Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1973

...und ein wenig Zeitgeschichte

    

    

    

 

 

 

In der Bundesrepublik werden 82 Spielfilme gedreht und 12 DEFA-Spielfilme.

  

8. Januar: Die Vorschulreihe Sesamstraße kommt in die ARD. 

  

Rosa von Praunheim- Foto: VIRGINIA

Rosa von Praunheim

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

15. Januar: Im Dritten Programm des WDR läuft die Familienserie Ein Herz und eine Seele an.

  

Die ARD zeigt Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (Regie: Rosa von Praunheim). Ein mit Witz und Leidenschaft gegen Heuchelei und für selbstbewusste Offenheit agitierendes Lehrstück: Der Film soll Homosexuelle aktivieren, sie aufrufen, ihre unmäßige Angst zu überwinden und selbst für ihre Rechte zu kämpfen... Seid stolz auf Eure Homosexualität! (Praunheim) - Der BR verweigert die Ausstrahlung des Films.

  

3. Februar: Das "Aktuelle Sportstudio" im ZDF wird erstmals von einer Frau moderiert. Die Journalistin Carmen Thomas (geb. 1946) dringt damit in ein bislang von Männern besetztes Fernsehressort vor. Ein  Fauxpas ließ nicht lange auf sich warten, denn am 21. Juli 1973 kam "der Versprecher" von Frau Thomas:  'Schalke 05 gegen – jetzt hab ich's vergessen – Standard Lüttich'. Ach, die Medien zogen sich daran hoch und die BILD forderte gar ihren Rücktritt. (Quelle: hdg.de und wikipedia)

  

4. März: Beginn der Talkshow-Reihe Je später der Abend auf West 3, die schon Ende des Jahres in das ARD-Abendprogramm wechselt. Diese Sendung lief bis 1978 mit den Moderatoren Dietmar Schönherr, ab 1975 Hansjürgen Rosenbauer und ab 1976 (bis 1978) Reinhard Münchenhagen.

  

  

15. April: Wolfgang Menges Fernsehspiel Smog (WDR) löst aufgrund des Realismus der Darstellung heftige Reaktionen beim Publikum aus. Smog simuliert in einer fiktiven Fernsehsondersendung eine Umweltkatastrophe: Seit vier Tagen dauert eine bedrohliche Smog-Wetterlage im Ruhrgebiet an. Die - vom Menschen mitverursachte - Umweltkatastrophe bahnt sich langsam an. Zunächst wundern sich die Bewohner, dass es nicht hell wird, dann lösen sich im Säurenebel die Nylonstrümpfe der Hausfrauen auf. Schließlich verachtfachen sich die Todesanzeigen in den Zeitungen. Der Film behandelt die Katastrophe auf mehreren Ebenen: Stellvertretend für die betroffenen Bürger stehen die Arbeiterfamilie Rykalla und die Industriellenfamilie Grobeck. Außerdem schaut Smog in Politik und Verwaltung, die für die jeweiligen Maßnahmen des Katastrophenalarms zuständig sind, sowie in soziale Einrichtungen. (Text: 3Sat)

  

13. Juni: Im ZDF läuft lm Reservat von Peter Stripp (Buch) und Peter Beauvais (Regie).

  

22. Juni bis 3. Juli - Berlinale: Die Bundesrepublik schickt zwei Filme in den Wettbewerb: Zärtlichkeit der Wölfe von Ulli Lommel und Die Sachverständigen von Norbert Kückelmann. Die Jury vergibt den Goldenen Bären an einen indischen Film. Einen Silbernen Bären bekommt Norbert Kückelmann. Im Forum laufen die deutschen Filme Über Nacht von Karin Thome, La Victoria von Peter Lilienthal und Spanien! von Peter Nestler

   

23. Juni - Deutscher Filmpreis: Es wird kein Filmband in Gold für einen Spielfilm vergeben. Silber für Die Sachverständigen (Herstellung) und Harlis (Gestaltung). Als Darsteller werden dieses Mal Margit Carstensen, Eva Mattes, Walter Sedlmayr und Klaus Schwarzkopf ausgezeichnet. Die Kameramänner Michael Ballhaus und Thomas Mauch bekommen ebenfalls einen Preis.

  

Für ihr 'langjähriges Wirken im deutschen Film' werden folgende Personen ausgezeichnet: Hans Cürlis, Gustav Fröhlich, Rochus Gliese, Käthe Haack, Helmut Käutner, R. A. Stemmle, Dorothea Wieck und Billy Wilder.

  

Z 1. Juli: In der Bundesrepublik wird der zivile Ersatzdienst dem Wehrdienst gesetzlich gleichgestellt.

  

Juli: Claus Hinrich Casdorff scheidet aus der Redaktionsleitung von "Monitor" aus. Mit der Umstellung auf die Form der Gruppenmoderation soll der Teamcharakter starker hervorgehoben werden. Jeder Autor stellt seinen Beitrag selbst vor und macht Zielsetzungen deutlich. Klaus Bresser übernimmt die Redaktionsleitung. Casdorff führt gemeinsam mit Rudolf Rohlinger die »Kreuzfeuer«-lnterviews fort.

 

September - Zeitschrift Film und Fernsehen: In Ost-Berlin erscheint mit einem Titelbild der Schauspielerin Jutta Hoffmann das erste Heft der Zeitschrift "Film und Fernsehen", herausgegeben vom "Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR". Die Zeitschrift gibt - immer im Rahmen vorgeschriebener Normen - einen interessanten Überblick über das Film- und Fernsehwesen in der DDR und anderer sozialistischer Länder. Die Zeitschrift überlebt die "Wende" 1990 und erweitert den gelegentlich zu eingegrenzten Blick anderer Filmzeitschriften nach Osteuropa.

    

5. Oktober: Das ZDF beginnt mit seiner Reihe "auslandsjournal".

  

15. bis 18. November - Frauenfilm-Seminar: In West-Berlin findet das erste internationale >Frauenfilm-Seminar< statt. Unter der Leitung von Helke Sander und Claudia Alemann werden neuere Filme zur Situation der Frau analysiert.

  

Z 25. November: Im Zuge des Energiesicherungsgesetzes tritt eine Verordnung über Fahrverbote an Sonntagen und über Geschwindigkeitsbegrenzungen in Kraft.

    

31. Dezember: Mit Dietmar Schönherrs Talk-Show Je später der Abend (WDR) in der ARD hält die amerikanische Programmform »talk-show« ihren Einzug in das deutsche Fernsehprogramm.

  

Folgende Filme: "Das schöne Ende dieser Welt", "Das Spot oder Fast eine Karriere", "Operation Ganymed", "Fleisch", "Die Delegation", "Die letzten Ferien" und "Plutonium".

Die Filme von Rainer Erler sind hier in einer Box zusammengefasst

Ohne Datum: Rainer Erler dreht fünf Folgen Das blaue Palais.

 

Axel Corti verfilmt Der Wildschütz, eine Opernproduktion mit Hermann Prey.

 

Der erste auf dem Bavaria- Filmgelände gedrehte Tatort heißt Der Mann aus Zimmer 22 mit Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp (Regie: Heinz Schirk).

  

  

S o n s t i g e s

Erste Regiearbeiten von Bernhard Sinkel (Fernsehfilm Clinch).

    

Erste Spielfilme von Wolf Gremm (Ich dachte, ich wäre tot), der auch den Filmpreis des Verbandes deutscher Kritiker bekommt), Norbert Kückelmann (Die Sachverständigen), Ulli Lommel (Die Zärtlichkeit der Wölfe), Karin Thome (Über Nacht) und Max Willutzki (Der lange Jammer).

  

Ernst Lubitsch-Preis für Robert van Ackeren für Harlis.

   

Christian Ziewer und Klaus Wiese erhalten den Filmpreis der Akademie der Künste.

  

Z Die Bauarbeiten für den "Schnellen Brüter", ein Atomkraftwerk, das mit einem sogenannten Brutreaktor ausgerüstet werden soll, beginnen in Kalkar am Niederrhein.

  

Z 1 Liter Bezin war für 69 Pfennig zu bekommen.

   

 

Andrej Wajda - Foto: Mariusz Kubik

Regisseur A. Wajda

©www.mariuszkubik.pl

  

Quelle: Wikipedia, Urheber: Mariusz Kubik. (Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft. Weiterverbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sind gestattet

B a m b i - S i e g e r

Peter Alexander, Professor Bernhard Grzimek, Inge Meysel, Hans Rosenthal, Heinz Rühmann, Michael Schanze, Mireille Mathieu und ...   

Andrzej Wajda, einer der bedeutendsten Regisseure Polens, der 1983 den wunderbaren Film Eine Liebe in Deutschland mit Hanna Schygulla und Armin Mueller-Stahl drehte. Ein weiterer Film von ihm, der unter die Haut geht ist Korczak, produziert von Ziegler-Film: Korczak ist ein polnische Arzt und Kinderbuchautor, der ein Waisenhaus begründete und nach der Errichtung des Warschauer Ghettos mit dem Waisenhaus dort hinziehen muss. Dieser Film behandelt die letzten Tage des Janusz Korczak.

Ziegler-Film schreibt dazu: "Jahre hegte Andrzej Wajda nur eine winzig Hoffnung, einen Film über das Leben und Wirken des polnischen Arztes "Korczak" machen zu können. Ein Mann, der zuletzt auch noch freiwillig mit seinen schutzbefohlenen Waisen in die Gaskammern von Treblinka ging. Andrzej Wajda konnte die Frage der Drehbuchrechte nicht lösen, da die Rechte an zwei Drehbüchern bei einem britischen Produzenten lagen. Eines davon war von Agnieszka Holland, mit dem Wajda das gemeinsame Exil in Paris verbrachte. Regina Ziegler löste dieses Problem. Sie kaufte einfach beide Drehbücher. "Korczak" zollt einem Mann Tribut, der den größten Teil seines Lebens damit verbrachte, einem Ideal zu folgen. Der Film spielt 1942, drei Jahre nach der deutschen Invasion in Polen und beschreibt das letzte, tragische Kapitel seines Lebens in einem jüdischen Waisenhaus und später im Warschauer Ghetto. Als die polnisch-deutsche-britische Coproduktion endlich seine 10jährige Odyssee bis zum fertigen Film beendet hatte, wurde "Korczak" sofort zum Cannes Filmfestival eingeladen."

  

  

B R A V O - O T T O - Leserwahl 1973

Kategorie männliche Filmstars: Gold Jan Michael Vincent, Silber Roger Moore, Bronze Terence Hill

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Uschi Glas, Silber Jane Seymour, Bronze Ali MacGraw

Kategorie Beat-Gruppen: Gold: The Sweet, Silber: The Osmonds, Bronze: Slade

Kategorie Sänger: Gold: David Cassidy, Silber: Bernd Clüver, Bronze: Jürgen Marcus

Kategorie Sängerinnen: Gold: Suzi Quatro, Silber: Ireen Sheer, Bronze: Daliah Lavi

TV-Stars weiblich: Gold Susan Dey, Silber Monika Peitsch, Bronze Monika Lundi

TV-Stars männlich: Gold Horst Janson, Silber Detlev Eckstein, Bronze Dack Rambo

  

  

Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1973:

Peter Ustinov, Schauspieler Für seine Rolle in Notenwechsel
Rosemarie Fendel, Schauspielerin Für ihre Rolle in Im Reservat und in Trotta
Sina Walden und Ruprecht Essberger Als beste Autoren für Ehen vor Gericht
Igor Luther Beste Kamera für Inferno und Ein unheimlich starker Abgang
Julia Dingwort-Nusseck Beste Fernsehfrau als Wirtschafts-Expertin (HörZu Leserwahl)
Martin Benrath, Schauspieler Beste Lesung "Scheinwerfer durch die Nacht"
Friedrich Nowottny Bester politischer Journalist
Peter Beauvais Beste Regie für Im Reservat

(Quelle: www.goldenekamera.de)

  

   

L i t e r a t u r

 

Die Filmemacher von Barbara Bronnen / Corinna Brocher: München, Güterslohn, Wien: C. Bertelsmann, 271 Seiten. Der neue deutsche Film zehn Jahre nach Oberhausen.

  

Reclams Filmführer

 

Irreführung der Behörden - Roman von Jurek Becker

  

Die Lucie Mannheim-Story. Geschichte eines Schauspielerlebens. Biografie von Rolf Lehnhardt

  

Bockshorn - Roman von Christoph Meckel (Der Roman wurde von Frank Beyer 1983 verfilmt.)

  

Der Sturz - Roman von Martin Walser

Der Roman Der Sturz ist der dritte Teil der Kristlein-Trilogie und wurde von Alf Brustellin 1978 mit Franz Buchrieser in der Hauptrolle verfilmt

(Teil I: Halbzeit, Teil II: Das Einhorn, verfilmt von Peter Patzak).
Konsequent und unerbittlich zieht der Roman Der Sturz die Summe von Kristleins Leben in unserer Zeit. Er enthält die Biographie eines Mannes, der an der vorgegebenen Ordnung der Gesellschaft scheitert.
Der Sturz beschreibt die bundesrepublikanischen Verhältnisse mit einem leidenschaftlichen Interesse, also realistisch, das in der zeitgenössischen Prosa seinesgleichen sucht. Im Zentrum steht jener Anselm Kristlein, der in Halbzeit als Vertreter und Werbefachmann aggressiv und übermütig im Wirtschaftsleben Erfolge suchte; und der sich in Das Einhorn als Schriftsteller vergeblich bemühte, etwas aus dem gelebten Leben, z. B. Liebe, in die Erinnerung zu retten. Dieser Anselm Kristlein erreicht in Der Sturz sein letztes Stadium; seine Erlebniswelten, seine Reibungsflächen, seine Sturzbahnen sind die gleichen: Ökonomie und Liebe. Der Sturz beschreibt die bundesrepublikanischen Verhältnisse mit einem leidenschaftlichen Interesse, also realistisch, das in der zeitgenössischen Prosa seinesgleichen sucht.
(Quelle: Amazon)

     

   

E i n i g e   F i l m e   d e s   J a h r e s

   

Die Legende von Paul und Paula

(Regie: Heiner Carow)

Der Film läuft am 29. April 1973 in der DDR an.

   

Gelegenheitsarbeit einer Sklavin

(Regie: Alexander Kluge)

  

Tschetan, der Indianerjunge

(Regie: Hark Bohm)

Jugendfilm über zwei Außenseiter im amerikanischen Nordwesten, einen älteren Schäfer und einen jungen Indianer, die gemeinsam einigen Gefahren trotzen.

  

La Victoria

(Regie: Peter Lilienthal)

Dokumentarischer Spielfilm über Chile zur Allende-Zeit.

  

Verflucht dies Amerika!

(Regie: Volker Vogeler)

  

Die Reise nach Wien

(Regie: Edgar Reitz)

Zwei Soldatenfrauen fahren 1943 zum Vergnügen aus dem Hunsrück nach Wien. Sie machen soziale Erfahrungen.

Darsteller: Elke Sommer, Hannelore Elsner, Mario Adorf.

   

Traumstadt

(Regie: Johannes Schaaf)

     

Die Zärtlichkeit der Wölfe

(Regie: Ulli Lommel)

  

  

Einige D E F A-Filme des Jahres 1973

Aus dem Leben eines Taugenichts - Regie: Celino Bleiweiß

  

Apachen - Regie: Gottfried Kolditz

Video.de schreibt: Einer der erfolgreichen Western aus der DEFA-Produktion, an dessen Drehbuch der jugoslawische Star der Reihe, Gojko Mitic, maßgeblich beteiligt war. Der Film stützt sich auf Tagebuchaufzeichnungen europäischer Siedler aus Tucson in Arizona. Die Sorgfalt bei der Rekonstruktion der ethnischen Elemente kommt wie in allen Defa-Western zum Tragen.

  

Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow - Regie: Siegfried Kühn

Herr Platow, ein Mann in fortgeschrittenen Jahren, arbeitet als Schrankenwart am Bahnhof. Nun wird sein Job überflüssig und er sollte sich so langsam auf den Ruhestand einstellen. Aber nein, Herr Platow macht sich einfach 20 Jahre jünger und besucht in der Identität seines eigenen Sohnes eine Fortbildungsmaßnahme. Fällt ihm das Pauken und Büffeln auch nicht allzu leicht, so findet er sich in andere Belange seines verjüngten Daseins doch erstaunlich flink ein, beispielsweise ins Frisch-Verlieben. (Quelle: Amazon)

 

Der nackte Mann auf dem Sportplatz - Regie: Konrad Wolf

  

Die Hosen des Ritters von Bredow - Regie: Konrad Petzold

Mit der Hose des Götz von Bredow hat es eine eigene Bewandtnis: Die Legende besagt, das man nicht zu Schaden kommt, solange man die Elchlederne trägt. Nur gewaschen werden darf sie nicht. Als Bredows Frau die Hose stiehlt, beginnt das Abenteuer.

  

Die Wahlverwandtschaften - Regie: Siegfried Kühn

  

Unterm Birnbaum - Regie: Ralf Kirsten


  

  

Schlager- und Pophits des Jahres 1973

Blockbuster - The Sweet

Mama Loo - Les Humphries Singers

Der Junge mit der Mundharmonika - Bernd Clüver

Get Down - Gibert O'Sullivan

Goodbye My Love, Goodbye - Demis Roussos

Can The Can - Suzie Quatro

The Ballroom Blitz - The Sweet

I'd Love You To Want Me - Lobo

Hell Raiser - The Sweet

The Free Electric Band - Albert Hammond
It Never Rains In Southern California - Albert Hammond

School's Out - Alice Cooper

Schwarze Madonna - Bata Ilic

Immer wieder sonntags - Cindy und Bert

  

      

     

G e b u r t s t a g e

  

02.02.  Bürger Lars Dietrich, Musiker und Komiker

24.02.  Lars Kraume, Regisseur

16.03.  Florian Lukas, Schauspieler

21.04.  Nadeshda Brennicke, Schauspielerin

02.05.  Florian Graf Henckel von Donnersmarck, Regisseur (OSCAR für Das Leben der Anderen)

20.05.  Kaya Yanar (deutsch-türkisch-arabischer Comedian)

01.06.  Anna Thalbach, Schauspielerin (Tochter von Katharina Thalbach)

01.06.  Heidi Klum (Fotomodell)

24.06.  Alexander Beyer, Schauspieler

17.08.  Franziska Petri, Schauspielerin

25.08.  Fatih Akin, Regisseur, Schauspieler u. Produzent

04.10.  Dennis Gansel, Regisseur

  

  

  

 

G e s t o r b e n

  

18. Februar: Max Mack

Regisseur, *1884

  

10. März: Robert Siodmak

Regisseur, *8. August 1900 in Dresden

Robert Siodmak wurde am 8. August 1900 als Sohn einer angesehenen jüdischen Familie in Dresden geboren. Nach anderen Quellen ist er allerdings in Memphis, Tennessee, geboren, und als Kind mit seinen Eltern nach Deutschland ausgewandert. Er begann als Schnittmeister bei der UFA, wollte jedoch von Anfang an Regisseur werden. 1929 drehte er den Experimentalfilm Menschen am Sonntag, der – obwohl ein Stummfilm – großes Aufsehen erregte und ihm weitere Filmangebote einbrachte. Bis 1933 drehte er noch drei Filme für die UFA: Voruntersuchung, Stürme der Leidenschaft und mit Hans Albers in der Titelrolle Quick. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Siodmak zur Emigration. Er ging zunächst nach Frankreich, wo er bis 1938 einige Filme inszenierte. Der endgültige Durchbruch gelang ihm jedoch erst ein Jahr später mit seinem Meisterwerk Die Wendeltreppe: In einer Kleinstadt taucht um die Jahrhundertwende ein perverser Mörder auf, der nur junge Frauen mit körperlichen Gebrechen umbringt. In den späten sechziger Jahren zog sich der Regisseur nach einigen Misserfolgen aus dem Filmgeschäft zurück. Er ließ sich im schweizerischen Locarno nieder, wo er im Alter von zweiundsiebzig Jahren starb. 

Seine Memoiren gibt 1980 der Filmkritiker Hans W. Blumenberg heraus mit dem Titel: "Von Berlin nach Hollywood".

 

Robert Siodmak erhielt u.a. folgende Auszeichnungen:

1946 eine OSCAR-Nominierung (beste Regie) für Rächer der Unterwelt

1958 die "Goldene Schale" (bester abendfüllender Spielfilm, Filmband in Silber (bester Spielfilm mit besonderem staatspolitischen Gehalt) und Filmband in Gold (bester Regisseur) für Nachts, wenn der Teufel kam

1958 Preis des Filmfestivals von Karlovy Vary (beste Regie) für Nachts, wenn der Teufel kam

1958 Preis des Senats von Berlin für Nachts, wenn der Teufel kam

1958 OSCAR-Nominierung (bester ausländischer Film) für Nachts, wenn der Teufel kam

1971 Filmband in Gold für sein langjähriges und hervorrgendes Wirken im deutschen Film

(Quelle: jf-archiv, Junge Freiheit Verlag und wikipedia)

     

  

 

Vilma Degischer und Viktor de Kowa

in "Der veruntreute Himmel", 1958,

Regie und Drehbuch: Ernst Marischka

©Murnau-Stiftung

8. April: Viktor de Kowa- Einige Bilder des Künstlers -

Schauspieler, Regisseur

Eigentlich Viktor Kowalczyk. Er wird am 8. März 1904 in  Hochkirch/bei Görlitz geboren. Er verbringt seine Kindheit in Dresden, wo er auch ein Studium an der Staatlichen Kunstakademie absolviert. Er nimmt Schauspielunterricht bei Erich Ponto, der ihn entdeckt und ihm das erste Engagement am Dresdner Staatstheater verschafft. In den 30er Jahren war er der charmante Liebhaber in Komödien. In der Nachkriegszeit bekam er einige interessante Rollen bei Jugert, Käutner und Weidenmann. In seiner Freizeit malte und schrieb er. Über Lübeck, Frankfurt a.M. und Hamburg kommt er nach Berlin, wo er zunächst an der Volksbühne und am Deutschen Theater, von 1935 bis 1943 bei Gustaf Gründgens am Staatstheater spielt. Danach ist er bis 1946 Intendant verschiedener Berliner Theater. Einen Namen von Rang bekommt er jedoch erst, nachdem der Film ihn entdeckt, zumal er einige seiner Filme selbst zu schreiben beginnt und auch inszeniert (Schneider Wibbel, 1939). Er tritt auch als Szeniarist, Dramatiker und Autor zahlreicher Bücher hervor und synchronisiert beim Film u.a. James Stewart. "1939 führte er erstmals Filmregie und ließ er sich darauf ein, einen 'Napola'-Propagandafilm ("Kopf hoch, Johannes") zu drehen" (aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger).  

Ein ganz früher Film war der Zirkusfilm Katharina Knie (1928, Regie: Karl Grune, nach einem Bühnenstück von Carl Zuckmayer). Es folgten Filme in den 30er- und 40er-Jahren, wie Die Faschingsfee (1930/31), Unheimliche Geschichten (1932), Taifun (1933), Das Schloß im Süden (1933), Lockvogel (1934), Spiel an Bord (1936, Regie: Herbert Selpin), Kleiner Mann, ganz groß (1937/38, Regie: Robert A. Stemmle), die Titelrolle in Peter Voss, der Millionendieb (1943/44, Regie: Karl Anton), Zwischen gestern und morgen (1947, Regie: Harald Braun). Durch Helmut Käutner hat de Kowa 1954 die Möglichkeit, eine ernsthafte Rolle zu spielen, die etwas mehr Substanz hat als übliche Unterhaltungsfilme. In Des Teufels General spielt er den Gegenspieler von Generalluftfahrtmeister Harras (Curd Jürgens), SS-Gruppenführer Schmidt-Lausitz.

1962 bis 1966 ist er Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst und Vorstandsmitglied des DGB. Victor de Kowa  war in erster Ehe mit der Schauspielerin Ursula Grabley und seit 1941 in zweiter Ehe mit der Opernsängerin Michi Tanaka verheiratet; er starb am 8. April 1973 in Berlin. Weitere Filme von Viktor de Kowa.

 

  

8. April: Der Maler und Bildhause Pablo Picasso stirbt in Mougins (bei Cannes).

 

  

Willy Fritsch und Gerda Maurus

in Fritz Langs "Frau im Mond", 1929

©Murnau-Stiftung

13. Juli: Willy Fritsch - Einige Bilder des Künstlers -

Schauspieler

Schon im deutschen Stummfilm - ab 1921 - fiel sein sympathisches Gesicht auf. Film- und Traumpartner von Lilian Harvey, Vater von Thomas Fritsch. Nach seinem Filmdebüt 1923 etablierte sich Willy Fritsch erfolgreich bis hin zum Ende der Stummfilmära als jugendlicher Liebhaber. Sein eigentlicher Durchbruch  erfolgte aber erst durch die Zusammenarbeit mit Lilian Harvey seit 1928. Bis 1937 wurde fast jedes Jahr ein Film mit beiden gedreht. Fritsch spielte in diesen Filmen - meist Musikkomödien und Operetten - den unbekümmerten, optimistischen Helden des Alltags. Nach Kriegsende stand er ab 1948 wieder vor der Kamera und spielte vor allem in seinem angestammten Genre. Er hinterließ bei seinem Tod 1973 ein Gesamtwerk von mehr als 100 Filmen. Weitere Informationen über Willy Fritsch.

Seine Erinnerungen hat er 1963 veröffentlicht: "... das kommt nicht wieder".

 

  

8. Dezember: Willy Reichert

Deutscher Komiker und Schauspieler, geb. 1896

  

  

28. Dezember: Rudi Schuricke

Deutscher Sänger und Schauspieler, geb. 1913

    

  

Willy Birgel

in "Zu neuen Ufern", 1937, Regie: Douglas Sirk

©Murnau-Stiftung

  

29. Dezember: Willy Birgel - Einige Bilder des Künstlers -

Schauspieler

Er wird am 19. September 1891 in Köln geboren und besucht zunächst auf Wunsch seines Vaters, eines Goldschmiedes, Kunstgewerbeschulen. Er setzt jedoch seinen Willen durch und nimmt Schauspielunterricht. Seine Laufbahn wird durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Von 1924 bis 1934 ist er Mitglied des Mannheimer National-Theaters. Als bereits 43jähriger beginnt seine Filmkarriere mit Ein Mann will nach Deutschland (1934) und Fürst Woronzeff (1934). 1935 sieht  man ihn in sechs Filmen. Als charmanter Grandseigneur wirkt er in 43 Filmen mit. Wegen seiner Rolle in ...reitet für Deutschland (1941) hat er nach dem Zweiten Weltkrieg ein zeitweiliges Auftrittsverbot. Aber bald sieht man den Künstler wieder erfolgreich in vielen Rollen auf der Leinwand. Einen langersehnten Wunsch erfüllt er sich 1959 mit einem Engagement am Schauspielhaus Zürich. Willy Birgel stirbt am 29. Dezember 1973 in Dübendorf bei Zürich und wird in Köln (Friedhof Melaten) beigesetzt. (Quelle: kinosessel.de)

 

   

Lex Barker

Schauspieler

Geboren am 8. Mai 1919 in Rye/NY, USA; † 11. Mai 1973; eigentlich: Alexander Chrichlow Barker Jr., ursprünglich ist er ein Bodybuilder und erlangt als amerikanischer Filmschauspieler Berühmtheit. Seine erste Hauptrolle als Tarzan in Tarzan und das blaue Tal (1949) macht ihn in den USA bekannt. Weitere vier Tarzanfilme und zahlreiche Westernrollen folgen in den 50er Jahren. 1957 wird es für Lex Barker schwieriger, gute Rollen in Hollywood zu bekommen, und er zieht nach Europa, wo er in Deutschland vor allem als Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi in zahlreichen Karl-May-Filmen bekannt und populär wird. 1966 erhält er den Bambi als bester ausländischer Schauspieler. Er spielt jedoch auch eine Nebenrolle in La Dolce Vita von Fellini. In den in Deutschland erschienen Filmen wird Lex  Barker zumeist von Gert Günther Hoffmann und Horst Niendorf oder auch schon mal von Peter Pasetti oder Reinhard Glemnitz synchronisiert.

Barker war insgesamt fünfmal verheiratet und stirbt 1973 an einem Herzanfall in New York. Sein Sohn Christopher Barker ist  ebenfalls Schauspieler.

  

  

  

Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen:

www.alexanderbeyer.com (HP des Künstlers)

www.cyranos.ch (über Viktor de Kowa)

www.defa-stiftung.de (über Siegfried Kühn)

www.dennisgansel.com (HP des Regisseurs)

www.dhm.de (über Willy Fritsch)

www.dhm.de (über Lilian Harvey)

www.dhm.de (über Willy Birgel)

 

www.filmportal.de (Film Smog, über Rochus Gliese, über Käthe Haack, über Florian Graf Henckel von Donnersmarck, über Anna Thalbach, über Max Mack, über Robert Siodmak, Film Nachts, wenn der Teufel kam, Film Kopf hoch, Johannes, Film Das Schloss im Süden, Film Spiel an Bord, Filmografie Viktor de Kowa, über Willy Fritsch, Film Der nackte Mann auf dem Sportplatz

 

www.peteralexander.de (HP des Künstlers)

www.progress-film.de (Film Bockshorn)

www.florian-lukas.de (HP des Künstlers)

www.franziska-petri.com (HP der Künstlerin)

www.jf-archiv.de (über Robert Siodmak)

www.kino.de (Film Das Leben der Anderen)

www.nadeshdabrennicke.com (HP der Künstlerin)

http://sn-herne.de (Film Die Wahlverwandtschaften)

www.tatort-fundus.de (Episode Der Mann aus Zimmer 22)

www.virtual-history.com (Bilder von Viktor de Kowa)

www.virtual-history.com (Bilder von Willy Fritsch)

www.virtual-history.com (Bilder von Willy Birgel)

wikipedia (über Andrzej_Wajda, Film Eine Liebe in Deutschland, über Fatih Akin, über Willy Reichert, über Rudi Schuricke,

www.ziegler-film.com 

www.zoodirektoren.de

  

  

 

  

  

  Einige Filme, die auf dieser Seite erwähnt werden

(...und bei Amazon bestellt werden können)

  

Ich glaube, dass es keinen "kultigeren" DDR-Film gibt als "Die Legende von Paul und Paula". "Der nackte Mann auf dem Sportplatz" von Konrad Wolf So mochte man Curd Jürgens und meistens spielte er auch solche draufgängerischen Rollen. Dieser Film machte den jungen Mario Adorf mit einem Schlag berühmt. Tschetan, der Indianerjunge von Regisseur und Drehbuchautor Hark Bohm

  

 

 

 

 

 

 

    

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12.12.2011

  

Alle Informationen sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden. Sollten sich doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.