale im Juni uraufgeführt, erlebt eine denkwürdige Premiere und löst eine turbulente Diskussion aus. Zwei Monate später gewinnt Nicht versöhnt beim Bergamo-Filmfestival einen Hauptpreis und im November beim London Film Festival viel Anerkennung.  

  

 

Elisabeth Bergner, 1926 - Foto: Murnau-Stiftung

Elisabeth Bergner, 1926 

in "Der Geiger von Florenz" Regie: Paul Czinner

©Murnau-Stiftung

27. Juni - Deutscher Filmpreis: 

Willy Fritsch, 1935 - Foto: Murnau-Stiftung

Willy Fritsch, 1935

in "Das leichte Mächen", Regie: Fritz Peter Buch

©Murnau-Stiftung

Das Filmband in Gold geht an Das Haus in der Karpfengasse von Kurt Hoffmann. Filmbänder in Silber gehen an den Spielfilm Polizeirevier Davidswache von Jürgen Roland und den Dokumentarfilm Bagnolo, Dorf zwischen Schwarz und Rot von Bruno Jori. Der Film von Bruno Jori befasst sich mit den sozialen, politischen und religiösen Probleme Italiens am Beispiel eines einzigen Dorfes, in dem die Spannung zwischen Kirche und Kommunismus, zwischen herkömmlicher Gläubigkeit und sozialer Not besonders deutlich wird.

 

Weitere Filmbänder gehen an Wolfgang Kieling und Jana Brejchová, Tilla Durieux für ihre Rolle der Großmutter in Verdammt zur Sünde, Rudolf Forster und Gerd Baltus für Wälsungenblut

  

Für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film bekommen je ein Filmband in Gold: Elisabeth Bergner, Karl Freund, Willy Fritsch, Lilian Harvey, Friedrich Hollaender, Max Mack, Albrecht Schoenhals, Hermann Warm.

  

 

9. Juli: In Deutschland beginnt die Ausstrahlung der Fernsehserie Auf der Flucht mit David Jansen in der Rolle des Dr. Kimble.

Wikipedia schreibt: "Die Serie erzählt vom Arzt Dr. Richard Kimble, der zu Unrecht des Mordes an seiner Frau angeklagt wird. Obwohl er seine Unschuld beteuert, wird er schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Auf einem Gefangenentransport gelingt es Kimble zu fliehen. Die Serie erzählt nun von der Flucht Kimbles, unerbittlich verfolgt von dem Polizei-Lieutenant Philip Gerard, der den Mordfall bearbeitete, Kimble vor Gericht brachte und von dessen Schuld überzeugt ist. Kimble ist nun seinerseits auf der Jagd nach dem wahren Mörder seiner Frau, einem einarmigen Mann, den er aus dem Haus flüchten sah, als er nach Hause kommend seine Frau tot vorfand". Die Serie basiert auf der Geschichte eines realen Falles. Die Einschaltquoten lagen teilweise bei über 70 %.

 

25. August: Das Hamburger Landgericht erlaubt der Nymphenburger Verlagsbuchhandlung den Druck von Klaus Manns Roman "Mephisto - Roman einer Karriere" aus dem Jahre 1936. Die Klage des Adoptivsohns von Gustaf Gründgens, der in dem Roman eine Verunglimpfung seines Adoptivvaters sieht, wird abgelehnt. Die Erben gehen in Berufung. 1968 wird die Veröffentlichung vom Bundesverfassungsgericht verboten. Eine Herausgabe dürfe erst erfolgen, wenn die Erinnerung an den Verstorbenen verblasst sei. (Quelle: www.hdg.de

    

4. September: Erste »Ziehung der Lottozahlen« mit Karin Dinslage.

  

15. September: Bei einem Konzert der Rolling Stones kommt es in West-Berlin zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei, bei denen die Waldbühne fast vollständig zerstört wird. (Quelle: www.hdg.de

 

Guter, alter Beat-Club - da werden Erinnerungen wach

25. September: Von Mike Leckebusch wird bei Radio Bremen der erste Beat Club aus der Taufe gehoben. Moderatorin ist Uschi Nerke.

  

29. September: ARD-Ausstrahlungsbeginn der Fernsehserie von Heinz Oskar Wuttig: Forellenhof. Eine Familiengeschichte aus dem Hotelmilieau. Familie Buchner, das sind Hans Söhnker, Jane Tilden, Helmut Förnbacher, Gerhart Lippert, Helga Anders und Tilly Lauenstein.

  

  

  

7. Oktober: Walter Schmieding, Leiter der ZDF-Abteilung »Kunst und Literatur« präsentiert für drei Monate den "Kulturbericht". Dann wird die Sendung in "aspekte" umbenannt.

  

Z 20. Oktober: Ludwig Erhard wird zum Bundeskanzler gewählt.

 

17. Dezember: Start des dritten Programms des Westdeutschen Rundfunks. 

  

22. Dezember: Der Kinofilm Dr. Schiwago wird in New York uraufgeführt.

  

31. Dezember: ARD-Ausstrahlung von "Schimpf vor zwölf" - Ein Silvesterkabarett mit der Münchener Lach- und Schießgesellschaft.

 

Ohne Datum: 

Für 8 Millionen DM verkauft Bavaria Filmkunst GmbH das Gelände in Geiselgasteig an die Bavaria Atelier GmbH. Ein Filmlager wird gebaut.

  

Ernst Lubitsch-Preis an Rainer Erler für Regie Seelenwanderung.

  

Franz Josef Degenhardt singt Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.

  

  

S o n s t i g e s

Erste Regiearbeiten von

- Rainer Werner Fassbinder (Kurzfilm Der Stadtstreicher)

- Hellmuth Costard (Kurzfilm Tom ist doof)

- Klaus Lemke (Kurzfilm Kleine Front)

- Rudolf Thome (Kurzfilm Die Versöhnung)

- Hans-Jürgen Syberberg (Dokumentarfilm Fünfter Akt, siebte Szene)

- Ulrich Schamoni (Dok.-Kurzfilm Hollywood in Deblatschka Pescara: Beobachtungen bei den Dreharbeiten von Artur Brauners Dschingis Khan in den jugoslawischen Bergen).

- Michael Fengler (TV-Dokumentation In einem Ort wie Weinheim - Soziogramm einer Kleinstadt).  

  

 

B a m b i - S i e g e r

Einen Bambi bekommen in diesem Jahr Willy Fritsch, Marianne Hoppe, Brigitte Horney, Hilde Krahl, Sophia Loren, Michael Maien, Liselotte Pulver, Heinz Rühmann, Elke Aberle, Mathias Wieman und Hans Söhnker.

Was weiter 1965/1966 bei der Verleihung passierte, lies man auf der offiziellen Webseite www.bambi.de

   

Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1965:

Das Aktuelle Sportstudio (ZDF) Beste Sportsendung
Rainer Günzler Team "Aktuelles Sportstudio"
Harry Valérien Team "Aktuelles Sportstudio"
Prof. Dr. Heinz Haber Moderator "Unser blauer Planet"
Schauspielerin Luitgard Im Hauptrolle "Judith"
Hans Joachim Kulenkampff 1. Platz beliebtester Fernsehstar männlich
Inge Meysel 1. Platz beliebtester Fernsehstar weiblich
Egon Monk Regie "Ein Tag" u. Autor "Der Augenblick des Friedens"
Wim Thoelke Team "Aktuelles Sportstudio"
Georg Stefan Troller Fernsehjournalist "Pariser Journal"
Caterina Valente "Königin der leichten Muse"
Paul Verhoeven Hauptrolle in "Kardinal von Spanien"

(Quelle: www.goldenekamera.de)

  

      

B R A V O - O T T O - Leserwahl

Kategorie männliche Filmstars: Gold Pierre Brice, Silber Thomas Fritsch, Bronze Lex Barker

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Marie Versini, Silber Sophia Loren, Bronze Doris Day

Kategorie Sänger: Gold Cliff Richard, Silber The Beatles, Bronze Freddy Quinn

Kategorie Sängerinnen: Gold Gitte, Silber Manuela, Bronze Connie Francis

Kategorie TV-Star männlich: Gold Robert Fuller, Silber Edward Byrnes, Bronze Michael Landon

Kategorie TV-Star weiblich: Gold Petra Krause, Silber Donna Reed, Bronze Marianne Koch

 

       

L i t e r a t u r

 

Eine Archäologie des Kinos von C.W. Ceram.

Reinbek: Rowohlt. 264 S. - Ausgrabungen in der Vor- und Frühzeit des Films.

  

Deutscher Nachkriegsfilm 1946 - 1948 von Peter Pleyer.

Münster: C. J. Fahle. 490 S. - 40 west- und ostdeutsche Filme der ersten Nachkriegsjahre werden in dieser Dissertation auf ihre Themen und Tendenzen hin untersucht.

   

   

 

E i n i g e   F i l m e   d e s   J a h r e s

  

Das Haus in der Karpfengasse

Regie: Kurt Hoffmann

Schicksale der Bewohner eines Hauses im Prager Judenviertel 1939.

Darsteller: u.a. Edith Schultze-Westrum, Wolfgang Kieling

   

Nicht versöhnt

Regie: Jean Marie Straub  

... oder Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht, heißt der Titel eigentlich vollständig. Straubs eigenwillige Böll-Verfilmung ("Billard um halb zehn")  ist eine Parabel zur deutschen Geschichte. Am 80. Geburtstag des Großvaters wird in Rückblenden und Gesprächen das Verhältnis einer Kölner Architektenfamilie über drei Generationen zu Staat und Kirche dargestellt. Die scheinbar unprofessionelle Ästhetik des Films provoziert - neben engagierter Fürsprache - aggressiven Widerspruch. 

 

Die Abenteuer des Werner Holt

Regie: Joachim Kunert (DEFA)

Werner Holt und Gilbert Wozlow, Freunde seit der Schulzeit, sollen sich noch als halbe Kinder gegen die anrückende Rote Armee verteidigen. Wolzow hat das Kommando der kleinen Truppen an sich gerissen und befiehlt dem Funker Holt, Verbindung mit dem Regiment herzustellen. Während des Funkens erinnert sich Holt an die entscheidenden Stationen seines Lebens. Für die humanistische Gesinnung seines Vaters fehlt ihm jedoch das Verständnis.

Darsteller: Klaus-Peter Thiele, Manfred Karge, Arno Wyzniewski, Günter Junghans

  

Lots Weib

Regie: Egon Günther (DEFA)  

Eine Frau befreit sich aus der Vereinnahmung des Mannes. Ihre List: Sie stiehlt, macht sich also 'unmöglich', um ein eigenes Leben wieder möglich zu machen. 

www.film-zeit.de schreibt: "Die Ehe von Katrin und Richard Lot funktioniert nicht mehr. Sie will die Scheidung, aber er lehnt ab - wegen der zu erwartenden Diskussionen in seiner Parteigruppe. Katrin greift zu einem ungewöhnlichen Mittel. Sie stiehlt in einem Kaufhaus, wird zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Nun reicht er die Scheidung ein wegen "moralischer Labilität" seiner Frau. Katrin hat ihren Willen durchgesetzt, sie bekommt sogar die Kinder zugesprochen. Zwar ist sie als Lehrerin mit ihrer Verurteilung wegen Diebstahls nicht mehr "tragbar", aber sie ist frei und muss nicht länger mit einer Lüge leben."

      

Das Kaninchen bin ich

Regie: Kurt Maetzig

Ostberlin nach dem Bau der Mauer: Eine junge Frau, die nach der Verurteilung ihres Bruders wegen staatsfeindlicher Hetze keine Zulassung für ein Studium erhält, muss sich als Kellnerin durchschlagen. Zufällig verliebt sie sich in den Richter, der ihren Bruder verurteilte und kollidiert durch ihre spontane Natürlichkeit mit ihrer Umwelt, die in verkrusteten sozialen Normen und sozialistischen Haltungen verharrt.

  

  

Einige D E F A-Filme des Jahres 1965

Chronik eines Mordes - Regie: Joachim Herz

Ruth erschießt den soeben ins Amt gewählten Bürgermeister Zwischenzahl. Mit dem Mord will sie erzwingen, was ihr auf rechtsstaatlichem Weg verweigert wurde: Der Bürgermeister war für die Deportation ihrer im KZ umgebrachten Eltern verantwortlich, sie wurde in ein Bordell nach Polen verschleppt. Zwischenzahl wurde trotz Kenntnis der Sachlage nicht nur von der amerikanischen Besatzungsmacht mangels Beweisen freigesprochen, sondern er wird zehn Jahre später auch zum Bürgermeister bestellt. Der Skandal soll verschwiegen werden. Ruth hat die Wahl zwischen einer Wiedergutmachung und mildernden Umständen, falls sie sich in ihrer Aussage auf ihr persönliches Schicksal beschränkt. Sollte sie aber auf der ganzen Wahrheit bestehen, wird sie die volle Härte des Gesetzes treffen. --- Ein beklemmender, ernüchternder Kriminalfilm mit Angelica Domröse, die bei den Dreharbeiten ihren ersten Mann kennenlernte: Jiri Vrstala – auch bekannt in seiner Rolle als Clown Ferdinand. (Quelle: Progress-Film)
 

Der Reserveheld - Regie: Wolfgang Luderer

Der berühmte Filmschauspieler Ralf Horricht wird mitten aus seinen Flitterwochen herausgerissen: Er muss zum Reservedienst in die Kaserne einrücken. Weil er den Einberufungsbefehl verbrennt, wird er von zwei Polizisten zwangsvorgeführt. Und der strenge Hauptmann Hottas, genannt "Dynamit", liest ihm die Leviten. Dann taucht auch noch die schöne junge Ehefrau auf, und Horricht platzt vor Eifersucht... (Quelle: Amazon)

  

Engel im Fegefeuer - Herrmann Zschoche

Solange Leben in mir ist - Regie: Günter Reisch

König Drossenbart - Regie: Walter Beck

Berlin um die Ecke - Regie: Gerhard Klein

Wenn du groß bist, lieber Adam - Regie: Egon Günther

  

Denk' bloß nicht, ich heule - Regie: Frank Vogel

Der Oberschüler Peter Naumann gilt als schwarzes Schaf der Schule. Seine provokanten Scherze und vor allem ein Aufsatz, in dem er offen verkündet, daß er "die Republik nicht braucht", führt zum Hinauswurf. Verständlich für seine Ehrlichkeit, seine Auflehnung gegen Heuchelei findet er nirgends. Nur Freundin Anne hält zu ihm. Er zieht zu ihr aufs Land. Aber auch hier gibt es Konflikte... "Ein formal außergewöhnlich dichter, hervorragend gespielter Film, der ebenso kritisch wie ambitioniert zur Diskussion über die Bedeutung des Einzelnen in einer sozialistischen Gesellschaft herausfordert. Seine Argumente zur Überwindung eines menschlichen Niemandslandes sind ungebrochen aktuell und fernab ideologischer Färbung: Es geht um Respekt, Toleranz und die Notwendigkeit, einander zuzuhören und miteinander zu reden. (Quelle: Amazon)

    

Weitere Filme der DEFA von 1965 >>>

   

  

Einige Schlager- und Pophits des Jahres 1965

Marmor, Stein und Eisen bricht - Drafi Deutscher

Get off of My Cloud - Rolling Stones

Il Silenzio - Nini Rosso

Downtown - Petula Clark

(I Can't Get No) Satisfaction - Rolling Stones

Das ist die Frage aller Fragen - Cliff Richard

The Last Time - Rolling Stones

Du bist nicht allein - Roy Black

My Baby Balla Balla - Rainbow

Mit 17 hat man noch Träume - Peggy March

I Feel Fine - The Beatles

Santo Domingo - Wanda Jackson

Help! - The Beatles

Heute male ich dein Bild, Cindy Lou - Drafi Deutscher

  

   

G e b o r e n

07.01.  Dieter Thomas Kuhn, Musiker

12.01.  Maybrit Illner, Moderatorin u. Journalistin

14.01.  Désiré Nosbusch, Schauspielerin

11.04.  Simone Thomalla, Schauspielerin

21.04.  Gerit Kling, Schauspielerin

05.05.  Mark Keller, Schauspieler

23.05.  Tom Tykwer, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent

28.05.  Michael Thalheimer, Regisseur

03.06.  Thomas Ohrner, Schauspieler u. Moderator

10.06.  Veronica Ferres, Schauspielerin

12.06.  Karin Thaler, Schauspielerin

06.08.  Juliane Köhler, Schauspielerin

27.09.  Maria Schrader, Schauspielerin

09.11.  Karoline Eichhorn, Schauspielerin

21.12.  Anke Engelke, Schauspielerin u. Komikerin

  

   

G e s t o r b e n

  

Szenefoto aus dem Film "Ein falscher Fuffziger" - Foto: Murnau-Stiftung

Max Gülstorff (li.), Lucie Englisch u. Georg Alexander in "Ein falscher Fuffziger"

1934/35, Regie: Carl Boese

©Murnau-Stiftung

  

12. Oktober: Lucie Englisch (Weitere Bilder der Schauspielerin)

Die Schauspielerin Lucie Englisch wurde am 8. Februar 1897 in Baden bei Wien geboren. Sie stand schon als Kind auf der Bühne als Statistin im Stadttheater von Baden bei Wien. Im letzten Jahr des Krieges begann sie mit ihrer Profikarriere als Schauspielerin. In den Jahren 1923 bis 1928 spielte sie in Wien, Frankfurt/Main und Berlin.  Ihre Filme sind u.a. Drei Tage Mittelarrest (30, ein Militärschwank), Dienst ist Dienst (31), Die Gräfin von Monte Christo (32), Meine Frau, die Schützenkönigin (34), Ein falscher Fuffziger (34/35), Der lachende Dritte (36) und Der ungetreue Eckehart (39). In den Kriegsjahren nahmen die Rollenangebote ab und man sah sie in Produktionen wie Weltrekord im Seitensprung (40), Ein Zug fährt ab (1942), So ein Früchtchen (42) und Fahrt ins Abenteuer (43). Der Nachkriegsfilm bot Lucie Englisch wieder eine Fülle von Arbeit, doch ihre Darstellungen waren jetzt nur auf Nebenrollen reduziert, wobei leider auch die Filme an Qualität zu wünschen übrig ließ. Speziell der neuaufkommende Heimatfilm und oberflächliche Komödien waren nun ihr neues Betätigungsfeld. Sie spielte in vielen Filmen die Haushaltsperle mit unerschütterlichem Optimismus. Zu ihren Arbeiten in den 50er-Jahren gehören Der Theodor im Fußballtor (50), Schwarzwaldmädel (50, mit Rudolf Prack und Sonja Ziemann), Mikosch rückt ein (52), Der keusche Josef (53), Tante Jutta aus Kalkutta (53), Die lieben Verwandten (55), Seine Tochter ist der Peter (55), ...wie einst Lili Marleen (56), Familie Schimek (57), Zwei Bayern im Urwald (57), Ober, zahlen! (57), Hallo Taxi (58) und Herrn Josefs letzte Liebe (59). (Quelle: Informationen teilweise aus www.cyranos.ch)

  

   

21. Februar: Georg Jacoby 

Regisseur

Ehemann der Schauspielerin Marika Rökk

      

 

Otto Wernicke (Bilder des Schauspielers)

Schauspieler

   

Freddy Quinn und Hans Nielsen in "Freddy und die Melodie der Nacht", 1960. Regie: Wolfgang Schleif

©Murnau-Stiftung

13. Oktober: Hans Nielsen  

Schauspieler

Er wurde am 30. November 1911 in Hamburg als Sohn eins Kaufmanns geboren. Nach Schauspielunterricht bei Albrecht Schönhals debütierte er 1932 an den Hamburger Kammerspielen. Ab 1934 hatte er verschiedene Engagements an Theatern in Augsburg, Kiel und bis 1938 am Alten Theater in Leipzig, später an den Kammerspielen in München. Der Film meldete sich mit einer Rolle in Daphne und der Diplomat (1937), 25 weitere nahmen ihn voll in Anspruch. Es waren fast immer tragende Rollen, wie in Leichtes Blut (1943, Regie: Carl Boese) und Das kleine Hofkonzert (Regie: Paul Verhoeven). Nach dem Krieg spielte er Theater am Schauspielhaus Düsseldorf und in Berlin am Renaissance-Theater und an der Komödie. In mindestens siebzig Filmen spielte er, bis ihn Rückenschmerzen quälten und sich herausstellte, dass er ein seltenes Rückenmarkleiden und Leukämie hatte. Seit April lag er im Krankenhaus in Neu-Westend, wo er noch am 17. August 1965 heiratete. Hans Nielsen starb am 13. Oktober 1965 im Alter von noch nicht einmal 54 Jahren in Berlin. 

  

    

Bagnolo...

Für den Außenstehenden ist es schwer, die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Italien zu beurteilen. Die vereinfachenden Alternativen: "Italien zwischen Schwarz und Rot" beunruhigt viele Freunde Italiens nördlich des Brenners. Der Film zeigt, welche Vielfalt der Probleme sich im Ort Bagnolo hinter diesem "zwischen Schwarz und Rot" verbirgt; wir lernen das Erbe des Faschismus in Norditalien zutreffender einschätzen und erhalten Einblick in die verschiedenen Maßnahmen und Bemühungen der Parteien, der Genossenschaften und Kirche, um die Lebensbedingungen in Bagnolo zu bessern. (Quelle: Landesfilmdienst)

 

Kleine Front

Klaus Lemke beschreibt auf seiner HP seinen Film so: "Mein erster Film. Und gleich sofort drei Jungs zwischen Größenwahn und scheinbar falsch verstandenem amerikanischen Kino. Werner Enke als Belmondo."

    

  

  

 

 

Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen:

www.bad-bad.de (über Albrecht Schoenhals)

http://beatclub.labor1.de 

www.cyranos.ch (über Max Mack, über Georg Jacoby, Lucie Englisch)

www.defa.de (Filme von 1965)

www.dhm.de/lemo (über Willy Fritsch)

www.filmportal.de (Film Der Brief, Das Haus in der Karpfengasse, WälsungenblutDas kleine Hofkonzert, Leichtes Blut, über Carl Boese, Film ...wie einst Lili Marleen, Schwarzwaldmädel, Der Theodor im Fußballtor, Dienst ist Dienst, Drei Tage Mittelarrest)

www.film-zeit.de über Karl Freund, über Otto Wernicke)

www.gkling.de

www.guenter-reisch.de 

www.http://cms.goethe.de (Film Nicht versöhnt, über Michael Thalheimer)

www.marika-roekk-club.com

www.mark-keller.de

www.moana.de Kurzfilm Die Versöhnung)

www.murnau-stiftung.de (Film Fahrt ins Abenteuer, Ein Zug fährt ab, Ein falscher Fuffziger)

www.progress-film.de (Film Engel im Fegefeuer

www.simonethomalla.de 

www.tvder60er.de (Forellenhof)

www.ula-stoeckl.com (Film Neun Leben hat die Katze)

www.uschinerke.de 

www.virtual-history.com (Bilder von Otto Wernicke, Lucie Englisch)

wikipedia (Film Solange Leben in mir ist)

  

  

 

 

  

  Einige Filme, die auf dieser Seite erwähnt werden

(...und bei Amazon bestellt werden können)

 

"ABSCHIED VON GESTERN" von Alexander Kluge Brachte Kinosäle zum Schluchzen: Omar SharIf in DOKTOR SCHIWAGO Kurt und Käthe Scholz waren DIE UNVERBESSERLICHEN Das Schicksal der Bewohner eines Wohnhauses im jüdischen Viertel Prags nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Jahr 1939. Bewegend. Regisseur Jürgen Roland verstand sein Handwerk, Krimispannung zu erzeugen, hier bei POLIZEIREVIER DAVIDSWACHE Auch ein Meister seines Fachs: Regisseur Kurt Maetzig. In dieser Box sind 3 Filme, u.a. auch DAS KANINCHEN BIN ICH Joachim Kunert schuf den Film DIE ABENTEUER DES WERNER HOLT

 

 

    

        

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 24.10.2011

 

Alle Informationen sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden. Sollten sich doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.